Der Begriff Hara ist nicht so geläufig, aber man hört es vielleicht hier und da, wenn man sich mit dem energetischen Körpersystem befasst, oder mit „östlichen“ Heilsystemen und Naturphilosophien.
Das Hara ist nicht exakt der Solarplexus, oder das 3. Chakra, sondern 2-3 Fingerbreit (bei „stärkeren“ Fingern 2 Fingerbreit) unter dem Bauchnabel. Ob das sich nun überschneidet, oder tatsächlich ein „extra Punkt“ ist, ist eigentlich weniger wichtig, als die Bedeutung die das Hara/Solarplexus für uns haben.
Der Solarplexus, oder Sonnengeflechtschakra, ist für Nähe und Distanz, und für Willenskraft zuständig und wird durch Scham blockiert.
Schön während man als noch nicht geborener Fötus heranwächst, ist der Nabel bzw. die Nabelschnur unser elementares Versorgungssystem. Nährstoffe und Sauerstoff (O2) werden von der Mutter über die Plazenta an den Fötus abgegeben, und Abbauprodukte sowie CO2 werden aufgenommen, oder aus der Perspektive des Fötus umgekehrt. Diese biologische Verbindung zu unserer Mutter, bleibt energetisch in gewissem Maße bestehen, und wird versinnbildlicht mit den Mustern die mit Annehmen und Ablehnen zu tun haben – Nähe und Distanz.
Die scheinbar unbewusste Haltung, die Arme vor dem Bauch/Nabel zu verschränken, wird als direkte Abwehrmaßnahme gegen energetische „Übergriffe“ gewertet. Je sensibler jemand ist, desto mehr dürstet es ihn nach Schutz.
Aber auch die Bezeichnung, dass unser Bauch/Darm unser zweites Gehirn sei, wird immer mehr durch Forschung aufgezeigt. Daher auch die Sprichwörter, wenn einen das Bauchgefühl führt/trügt, eine Situation einem Bauchschmerzen verursacht, etwas nicht so richtig verdauen kann, usw. Die Signaturen geben mal mehr, mal weniger subtile Hinweise. Eine direkte Korrelation mit dem Vagusnerv wird immer wahrscheinlicher. Die Aufgabe der Organe geht über den Stoffwechsel hinaus: So verdaut unser Bauch nicht nur physische Nahrung, sondern auch unsere gesamten Erfahrungen, Gefühle und Informationen die von außen kommen und in uns etwas auslösen.
Das Hara, auch Tanden genannt, bezeichnet den Körperschwerpunkt, wenige Zentimeter unterhalb des Bauchnabels.
Es ist nicht nur ein anatomischer Punkt, sondern:
- Zentrum des Gleichgewichts
- Ursprung physischer Kraft
- Quelle innerer Stabilität
Mit (Zen-) Meditation aber auch Techniken wie Tai Chi, Gi Gong und anderen kann man das eigene Hara stärken.
Ein Bewusstsein für die eigene (energetische) Mitte zu kultivieren ist für jeden wertvoll, sogar essentiell. Ein starkes Hara zu kultivieren bedeutet, dass wir wie ein tief verwurzelter standfester Baum den Stürmen des Alltags begegnen können. Die Stärkung unserer Mitte bedeutet, dass wir aus unserer eigenen Kraft schöpfen lernen und das Qi empfangen, sammeln und konzentrieren können.
Insbesondere bei energetischen Heiltechniken, kann man die Verflechtung des Hara nutzen um Energie in jeden Winkel des Körper zu verteilen.
Die Reise eines Menschen der meditiert, geht nach unten, zu den Wurzeln. Man muss vom Kopf aus hinuntersteigen zum Herz, von dort zum Hara, die Ausgleichung anstreben, und dann zu den Wurzeln sich weiter begeben. – Erst wenn die Wurzeln erreicht sind, kann man von wahrer Erdung sprechen, und die Energien der Erde (Gaia) aufnehmen und über die Chakren mit unserem Energiekörpern mit den himmlischen/kosmischen Energien (~ Uranos) in synergetischen Einklang bringen.
ergänzende Links:
- https://www.sc04-schwabach.de/2023/hara-die-kraftmitte-im-koerper/
- https://zen-suedpfalz.de/meditation/hara-die-energie-mitte-des-menschen/
- https://thaiyoga.de/hara-zurueck-zur-eigenen-mitte/
- https://www.wellnessheimstudium.de/infos/ratgeber/hara-awareness-massage-die-kraft-aus-der-mitte
- https://doenitz.ch/blog/hara.html
- https://www.zenlounge.at/hara-die-kraftmitte-im-koerper/
- https://www.daowege.de/hara-die-erdmitte/
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