Unter Kosmetik verstehe ich eigentlich hauptsächlich die dekorative Kosmetik, um die soll es hier nicht primär gehen! Die Inhaltsstoffe von dekorativer Kosmetik sind zum Großteil problematisch, da sie aber nur bestimmte Zeit getragen werden und dann abgenommen werden, und eben auch nur zu dekorativen Zwecken gedacht sind, nicht für pflegende Aspekte, will ich da hier einfach vorweg nehmen.
Unter dem Überbegriff Naturkosmetik wird eigentlich die Pflege unserer Haut mit natürlichen Inhaltsstoffen verstanden. Im Idealfall sollte die Naturkosmetik essbar sein.
Unser Organismus ist seit Jahrtausenden in der Anpassung, und wird das auch weiterhin bleiben, natürlich je nachdem wie sich unser Immunsystem verhält. Dieser Anpassung verdanken wir es, dass wir auf Stoffe, die wir nicht selbst produzieren reagieren, sogar im Verlauf der Evolution ähnliche Stoffe gebildet haben, und dadurch die Grundlage für Rezeptoren geschaffen haben, an die Stoffe aus der Natur andocken (siehe Schlüssel-Schloß-Prinzip) können.
Was wir tagtäglich auf unsere Haut auftragen, je nachdem auch wo, hat einen Einfluss auf uns. Es wäre doch blödsinnig, wenn wir etwas auftragen, was überhaupt keine Wirkung und keinen Nutzen hat. 😉 – Die Inhaltsstoffe in den Produkten die wir auftragen, besonders bei täglicher Anwendung wie bei Deos, Gesichtscremes, Sonnencreme, etc. – und eben dekorativer Kosmetik – fallen dabei besonders ins Gewicht, je nachdem wie konzentriert die entsprechenden Inhaltsstoffe sind. Was wäre da also logischer, auf Naturkosmetik zu setzen, die mit ihren teilweise sehr strengen Regularien besonders auf kritische Inhaltsstoffe verzichtet!?
Noch nie zuvor wurde der Mensch mit so vielen chemischen Stoffen belastet, die ihm evolutionsbiologisch unbekannt sind!
Zitat: Ruth von Braunschweig; Biologin, Heilpraktikerin, Aromakologin
Konventionelle Kosmetikprodukte: Ein Leben in der Hölle für Haut und Mirkobiom
- Reinigung: Tenside (Schaumbildner) stark reinigend, entfettend!
Vernichten schlechte und gute Bakterien - Konservierungsstoffe: reduzieren auch „gute“ Bakterien
- Parabene: Stark antimikrobiell, hormonähnliche Substanzen
- Hautpflegemittel: PEGs (Polyethylenglykole): machen Schleimhaut durchlässiger
- Die EZM (extrazelluläre Matrix) wird vermüllt
- Fremdkeime, pathogene Keime erobern die Haut (Dysbiose)
Fremdstoffe und Keime gelangen in den Blutkreislauf und schwächen das Gesamtimmunsystem mit fatalen Folgen!
Gestresste Haut und Mensch durch konventionelle Pflegeprodukte
- Kosmetika enthalten oft bis zu 90 % unphysiologische Stoffe
(synthetisch, auf Erdölbasis oder chemisch hoch verändert) - Kleinmolekulare, fettlösliche synthetische Stoffe wie Emulgatoren, Konservierungs-, (synth.) Duft- oder Hilfsstoffe, uvm. gelangen über die Haut in den Blutkreislauf über div. Carrierfunktionen. Es entsteht ein „Giftcocktail“ (der Begriff ist nicht wissenschaftlich präzise, trifft aber was gemeint is)
- Das Immunsystem muss sie abbauen, denn passende Entgiftungsenzyme fehlen oft; was nicht abgebaut werden kann wird meist verkapselt und reichert sich im Fettgewebe an
- Es kommt langfristig zu einer Dysbalance des Mikrobioms
- Es kommt zu Stillen Entzündungen (Die Pest des 20. Jahrhunderts). Aus stillen Entzündungen werden oft chronische Entzündungen: Es können Krankheiten von A bis Z entstehen.
Naturkosmetik:
- Sanfte Hautreinigung mit Pflanzenprodukten:
- Fördert das Wachstum von „guten Keimen“
- Reduziert krankmachende Keime, schützt vor Fehlbesiedlung
- Sie sorgt für einen guten Lebensraum für das Mikrobiom
- Sanfte Pflege mit Pflanzenölen und ätherischen Ölen:
- Reduzieren Fremd- und pathogene Keime
- Sorgen für einen optimalen pH-Wert
- Stabilisieren die Hautbarrieren
- Fördern eine größere Diversität (Vielfalt)
- Sind Futter für guten Bakterien
Die Naturkosmetik, ebenso wie die Aromapflege und Aromatherapie, profitieren, nicht nur von einer Synergiewirkung der auflistbaren Inhaltsstoffe, sondern jeder Bestandteil ist in sich schon ein Potpourri an weiteren Bestandteilen die ein großes Ganzes ergeben. Das sieht man im Detail bei ätherischen Ölen, bei kaltgepressten fetten Ölen ebenso. Besonders die Fettbegleitstoffe zeigen Tiefenwirkung:
- Sekundäre Pflanzenstoffe (SPS) dazu gehören Fettbegleitstoffe
- „Hausapotheke“, Schutzstoffe der Pflanzen, z. B. Flavonoide, Carotinoide, Polyphenole, ätherische Öle, Lecithin, Vitamin E, etc.
- Es gibt weit über 50.00 SPS. Sie sind entscheidend für die Wirksamkeit der Pflanzenöle und Pflanzenfette
- Viele sekundäre Pflanzenstoffe hemmen selektiv das Wachstum von Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen
- Ätherische Öle haben eine Fernwirkung: sie beeinflussen das vegetative Nervensystem, Hypothalamus, Immunsystem
- Sie sind selektiv antimikrobiell/antibiotisch, antiviral, antimykotisch und auch antitumoral
- Sie fördern eine abwehrstarke Hautflora, reduzieren Fehlbesiedelung
- Sie gehören zu den stärksten Radikalfängern; die sogn. freien Radikale entstehen infolge der Stoffwechselprozesse aus molekularem Sauerstoff in Zellen, und sorgen für oxidativem Stress
- In physiologischer Dosierung sind sie immunmodulierend
Hautpflege wird also zum elementaren Bestandteil von Gesunderhaltung – ganz im Sinne von Pflege
ergänzende Links:
- Pflegeprodukte – was man wissen sollte
- Produktcheck – Apps die einfach helfen
- aromapraxis.de – Wie Kosmetik und die natürliche Hormon-Balance zusammenhängen
- aromapraxis.de – Selbstschutz und Naturschutz durch Erlernen der INCI-Sprache
- vivere-aromapflege.de – Kosmetik & Brustgesundheit
- botanik-atelier.de – Pflanzenöle in der Hautpflege
- botanik-atelier.de – Wie natürliche Pflege wirklich riecht und warum das so ist
- forpeople-skincare.de – Zertifizierte Biokosmetik nachhaltiger als konventionelle und normale Naturkosmetik
- beautyjagd.de – Naturkosmetik Beitrag-Sammlung
- omaka.de – 7 Inspirierende Naturkosmetik-Blogs, die man kennen muss
- junglueck.de – Hautwissen
- ratgeber-hautgesundheit.de – Naturkosmetik
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