März leitet sich von Mars, dem römischen Kriegsgott ab.
Ereignisse:
Frühlings-Tagundnachtgleiche, Ostara, Segnungen der Felder, Sturm- und Drang-Periode, Frühlingsäquinoktium
Stichworte:
Wachsen, gedeihen, erforschen, erobern
Passende Zauber:
Persönliche Entwicklung, Wachstum, Weihe von Neugeborenen.
Analogien und Feste im März
20. Februar – Fische – 20. März
Tarot: Zeit des Mondes Trumpf XVIII Der Mond Ritualvorschlag: Kerzenrituale oder Wunschzauber Botschaft: Glaube an dich und deine Wünsche, dann gehen sie in Erfüllung. Tarot: Bestehe die Herausforderungen von Wünschen und Illusionen, und du wirst auf vielfache/andere Weise belohnt.
Anfang März
Runenhalbmond Gyfu Bis Mitte März steht der Monat unter dem Zeichen der Rune Gyfu (Geschenk). Das was zwischen Göttern und Menschen ausgetauscht wird. Gottesgeschenk, die Einheit von Schenkenden, Geschenk und Beschenktem, Schutz vor Geiz, magische Kraft, Ekstase, Opfer, Sexualmagie, Einweihung durch Sexualmagie, Harmonie zwischen Geschwistern und Liebenden; Förderung von Liebe und Wohlstand.
Mitte März
Runenhalbmond Daeg Bis Ende März herrscht der Geist der Rune Daeg (Tag/Licht) vor. Zwielicht; Polarität und Bildung einer Synthese; Erreichen eines mystischen Augenblicks, Zugang zum Transpersonalen, Inspiration, Erkennen persönlicher Ideale und lebenslanger Träume; Überwindung von Engstirnigkeit; Wahrnehmung zwielichtiger Zustände der Verkennung, günstig zur Vermeidung unfruchtbarer Umweltbedingungen; Wahrnehmung der Beeinflussung der Umgebung; Steigerung der Beharrlichkeit.
20.03.
Widder Die Sonne tritt vom Zeichen der Fische in das Zeichen des Widders ein. Ein neuer Zyklus der Sternzeichen beginnt.
21.03.
Ostara, Tagundnachtgleiche, Frühlingsäquinoktium Wichtiger Tag des Jahreskreises. Nun beginnt endgültig die Zeit des Jahres in dem Wachstum und Leben herrschen. „Ostern“ ist ein heidnisches Fest, das die Kirche vereinnahmte, als sie ihr Passah-Fest auf den Frühlingsvollmond verlegte, um in Konkurrenz mit dem gleichzeitig stattfindenden heidnischen Riten zu treten. Die Wiederkunft der Göttin von der Unter- in die Oberwelt wurde kurzerhand in die Wiederkunft Christi umgemünzt. Frisch erblühte Weidenzweige, Eier und Hasen sind heidnische Festsymbole. Zum Osterfest geschöpftes Wasser (Osterwasser) hat reinigende, heilende und weihende Wirkung.
Der Sonnengott wird zuerst als schwacher Lichtbringer geboren; die Göttin regeneriert sich in der dunklen Jahreszeit von der Todesbotin zur Jungfrau. Zu Ostara begegnen sich Gott und Göttin erstmals wieder in gleicher Stärke. Licht und das Dunkel sind gleich stark. Mit nun jedem weiteren Tag nimmt die Kraft des Sonnengottes zu, bis er sich zu Beltane mit der Göttin vereint, um neues Leben zu schaffen. Es ist die Zeit des Flirts, des Liebäugelns, Neues wächst zusammen.
In der Natur ist es die Zeit der Aussaat, der Keim ist gepflanzt und beginnt zu wachsen. Nach der langen Zeit der Innenorientierung beginnt nun wieder die Zeit der vermehrten Außenkontakte. Der Tod ist überwunden und die Zeit der Fülle wird vorbereitet.
Mythos des Ur-Eis:
Es gibt die Legende, daß zu Beginn aller Zeiten die Große Göttin das Weltenei gebar. Sie wärmte es zwischen ihren Brüsten und ließ es Jahrtausende reifen. Als sich die ersten Sprünge in der Schale zeigten, nahm die Göttin das Ei behutsam und legte es ins große Dunkel. Dort sprang die Schale auf und heraus fiel die ganze Welt, Erde und Wasser, Tiere und Pflanzen. Und aus dem Dotter entstand die Sonne. Und damit die Menschen sich an das große Werk erinnern, werden die ältesten Tierarten der Welt auch heute noch aus Eiern geboren.
Das Vogelfest des Frühlings:
Wenn die Vögel nach dem Winter wieder begannen, Eier zu legen, galt das als sicheres Zeichen für den Frühling. Hierdurch ist auch der Brauch des Eiersuchens entstanden. Die früher nicht eingesperrten Hühner legten diese ersten Eier natürlich irgendwo in der Gegend ab, also blieb den Menschen nichts anderes übrig, als diese zu suchen.
In diesem Zusammenhang steht ein weiterer Brauch:
Im Morgengrauen ging das Volk hinaus, um nach Zugvögeln Ausschau zu halten. Anschliessend wurde ein Festessen abgehalten und gefeiert. Bis heute ist die Verbindung zwischen dem Osterfest und Küken und Eiern präsent.
Februar leitet sich von lateinisch februare ab, einem Wort, das die Römer von den Sabinern übernahmen und das „reinigen“ bedeutet.
Ereignisse:
Imbolc, Lichtmeß, Erwachen, Initiationsriten
Stichworte:
Reinigen, initiieren, erwecken
Passende Zauber:
Zauber, die Wachstum und Vermehrung fördern – Gesundheits-, Fruchtbarkeits-, Geldzauber. Segnung von Kindern und Neugeborenen. Liebeszauber.
Analogien und Feste im Februar
21. Januar – Wassermann – 19. Februar
Tarot: Zeit des Sterns Trumpf XVII der Stern Ritualvorschlag: Schutzwesen/-engel Beschwörung Botschaft: Bitte das Göttliche um Hilfe, und du wirst deinen Weg nicht alleine gehen müssen. Tarot: Höre und vertraue auf deine innere Stimme, denn aus ihr spricht das Göttliche.
Anfang Februar
Runenhalbmond Haegl Bis Mitte Februar steht der Monat unter dem Zeichen der Rune Haegl (Hagel). Eis-Ei, Weltenei, Ursame des kosmischen Lebens und Musters, mystische Erfahrung von Wissen, Vollendung, Vollkommenheit und Herstellung des Gleichgewicht widerstrebender Kräfte; Evolution, Steigerung des Entwicklungspotentials, gutes Gelingen von Vorhaben; Bannung von Fremdeinflüssen, aktive Verteidigung, Schutz gegen Angriffe und Katastrophen, Verriegeln von Räumen.
01./ 02.02.
Imbolc, Lichtmeß Wichtiger Tag des Jahreskreises. Am letzten Vollmond vor Februar markiert dieses Fest die Neige des Winters. Es ist die Zeit der Erneuerung und der Reinigung. Bei den Kelten ist dies auch das Fest von Brigid, der dreifaltigen Göttin.
Zu Imbolc feiert man die Rückkehr des Tageslichts. Die Tage werden deutlich länger; wenn man morgens das Haus verläßt, ist es bereits nicht mehr dunkel und nach Feierabend kann man noch das letzte Tageslicht genießen.
Imbolc ist im Jahreskreis ein Wegpunkt für eine leise beginnende Betriebsamkeit.
Es ist die Zeit des „Schwanger gehens“ mit neuen Ideen, Vorhaben, Wünschen. Alles ist noch sehr unausgesprochen, neue Pläne entstehen zwar, sind aber noch nicht spruchreif.
In der Natur ist es nicht anders. Die Keime fangen bereits an zu wachsen, sind nach außen aber noch nicht sichtbar. Wer seine „Nase“ zu früh herausstreckt, muß sich mit den bevorstehenden Frühjahrsstürmen und den letzten Frösten auseinandersetzen. Es ist also auch eine Zeit des Stillhaltens, des Wartens.
Fest der Kerzen:
Ein Brauch, um Lichtmeß / Imbolc zu feiern bestand darin, eine Kerze in der Abenddämmerung anzuzünden und erst in der Morgendämmerung wieder zu löschen.
In früheren Jahren wurden in der Winterzeit vor Imbolc die Kerzen der Familie gefertigt und zu Imbolc geweiht. Diesem Wachs wurde hohe Schutzkraft zugeschrieben. Diese Kerzen wurden in Notsituationen, bei Geburten, am Krankenbett oder in Sterbesituationen angezündet, um den Schutz und die Unterstützung der geistigen Welten zu erhalten. Eine zehnfach höhere Wirkung wurde diesen Kerzen zugesprochen, wenn Imbolc auf einen Sonntag fällt.
Mitte Februar
Runenhalbmond Ansur Bis Ende Februar herrscht der Geist der Rune Ansur (Mund/Esche) vor. Göttliches Wissen, Inspiration, Ekstase und Kommunikation mit dem Göttlichen, kreative Weisheit, hellseherische Fähigkeiten, Steigerung der Intuition und Sensitivität; Integration von rechter und linker Gehirnhälfte; Förderung des sprachlichen Ausdrucks und der Dichtkunst, Überzeugungskraft; Abwehr von Intrigen und übler Nachrede.
19.02.
Fische Die Sonne tritt vom Zeichen des Wassermanns in das Zeichen der Fische ein.
Januar ist vom Namen des römischen Gottes Janus abgeleitet. Janus hat zwei Gesichter: eins davon blickt in die Vergangenheit, das andere in die Zukunft
Ereignisse:
Beginn des neuen Jahres, der erste Weizen wird gesät.
Stichworte:
Anfang, Ursprung
Passende Zauber:
Bestimmung der Ziele für das neue Jahr, Standortbestimmung
Analogien und Feste im Januar
22. Dezember – Steinbock – 20. Januar
Tarot: Zeit des Teufels Trumpf XV Der Teufel Ritualvorschlag: Meditation, Auraarbeit Botschaft: Analysiere dich selbst. Befasse dich mit deinen Fehlern Tarot: Sprenge deine Ketten und befreie dich von negativen Mustern und Verhaltensweisen, und werde Erlöst.
01.01.
Neujahr Die Römer weihten diesen Tag dem Gott Janus, nach dem der Monat Januar auch benannt wurde. Janus hat zwei Gesichter – eines blickt zurück ins alte und eines nach vorn ins neue Jahr.
Anfang Januar
Runenhalbmond Dorn Bis Mitte Januar herrscht der Geist der Rune Dorn (Dornbusch/Eiche) vor. Kraft der Zerstörung und Verteidigung, Regenerierung nach der Zerstörung, ausgeübte Macht, Lähmung oder Vernichtung von Feinden, Umsetzung des Willens in Handlung, Überwindung von Hindernissen, Zusammenschmieden von unterschiedlichen Interessen; Dorn; Donner; Liebeszauber, Förderung von Liebesbeziehungen und der Sexualität.
Nacht vom 02.01. zum 03.01.
Fest der Innana, Geburt der Herrin sumerischen Ursprungs. Gefeiert werden Untergang und Wiedergeburt. Eine magische Nacht für Einweihungsrituale und Rituale zur Persönlichkeitsentwicklung.
Mitte Januar
Runenhalbmond Man Bis Ende Januar herrscht der Geist der Rune Man (Mensch) vor. Vereinigung der männlichen und der weiblichen Seite zur Fähigkeit zu androgynem Erleben und Verhalten; innerer Ausgleich der eigenen Ambivalenzen, Erkennen gegenseitiger Abhängigkeiten; Harmonisierung der sozialen Ordnung; Öffnen der „dritten Auges“, Steigerung der bewußtseinserweiternden Intelligenz und der Klarheit des Denkens; Förderung der Intuition im Umgang mit Menschen; günstig für Liebeszauber und Vereinigung.
20.01.
Wassermann Die Sonne wechselt vom Zeichen des Steinbocks in das Zeichen des Wassermanns.
Unsere Welt wird von Kommunikation beherrscht/bestimmt. Kommunikation ist alles. Ausdruck der Gefühle, Nahrung für die Seele, Orientierungsmöglichkeit, Lernplattform, Austauschmöglichkeit.
Aber wie kommunizieren wir?
Die pauschalste Antwort auf diese rhetorische Frage lautet: Über Sprache
Aber was ist Sprache? Und das meine ich nun nicht linguistisch, sondern psychologisch. Worte sind immer Umschreibungen für etwas. Das heißt, ein Wort ist ein Symbol für ein Bild was wir mit diesem Wort verbinden. Im Grunde benutzen wir also eine Bildersprache die wir über Symbole kognitiv verarbeiten. Ich veranschauliche das mal:
In der Magie, und ich bleibe hier absichtlich allgemein, benutzt man in den beiden ersten der drei „Stufen“ immer Symbole durch die man Einfluss auf die Magie gewinnt. Eine Sigille, eine Rune, eine Tarotkarte und noch viele andere Zeichen aus fast unzähligen Systemen. Warum? Warum benutzt man Symbole um Magie auszuüben? Nun, weil die Symbole Prinzipien verkörpern, Prinzipien die unsere Welt im Zusammenhang mit dem Kosmos und der Magie bringen. Ich geb‘ mal ein paar Beispiele:
Das Tarot ist nicht nur ein Kartensystem. Es ist eine Symbolkomposition und repräsentiert verschiedene archetypische Grundstrukturen. Sowohl in uns, als auch um uns. Getreu nach dem Prinzip „Was oben sei, das sei auch unten“ (Corpus Hermeticum; Tabula Smaragdina, Hermes Trismegistos) zeigen die Symbole sowohl innere Prozesse, wie Blockaden, Probleme genauso wie positive Einflüsse, stehen aber auch für die übergeordneten Prinzipien von Karma, magischem Einfluss und evt. auch für das Göttliche. Zumindest für einen Teil, den wir mit Hilfe der Symbole (er-)fassen können. Das Tarot nimmt dadurch eine Art von Sprungbrettfunktion ein, zwischen analoger Symbolkunde und Bildern, die stellvertretend für Interaktionen zwischen den Symbolen stehen.
Symbole sind die Knoten, die unsere Wirklichkeit mit den elementaren Kräften verbinden, und uns Zugriff auf die dahinterliegenden großen Mysterien gewähren.
Okkulte Praktiken benutzen die Symbolik im Zusammenhang, in dem die Symbole für „göttliche“ Prinzipien und Wirkungsweisen stehen. Die Beeinflussung der Symbole (also Anordnung, Kombination und Re-Aktion) steht für die Beeinflussung der „göttlichen“ Prinzipien. In dieser Tradition steht die Alchemie/Hermetik, die Magie, die Astrologie (hier im passiven Deutungssinne gemeint), das Tarot (im analytischen Bereich) und noch viele andere okkult-esoterische Praktiken.
Bei dieser Betrachtung steht nicht die Verwissenschaftlichung dieser Traditionen im Vordergrund, sondern viel mehr der Mensch, der im Zusammenhang mit den Symbolen bzw. den göttlichen Prinzipien steht.
Aus diesem Kontext heraus ist das Futhark, das Runenalphabet, zu betrachten. Genauso wie andere Alphabete, die über eine Zahlen- und Buchstabenmystik in den „Schöpfungsprozeß“ mit eingebunden werden. – Und aus dieser Tradition wiederrum entstanden Techniken wie Numerologie, Kabbalah und andere.
Symbole sind ein unentbehrliches Werkzeug, für den-/diejenigen der Magie praktizieren will. Sie sind der Zugang, der uns auf die Kräfte des Universums zugreifen lässt. Und dabei verwenden wir tagtäglich Symbole, und erschaffen Welten (beim Lesen oder Schreiben), schaffen Gesprächsebenen, signalisieren tausend verschiedene Dinge, und dabei ist dies ja immer noch ein kleiner Teil der Anwendungsmöglichkeiten.
Schlussendlich, wer die Macht hinter einem Symbol zu verstehen und zu benutzen weiß, wird dann auf die Symbole verzichten können, und kann direkt auf diese Kräfte zugreifen. Zumindest bis zu dem Grad, der einen wieder Gegenstände und Symbole benutzen lassen muss, um den Überblick zu behalten, bzw. sich auf andere Dinge zu fokussieren. Darum gibt es in fast jedem Bereich eine fast unübersichtliche Analogietabelle, denn so wie die Knoten die Mächte binden, so ist durch unsichtbare Fäden alles miteinander verbunden.
Die Vier Farben/Elemente
Wasser
Das zweitbeweglichste Element. Sehr flexibel, tiefgründig, gefühlsbetont, weiblich. Im Tarot durch die Kelche symbolisiert. Kelche als Allegorie auf den Schoß der Frau. Fruchtbarkeit, Gefühle, intuitives Wissen, aber auch Hang zur Depression und Wankelmütigkeit.
Das Wasser ist eines der Elemente, vielleicht weil unser Körper zu ca. 75% daraus besteht, dass uns am tiefsten berührt und sprichwörtlich bis in unsere Seele vordringt.
Feuer
Das ernergiegelandeste Element. Anpassungsfähig, leidenschaftlich, männlich. Im Tarot durch die Stäbe symbolisiert. Stäbe, als Phallussymbol, mit aufstrebenden Ambitionen. Führungsnatur, Stolz, Mitziehend, aber auch Herrschsüchtig und Egozentrisch.
Das Feuer, auf den ersten Blick ein destruktivste Element, entfacht in uns den Wunsch und den Drang nach Höherem. Für das höhere Wohl dürfen kleinere Opfer gebracht werden.
Erde
Das stabilste Element. Sehr bodenständig, geduldig, weiblich. Im Tarot durch die Scheiben oder Münzen symbolisiert. Scheiben als Allegorie auf die fruchtbare Erde. Ausdauer, Durchsetzungskraft, Gründlichkeit, aber auch Hang zum Perfektionismus und Engstirnigkeit.
Die Erde. Durch ihre ernährenden Eigenschaften, ist sie das Mutterbild schlechthin. Der Stirb-und-Werde Prozeß ist in ihr verewigt.
Luft
Das beweglichste Element. Extrem felxibel, intellektbetont, männlich. Im Tarot durch die Schwerter symbolisiert. Schwert, als Phallussymbol, mit einschneidendem Charakter. Geistige Beweglichkeit, schnelle Auffassungsgabe, aber auch Hang zur Luftschloßbauerei und Pragmatismus.
Die Luft, dass unfassbare Element. Träger von Träumen, Wünschen und Gedanken die in den unbeherrschbaren Winden zu anderen Menschen getragen werden.
Die vier Himmelsrichtungen
Ebenfalls ein wichtiger Bestandteil magischer Handlungen ist die Anrufung der Wächter der Himmelsrichtungen. Mit ihrer Hilfe kann man dem magischen Kreis mehr Schutz bieten, auch helfen sie bei der Durchführung der Rituale und der Erreichung der angestrebten Ziele dieser Rituale.
Osten
Mit dem Osten wird grundsätzlich begonnen bei der Anrufung der Wächter, denn der Osten steht für allen Anfang und Neubeginn. Der Grund liegt unter anderem darin, daß hier ja auch die Sonne aufgeht. Sein Element ist die Luft und bringt somit die „männlichen“ Eigenschaften Denken, Wissen, Intelligenz und Logik zum Ausdruck. Der Wächter trägt den Namen „Euros“.
Mit Blick in Richtung Osten wird das anrufende Pentagramm dreimal mit dem Stab in der Luft gezogen. Dabei wird es in blauer Farbe imaginiert und gleichzeitig dreimal mit leiser Stimme „Euros“ gerufen. Dann wird die Beschwörungsformel gesprochen:
„Euros, allwissender Adler, großer Herrscher der Winde, Stürme und Orkane, Meister der himmlischen Gewölbe, großer Prinz der Mächte der Luft – dich rufe ich, auf daß du diesen Kreis behütest vor allen Gefahren, die aus dem Osten kommen können. Ich Grüße Dich im Namen von Aradia und Karnayna!“
Gleichzeitig imaginiert man im Osten das Bildnis eines blauen Himmels, über den der Wind weiße Wolken treibt und immer mehr zunimmt, zum Sturm wird, zum tosenden Orkan.
Süden
Er ist die zweite Himmelsrichtung, die gerufen wird. Sein Element ist das Feuer – ebenfalls „männlich“ – und bringt die Eigenschaften Macht, Dynamik, Aktivität und Willenskraft zum Ausdruck. Der Name des Wächters ist „Notus“.
Auch dieses Pentagramm wird mit Blick in Richtung Süden mit dem Stab dreimal in die Luft gezogen. Es wird in roter Farbe imaginiert und dabei dreimal mit feuriger Stimme „Notus“ gerufen. Hierauf folgt wieder die Beschwörungsformel:
„Notus, o du Löwe, Herr des Lichtes, Meister der Sonnenbahn, großer Prinz der Mächte des Feuer – dich rufe ich, auf daß du diesen Kreis behütest vor allen Gefahren, die aus dem Süden kommen können. Ich grüße Dich im Namen von Aradia und Karnayna!“
Dabei imaginiert man im Süden einen Vulkanausbruch, feurig spritzende Lavamassen oder einen rasenden Waldbrand.
Westen
Jetzt sind wir bei der dritten Himmelsrichtung. Sein Element ist das Wasser und stellt die „weiblichen“ Eigenschaften Gefühl, Ruhe, Geduld, Liebe, Innerlichkeit, Sanftheit, Anpassung, Mitleid und Hingabe dar. Der Name des Wächters ist „Zephyrus“ (oder Undine).
Mit Blick in Richtung Westen wird das anrufende Pentagramm dreimal in der Luft gezogen. Es wird in grüner Farbe imaginiert und dabei mit sanfter Stimme „Zephyrus“ gesprochen. Dann folgende Beschwörungsformel:
„Zephyrus, o du Schlange der Vergangenheit, Herrscher der Tiefen, Führer der salzigen Meere, Prinz der Mächte des Wassers – dich rufe ich, auf daß du diesen Kreis behütest vor allen Gefahren, die aus dem Westen kommen können. Ich grüße Dich im Namen von Aradia und Karnayna!“
Jetzt imaginiert man das endlos weite grüne Meer, über dessen dunklen Himmel die silberne Mondsichel steht.
Norden
Der Norden ist die heiligste und machtvollste Himmelsrichtung. Da die Sonne hier nie am Himmel erscheint, ist sie das Reich der Dunkelheit, das für Weisheit und Erkennen im Hexentum steht. Sein Element ist die Erde, welche den Muttereigenschaften Schutz, Geborgenheit, allgegenwärtiges Bewußtsein, Achtsamkeit und Fürsorge, Leben, Sein, Materie, Manifestierung und Praxis zugeordnet ist. Der Name des Wächters ist „Boreas“.
Dieses Pentagramm wird ebenfalls – wie alle anderen – auch dreimal mit Blick in Richtung Norden mit dem Stab in die Luft gezogen. Es wird in gelber Farbe imaginiert. Hierbei rufe man mit fester Stimme dreimal „Boreas“. Dann spricht man beschwörend:
„Boreas, schwarzer Bulle des Nordens, gehörnter Jäger der Nacht, dunkler Herrscher der Berge und der Tiefen der Erde – dich rufe ich, auf daß du diesen Kreis behütest vor allen Gefahren, die aus dem Norden kommen können. O Boreas, öffne das astrale Tor, auf daß der Segen der schönen und lieblichen Göttin Aradia und des großen und starken Gottes Karnayna in diesen magischen Kreis strömen kann. Ich grüße dich im Namen von Aradia und Karnayna!“
Dann imaginiere man eine weite dunkle Ackerlandschaft.
Kerzenfarben und ihre Bedeutung
weiße Kerzen
Sie werden zum Schutz und zur Reinigung verwendet; sie brennen auch meist begleitend bei anderen Ritualen. Außerdem ist durch sie jede andere Kerzenfarbe ersetzbar. Sie bedeuten auch Reinheit.
gelbe Kerzen
Die Anziehung einer Person ist manchmal notwendig in Verbindung mit Liebesritualen. Sie können aber auch von allen, die keinen Lebenspartner haben, alleine verwendet werden, um einen Partner zu bekommen. Erfolg, Glück, Selbstbestätigung, Freundschaft, innerer Frieden, Intellektualität, Vorstellungskraft, Gedächtnis und Kreativität, Aktivität. Gelb stärkt die Vorstellungskraft und die Konzentration in einem Ritual. Wird in Ritualen verwendet, in denen man das Vertrauen eines Menschen gewinnen will oder jemanden überzeugen will. Rituale die solare Energie erfordern.
goldene Kerzen
Sie werden für Sonnenrituale und zur Aurareinigung verwendet. Da man grundsätzlich durchgefärbte Kerzen benutzen sollte, stehen wir hier allerdings vor einem Problem. Sie sind im Handel nämlich nur farbig überzogen erhältlich. Ist aber nicht schlimm.
orange Kerzen
Ambition, Durchsetzungsvermögen, Ausdauer, Karriere-Angelegenheiten und Rechtsdinge. Orange steht für die Fruchtbarkeit, die einen wichtigen Punkt in der magischen Arbeit darstellt. Entweder mit Venus oder Diana zelebrieren. Außerdem steht diese Farbe auch für Ausdauer und Durchsetzungsvermögen. Außerdem steht diese Farbe auch für Ausdauer und Durchsetzungsvermögen. Orange wird mit Merkur assoziiert.
rote Kerzen
Gesundheit, Energie, Vitalität, Kraft, Mut, sexuelle Potenz Leidenschaft, Liebe, Fruchtbarkeit, Willensstärke, Kreativität. Rote Kerzen eignen sich natürlich für Liebesrituale in allen Variationen, insbesondere für Venus-Rituale. Bei dieser Farbe scheiden sich die Geister. Viele meinen diese Farbe wäre für Liebesrituale zu aggressiv, da sie auch die Farbe des Mars ist, dem Kriegsgott. Verstärkt Magnetismus in einem Ritual, erzeugt Widder und Skorpion Energien. Sie stehen auch für Vitalität, Leidenschaft und Kreativität.
rosa Kerzen
Liebesangelegenheiten, Romantik, Treue, Freundschaft. Aber eher in dem Sinne, daß man wieder Schwung in die Ehe oder Freundschaft bekommt. Die Verbindung mit Venus ist möglich. Weiter ist rosa die Standardfarbe für Rituale die durchgeführt werden um Aufmerksamkeit zu erregen, und Wirkung zu erzielen. Sie stehen auch für Leidenschaft und Liebe. Aber eher in dem Sinne, daß man wieder Schwung in die Ehe oder Freundschaft bekommt. Außerdem ist Rosa die Farbe der Treue und Romantik. Die Verbindung mit Venus ist möglich.
hellblaue Kerzen
Spirituelle Farbe, hilfreich bei Andachten oder inspiritativen Meditationen. Bringt Frieden und Ruhe ins Haus, strahlt Wassermann-Energie aus. Mit einzubeziehen wenn eine bestimmte Situation herbeigeführt werden muß.
blaue Kerzen
Inspiration, okkultes Wissen, Schutz und Hingabe, inneren Frieden, Freundschaft, tiefe Entspannung und ruhigen, erholsamen Schlaf. Primäre spirituelle Farbe, für Rituale um Weisheit, Harmonie, inneres Licht oder Frieden zu erlangen. Läßt Wahrheit und Führung zuteil werden. Für Gesundheitsrituale psychischer und organischer Art sind sie unentbehrlich. Die Göttin Aradia oder die Muttergöttin Diana werden hierzu angerufen. Blau steht auch für inneren Frieden und Freundschaft, tiefe Entspannung und ruhigen, erholsamen Schlaf. Blau wird dem Mond zugeordnet (schon allein wegen seinem Effekt auf das Element Wasser).
indigofarbene Kerzen
ruhiger Schlaf, tiefe Entspannung. Inaktive Farbe. Beendet Situationen, hält Menschen zurück. Für Rituale, die einen tiefen meditativen Status oder Saturn-Energie erfordern.
lila/violett Kerzen
Kraft, Erfolg, Idealismus, psychische Offenbarung, innere und geistige Kraft. Ideal für Rituale die zur Sicherung von Ehrgeiz, Unabhängigkeit und finanziellem Erfolg durchgeführt werden oder um Kontakte zu der anderen, spirituellen Welt herzustellen. Steigert Neptun Energie. Sie werden manchmal bei Mars-Ritualen verwendet, z.B. um Prüfungen zu bestehen, Verhandlungen im Beruf oder bei Ämtern durchzusetzen. Sie stehen auch für innere und geistige Kraft. Allerdings finden sie meist Verwendung in Jupiter-Ritualen, da lila/violett Jupiter zugeordnet wird. Deshalb dient die lila Kerze zur magischen Verstärkung weil Jupiter der Planet der Magie ist. Für Geld und Beruf wird Jupiter, der Herr der Blitze, angerufen. Dies sollte allerdings nie aus Gier geschehen, da sich sonst alles ins Negative wenden könnte.
grüne Kerzen
Fruchtbarkeit, Fülle, Glück und Harmonie, mütterliche Liebe und Zuneigung, Gesundheit, Wohlstand, Erfolg, Geld, Verjüngung. Grün ist die Farbe der Venus, und wird bei Fruchtbarkeitsritualen verwandt. Grün ist eine harmonisierende Farbe, die in ihrer Symbolik die Farbe der Hoffnung und die Farbe der Propheten ist.
graue oder silberne Kerzen
Für den positiven Ausgang bei Gerichtsverhandlungen und Ämtern wird Merkur angerufen. Diese Farbe steht auch für Intuition, Traumdeutung und Träume. Grau/Silbern wird auch dem Mond zugeordnet, und steht mit Mondritualen in Verbindung.
braune Kerzen
Stehen für Verinnerlichung, Beruhigung und Wohlbefinden. Braun wird mit der Erde in Verbindung gebracht, und steht daher in der Symbolik des Elements Erde.
schwarze Kerzen
Stehen für Erneuerung, Wandel und Loslassen. Wird auch bei Antischadens- oder Abwehrritualen verwendet. Hierbei wird der gehörnte Gott Karnayna angerufen, oder direkt die antimagischen Kräfte des Saturn.