Wie bei allen Themen die „naturheilkundlich behandeln“ beinhalten, ersetzen diese Hinweise und Tipps nicht den Besuch beim Arzt/Heilpraktiker, ebenso wenig wie das eigenverantwortliche Handeln.
Wie immer erst einmal etwas anatomisches zur Schilddrüse.
Die Schilddrüse ist die größte reine Hormondrüse des menschlichen Körpers. Sie hat eine fundamentale Bedeutung für Entwicklung und Stoffwechsel, indem sie mehrere Schilddrüsenhormone, u.a. Trijodthyronin (T3), Thyroxin (T4) und Calcitonin produziert.
Die Schilddrüse selbst wird im Sinne eines Regelkreises durch das Hypothalamushormon TRH (TSH-Releasing-Hormon) und das aus der Hypophyse stammende TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) in ihrer Funktion reguliert (Thyreotroper Regelkreis).
Die Schilddrüse kann in vielerlei Hinsicht aus dem Gleichgewicht geraten. Am bekanntesten dürften die „klassischen“ Über- (Hyperthyreose) und Unterfunktionen (Hypothyreose) sein, ebenso wie die Autoimmunerkrankungen Morbus Hashimoto (Hashimoto-Thyreoiditis) und Morbus Basedow. Dabei sind die Faktoren, die dieses Gleichgewicht beeinflussen in Selen, Jod, VitD, Eisen, Zink und oft auch psychosozialen Faktoren zu finden.
Bei den Mineralstoffen Jod und Selen ist es entscheidend den richtigen Wert im Körper zu kennen, und entsprechend zu substituieren. Denn sowohl ein Mangel als auch ein Übermaß kann sich jeweils schädlich auswirken. Im praktischen Kombipräparat Thyreo ist bis auf Jod, Eisen und VitD alles enthalten.
Aus der Aromatherapie werden begleitend Einreibungen von Hals und Kiefer empfohlen. Wabner empfiehlt eine Mischung aus Majoran, Kiefer und Myrte in Schwarzkümmelöl und Jojobaöl. Auch Johanniskraut- und Arnika-Mazerat dürften gute Dienste leisten. Weitere denkbare äth. Öle wären Eukalyptus, Cistrose, Angelikawurzel, Lariciokiefer, Wacholder, Kampfer, Nanaminze, Bergamotte, Pfefferminze, Salbei, Lavendelsalbei, Weihrauch, Myrrhe und Ysop.
Von den Hydrolaten bieten sich Lorbeer, Majoran, Thymian, Kamille (röm. und echte) und Basilikum an. (meine liebsten Bezugsquellen sind Maienfelser oder Oshadhi)
Die innere Einnahme von Melissenhydrolat hat bei Reizdarm, genauso wie bei CEDs Wirkung gezeigt. Eine Besserung wurde nach 3 Tagen der Einnahme von 1 EL Melissenhydrolat beschrieben. Eine Wirkung auf die Schilddrüse scheint deshalb auch denkbar zu sein.
Aus der Naturheilkunde könnte man Quarkwickel, besonders beim entzündlichen Formenkreis wie Hashimoto erwägen, evtl auch mit Zugabe einer Aromapflegemischung. Ein warmer Kartoffelwickel vor dem Schlafengehen wäre ebenso denkbar, wenn toleriert wird. Hier muss man individuell abwägen.
Entzündungen sind eigentlich in unserem Körper da, auf einen Missstand aufmerksam zu machen, den Fokus darauf zu legen, und eigentlich diesen zu beheben und die Entzündung wieder abklingen zu lassen.
Normalerweise generiert unser Körper nicht nur entzündungsfördernde Stoffe, sondern ebenso Stoffe die die Entzündung wieder abheilen lassen. Auf vielfältige Weise (inkl. Cortisolgaben und NSAIDs) werden diese blockiert, werden chronisch und verlassen den Bereich für den sie eigentlich gedacht sind. So als kurzen Abriss von der akuten zur chronischen Entzündung.
Studien zu Omega3 haben gezeigt wie wichtig diese sind um silent inflammations in den Griff zu bekommen, und wie diese wiederum an diversen Stoffwechselprozessen regulierend wirken, genauso wie Vitamin D, dass streng genommen ein Halbhormon ist.
Daher empfehle ich die Substitution von Vitamin D Kapseln oder Öl, Omega 3, und Magnesium.
Bromelain, dass Ananasenzympräparat macht im Moment auch bei entzündlichen Prozessen Rund um CEDs, Arthrose und Rheuma von sich reden. Dabei kann es ebenso zu Durchfällen führen – da muss man schauen wie man es verträgt. Ebenso die Einnahme mit anderen Medikamenten sollte um 30min verzögert werden, besonders bei Gerinnungshemmern (aka „Blutverdünnern“). Erhältlich zum Beispiel von nadarra.eu
Sollte es Cistrose als Kapsel geben, wäre diese zu favorisieren. Bis dahin haben sich Kapseln mit Eucalyptus ebenso als hilfreich erwiesen.
Ein ganz großes Thema bei Entzündungen ist Weihrauch, besonders die Boswelliasäuren, die nur in den Extrakten des Weihrauchharzes zu finden sind, nicht im ätherischen Öl. In Studien hat sich gezeigt, dass die Boswelliasäuren (es gibt verschiedene) im Vergleich zu Cortisol oder NSAIDs sich zwar an der Entzündungskaskade ebenso „zu schaffen machen“, aber regulativ eingreifen, ohne die körpereigenen Enzyme zu behindern die die Entzündung auch wieder abheilen lassen. Die AKBA (eine der wirksamsten Boswelliasäuren) baut sogar ein zuvor entzündungsauslösendes Enzym um, in eines das Entzündungen abheilen lässt.
Empfehlenswertes Produkt sind diese BoswelliaSan Kapseln. – Hier muss natürlich jeder selbst die Verträglichkeit testen.
Von Phylak Sachsen gibt es drei spezifische Mischungen, hier exemplarisch Mischung PS 120.3 – Schilddrüsenerkrankungen – Basistherapie
Um die psychosomatische Situation bei diesem Thema zu stabilisieren könnte man auch eine individuelle Bachblüten-Mischung erwägen mit den Bachblüten Star of Bethlehem (29), Olive (23), Centaury (4), Rock Rose (26), Scleranthus (28) und Mimulus (20). Auch die Bachblüten-Notfallmischung kann hier ergänzend hilfreich sein.
Die Schüßler-Salze empfehlen mehrere Salze in Kombination, welche die Central-Apotheke als praktische Kombi anbietet.
Homöopathisch werden Mittel Selen, Jod und Eisen empfohlen, wie zum Beispiel Strumeel oder Thyreoidea-Ferrum-Globuli
Als Gemmomazerat wird roter Hartriegel, Heckenrose und wolliger Schneeball empfohlen. Die kann man entweder hier, oder hier beziehen.
Bei pflanzlichen Mitteln und Urtinkturen muss zwischen Über- und Unterfunktion unterschieden werden:
- Bei Unterfunktion:
- Efeu-Urtinktur Hedera helix
- Frauenmantel-Komplex Alchemilla comp.
- Bei Überfunktion:
- Wolfstrapp-Urtinktur Lycopus europaeus
- Kapuzinerkresse-Urtinktur Tropaeolum majus
- Echinacea-Urtinktur Echinacea purpurea
Eine Möglichkeit, Heilpflanzen zur Behandlung eines Kropfes zu nutzen, ist eine Schilddrüsentee, dessen Komponenten immer individuell zusammengestellt werden. Dazu Heilpraktiker und Kräuterexperte Dieter Berweiler: „Da die Ursachen sehr heterogen sind, kann von einem allgemeinen Schilddrüsentee für jeden nie gesprochen werden. Die optimale Kombination der individuell zusammengestellten Kräuter ist mit entscheidend für den phytotherapeutischen Erfolg.“ Für einen Schilddrüsentee kommen insbesondere folgende Heilkräuter in Frage:
Jodhaltig Blasentang, Isländisches Moos Schilddrüse beruhigend Wolfstrapp, Lavendel, Baldrian, Hopfen, Weinraute Herz/Kreislauf beruhigend Herzgespann, Salbei, Galgant, Weißdorn, Mistel, Bärlauch, Melisse Hilft bei Schlafstörungen Hafer, Hopfen, Maisbart, Passionsblume, Ackersalatblüten, Melisse, Baldrian, Insgesamt den Menschen stärkend Meisterwurz, Angelikawurzel, Eisenkraut, Rhapontikum Stärkung der Leber Wermut, Beifuß, Berberis-Rinde, Schafgarbe, Löwenzahnwurzel und -kraut, Heiligenbasilikum, Mariendistel, Schöllkraut Mineralstoffreich, zur Entgiftung Brennnessel, Hohlzahn, Schachtelhalm, Walnuss, Birkenblätter Bei Zysten Klette Heilpraktikerin Dorisa Schadow empfiehlt, eine Kräutermischung nach folgendem Rezept: „Zwei Schilddrüsenspezifische Pflanzen (je nach Symptom), ein bis zwei beruhigende bzw. anregende Pflanzen, zwei Leberpflanzen, eine Ausleitungspflanze.“ Damit ergibt sich ein Tee aus 6-7 Pflanzen, die auf unterschiedliche Aspekte des Kropfes einwirken, also z.B. Schilddrüse, Leber und Ausleitung unterstüzen und – je nach Symptom – beruhigend oder anregend wirken.
Quelle: https://www.naturheilmagazin.de/erkrankungen/schilddruese/
ergänzender Link: aromapraxis.de
ergänzender Link: naturheilmagazin.de – Schilddrüse
ergänzender Link: naturheilmagazin.de – Hashimoto
ergänzender Link: apotheken-report.de – Hashimoto behandeln
ergänzender Link: medikamente-per-klick.de – Schilddruesenüberfunktion
ergänzender Link: hashimoto-verstehen.com
ergänzender Link: naturheilkompass.de – Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) in 3 Schritten natürlich behandeln
ergänzender Link: globuli.de
ergänzender Literaturlink: Schilddrüsenprobleme natürlich behandeln
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