Archiv der Kategorie: Esoterik, Spiritualität, Magie, Okkukltismus

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Runen

Der tatsächliche Ursprung der Runen liegt wissenschaftlich gesehen noch immer im Dunklen. Der Grund hierfür ist wohl der, dass in früheren Zeiten der Gebrauch von Schrift, wie wir sie heute kennen, nicht üblich war. Wissen wurde durch Erzählertraditionen weitergegeben und durfte (oder konnte in dieser Zeit) nicht niedergeschrieben werden. Das ältere „Futhark“ (Bezeichnung der 24 Runen insgesamt), wurde laut Überlieferungen schon 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung benutzt. Runen tauchen in alten Mythen oft in Zusammenhang mit Gottheiten auf. Die Runenschrift wurde, laut Runenforschern, von den „weisen Frauen“ Nordeuropas erfunden. Genauer wird man dies heute wohl nicht feststellen können.
In unserem Kulturgebiet ist es schwierig herauszufinden, woher die Runen kommen und welchen Einflüssen sie in diesen Epochen unterworfen waren. In Deutschland fand eine „Hochzeit“ zwischen dem Kulturgut des Südens und dem des Nordens statt, wovon die Runen und ihre Bedeutung sicherlich beeinflusst wurden.


Für die Arbeit mit Runen ist es nicht von großem Interesse, woher die Runen kommen – sie sind da – und das laut der nordischen Göttergeschichte bereits vor Anbruch der Menschenwelt.
Von größerer Bedeutung hingegen ist die Fragestellung, ob es sich bei den Runen um Zeichen handelt, die aus einer magisch-bildlichen Tradition heraus entstanden sind, oder aus einer sprachlichen.
Wir finden in der Frühzeit überall in Europa Felszeichnungen, mit denen man versuchte, wichtige Ereignisse symbolisch festzuhalten.
In den Runen ist eine starke Kraft, die auf der Gefühlsebene wirkt, enthalten, welche bei Menschen, die keinerlei Ahnung von Runen haben ebenfalls ihre Wirkung zeigt.
Runen wirken Heute wie Gestern, teils bewusst, teils unbewusst in unserem Leben.


Ich erinnere hier an die verschiedenen Zeichen in und um uns:
Z.B.: die amerikanischen Notarztwägen (Haegl), das Andreaskreuz (Gyfu) vor Bahnübergängen, und die Schutzzeichen, in Form der Eoh-Rune, gegen Feuer und unerwünschten Besuch aus der Unterwelt an vielen Häusern. Auch die Kirche hat sich der Runenkraft bedient, indem sie aus Wynn und Gyfu eine Binderune schuf – heute bekannt als Zeichen des Pax Christi. Auch in alten Fachwerkhäusern finden wir Runenformen wieder, mit denen man versuchte damals die Bewohner zu segnen und zu schützen. Der Suchende muß hierbei jedoch zwischen statischer Funktion und Kunst am Bauwerk zu unterscheiden verstehen. Nicht alles, was wie eine Rune aussieht, ist auch als solche eingesetzt worden.
Wenn sie sich einmal an die Formen der einzelnen Runen gewöhnt und verinnerlicht haben, werden sie sie überall findenVor allem in der Natur. Manchmal bildet ein Baum sie nach (Wäre es nicht interessant zu erfahren was er zu sagen hat?). Im Schnee finden wir plötzlich Elox, gezeichnet von einer Krähe. Welchen Wert man diesen Begegnungen beizumessen bereit ist, liegt an einem selbst. Man muss lernen, abzuwägen zwischen bedeutender Erscheinung und wirklichem Zufall (naja, wenn es den gibt). Unsere Vorfahren betrachteten sich nicht als abgeschnitten oder getrennt von dem, was sie umgab – dies ist eine neuere Entwicklung – und aus diesem Grund hat auch alles, was wir wahrnehmen, etwas mit uns selbst zu tun. Die Zeichen des Weges zu deuten muss allerdings jeder Mensch für sich selbst erlernen, das kann man in keinem Buch niederschreiben. Setze einfach das, was dir begegnet, mit gesundem Menschenverstand in Beziehung zu dir, zu deinen Handlungen, zu deinen Gedanken.
Allerdings gibt es eine sogenannte Grundbedeutung jeder Rune, die es einem erleichtert die einzelnen/mehrere Runen zu deuten.
 

Das Wort Rune bedeutet Geheimnis. Ein Geheimnis bergen die Runen auf alle Fälle, manchmal sogar nicht nur eines, sondern ganz viele. In ihnen stecken die Geheimnisse des Werdens, des Seins und des Vergehens.
Zunächst sind Runen Sinnbilder. Man kann sie als Zeichen für bestimmte Wesenheiten, Handlungen oder Lebensumstände betrachten, die als Sinnbilder für sich sprechen.
Sie sind aber auch als Buchstaben zu verwenden.

Diese alten Zeichen beinhalten jedoch noch viel mehr.
Runen sind: Sinnbilder (Orakel), Schriftzeichen, Energieträger, Lautwert, Zauberzeichen.
Die Runenreihe wurde geschaffen, um Menschen einen bildlich-magischen Zugang zu innerem wie äußerem Wissen zu ermöglichen, das die Zeiten überdauern und in allen Lebenslagen anwendbar sein sollte. Beim älteren Futhark ist dies bis heute der Fall.

Runen als Sinnbilder betrachtet, werden sie zu einem Orakel, dem man Fragen stellen kann. Hierzu gibt es Steine, auf denen die verschiedenen Runen aufgezeichnet sind.
Man „wirft“ sie und deutet sie.

Die Runen als Sinnbilder ermöglichen einen großen Raum für Deutungen und fördern damit die Phantasie der Betrachter, öffnen Zugang zur anderen Welt. Runen lassen sich nicht festlegen. Alle Auslegungen stimmen auf ihre Art und Weise – zumindest für den Menschen, der sie legt. Sie können nie allgemeingültig sein, da die Runen wie jedes andere magische System eine selbst erarbeitete Deutung erfordern. Bestimmte Grundmuster bleiben bestehen, doch das war es dann auch schon. Die Betrachtung eines Bildes kann bei unterschiedlichen Menschen zu unterschiedlichen Empfindungen und Erkenntnissen führen – genauso ist es auch bei den Runen.

Runen als Schriftzeichen.
Runen als Symbole.
Runen, als Kraftwerkzeug und als Energieträger. Der Begriff „magische Kraft“ bedarf einer kleinen Erklärung:
Oft ist von Energie oder Kraft die Rede, wenn es um Magie geht. Es gilt, sich gegen „dunkle Kräfte“ zu schützen, oder seine Energien auszugleichen. In früheren Zeiten, als die Hetze des Alltags uns noch fremd war, nahmen wir diese Kräfte wahr, so wie es kleine Kinder heute noch tun. im Laufe der Zeit sind für diese Kräfte viele unterschiedliche Namen eingeführt worden. Wenn wir von Kraft oder Energie reden, dann meinen wir diese, zwar erfühlbare, jedoch nicht sichtbare Form einer Schwingung. Zorn hat eine andere Schwingung als Freude, und diese unterschiedlichen Kräfte beschreiben die Runen auf eindrückliche und nachvollziehbare Weise.
Die Versinnbildlichung einer Kraft können wir selbstverständlich auch umkehren und als Kraftwerkzeug einsetzen.
Jede Rune steht für eine bestimmte Kraft.
Die eindringliche Beschäftigung mit jeder einzelnen Rune kann einen Menschen mehr Erkenntnisse über sich selbst und die entsprechende Kraft vermitteln, als alle Bücher dieser Welt.

Kurz gesagt:
Runen können Kräfte abwehren (als Schutzzeichen)
Runen können Kräfte anziehen (als Kraftzeichen)
Runen können „Orakel“ sein

Über die Kraft der Runen:

Die runischen Energien wirken, ob man daran glaubt oder nicht. Wir können allerdings nur dann etwas mit ihnen erreichen. wenn wir uns selbst vertrauen und ein wenig runisches Wissen erreicht haben. Es reicht aus, sich mit dem entsprechendem Thema zu befassen bzw. erst einmal zu erfahren das es „das“ überhaupt gibt. Um „Vergessenes“, dass in uns ist, wieder zutage zu befördern.

Wenn die Zeit dafür noch nicht reif ist, kann man jedoch nichts erzwingen.

Wichtig:

Bei manchen Runen ändert sich das Zeichen, wenn sie „auf dem Kopf stehen“. Wenn sie eine solche Rune umdrehen, hat sie auch eine andere Bedeutung. Viele Leute halten umgekehrte Runen für negativ. Das ist falsch. Die erste Rune, Feoh, bedeutet zum Beispiel Reichtum – aber wenn sie umgekehrt erscheint, kündigt sich nicht Armut an.
Jede Rune hat ihre eigene Botschaft. Eine umgekehrte Rune will uns sagen, dass wir etwas lernen sollen, was die „aufrechte“ Rune verkündet, weil genau das uns fehlt. Die umgekehrte Rune Feoh bedeutet also nicht „Armut“, sondern „Reichtum entdecken“. Das ist ein feiner, aber wichtiger Unterschied.
Umgekehrte Runen weisen auf Lösungen hin, nicht auf Probleme. Überlegen sie lieber, was eine Rune sie lehren will, anstatt ihr negativen Aspekte zu untersuchen.

weiterführende Literatur:

Räuchern – Räucherwerk

Die ältesten Überlieferungen über den Gebrauch von Weihrauch als Opfer an die Götter stammen aus Babylon. Im Gilgamesch – Epos, dem ältesten mythologischen Werk der Menschheit heißt es: »Ich, Utnapistim (der Urmensch, der die Menschheit, Tier und Pflanzenwelt vor der Sintflut rettete) führte ein Räucheropfer aus auf dem Gipfel des Berges, sieben … Gefäße stelle ich aus und schüttete in ihre Schalen Rohr, Zedernholz und Myrte. Die Götter rochen den süßen Duft …«. In den magischen und heilkundigen Schriften der Ägypter, den Schriften der Griechen, Arabern, Chinesen und mittelalterlichen Gelehrten finden sich neben Beschreibungen der Heilwirkungen der Pflanzen auch ihre feinstoffliche Wirkung und okkulte Bedeutung. Ein anderes Tor zu den Kräften der Pflanzen bilden Überlieferungen der Schamanen. Die Schamanen hatten immer einen direkten Zugang zu der Kraft der Pflanzen, eine seherische und mediale Kommunikation mit der Seele der Natur. Alle Dinge und Wesen dieser Erde: Pflanzen, Steine, Tiere und Menschen, sind, nach altem okkulten Wissen, miteinander verbunden durch Sympathie und Antipathie. So enthalten Pflanzen, Kräuter, Steine usw. Schwingungen, die höheren, nicht materiellen Prinzipien unterworfen sind, welche uns positiv, aber auch negativ beeinflussen können. Räucherungen sind ein alchemistischer Prozess der Transformation von fester Materie in eine flüchtige Form durch die umwandelnde Kraft des Feuers. Im Ritual dient die Räucherung dazu, der angerufenen geistigen Kraft eine Wirkungsmöglichkeit zu geben oder auch dazu, negative Einflüsse fernzuhalten und den Ort zu reinigen. Wenn wir die Räucherung als Reinigung einsetzen möchten, so müssen wir besonders darauf achten, Ecken und unzugängliche Bereiche zu räuchern, da sich dort die negativen Energien aufstauen.

Wie Susanne Fischer-Rizzi es in ihrem Buch „Botschaft an den Himmel“ (nun: Das Buch vom Räuchern) so schön ausdrückt, ist die Komposition eines Räucherwerks eine Botschaft an den Himmel, eine Form unsere Gedanken und Gebete in die ätherische Welt zu tragen und uns in einem rituellen Wirken zu unterstützen.

Die Analogietabellen der einzelnen Pflanzen und ihrer Entsprechungen auf den verschiedenen Ebenen führt an dieser Stelle zu weit. Das findet man ausführlich in der ergänzenden weiterführenden Literatur am Ende dieses Beitrags, oder in einigen Links (Bussardflug, Celticgarden, Satureja). Denn die Pflanzen und Harze sind nicht nur mit bestimmten Wirkmechanismen verbunden die zum Beispiel Heilung oder Hellsicht fördern, sondern auch mit Planeten, Geistwesen, förderlichen- und hinderlichen Aspekten und ergeben ein Kaleidoskop der Möglichkeiten uns in dieser ätherischen Form Ausdruck zu verleihen. Dabei ist es wie bei der japanischen Tee-Zeremonie, nicht nur das Entzünden und Riechen des Räucherwerks, sondern schon das Zusammenstellen und Auswählen der Rohstoffe für die eigene Komposition die schon eine erste Einfärbung vornimmt.

Natürlich kann man auch im alltäglichen Gebrauch ein Räucherstäbchen entzünden, oder ein Räucherwerk entbrennen, das schmälert den Gesamtwert allerdings keineswegs. Eine Oase der Ruhe und Gelassenheit, nach einem hektischen Alltag, zu schaffen ist für unser Wohlbefinden essenziell, manchmal sogar lebensnotwendig.

In einem rituellen Zusammenhang geht diese Botschaft an den Himmel natürlich noch viel tiefer.

So wie das Behandeln mit ätherischen Ölen über Duftlampe (Wasser+Luft) oder Einreibungen (Erde) auch auf unseren Körper und Geist heilend wirkt, so tut dies die Räucherung (Feuer+Luft) auf ihre Weise.

Im tibetischen Buddhismus gibt es noch eine weitere Umschreibung, die perfekt einfängt, wieso man räuchert. Lichtwesen, dort hauptsächlich die Bodhisattva’s gemeint, doch im Grunde kann man das auf alles beziehen, seien „Duftfresser“, sie lieben bestimmte Düfte. Und genau aus dem Grund werden bestimmte Düfte, Kräuter und Öle zu Räucherstäbchen oder Räucherwerk kombiniert, um diese Lichtwesen anzulocken.

Aus all diesen Gründen werden seit je her in Tempeln Räucherwerk verbrannt. Ebenso wie man die Weihrauchgefässe der katholischen Kirche kennt.

weiterführende Literatur:

Extra-Beitrag über empfehlenswerte Räuchershops: hier

Kabbala, Kabbalah, QBLH

Baum des Lebens (Otz Chaiim)

Der Orginalautor der Kabbala soll der »Erzengel Metatron« gewesen sein, welcher auch als Lehrer Moses fungiert haben  soll. Die Kabbala stellt in ihrer Gesamtheit den Schlüssel zu allen esoterischen, magischen und astrologischen Erkenntnissen dar. Alle Freimaurer-Gesellschaften verdanken der Kabbala ihre Geheimnisse und Symbole. Sie allein verknüpft Glauben mit Vernunft, Freiheit mit Macht und Wissen mit Mysterien. Sie ist der Schlüssel zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie weist Parallelen zum Yygdrasil, dem Weltenbaum der Skandinavier und zum Weltenbaum aus der Bhagavadgita auf. (ähnliches kann man auch über die Hermetik sagen)

Wie die shaivistischen Tantras die Wurzel der geistigen Lehren des Ostens bilden, ist die Kabbala der innerste Kern der Einweihungswege des Westens. Obwohl als Mystik des Judentums bekannt, liegt ihr weltlicher Ursprung bereits in den alten verscholenen Kulturen. Als universelle Lehre ist sie die Hohe Schule des geistigen Lebens, die Essenz der überlieferten universellen Kabale der Großen Tempel von Atlantis, des Alten Ägypten und Chaldäas und der Smaragdenen Tafeln und des Kybalion des Thoth-Hermes.

Sie besteht aus 10 heiligen Sephiroth mit insgesamt 32 Pfaden. Davon werden die Sephiroth als die ersten 10 Pfade angesehen, die Verbindungslinien zwischen den Sephiroth als 22 weitere Pfade. Jede Sephirah steht für eine Entwicklungsphase, in denen die Seele den Kosmos erfaßt. Die Pfade, die sie verbinden, sind subjektive Bewußtseinsstufen. Die Sephiroth sind makroskopisch und objektiv, die Pfade mikroskopisch. Die drei oberen Sephiroth werden höchstes Dreieck genannt und sind vom Prinzip latent. Darauf folgen Chesed, Geburah und Tiphereth, die man  abstraktes Dreieck nennt. Diese drei Prinzipien sind patent. Die unterste Funktionseinheit des Lebensbaumes wird nicht durch ein Dreieck, sondern durch ein Quaternio gebildet. Diese Sephiroth gehören den Ebenen der Form an, wo die Energien nicht frei beweglich sind und nur durch zerstörerisches Wirken freigesetzt werden können.

Die Namen der Macht der einzelnen Sephirah

Der Gottesname symbolisiert das Wirken der Sephirah in der Aziluth-Welt, dem Reich des reinen Geistes. Wenn ein Okkultist die Kräfte einer Sephirah mit dem Gottesnamen anruft, bedeutet das, daß er mit dem abstraktesten Aspekt ihres Kerns in Verbindung treten will, mit dem spirituellen Prinzip, das dieser speziellen Bewußtseinsstufe zugrunde liegt und das ihr Wirken bestimmt. Eine Maxime des „Weißen Okkultismus“ ist, jede Handlung mit der Anrufung des Gottesnamens der Sphäre zu beginnen, in der sie sich abspielen soll. Dadurch wird sichergestellt, daß die Handlung mit dem kosmischen Gesetz im Einklang steht. Jede magische Handlung muß außerdem ihre letzte Einheit oder Lösung in Ehyeh, dem Gottesnamen Kethers in Aziluth, finden. Dieser Name ist die Urformel aller magischen Arbeit. Nur Kether ist die Quelle aller Energie. Alle Handlungen eines Magiers, die eine Konzentration der Kraft zum Ziel haben (und bei welcher Handlung wäre das nicht der Fall), müssen bei Kether ansetzen. Denn dort kommen wir mit der aus dem großen Ur-Nichts hervorquellenden Kraft in Verbindung, dem Reservoir der grenzenlosen Kraft. Der Magier muß die Kräfte im Baum im Gleichgewicht halten, um keine unheilvollen Reaktionen für sich und andere hervorzurufen. Dieser Punkt ist für die Praxis von großer Bedeutung. Es ist zutreffend, daß Kether, Chockmah und Binah außerhalb des Bewußtseins unseres Verstandes liegen, aber sie sind die Grundessenz aller magischen Arbeiten.
In Aziluth agiert Gott direkt und nicht über seine Boten. Die Namen der Erzengel stehen für die Funktionsweise dieser Kraft in Beriah, dem Königreich des höheren Bewußtseins, in dem wir auf die archetypischen Vorstellungen treffen. In der Beriah-Welt heißt es über die göttlichen Emanationen, daß sie sich in den zehn mächtigen Erzengeln manifestieren, deren Namen in der Zeremonialmagie eine wichtige Rolle spielen. Ein Erzengel kann nicht durch eine Beschwörungsformel herbeigerufen werden, so machtvoll sie auch sein mag. Es ist eher so, daß sich der Engel unser bedient, wenn er es für richtig und wichtig erachtet. Die himmlischen Großfürsten sind den Erzengeln helfende Himmelsfürsten. In der Jezirah-Welt manifestieren sich die göttlichen Emanationen nicht in einem einzigen Wesen, sondern in verschiedenen Arten von Wesen, die Engelschöre oder Engelscharen genannt werden. Diese werden der astralen Ebene zugeordnet. Die weltlichen Chakras, bezeichnet als Planeten, die Elemente und die Zeichen des Zodiaks, sind die Vertreter jeder der Kräfte im Reich Assias, der materiellen Ebene. Die Assia-Welt ist strenggenommen nicht die Welt der Materie, sondern bezeichnet die niederen Strahlen und ätherischen Ebenen, die den Grundstock der Materie bilden.

  • Aziluth, die archetypische Welt oder Welt der Emanationen. Die göttliche Welt (reine Gottheit).
  • Beriah, die Welt der Schöpfung, auch Kursiya, die Welt der Throne genannt (kreative Welt der Erzengel).
  • Jezirah, die Welt der Gestaltung und der Engel.
  • Assia, die Welt der Handlung und der Materie (materielle Welt).

Entsprechung im Mikrokosmos

Da der Lebensbaum mit dem Menschen gleichgesetzt werden kann, findet jeder Körperteil seine Entsprechung im Makrokosmos der Sephiroth. Die Aura (Astralleib oder auch Gefühlssphäre), die den menschlichen Körper umgibt wird oft als »magischer Spiegel des Universums« bezeichnet. Alle okkulten Kräfte sind in diese Sphäre projiziert und in ihr enthalten. Die zehn Sephiroth sind demnach wie eine feste Kugelform in diese Sphäre projiziert. Die Abschnitte und Teile des menschlichen Körpers werden deshalb von den Sephiroth des Lebensbaumes geformt. In praktischer Sicht ist dies sehr wichtig für Geistiges Heilen und Astrologie. Die Angaben dürfen nicht nur auf den Körperteil, sondern vor allem auf die diesen Teil umgebende Aura bezogen werden. Unter der Beschreibung der jeweiligen Sephirah befindet sich ein Unterabschnitt (Körperfunktion), in dem ergänzendes Material zu diesem Thema aufgeführt ist. Wir sollten uns merken: Alles, was beim Mann rechts ist, ist bei der Frau links. Außerdem ist alles, was auf der physischen Ebene positiv ist, auf der astralen Ebene negativ. Auf der geistigen Ebene ist es wieder positiv und auf der spirituellen Ebene negativ. Das symbolisieren auch die umeinander gewundenen Schlangen (Caducäus-Stab) im Baum des Lebens. Die sich daraus bildende Glyphe ist sehr wichtig und für die Meditation sehr ergiebig.

Symbole

In der Literatur zugeordnete Symbole. Diese wurden von mir mit Sorgfalt zusammengetragen, erheben aber nicht den Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit, da sie aus den verschiedensten Quellen entnommen wurden. Symbole sind für den Geist das, was Werkzeug für die Hände sind: Eine Erweiterung und Verstärkung ihrer Fähigkeiten. Der Adept erreicht durch Meditation über die vorgeschriebenen Symbole eine Vereinigung mit diesem kollektiven Geist der Erde. Das ist der wahre Zweck des Baumes und seiner Entsprechungen. Wenn der Schüler sich diese Gedankenformen vergegenwärtigt und ihren Namen mit vibrierender Stimme dazu singt, tritt er so mit den Kräften, die hinter den Sphären des Baumes stehen, in Verbindung; sein Bewußtsein wird erleuchtet, und sein Wesen wird von der so kontaktierten Kraft mit Energie aufgeladen.

Verbindung Kabbala-Tarot
Die 22 Pfade lassen sich mit den 22 Trümpfen des Tarot darstellen. Ebenso die 22 Hebräischen Schriftzeichen, sowie die 12 Sternzeichen, und die 4 Elemente. Das Element der ‚Erde‘ taucht nicht in den Pfaden auf, da wir selbst in dieser Elementarebene leben. Die Zahlenkarten lassen sich den Erzengeln zuweisen. Die Ritter finden beim 2. Erzengel Platz, die Königinnen auf Sephirah 4, auf 6 die Prinzen und auf 10 die Prinzessinnen. Im Tarot beziehen sich die Stäbe auf Aziluth und das Element Feuer, die Kelche auf Beriah und das Element Wasser, die Schwerter auf Jezirah und Luft, die Pentakel oder Münzen auf Assia und das Element Erde.

Räucherung und Düfte.

Die ältesten Überlieferungen über den Gebrauch von Weihrauch als Opfer an die Götter stammen aus Babylon. Im Gilgamesch – Epos, dem ältesten mythologischen Werk der Menschheit heißt es: »Ich, Utnapistim (der Urmensch, der die Menschheit, Tier und Pflanzenwelt vor der Sintflut rettete) führte ein Räucheropfer aus auf dem Gipfel des Berges, sieben … Gefäße stelle ich aus und schüttete in ihre Schalen Rohr, Zedernholz und Myrte. Die Götter rochen den süßen Duft …«. In den magischen und heilkundigen Schriften der Ägypter, den Schriften der Griechen, Arabern, Chinesen und mittelalterlichen Gelehrten finden sich neben Beschreibungen der Heilwirkungen der Pflanzen auch ihre feinstoffliche Wirkung und okkulte Bedeutung. Ein anderes Tor zu den Kräften der Pflanzen bilden Überlieferungen der Schamanen. Die Schamanen hatten immer einen direkten Zugang zu der Kraft der Pflanzen, eine seherische und mediale Kommunikation mit der Seele der Natur. Alle Dinge und Wesen dieser Erde: Pflanzen, Steine, Tiere und Menschen, sind, nach altem okkulten Wissen, miteinander verbunden durch Sympathie und Antipathie. So enthalten Pflanzen, Kräuter, Steine usw. Schwingungen, die höheren, nicht materiellen Prinzipien unterworfen sind, welche uns positiv, aber auch negativ beeinflussen können. Räucherungen sind ein alchemistischer Prozeß der Transformation von fester Materie in eine flüchtige Form durch die umwandelnde Kraft des Feuers. Im Ritual dient die Räucherung dazu, der angerufenen geistigen Kraft eine Wirkungsmöglichkeit zu geben oder auch dazu, negative Einflüsse fernzuhalten und den Ort zu reinigen. Wenn wir die Räucherung als Reinigung einsetzen möchten, so müssen wir besonders darauf achten, Ecken und unzugängliche Bereiche zu räuchern, da sich dort die negativen Energien aufstauen.

Die Hierarchien der Sephiroth

SephirahGöttlicher Name (Atziluth)Erzengel (Briah)Chor der Engel (Jetzirah)
KetherEheiehMetatronChayoth ha-Qadesh
ChokmahJahRazielAuphanim
BinahJHVJ ElohimTzaphqielAralim
ChesedElTzadquielChashmallim
GeburahElohim GiborKamaelSeraphim
Tiphareth JHVH Eloah ve DaathRaphaelMelekim
NetzachJHVH TzabaothHanielElohim
HodElohim TzabaothMichaelBene Elohim
JesodShaddai El ChaiGabrielCherubim
MalkuthAdonai ha AretzSandalphonAshim

 

Planetarische Hierarchien

PlanetPlanetEngelIntelligenz Geist
SaturnShabbathaiCassielAgielZazel
JupiterTzedekSachielIophielHismael
MarsMadimZamaelGraphielBertzabel
SonneShemeshMichaelNakhiel Sorath
VenusNoghaHanaelHagielKedemel
MerkurKokabRaphaelTirielTaphtharth-arath
MondLevanahGabrielMalkah be Tarshishim vead Ruachoth SchechalimSchad Barsche-moth ha-Shartathan

 

Hierarchien der Elemente

Erde – Norden; Hebräisch – Aretz oder Ophir

Göttlicher NameAdonal ha-Aretz
HimmelsrichtungTzaphon
ErzengelAuriel
EngelPhorlakh
HerrscherCherub
KönigGhob
ElementarwesenGnomen

Luft – Osten; Hebräisch – Ruach

Göttlicher NameShadai El Chai
HimmelsrichtungMizrach
ErzengelRaphael
EngelChassan
HerrscherAriel
KönigParalda
ElementarwesenSylphen

Wasser – Westen; Hebräisch – Majim

Göttlicher NameElohim Tzabaoth
HimmelsrichtungMaarab
ErzengelGabriel
EngelTaliahad
HerrscherTharsis
KönigNichsa
ElementarwesenUndinen

Feuer – Süden; Hebräisch – Asch

Göttlicher Name JHVH Tzabaoth
HimmelsrichtungDarom
ErzengelMichael
EngelAral
HerrscherSeraph
KönigDjin
ElementarwesenSalamander

Weiterführende Literatur:

Wicca, Pagan, Neu-Heidentum

Ursprung des heutigen Wicca
Wicca wird eine neuheidnische Religion genannt, da sie den alten pantheistischen Begriff für Götter und Göttinnen wiederbelebt. Wicca kehrt also zu einem vorchristlichen Begriff des Göttlichen zurück. Das heißt nicht, daß die Rituale die selben sind, die in vorchristlicher Zeit gefeiert wurden.
Die Ursprünge liegen zwar in ferner Vergangenheit, weitergegeben durch Folklore und familiäre Traditionen, doch die moderne Geschichte beginnt im Jahr 1951, als mit der Aufhebung des Gesetzes gegen die Hexerei in England (Witchcraft Act) die Menschen wieder offen über die „alte Religion“ sprechen konnten.
Gerald Brosseau Gardner, wurde 1939 von Dorothy Clutterbuck in den Wicca-Kult initiiert. Gadner selbst ist ein jüngerer Vertreter des Kults gewesen, der vor seiner Ini 30 Jahre lang dem Freimaurertum angehörte. In den Fünfzigern war es noch sehr schwierig, über Hexerei zu reden, man wurde schnell denunziert. Dennoch wollte Gardner alles veröffentlichen, nicht um Coven zu gründen, sondern der Welt wissen zu lassen, daß es den Hexenkult noch gibt (vermute ich). Dorothy, die Leiterin des New-Forest-Covens, wollte nicht, daß alles so schnell veröffentlicht werden sollte und riet ihm statt dessen, es in Form eines Historischen Romans zu schreiben. Den Roman High Magic’s Aid veröffentliche er 1949 unter seinem Hexennamen Scire („wissen“). Überhaupt wollte Dorothy den Kult nicht an die Öffentlichkeit tragen, doch nach ihrem Tode und nach der Abschaffung des Witchcraft Act, veröffentlichte er 1951 eine Arbeit zu diesem Thema und 1954 erschien Witchcraft Today, die erste moderne Darstellung des Wicca.
Trotz Angriffe seitens der Presse war das Interesse und die Nachfrage unerwartet hoch, Gardner soll mit Briefen überhäuft worden sein. Er traf sich auch mit einigen, die auf ihn vernünftig wirkten und von da an ging es immer weiter. Er erarbeitete die Rituale, mit Hilfe seiner Freunde wie Doreen Valiente, die die Grundlage des modernen Wicca bilden. Heute wissen wir, das er zu dem, was er über den alten Hexenkult wußte, auch einiges aus dem Freimaurertum hinzufügte.

Verbreitung
Der Wicca-Kult breitete sich schneller aus, als es sich Gardner vorstellen konnte. Doreen Valiente sagte in einem Interview 1997 mit Hag & Hexe, daß sie nie gedacht hätte, welches Ausmaß das annehmen würde. Sie glaubt, es ist nicht Gardners oder ihr Verdienst, sondern, daß es sich um eine Idee handelte, deren Zeit gekommen war.
Auf Hinblick des wachsenden Umweltbewußtseins, der Emanzipation (Frauen und Männer) und dem veralteten Bild, daß das Göttliche ausschließlich etwas männliches sei, denke ich auch, daß der Kult in seiner Form durchaus in unsere Zeit passt, wo vor allem viele (der westlichen Welt) ihren Zugang zum Göttlichen und der Natur suchen.
Heute ist Wicca vertreten in England, Holland, Dänemark, Norwegen, den USA und vereinzelt in Deutschland. Wahrscheinlich sind noch mehr Länder vertreten, doch darüber bin ich jetzt nicht informiert.
Hexerei an sich finden wir ja weltweit, wenn auch in vielen verschiedenen Ausführungen und Ansichten, oft der jeweiligen Kultur entsprechend. Auch wenn die Kulturen noch so unterschiedlich sind, die inneren Erfahrungen mit dem Geist der Natur, das Wissen um Tanz, Trance, Heilung und Lust sind überall ähnlich, wenn nicht sogar gleich.

Struktur
Die Mitglieder finden sich in einzelnen Coven zusammen, die 3 bis 13 Anhänger zählen. Meist wohnen die Anhänger eines Covens in der Nähe. Oft ist es aber auch so, daß Hexen und auch Nichtinitiierte von weiter weg bei Jahresfesten und größeren Feiern mit daran teilnehmen dürfen. Innerhalb eines Covens ist Offenheit und Vertrauen von äußerster Wichtigkeit, ebenso wie die Gleichberechtigung, egal bei welchem Initiationsgrad/ Erfahrungsgrad. Es wird von der Anzahl ein Ausgleich zwischen Frauen und Männern angestrebt, wobei das natürlich selten erreicht werden kann. Es gibt aber auch dianische Frauencoven.
In der Regel ist es oft so, daß ein Pärchen einen Coven gründet und leitet. Z.B.: wenn diese in einem „Lehr“-Coven vorher gelernt haben. Dies muß aber nicht so sein.
Das Menschen sich zu einem Coven zusammenfinden, ist auch schon die einzige Art der Organisation. Viele Hexen sind allein, treffen sich aber mit Gleichgesinnten bei gleichen Interessen. Gerade in Deutschland, da hier alle sehr verstreut und die Entfernungen groß sind.
Der Wicca-Kult ist, außer in Form von Covens, nicht organisiert. Die einzelnen Coven unterstehen niemanden.
Untereinander halten sie aber durchaus Kontakt und Austausch in Form von Netzwerken, oder durch Heidnische Verbände wie die europaweit bestehende Pagan Federation oder der in Deutschland existierende Steinkreis.

Rituale und Feste
Es werden acht Jahresfeste und wenn gewollt, die Mondfeste gefeiert. Heutzutage sind sie ein vortreffliches Werkzeug, sich selbst und der Natur näher zu kommen. Spirituelle Erfahrungen über die eigene innere Natur und der Umwelt lassen meist nicht lange auf sich warten. Desweiteren dienen die Rituale, Zauber zu zelebrieren, wobei die Energien durch die ganze Gruppe gelenkt werden und somit effektiver sind.
Genauer betrachtet ist Wicca einerseits eine Religion, und zum anderen ein Mysterienkult.
Als Religion wird die Göttin der Erde, des Leben und der Liebe und eines Gottes der Lust und jährlichen Lebenszyklen geehrt. Z.B.: in den acht Jahresfesten, wie bereits erwähnt. Zum anderen der Mysterienkult, bei dem die Schranken des Ego’s durch magische Praktiken überwunden werden, man eins wird mit Göttin und Gott. Wo man am geistigen Wachstum und Selbstvertrauen arbeitet sowie zaubern lernt. Sich den innersten Grundwesen der Dinge öffnet und erfährt, das ist es, worum es in diesem Mysterienkult geht.

Die Göttin und der Gott
Im Hexenkult findet man das Göttliche im Menschen und in der Natur selbst. Dazu braucht man keinen Vermittler, sondern nur den Zugang zu seinem Inneren. Der Geist des Göttlichen ist wie im Pantheismus, in Allem definiert und zu finden; alles ist Ausdruck des Geistes des Lebens. D.h.: das auch jegliche Materie beseelt ist, vom Geist des Lebens, der sich durch das Materielle selbst erfährt. Wir selbst sind Teil des Göttlichen, in einem Werdensprozeß, der uns seelisch reifen läßt. Denn es heißt (sinnbildlich), daß die Götter unsere Eltern sind, und wir ihre Kinder.
Im Wicca werden die göttlichen Kräfte der Erde, der Natur, der Lebensfreude und Liebe geehrt, die durch viele Namen angesprochen werden wie: Inanna, Isis, Astarte, Hekate, Kali, Diana, Demeter, Artemis, Ceridwen und viele mehr, je nach Charakter, persönlichen Bezug, Vorlieben oder was man für sein weiterkommen benötigt. Die belebenden Kräfte, die wir dem männlichen zuschreiben, werden oft mit den Namen Pan, Cernunnos, Herne, Wodan, Bachus, Tammuz, Dionysos oder Osiris angesprochen. Doch die Namen sind frei, denn auch sie stammten von Menschen, die die Kräfte benannten, mit denen sie Kontakt hatten. Je nach Kultur oder persönlicher Erfahrung. Sie sind deshalb als Tor zu einer (erwünschten) Kraft zu sehen.
Finden kann man „die Göttin“ nur in sich selbst, die eigene Seele ist der Schlüssel dazu, „denn wisse, das Du das, was Du suchst, niemals finden wirst, wenn Du es nicht in Dir selbst findest.“
Natürlich kann jede Frau den Gott und die Göttin in sich finden, wie auch jeder Mann die Göttin und den Gott in sich finden kann. Wir alle haben weibliche und männliche Anteile in uns. Gerade dieses Bewußtsein fördert die Ablösung des patriachalischen „nur“ Vater Gott zu einem umfassenderen Göttlichen Begriff, der die sogenannte weibliche Seite mit einbezieht. In vielen Köpfen wird diese weibliche Seite leider noch durch christliche Erziehung als unrein oder „böse“ bezeichnet, was natürlich auch auf die Menschen gemünzt wird. Durch Annahme beider Charaktere in uns, verändern und heilen wir uns selbst. Nicht nur die Frau emanzipiert sich und überwindet z.B. anerzogene Schuldgefühle, sondern auch der Mann emanzipiert sich dabei; er darf wieder zu sich selbst stehen, akzeptiert und nimmt seine männlichen Eigenschaften an bzw. darf ebenso Gefühle zeigen.
Die Kräfte, die Götter, nehmen uns jedoch nicht das Leben ab. Vielleicht helfen sie mal, wenn man sich in einer Sackgasse befindet, aber in der Regel müssen wir unser Leben selbst meistern, „sonst wäre es nichts wert“. Das schließt jedoch nicht aus, das man die Kräfte der Natur für seine Selbstverwirklichung nutzen kann. Sich dem Inneren zu öffnen, zieht immer ein Prozeß der Selbsterkenntnis und Einsicht in die innere Natur der Dinge mit sich.

Was Wicca nicht ist…
Wicca ist kein Satanismus; Satan ist Teil des Christentums, doch nicht des Paganismus. Wenn man den „Gehörnten“ anspricht, so handelt es sich hier um den Gott der Natur und um keinen Dämon. Unglücklicherweise diente Pan als Vorlage für den Teufel und so könnte der Begriff „Gehörnter“ mißverstanden werden.
Pagans beharren nicht darauf, im Gegensatz zu den drei großen Weltreligionen, daß ihr Weg der beste oder einzige sei. Es gibt viele Möglichkeiten, seinen Glauben zu leben, Zugang zum Göttlichen zu finden oder einfach nur glücklich zu sein, ich denke, es gibt so viele Wege, wie es Menschen gibt. Paganismus/ Wicca ist tolerant und respektiert, daß Mitmenschen eine andere Religion für sich als die richtige ansehen.
Wicca tritt nicht für schwarze Magie oder Tieropfer ein. Als zeitgemäßer Naturkult ist im Wicca ein Tieropfer undenkbar. Um sich selbst zu erkennen oder zu verwirklichen Bedarf es kein Tieropfer, eher etwas Mehraufwand an Eigeninitiative.
Wicca ist undogmatisch; Magie aus dem Bauch heraus kann man nicht vorschreiben. Und Rituale werden nach eigenen Vorstellungen angepasst.
Die Wicca-Coven sind keine Sekten. Jeder kann kommen oder gehen, je nachdem welcher Weg einem richtig erscheint.

Persönliche Anmerkungen
Wicca und das Neu-Heidentum haben sich inzwischen etabliert und werden sowohl in Funk- und Fernsehen, als auch bei vielen Menschen nicht mehr als absonderlich wahrgenommen. Obwohl bestimmt noch viele weitere Hürden zu nehmen sind, deutet sich die Entwicklung an in eine Richtung, die einen vorsichtig optimistisch in die Zukunft blicken lässt.

In den letzten Jahren, sind die Erd-religionen ein wenig mehr in den Hintergrund getreten, und die (einst) vielen Junghexen haben sich eher der Spiritualität zugewandt. Nichts desto trotz ist das auch ein Weg um die vielen Herausforderungen unserer Existenz zu meistern.

weiterführende Literatur: