Wie bei allen Themen die „naturheilkundlich behandeln“ beinhalten, ersetzen diese Hinweise und Tipps nicht den Besuch beim Arzt/Heilpraktiker, ebenso wenig wie das eigenverantwortliche Handeln.
Wie immer, erstmal etwas allgemein medizinisches zum Lymphsystem:
Das lymphatische System oder Lymphsystem (lat.-anat. Systema lymphaticum[1], Systema lymphoideum[2], Systema lymphaceum[3] oder Systema lymphare[4]) ist ein Teil des Immunsystems (Abwehrsystems) der Wirbeltiere, das gegen Krankheitserreger, Fremdpartikel und krankhaft veränderte Körperbestandteile (z. B. Tumorzellen) schützt. Es gliedert sich in die lymphatischen Organe und das Lymphgefäßsystem. Das Lymphgefäßsystem hat neben der Funktion im Abwehrsystem auch eine Bedeutung beim Flüssigkeitstransport und steht in enger Beziehung zum Blutkreislauf. [auf Wikipedia gibt es sehr gute Abbildungen]
Neben ihrer „entgiftenden“ Funktion spielt die Lymphe eine wichtige Rolle bei der Gewebsdrainage, da sie überschüssige Gewebsflüssigkeit in die Lymphgefäße ableitet. Die täglich produzierte Menge an Lymphe beträgt etwa 2-3 Liter. Ist der Lymphabfluss behindert, kommt es zum Lymphödem.
Über den letzten Abschnitt, die Lymphgänge, gelangt die Lymphe schließlich in die in die sogenannten Venenwinkel zwischen Hals- und Schlüsselbeinvene (Venenwinkel, jeweils links und rechts) und damit zurück in den Blutkreislauf.
Um die Lymphe zu transportieren, ziehen sich die Lymphgefäße zusammen. Muskeln und Gelenke wirken als Pumpe auf die Lymphgefäße und unterstützen so den Abtransport der Flüssigkeit. Außerdem haben die Lymphgefäße wie auch die Venen Klappen, die den Weitertransport erleichtern.
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Experten empfehlen eine Kombination aus Kompressionstherapie, Lymphdrainage, Bewegungstraining und Hautpflege. Unterstützend kann es sinnvoll sein, ein Lymphödem mit Hausmitteln zu behandeln. Im Fokus stehen hier eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung.
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Nahrungsergänzungsmittel können in manchen Fällen sekundärer Lymphödeme sinnvoll sein, gerade wenn eine Blutuntersuchung den Mangel bestimmter Stoffe offenbart. So zeigten Untersuchungen, dass beispielsweise Selen die konservative Therapie mancher Lymphödeme unterstützen kann.
Selen von nadarra.eu, dort gibt es auch einige weitere Informationen zu Selen
Dabei kann bei Lymphstau schlichtes Kühlen wertvolle Unterstützung bringen. Sanfte Bürstenmassagen in Richtung Herz (beispielsweise mit einer Babybürste) sollten auch immer in Betracht gezogen werden. Zusammen mit einigen ätherischen Ölen kann bei fast allen Betroffenen eine enorme Verbesserung des Wohlbefindens erreicht werden.
Die Kombination aus Kühlung und Wirkung, kann vor einer Bürstenmassge mit dem Aufsprühen von Immortellehydrolat verstärkt werden.
Die Lymphe übernimmt einen großen Teil des Abtransportes von Abfallstoffen aus den Geweben. Aufgrund unserer zivilisierten Lebensweise ist die Lymphe bei den meisten Menschen gestaut. Das bedeutet, dass das Bindegewebe auf Dauer verstopft und verschlackt. Es ist nicht anders als beim Autostau: Wo nichts abfließt, kann auch nichts nachfließen. Die Organe und die einzelnen Zellen können weder ver- noch entsorgt werden. Dadurch wird auch die Steuerung der Körperfunktionen über Nervenbahnen und ZNS (Zentrales Nervensystem) gestört.
Quelle: https://www.naturheilmagazin.de/gesundheit-psyche-leben/wege-zur-gesundheit/
Und nach diesen umfassenden Zitaten, kommen wir nun direkt zum Thema Aromapflege, dass ich schon etwas bei dem Einschub mit dem Immortellehydrolat weiter oben begonnen habe.
Das ätherische Öl, dass mir spontan als erstes einfällt ist Rosengeranie. Bei geschwollenen Lymphknoten ist Rosengeranie, neben anderen äth. Ölen wie Wacholder, Lärche, Laricio-Kiefer, Zypresse, Myrte marokkanisch, Mastix, Lorbeer, Grapefruit, Sandelholz und Kanuka, emulgiert in zum Beispiel Sahne, welche ich für einen Halswickel verwende.
Für eine Einreibung zur oder nach Lymphdrainage würde ich diese äth. Öle in Steinkleemazerat und Calophyllumöl geben.
Ergänzend der wunderbare Beitrag von Sabrina Herber: vivere-aromapflege.de – Im Fluss bleiben – Aromatherapie bei Ödemen
Ein spagyrisches Mundspray der Phylak Sachsen gibt es für Lymphstau und zur Unterstützung bei Lymphdrainage mehrere Kombinationen, hier Variante 1 und Variante 2.
Die Schüßler-Salze empfehlen mehrere Salze in Kombination, welche die Central-Apotheke als praktische Kombi anbietet.
Folgende Ceres Präparate wären denkbar: Goldrute, Steinklee und Storchschnabel
Aus dem Bereich der Homöopathie soll das Komplexmittel Lymphaden Hevert Complex hilfreich sein
Die Wala Heilmittel GmbH empfiehlt die Aesculus/prunus Comp.essenz bei Stauungen und Ödemen äußerlich anzuwenden, evtl. in Kombination mit Malven-Öl. Auch die Beimengung des Dyhankan-Konzentrat (früher Dyhankan-Essenz) von Bombastus wäre denkbar.
Als Gemmomazerat wird Rosskastanie+Edelkastanie empfohlen, in Kombination mit europäischer Lärche und Speierling. Die kann man entweder hier, oder hier beziehen.
Bachblüten haben sich bei vielen Bereichen bewährt, eine Mischung aus … könnte man in Erwägung ziehen, als eine individuellen Mischung.
Auch sollte man an eine Stärkung der Leber und Niere denken.
Ergänzende Links:
- https://www.vivere-aromapflege.de/2009/06/29/lymphfluss-anregendes-oel/
- https://www.vivere-aromapflege.de/2024/02/27/im-fluss-bleiben-aromatherapie-bei-oedemen/
- https://www.vivere-aromapflege.de/podcast-episoden/episode-60-im-fluss-bleiben/
- https://natuerlich.thieme.de/therapieverfahren/aromatherapie/detail/aromatherapie-rezepturen-fuer-das-lymphsystem-992
- https://www.naturheilmagazin.de/gesundheit-psyche-leben/wege-zur-gesundheit/
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