Pflanzenöle (Fette) zur Pflege von Körper und Geist

Pflanzenöle, auch fette Öle genannt, sind nicht nur in der Aromatherapie ein zu unrecht vernachlässigtes Thema. Neben den direkt nährenden Eigenschaften auf unsere Haut, haben sie auch sogn. carrier-Funktionen für die Anwendung mit ätherischen Ölen, schmerzlindernde, schleimhautschützende, regenerative und stabilisierende Eigenschaften.

Wenn man sich bewusst macht, wie Pflanzenöle gewonnen werden, so kann man davon auch gut ableiten, dass es einen enormen Unterschied in der Qualität macht, welche (Qualitäts-)Bezeichnung für das Öl verwendet wird. Eine Pressung ist nie „schonend“, zumindest nicht was wir uns allgemein mit dem Wort darunter vorstellen. Aber es gibt Verfahren die mit Druck und großer Hitze arbeiten um möglichst viel Öl zu gewinnen, und es gibt die „Kaltpressung“ die zwar mit Druck arbeitet aber keine zusätzliche Hitze verwendet. Wobei „Kalt“ hier ebenso eine falsche Vorstellung suggeriert. Um sich das zu verdeutlichen muss man nur die Handflächen mal gegeneinander reiben und drücken. Schon in diesem kleinen Rahmen entsteht Wärme. Mit ein wenig Vorstellungskraft kann man das nun auf eine Ölpresse übertragen und hochrechnen, die mehrere Kilo bis Tonnen presst. In Untersuchungen kann man klar aufzeigen, das viele wertvolle Inhaltsstoffe sich durch die husch-husch und viel-viel Verfahren verloren geht, ja sich Öle sogar in die schädliche Richtung entwickeln. Die Investition in Qualität lohnt sich bei fetten wie ätherischen Ölen!

Es folgt eine Übersicht über Öle die in der Aromapflege Verwendung finden, die aber auch problemlos innerlich (zum Beispiel in Speisen+Salaten) angewendet werden können:

  • Arganöl
  • Avocadoöl
  • Erdnussöl
  • Distelöl
  • Granatapfelsamenöl
  • Hanföl
  • Haselnussöl
  • Kokosfett/-öl
  • Kakaobutter
  • Kürbiskernöl
  • Leinöl (auch Flachsöl genannt)
  • Leindotteröl
  • Macadamianussöl
  • Olivenöl
  • Pflaumenkernöl
  • Rapsöl
  • Sanddornfruchtfleischöl + Sanddornkernöl
  • Schwarzkümmelöl,
  • Sesamöl
  • Sojaöl (bitte auf Bio-Anbau achten da sonst gentechnisch verändert)
  • Sonnenblumenöl (bitte auf unraffiniert achten)
  • Traubenkernöl

Die folgende Auflistung umfasst Öle die man (eher) nur äußerlich anwendet:

  • Aprikosenkernöl
  • Calophyllumöl
  • Hagebuttenkernöl (auch Wildrosenöl genannt)
  • Jojoba „Öl“ (streng genommen ein Wachs das bei Raumtemperatur flüssig ist)
  • Lorbeeröl
  • Nachtkerzenöl (nicht pur sondern lieber in einer 3:1 ;Mischung mit anderen Ölen verwenden)
  • Pfirsichkernöl
  • Sheabutter (auch Karitébutter oder Schibutter genannt)

Und hier noch eine Liste der Mazerate:

  • Aloe Vera
  • Arnika
  • Calendula/Ringelblume
  • Jasminöl
  • Johanniskraut(-rotöl)
  • Kamillenöl
  • Lavendelöl
  • Mädesüß
  • Melissenöl
  • Rosenöl

So, dass war es soweit erstmal von mir, die Listen haben natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit 😉

Diesen Beitrag kann man also als Grundlage für die eigene Herstellung von Naturkosmetik benutzen, genauso für das emulgieren von ätherischen Ölen zur äußeren Anwendung.

Es folgen ein paar Bezugsquellen:

ergänzender Link: vivere-aromapflege

ergänzender Link: vivere-aromapflege

Podcast-Empfehlung: Aromatherapie für deine Ohren

Und ergänzende Buchtipps:

Ein Gedanke zu „Pflanzenöle (Fette) zur Pflege von Körper und Geist“

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