Darm-Erkrankungen (chronisch) naturheilkundlich behandeln

Wie bei allen Themen die „naturheilkundlich behandeln“ beinhalten, ersetzen diese Hinweise und Tipps nicht den Besuch beim Arzt/Heilpraktiker, ebenso wenig wie das eigenverantwortliche Handeln. Auch wenn oben im TItel „behandeln“ steht, ist das nicht im Sinne einer Therapie zu verstehen. Chronische Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen sind nicht heilbar. Evtl. wird es in Zukunft eine Gen-Therapie, mit allen Risiken, geben. Bis dahin sind die Artikel als Linderung und Begleitung zu verstehen.

In diesem Beitrag soll es um die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen gehen, den sogn. CEDs.

In wie weit die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen mit den „silent inflammations“ zusammenhängen, also den stillen Entzündungen in uns, ist noch nicht restlos erforscht. Thematisch ist dennoch davon auszugehen, dass diese entweder an der Entstehung beteiligt oder vorausgehend bestanden haben.

Entzündungen sind eigentlich in unserem Körper da, auf einen Missstand aufmerksam zu machen, den Fokus darauf zu legen, und eigentlich diesen zu beheben und die Entzündung wieder abklingen zu lassen.

Normalerweise generiert unser Körper nicht nur entzündungsfördernde Stoffe, sondern ebenso Stoffe die die Entzündung wieder abheilen lassen. Auf vielfältige Weise (inkl. Cortisolgaben und NSAIDs) werden diese blockiert, werden chronisch und verlassen den Bereich für den sie eigentlich gedacht sind. So als kurzen Abriss von der akuten zur chronischen Entzündung.

In diesem Zusammenhang sollte auch an Zöliakie gedacht werden. Zöliakie gehört nicht direkt zu den CEDs, scheint aber artverwandt zu sein.

CED-Patient*innen verzichten zudem häufig auf glutenhaltige Lebensmittel, um ihre Erkrankung und die zugehörigen Symptome zu kontrollieren.2 Führt der Verzehr von Gluten zu Beschwerden, könnte eine Zöliakie vorliegen, da diese Erkrankung häufig gemeinsam mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa auftritt: Die CED-Diagnose erhöht das Risiko für eine Zöliakie etwa um das Vierfache. Auch andersherum liegt bei vielen Zöliakie-Patient*innen eine CED vor – ihr CED-Risiko ist fast zehnfach erhöht.Hierbei handelt es sich nicht um eine Unverträglichkeit oder eine Allergie, sondern um eine chronische Autoimmunerkrankung: Das Klebereiweiß Gluten (ein Speicherprotein), welches sich in Getreidesorten wie u. a. Weizen, Dinkel und Gerste befindet, ruft im Dünndarm eine Immunreaktion hervor.5 Bereits geringe Mengen von Gluten können die Entzündungsprozesse hervorrufen und langfristig die Darmschleimhaut schädigen. Daher muss bei einer diagnostizierten Zöliakie lebenslang eine strikte glutenfreie Diät eingehalten werden

Quelle: https://www.ced-trotzdem-ich.de/nahrungsmittelunvertraeglichkeit-zoeliakie-ced

Und noch ein ergänzender Link: Zusammenhang zwischen CEDs und Zöliakie durch Forscher bestätigt

Nährstoffmangel ist bei den CEDs ein großes Thema, denn aufgrund der Durchfälle ist eigentlich grundsätzlich von einer Maldigestion, eher aber von einer Malabsorption auszugehen. Das heißt, dass wichtige Bestandteile aus der Nahrung weder verarbeitet noch überhaupt aufgenommen werden können. Leider hat sich der Begriff Mangel hier ebenso wie bei den restlichen Gesundheitsthematiken nicht in dem Sinne durchgesetzt, wie ihn die Medizin versteht. Diese geht meist erst bei einem massiven Fehlen der entsprechenden Mikronährstoffe davon aus, diese substituieren zu müssen. Dabei werden sowohl die Regulationsprinzipien die in unserem Körper „den Körper am laufen halten“ ignoriert, als auch das gesamte Chronifizierungsprinzip. Der geneigte „Schulmediziner“ substituiert meist erst, wenn das Kind sprichwörtlich in den Brunnen gefallen ist und der Körper mehr oder weniger aus dem letzten Loch pfeift.

Neben vielen wichtigen Spurenelementen und Mikronährstoffen wie Eisen und Selen, ist Vitamin D und Omega3 die wichtigsten Punkte die ich hier in den Vordergrund stellen möchte.

Studien zu Omega3 haben gezeigt wie wichtig diese sind um silent inflammations in den Griff zu bekommen, und wie diese wiederum an diversen Stoffwechselprozessen regulierend wirken, genauso wie Vitamin D, dass streng genommen ein Halbhormon ist.

Daher empfehle ich die Substitution von Vitamin D Kapseln oder Öl, Omega 3, und Magnesium.

Ein ganz großes Thema bei Entzündungen ist Weihrauch, besonders die Boswelliasäuren, die nur in den Extrakten des Weihrauchharzes zu finden sind, nicht im ätherischen Öl. In Studien hat sich gezeigt, dass die Boswelliasäuren (es gibt verschiedene) im Vergleich zu Cortisol oder NSAIDs zwar an der Entzündungskaskade ebenso „zu schaffen machen“ aber regulativ eingreifen, ohne die körpereigenen Enzyme zu behindern die die Entzündung auch wieder abheilen lassen. Die AKBA (eine der wirksamsten Boswelliasäuren) baut sogar ein zuvor entzündungsauslösendes Enzym um, in eines das Entzündungen abheilen lässt.

Empfehlenswertes Produkt sind diese BoswelliaSan Kapseln. – Hier muss natürlich jeder selbst die Verträglichkeit testen. Ich erinnere mich noch wie eine Freundin mir einmal vor Jahren sagt, dass sie Weihrauch-Kapseln probiert hätte, und diese sich mit ihrer Colitis nicht vertragen hätten. Unklar war ob diese überhaupt echten Weihrauch enthielten (es wird viel gefälscht und gepanscht), daher hier die beiden Empfehlungen an vertrauenswürdige Hersteller.

Bromelain, dass Ananasenzympräparat macht im Moment auch bei entzündlichen Prozessen Rund um CEDs, Arthrose und Rheuma von sich reden. Dabei kann es ebenso zu Durchfällen führen – da muss man schauen wie man es verträgt. Ebenso die Einnahme mit anderen Medikamenten sollte um 30min verzögert werden.

Sollte es Cistrose als Kapsel geben, wäre diese zu favorisieren. Bis dahin haben sich Kapseln mit Eucalyptus ebenso als hilfreich erwiesen.

Die innere Einnahme von Melissenhydrolat hat bei Reizdarm, genauso wie bei CEDs Wirkung gezeigt. Eine Besserung wurde nach 3 Tagen der Einnahme von 1 EL Melissenhydrolat beschrieben.

Eine äußerliche Einreibung einer Öl-Mischung in Johanniskraut- und Arnika-Mazerat dürfte gute Dienste leisten. Denkbare ätherische Öle darin gemischt sind Kanuka, Majoran, Melisse 30% in Lavendel (Primavera), Weihrauch indisch, Narde, Fragonia, Elemi, Rose destilliert.

Kuren, Diäten, Fasten und Sanierungen sollten nie (!) in der akuten Phase einer Erkrankung durchgeführt werden.

Eine Darmsanierung, bei Allergien, Unverträglichkeiten, Symptomen wie Blähbauch, unklare Durchfälle usw. kann man mit Flohsamenschalen, Schwefel-Ergänzungsmitteln und Heilerde (Zeolith, Bentonit oder Mumijo) gut machen, wenn kein akuter Schub vor liegt.

Auch eines der praktischen Mundsprays von Phylak Sachsen kann man ergänzend anwenden. Exemplarisch hier PS Mischung 645.1, noch zwei weitere Varianten 645.0 und 645.2 sind zum Thema chronisch entzündliche Darmerkrankungen verfügbar.

Die Schüßler-Salze empfehlen Nr. 7, Nr. 8 und Nr. 19. Denkbar sind noch andere.

Als Gemmomazerate werden Preiselbeere, Weinrebe, Feigenbaum und Schwarzerle empfohlen. Die kann man entweder hier, oder hier beziehen.

Folgende Ceres Präparate wären denkbar: Salvia Urtinktur, Tausendgüldenkraut Urtinktur und Allium ursinum Urtinktur

ergänzender Link: aromapraxis.de Magen-Darm

ergänzender Link: aromapraxis.de Reizdarm+Pfefferminzöl

ergänzender Link: aromapraxis.de Kunzea bei CEDs

ergänzender Link (älter): vivere-aromapflege

ergänzender Link (neuer): vivere-aromapflege

ergänzender Link: globuli.de

ergänzender Link: naturheilmagazin.de Colitis ulcerosa

ergänzender Link: naturheilkompass.de Colitis ulcerosa

ergänzender Link: naturheilmagazin.de Morbus Crohn

ergänzender Link: naturheilkompass.de Morbus Crohn

ergänzender Link: naturheilverfahren.de

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4 Antworten zu „Darm-Erkrankungen (chronisch) naturheilkundlich behandeln“

  1. Avatar von Grauer-Magier

    24.09.25: es wurde einige Links ergänzt

  2. Avatar von Grauer-Magier

    30.09.25: Bromelain wurde thematisch ergänzt

  3. Avatar von Grauer-Magier

    25.01.26: thematisch wurde ein kurzes Zitat zur Zöliakie und eine Verlinkung zum Thema ergänzt

  4. […] ist die Zöliakie mit den CEDs artverwandt, wird aber (im Moment zumindest) nicht zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen […]

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