Die Bienen retten – kritische Gedanken

Ich denke, wenn jemand wie ich, dem Heilkunde und Naturschutz am Herzen liegen, über Naturschutz nachdenkt, so wird man schnell an den Punkt kommen, dass man nur begrenzte Ressourcen hat, um etwas zu bewegen. Für die Verschärfung des Klimawandels, des Artensterbens und dem bröckelnden Naturschutz etwas entgegen zu setzen, bedarf es mehr als nur der eigenen zwei Hände. Doch darf man sich davon nicht entmutigen lassen!

Gerade die eigenen zwei Hände können, in ihrem Rahmen, etwas bewirken. Das ist mein Leitspruch, der sich auch beim Thema Kaufverhalten etabliert hat. Man darf die eigene Kaufkraft nicht unterschätzen!

Mit meiner Begeisterung für Heilkräuter, Pflanzen im allgemeinen und dem Erhalt unseres Ökosystems kommt früher oder später das ein oder andere Aha-Erlebnis, dass einem zeigt, wie alles vernetzt ist. Zumindest immer wieder schrittchenweise, denn alles umfassen wäre wahrscheinlich unmöglich bis ins kleinste Detail zu erfassen.

Was ich also in Angriff nehmen wollte, war irgendwann einen Bienenkorb aufzustellen, um der Natur etwas gutes zu tun. – So mein erster naiver Gedanke.

Eine Wespengiftallergie später, habe ich diesen Gedanken wieder verworfen, erstmal aus dem Grund, da nicht ganz klar war, wie sich die Allergie entwickelt, und in wie weit davon auch Bienengift betroffen sein könnte. Also habe ich ein paar kleine schnucklige Wildbienen Nisthilfen auf meinem Balkon aufgestellt, die vor allem die Mauerbienen und die Schlupfwespen gerne frequentieren.

Das die meisten Nisthilfen suboptimal sind, auch wenn sie mit entsprechenden Siegeln und Zertifikaten angeboten werden, ist auch da wieder erst später klar geworden.

Kleiner Einschub zum Thema Nisthilfen:

Ob da wirklich alle Nisthilfen optimal sind, muss man selbst beurteilen, allerdings das Steilwandsubstrat von Flow-bee.de fasziniert mich wirklich, und werde mir das auch bestellen (siehe Bilder etwas weiter unten). Konzipiert für einen Weinlagerstein (hier exemplarischer Link zu OBI)

Viele Wildbienenarten nisten nicht in klassischen Insektenhotels, sondern bevorzugen senkrechte Lehm- und Sandwände, wie sie in der Natur an Flussböschungen oder Abbruchkanten vorkommen. Diese sogenannten Steilwandbesiedler haben durch Bebauung und Flächenversiegelung zunehmend ihren natürlichen Lebensraum verloren. Wir finden: es liegt an uns, ihre Lebensräume wiederherzustellen und Trittsteine für Artenvielfalt in unseren Gärten zu schaffen. 

Mit unserem Steilwandsubstrat für Wildbienen schaffst du gezielt eine artgerechte Nisthilfe, die diesen hochspezialisierten Arten wieder ein Zuhause gibt – direkt bei dir im Garten.

Wer zieht hier ein? 

Die ersten Bewohner lassen meist nicht lange auf sich warten. Ab Mitte März können bereits die ersten Wildbienen einziehen, zum Beispiel:

  • Frühlings-Pelzbienen
  • Buckel-Seidenbienen
  • Frühlings-Trauerbienen
  • solitäre Wespen (harmlos & wichtige Schädlingsregulierer)

Quelle: https://www.flow-bee.de/products/steilwandsubstrat

Hier ein paar Bilder meines Nisthilfen-Projekts:

Also habe ich mich darauf beschränkt, auf meinem Balkon soviel Futterpflanzen wie möglich für die heimischen Insekten anzupflanzen, und im Garten zumindest ein paar Kornellkirschen anzupflanzen, und dem Forsythien-Wahn meiner Mutter etwas Einhalt zu gebieten. 😀

Wie sich nun herausstellt, ist das Anpflanzen von Futterpflanzen für heimische Insekten, im privaten Rahmen aber auch im Sinne von Entsiegelung von Flächen und Blühstreifen, genau das was entscheidend ist. Eben im Rahmen meiner Möglichkeiten. Es muss sich etwas grundlegendes an der Denk- und Herangehensweise ändern, wenn man Nachhaltig die Natur schützen möchte. – Ein noch größeres Thema ist dabei das „Ordnung schaffen“ in Gärten, dass eigentlich dazu führt, dass natürlicher Überwinterungsraum, Raupenfutterpflanzen und generelle Kreisläufe eines „Stirb und Werde“-Prozesses unterbrochen und entfernt werden. Robin nennt das auf seinem Youtube-Kanal auch liebevoll den Psychorasen „pflegen“.

Exemplarisch möchte ich das am Beispiel der Lichtnelke zeigen. In diesem Fall gibt es zwei spezialisierte Schmettterlinge (exemplarischer Link zu Gelber Lichtnelken-Kapselspanner), die NUR in der verblühten Lichtnelkenblüte ihre Raupen überwintern lassen. Wird die verblühte Pflanze entfernt, ist damit die Kinderstube weg.

Initiativen wie lokale Imker und Naturschutzverbände haben einen Anteil geleistet, der zur Bewusstwerdung des Problems des Artensterbens, der Versiegelung von Flächen inkl. Steingärten, von Pestiziden, Monokulturanbau und noch vielem mehr beigetragen. Diese Leistung soll nicht geschmälert werden und hat definitiv zu Naturschutz und Artenschutz beigetragen! Leider wird die Schlussfolgerung, dass damit Honigbienenhaltung automatisch Naturschutz sei abgeleitet.

In den letzten Pressemitteilungen wurde nun thematisiert, in wie weit die Honigbiene den heimischen Wildbienen und Insekten den Nektar „klaut“. Das hat mich zunächst stutzig gemacht, denn ein ausgeprägtes Konkurrenzverhalten war mir so gar nicht bewusst gewesen. – Was leider nicht bedeutete, dass dies nicht existiert.

Wenn man sich ansieht, wie generalistisch Honigbienen sind, im Vergleich zu teilweise spezialisierten Wildbienen, kann man vielleicht erahnen, was es für eine Bedeutung hat, wenn die Honigbiene diese spezielle Blume anfliegt und für die Wildbiene die auf diese spezialisiert ist, im Endeffekt nichts mehr bleibt. Denn entgegen der landläufigen Meinung, produziert eine Blüte nicht unendlich Nektar – und da zeigt sich die Natur von ihrer Wettbewerbsseite – wer zuerst kommt mahlt zuerst. Zumindest wenn die Bedingungen der Honigbiene erfüllt sind, dass sie zum Sammeln ausfliegt. Im Gegensatz zu Käfern und diversen Fliegen und Wildbienen, brauchen Honigbienen schönes Wetter, am liebsten mit wenig Wind. Hummeln fliegen schon ab 7°, egal bei welchem Wetter.

Die Honigbiene die von Imkern betreut wird, trägt nicht zum Naturschutz bei.

Eine ketzerische These vom Biologen Torben Schiffer (freethebees.ch, beenature.info, beenature-project.com), der dafür auch nicht wenig Anfeindung erhält. Leider scheint seine wissenschaftliche Arbeit genau das zu bestätigen. Übrigens auch andere Studien die langsam mehr und mehr veröffentlicht werden. (mehr zu Studien „Das Märchen vom Bienensterben: Warum Honigbienen der Natur schaden!“ auf Youtube)

Wiener Wildbienenexperte Herbert Zettel: „Wenn „Bienenschutz“ ausschließlich auf die Honigbiene reduziert wird, ist das geradeso, als meinte man beim ‚Vogelschutz‘ die Hühnerhaltung“

Wilde Honigbienen, in ihrem natürlichen Lebensraum den es kaum bis gar nicht mehr gibt (z.B. alte Nester des (Schwarz-)Spechts), scheinen weder mit Varroamilben, noch Faulbrut noch anderen Krankheiten zu kämpfen zu haben.

Davon kann man ableiten, dass die Massentierhaltung, die die imkerische Bienenhaltung de facto ist, wie bei der Massentierhaltung von anderen Nutztieren (Nutztier ist die eigene Definition vom Imkerbund), genau zu diesen Krankheiten erst führt, diese begünstigt, und für eine Durchseuchung von anderen Insekten führen kann. Und bei der Honigbiene muss man von einer doppelten Massentierhaltung sprechen, denn nicht nur ist die Größe des Volkes zu Groß, sondern auch die Anzahl der Völker pro Flugraum.

Stehen nun die rein kapitalistischen Beweggründe im Vordergrund, wieso die Honigbiene in dieser Massentierhaltung gehalten wird? In großen industriellen Betrieben ebenso bei Berufsimkern, steht nicht Naturschutz und die Biene im Vordergrund, sondern das Produkt (Honig, Bienenwachs, Propolis, manchmal noch Gelée royale) und wie einfach der Imker an diese kommt. Weder ökologische Verschränkung, noch Angebot von Nektar in Bezug auf andere Bestäuber spielt da eine große Rolle. Wenn es 4-6 Bienenvölker wären, würde das deutlich weniger ins Gewicht fallen, doch durchschnittlich werden bis zu 25 Bienenvölker gehalten, zumindest von den Hobbyimkern. Das ist, für die Verteilung in einem konkreten Gebiet eine deutliche Menge auf entsprechende Quadratmeter, die in der Natur, wie man sie bei wilden Honigbienen beobachtet, nicht vorkommt. Natürlich ist dieser Druck, von produzierender Honigindustrie wie in Asien (weltweit größter Honigproduzent), Südamerika und USA, nicht direkt zu vergleichen, gibt aber einen Hinweis, dass es nicht ganz so „grün“ vorgeht wie manchmal vollmundig formuliert wird.

In Deutschland bewirtschaften rund 135.000 Imker über
950.000 Bienenvölker. Für die wenigsten Imker allerdings
lohnt sich eine Haupt- oder Nebenerwerbstätigkeit. Etwa
99 Prozent der Bienenhaltenden betreiben die Imkerei als
Hobby. Dagegen sind etwa 1 Prozent hauptberuflich als
Imker tätig.

Quelle: https://www.bmleh.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/bienenhaltung-und-imkerei.pdf?__blob=publicationFile&v=5

ergänzende Links: blog.gonature.de – Massenprodukt Honig und animalsunited.de – Massentierhaltung Bienen

Um Honig, Bienenwachs und Propolis besser ernten zu können, wurde die wilde Honigbiene über Jahrhunderte züchterisch zum Nutztier verändert – auch was ihre natürliche Behausung anbelangt. Die viel zu großen Bienenvölker zeigen, was jede übermäßige (Massentierhaltung) Population zur Folge hat. „Witzigerweise“ sind Honigbienen in viel zu großen Beuten untergebracht, was für die Honigbiene Stress und Arbeit bedeutet. Witzig – naja bedingt nur, weil Massentierhaltung eigentlich bei anderen Nutztieren bedeutet, dass sie auf zu engem Raum eingepfercht sind.

Dabei ist den meisten Hobby-Imkern da überhaupt keinen Vorwurf zu machen, die im besten Gewissen mit den gängigen „Parolen“ (Bienenhaltung ist Naturschutz, Honigbiene wird artgerecht gehalten, Honigbiene ist unerlässlich für die Bestäubung, …) „geimpft“ werden, diese leider aber nicht weiter hinterfragen. (Youtube-Link: Brauchen wir Honigbienen als Bestäuber?)

Mit der industriellen Bienenhaltung sieht es da nochmal ganz anders aus. Und diese wird sogar von lokalen Imkern kritisch betrachtet, und klar als unwesensgemäße Haltung deklariert. Leider fehtl die Transferleistung, dass auf die eigene Honigbiene zu übertragen.

Ich erinnere mich noch gut an den Film, den ich über türkische Imker im Berghochland gesehen habe, und der klar gezeigt hat, dass nur die Bienen, die in den Baumhöhlen leben, gesund sind und wenn überhaupt man nur sehr wenig Honig entnehmen kann. Link: Die Bienenflüsterer Reupload | ARTE Fernweh

Ist also die eigentliche Frage nicht, ob die Bienen zu retten sind, oder doch viel mehr ob wir noch zu retten sind?!

Torben Schiffer sagt, dass Honig flüssiges Artensterben ist, denn es ist wie ein Schleppnetz das bis zu hundert Kilogramm Biomasse aus der Umgebung zieht, die anderen Arten nicht mehr zur Verfügung steht, und das nicht mal für das Volk selbst, sondern für die Honigernte des Imkers. – Eine ketzerische These, angeblich mit „willkürlichen“ Daten belegt, also nicht belegt, laut Imker-Bubble. Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen, doch wenn man sich Konkurrenzverhalten anschaut, der Fakt das Nektar nur begrenzt zur Verfügung steht, dass Wohnraum mega knapp is, dass eine Wildbiene mit der Masse eines Bienenvolks nicht konkurrieren kann … da drängt sich einem doch eigentlich der Gedanke auf, dass da vielleicht doch etwas dran ist. Vielleicht nicht in der krassen Polemik gegenüber Hobbyimkern, doch defintiv gegenüber dem Supermarkt-Honig.

Und wieder ist das keine Böswilligkeit der ambitionierten Hobbyimker die zum Beispiel auf Stadtdächern Beuten aufstellen. Sie verkennen leider die Natur, die Umstände wie sich die Temperaturen auf Dächern im Sommer aufheizen (teilweise bis zu 60°C), und unter welchen Stress dies ein Bienenvolk setzt. – Denn jede Anpassung, muss das Volk bewältigen um zu überleben, und jede Anpassung ist Stress. Stress, der mit der Honigernte erneut aufkommt. Legeverhalten der Königin der eigentlich Zyklen unterworfen ist, aber durch Vorratmangel ( -> Honigernte) künstlich hoch gehalten wird, usw. – und da muss man leider unterm Strich sagen, dass das mit artgerechter Haltung und Naturschutz nichts zu tun hat.

Ein weiteres „Argument“ was scheinbar die Imker-Bubble wie eine Parole hochhält ist die Behauptung, denn wissenschaftlich stellt es sich leider als genau das heraus, dass die Honigbiene nicht der 100% Bestäuber ist, für den sie Öffentlichkeitswirksam verkauft wird. (witzigerweise lässt sich das auch so beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft nachlesen, denn da wird von „Insektenbestäubung“ nicht von Honigbienenbestäubung gesprochen)

Unter folgendem Youtube-Link kann man sich mal 3-4 exemplarische Studien anhören, die sich mit der Thematik Bestäubung durch Honigbienen im Vergleich zu Wildbienen und anderen Bestäubern befasst: Robinga Schnögelrögel – Brauchen wir Honigbienen als Bestäuber?

Und wie es scheint, gibt es keine einzige Studie, die diese Behauptung „Honigbiene ist wichtigster Bestäuber, ohne die is nix mehr aufm Teller“ belegt. Dabei wird diese Behauptung inflationär (in Imker-Kursen) wiedergegeben. – aber scheinbar auf dem Altar der Maxime „was nicht sein darf, ist auch nicht“ geopfert. Hier würde ich mir wünschen quellenkritischer zu sein, ohne auf ein schwarz-weiß Denken zurück zu fallen.

Wenn man die Entwicklung und „Zähmung“ der Biene zum Nutztier über die Geschichte kritisch betrachtet, stand da nicht Naturschutz im Vordergrund, sondern eine Möglichkeit immer leichter, immer mehr, des flüssigen Goldes zu ernten. Der Imker hat die Biene angepasst, nicht umgekehrt. Und das ist der fundamentale Unterschied in artgerechter Haltung und Naturschutz.

„Die Trennung des Lebensraums der Honigbiene von den Räumen, in denen der Honig eingelagert wird, erleichtert dem Imker die Honig­entnahme – in manchen Systemen und Betriebsweisen wird das exzessiv ausgenutzt. Die Erfindung des Absperrgitters hat dies noch weiter getrieben. Natürlich ist auch in der Demeter-Bienenhaltung die Ernte von Honig ein wichtiges Betriebsziel – Bienenhonig ist für den Menschen eine wertvolle Substanz.“

Quelle: https://www.lebendigeerde.de/index.php?id=schwerpunkt_141

„Die Betriebsweise unserer Imker:innen orientiert sich an den natürlichen Bedürfnissen der Bienen – und das erfordert viel Zeit und Handarbeit. Dabei steht das Wohlbefinden der Bienen statt allein nur der Honig im Vordergrund.

Handarbeit ist auch beim Wabenbau angesagt: Bei unseren Imkerinnen und Imkern dürfen sich die Bienen noch kreativ ausleben! Sie bekommen keine Mittelwände gestellt, sondern produzieren ihr Wachs im Naturwabenbau wie es ihrem ursprünglichen Wesen entspricht.

Das macht sich jedoch bei der Honigernte bemerkbar: Zu Gunsten des Tierwohls verzichten unsere Imker:innen durch diese und weitere Maßnahmen im Vergleich zu anderen biologischen oder konventionellen Imkereien auf etwa 50-70 % ihrer Honigmenge. Das spiegelt sich im Preis des Endprodukts wider.“

Quelle: https://www.demeter.de/honig

Ich habe das Beispiel der demeter-Bienenhaltung hier herangezogen, denn demeter verkörpert an sich einen extrem hohen Standard. Und dennoch ist bei einer wortwörtlichen wesensgemäßen Haltung, wahrscheinlich nur eine Entnahme von 10% des Honigs tatsächlich noch als wesensgemäß einzustufen. Damit würde die betriebliche Haltung von Bienen komplett zusammenbrechen.

Die demeter-Haltung scheint also im Moment immernoch ein „guter“ Kompromiss zu sein, so nah wie wirtschaftlich möglich Bienen zu halten. Aber immer unter der ökonomischen Prämisse! – Und das hat nichts mit Naturschutz zu tun.

„Ein Bienenvolk würde von sich aus niemals  ins
Honiggeschäft einsteigen, der Preis ist viel zu hoch“

Zitat: Jonathan Powell,
Natural Beekeeping Trust, 2019 Berlin

Und dabei liebe ich Bienenprodukte, wie man in meinem Artikel über Apitherapie auch lesen kann. Die unschätzbaren Vorteile die Bienenwachs bietet, der gesundheitliche Benefit von Propolis, Oxymel und Honig.

Ich würde also zu folgendem Fazit kommen: wenn man bewusst zu Bienenprodukten aus unbekannter Quelle greifen möchte, sollte es mindestens demeter-Qualität sein, soviel der verfügbaren Fläche die man hat zu blühenden Flächen gestalten, räumt euren Garten/Balkon nicht auf nur damit er scheinbar ordentlich aussieht, und zum Beispiel in Naturschutzprojekte wie „Trees for Bees“ (siehe unten) investieren.

ergänzende Links:

Dazu zwei sehr sehenswerte Youtube-Links:

Und in diesem Zusammenhang möchte ich auf das gemeinnützige Projekt „TREES FOR BEES – Save the Future!“ aufmerksam machen.

Ein Projekt von Beenature-Save-the-Bees e.V.

• Aufbau einer internationalen Artenschutzbewegung
• Bildung und Vernetzung idealistisch motivierter Artenschützer weltweit
• Schutz wildlebender Honigbienen und Wildbestäuber
• Schutz der unersetzbaren Nahrungsressource Nektar
• Förderung von Biodiversität und natürlichen Nahrungsketten
• Installation von Baumhöhlensimulationen
• Produktion einer internationalen Dokumentation

Unsere Projekte zeigen, dass Honigbienen auch heute noch ohne menschliche Eingriffe dauerhaft überlebensfähig sind – sofern sie artgerechten Lebensraum in Form von Baumhöhlen erhalten. Sie sind keine hilflosen Nutztiere, sondern seit Jahrmillionen eine wildlebende Schlüsselspezies unserer Wälder.

Gleichzeitig werden viele idealistisch motivierte Menschen unter dem Narrativ des „Bienenschutzes“ in die Imkerei überführt. Dabei entsteht ein fundamentaler Widerspruch: Die intensive Honigproduktion entzieht der Landschaft große Mengen an Nektar – genau jener Lebensgrundlage, von der Wildbestäuber, Nahrungsketten und ganze Ökosysteme abhängen.

Menschen, die Arten schützen möchten, bewirken dadurch oftmals unbeabsichtigt das Gegenteil. Wir möchten aufzeigen, dass echter Artenschutz nicht in der Ausweitung der Honigbienenhaltung liegt, sondern in der Wiederherstellung natürlicher Lebensräume für wilde Honigbienen, Wildbestäuber und zahlreiche weitere Arten.

Was wäre möglich, wenn die Gesellschaft verstehen würde, dass ein Glas Honig in Wahrheit nichts anderes ist als süßes, ins Glas gefülltes, komprimiertes Artensterben?

Was bewirken die Spenden?

250.000 € ermöglichen die Umsetzung eines international sichtbaren Leuchtturmprojekts für Wildbestäuber – mit neuen Lebensräumen, wissenschaftlicher Begleitung und einer internationalen Dokumentation.

Unser Ziel ist die Initialzündung einer internationalen Bewegung für den Schutz wildlebender Bestäuber. Wir möchten die notwendigen Erkenntnisse, Erfahrungen und Werkzeuge weitergeben, damit Menschen weltweit das tun können, wonach sie eigentlich suchen: echten Artenschutz.

Jede Baumhöhlensimulation kostet etwa 1.000 €. Die Spendengelder werden für Planung, Bau und Installation der Baumhöhlen, Monitoring, Dokumentation, Bildungsarbeit, internationale Vernetzung und die langfristige Umsetzung der Projekte verwendet.

Alle zusätzlichen Spenden fließen unmittelbar in den Ausbau unserer Artenschutzarbeit.

Die Herausforderungen sind gewaltig. Doch jede Bewegung beginnt mit dem ersten Schritt.

Danke an alle Menschen, die Teil dieser Bewegung werden.

Alle Fakten liegen auf dem Tisch. Nun ist es Zeit zu handeln.

Gemeinsam können wir Wildnis zurückbringen – Baum für Baum, Höhle für Höhle.

Wie groß diese Bewegung wird, liegt nun bei Dir. 
Lasst uns gemeinsam ein internationales Leuchtfeuer für den Artenschutz entzünden! 

mehr dazu über denk Link zu betterplace.org – Trees for Bees

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5 Kommentare zu „Die Bienen retten – kritische Gedanken“

  1. Avatar von Grauer-Magier

    17.06.26: ein Abschnitt der sich mit der Thematik „Bestäubung“ auseinandersetzt ist hinzugekommen

  2. Avatar von Grauer-Magier

    18.06.26: zum Thema Nisthilfen hab ich noch was ergänzt

  3. Avatar von Grauer-Magier

    03.07.26: an ein paar Stellen hab ich noch was ergänz

  4. Avatar von Grauer-Magier

    05.07.26: ergänzend wurde Massentierhaltung definiert und mit Links ergänzt, auch einige Formulierungen sind ergänzt worden; ebenso sind drei weiter Links ergänzt worden

  5. Avatar von Grauer-Magier

    09.07.26: Bilder und Links zur Nisthilfe „Steilwände“ wurden ergänzt

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