Wirkungsweise von Naturheilmitteln

Heute möchte ich mich mit der Wirkungsweise von Naturheilmitteln, und im besonderen mit Heilpflanzentinkturen befassen.

Zwar ist mir aufgefallen, dass zum Beispiel eine Ginko-Kapsel aus dem Supermarkt nicht wirklich den durchschlagenden Erfolg bringt, habe aber immer gedacht das dies an der Dosis oder anderen Faktoren die hinderlich auf die Aufnahme wirken, liegen könnte. – Teilweise falsch gedacht. 😀

Die konventionellen Methoden Heilpflanzen zu ernten sind ähnlich denen in der Landwirtschaft. Es werden Erntemaschinen eingesetzt, Kraut/Blätter beim Ernten schon geschreddert oder „gewinnmaximiert“ geschnitten. Diese Erntemethode mindert signifikant den Wirkstoffgehalt in Heilpflanzen. Sie bluten sozusagen schon auf dem Weg zur Verarbeitung aus, bzw. sind unkontrollierten Oxidationsprozessen ausgesetzt.

Wieso die Anführungszeichen bei Gewinnmaximierung? Weil es auf Kosten des Verbrauchers geht. Die Heilpflanzen verlieren allein durch diesen Vorgang schon um die 40% ihres Wirkpotenzials, der Verbraucher bezahlt es dennoch als wäre es keine minderwertige sondern hochwertige Verarbeitung.

Von den ätherischen Ölen kennen wir das, dass die Erntemethode genauso wichtig wie die Anbaumethode ist. Wieso sollte das also bei Heilpflanzen aus denen Tees, Tinkturen, Kapseln, etc. hergestellt werden anders sein? – Fun fact, dass ist nicht so.

Es gibt eine deutliche Grafik, die zeigt, dass im Vergleich zu 50 Jahren zuvor, die Heilpflanzenpräparate heute deutlich höher dosiert werden müssen, um den gleichen Effekt zu erzielen.

Die Anbau- und Erntemethoden sind hierbei ein wichtiger Faktor. Wenn man sich ansieht wie eine Ginko-Plantage geerntet wird, und wie diese nachher aussieht, kann sehr schnell darauf schließen, dass bis diese getrocknet und in Kapseln verarbeitet werden, der Großteil der Wirkstoffe nicht mehr enthalten ist.

Wie wir aus der Spagyrik und der Homöopathie wissen, ist der Wirkstoff nur ein Teil des Ganzen. Form und Information sind ebenso wichtige Träger, die in unserem Körper die (Selbst-)Heilkräfte stimulieren.

Nehmen wir das Bild der geschredderten Ginko-Blätter – ist aus diesem Heckselgut noch zu erkennen um welche Heilpflanze es sich handelte? Die Form ist nicht mehr ersichtlich, ein Faktor der Heilinformation ist schon verloren, und das ohne das diese in einer Trägersubstanz aufgefangen wurde. – Die Form über die wir eine Heilpflanze erkennen, ist Teil der Information wie sie in unserem Körper energetisch ihre Wirkweise entfaltet.

Wenn also die Heilpflanze, bleiben wir mal exemplarisch beim Ginko, mit dem Schredder geerntet wird, haben wir einen Wirkstoffverlust, durch Ausbluten der Zellen und Oxidation, von sagen wir mal bis zu 40%. Bis diese dann in der Anlage zum Verarbeiten sind, verlieren sie weitere ca. 20%. Werden diese dann zu einer Tinktur verarbeitet und später ausgepresst, verliert man weitere 20-40%. Man müsste mit so hohem Druck pressen, das Wärme entsteht was dem Produkt zusätzlich schadet, dass man meint diesen Verlust über die „effektiven“ Ernteverfahren kompensieren zu können. – Was bleibt am Ende also übrig? Eine Tinktur die maximal 20% Wirkstoff enthält. Es wundert also nicht, wieso man heutzutage höher dosieren „muss“ um die Wirksamkeit von Tinkturen zu erreichen die vor 50 Jahren noch komplett von Hand hergestellt wurden.

Das ist eigentlich weder gewinnorientiert, noch wirtschaftlich, noch kundenfreundlich. Da der Verbraucher allerdings für diese 20% Tinktur sagen wir mal 60% bezahlt, rechnet sich das wiederum für die Produzenten. – Mich erinnert das an das Thema „fraktionierte ätherische Öle“ aus dem Podcast Aromatherapie für die Ohren, in dem der Gründer Franz Niederkofler von Bergila sprach.

Über Homöopathie und ihre Wirkweise, und wie sie zu verstehen ist, habe ich ja bereits in einem Beitrag geschrieben. Wobei natürlich gesagt werden muss, dass das nur ein kurzer Abriss meinerseits ist, und in entsprechender Literatur dazu viel mehr zu sagen/lesen gibt.

Wir haben also ein Wirk-Dreieck aus Wirkstoff, Information und Form. Dem ergänzt sich ein Dreieck aus persönlichem Befinden, äußeren Einflüssen und strukturellen Grundlagen, die Beeinflussen wie die Wirkungsweisen der Heilmittel aufgenommen, resorbiert, umgewandelt und/oder als Impulsgeber für uns und unseren Körper zur Verfügung gestellt werden. Ich habe dazu ein Hexagramm im Kopf. 😀

Paracelsus definiert in seiner Betrachtung von Mensch im Kosmos 14 Faktoren die auf uns einwirken, die uns entweder krank machen, Heilung bringen, Lektionen erteilen, auf Probleme hinweisen, usw.

Erklärt sich durch eine pharmazeutisch-industrielle Produktion, man möchte fast von Entartung sprechen – Entwertung wäre besser – wieso die Bandbreite an Nebenwirkungen so groß ist?! Zumal oftmals Heilpflanzen in ihren vielstoffgemischten „Inhalten“ Pufferstoffe enthalten, die genau solche Nebenwirkungen bei der Phytotherapie ausgleichen – und die in der industriell hergestellten Arzneimittelherstellung fehlen!? Oder hängt dies mit der Art und Weise zusammen wie schulmedizinische Arzneimittelstoffe invasiv in Körperfunktionen eingreifen, ohne Respekt vor einer ganzheitlichen Betrachtungsweise?! Oder alles zusammen?

Aufgrund der Komplexität unseres Körpers, der Wechselwirkung mit unserer Psyche (Stichwort Psychosomatik), der Umfangreichen Möglichkeit der Umweltgifte die auf uns direkt oder indirekt einwirken, lässt sich das schlussendlich nicht beantworten.

Sagen lässt sich, dass Arzneien besser vertragen werden, und auch besser wirken, wenn sie wesensgemäß angebaut, geerntet und verarbeitet werden. Was sich natürlich auch im Preis niederschlägt.

Kostet eine 20 ml Flasche also 25 €, und bedenkt die Arbeit und Sorgfalt die darin steckt, so erscheint dies vielleicht auf den ersten Moment viel. Rechnet man dagegen wie viel man von konventionellen Produkten dafür konsumieren und ausgeben (Stichwort Wiederkauf) müsste, so rechnet sich der Preis auf einmal ganz anders. Zumal beim konventionellen Produkt die Chance besteht, dass die Beschwerden nicht verschwinden und die Gefahr einer Chronifizierung besteht.

Auf die Frage der Wirkweise, kommt also die Frage der Wertigkeit. Was ist die eigene Heilung/Wohlbefinden einem selbst wert!?

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