Astrologie

Astrologie, eine Themenfeld der Kontroverse. Dabei ist die Astrologie eine altehrwürdige Disziplin, Muster und Mechanismen zu beschreiben, die sowohl im Kleinen (Microkosmos) als auch im Großen (Makrokosmos) zu finden sind. Daher auch die Beziehung auf menschliche Muster/Verhaltensweisen (Microkosmos) zu den Gestirnen (Makrokosmos).

Wenn man die Astrologie als Gesamtkunstwerk betrachtet, hat sie eine ähnliche Struktur wie die Artchetypen-Lehre in der Psychoanalyse. Die Gestirne werden als Spiegelbild oder Reflektionsoberfläche für zugrundeliegende archetypische Muster gesehen und interpretiert.

Und hierbei verhät es sich ebenso wie in der Psychologie, je genauer man über diese Muster und die Komplexität des Gesamten bescheid weiß, desto präziser können Aussagen zur Beurteilung getroffen werden. Sogesehen sind küchenpsychologische Aussagen mit dem Horoskop in einem Boulevardmagazin zu vergleichen, und im Umkehrschluß kann eine differenzierte astrologische Analyse eine gute Grundstruktur vermitteln, die einer psychoanalytischen Analyse nahe kommt.

Das Wort Astrologie setzt sich aus den beiden griechischen Wörtern asteri/Astro (Stern) und Logos (Wort, Weisheit) zusammen. Wenn man es wörtlich übersetzen möchte, könnte man von der Sprache der Sterne oder besser von der Sternenweisheit sprechen.
Das wichtigste Grundwerkzeug für die Astrologie ist das Horoskop, ein weiters Wort aus dem Griechischen, das am treffendsten mit Stundenzeiger übersetzt wird. Im Horoskop wird nach astronomischen Grundsätzen die Stellung der Gestirne im Augenblick der Geburt aufgezeichnet. Da es einige „schnell laufende“ Planeten gibt, können manchmal wenige Minuten ein deutlich verändertes Horoskop ergeben. Es ist daher für eine eindeutige astrologische Deutung wichtig, möglichst genau die Geburtszeit zu ermitteln.

Ein Horoskop setzt sich also zunächst durch die Berechnung der 12 Tierkreiszeichen zusammen, welche Planeten wann wo in diesem Radix standen, und in welcher Konstellation sie zueinander stehen. Jede Konstellation gibt eine Qualität einer Beziehung in diese Interpretation. Und diese Betrachtung wird noch in ein Häusersystem eingebettet, dass der Interpretation eine dreidimensionalität verleiht.

Die Felder und Häusersysteme, auch Ort bzw. Feld genannt, bezeichnen das jeweilige Tierkreiszeichen, das einem Planeten zugeordnet ist; im Haus übt der Planet verstärkte Wirkung aus. Die Erde dreht sich alle 24 Stunden um ihre eigene Achse. Da aus unserer Sicht die Sterne am Himmel entlangziehen, betrachtet die Astrologie einen Tag als keine Entsprechung zu einem Jahr und unterteilt die tägliche (scheinbare) Bewegung der Sterne in zwölf Häuser als Entsprechung zu den zwölf Monden/Monaten. Diese Häuser werden in entgegengesetzter Richtung zur Bewegung der Planeten gezählt, wobei das erste Haus sich am Aszendenten befindet.

Während die Häuser konstant bleiben, bewegen sich die Tierkreiszeichen (die Ekliptik wird bisweilen auch mit dem Bild einer Uhr verglichen: die Zeichen bewegen sich ständig wie die Zeiger, die Häuser sind statisch wie das Ziffernblatt). Dies ist eine Einteilung des täglichen scheinbaren Umlaufs des Himmels um die Erdachse. Die Häuser müssen auf dem Äquator oder einem Breitenkreis berechnet werden, also nicht in der Ekliptik.
Diese Positionen werden dann auf die Ekliptik übertragen. Am ehesten hat sich bei uns das System nach Placidus durchgesetzt, das allerdings vor und besonders hinter dem Polarkreis versagt und daher dort nicht mehr anwendbar ist.
Jeder Planet befindet sich in einem Haus oder an der Grenze zweier Häuser. Je nach Haus ändert sich die Deutung seiner Verwirklichungsmöglichkeiten in der Außenwelt.

Und wenn man sich diese Komplexität anschaut, verblasst dagegen das schlichte Magazin-Horoskop das kaum 4 Zeilen lang ist. Wobei man natürlich erwähnen sollte, dass dahinter eine ganz andere (journalistische) Konzeption steckt.

Dabei ist das Geburtshoroskop zwar einer der Hauptaspekte der Astrologie, ist aber eher mit einer Grundsteinlegung der archetypischen Persönlichkeitsstruktur zu vergleichen. Dies kann man dagegen auf ein aktuelles Jetzt-Horoskop beziehen und daraus wieder Rückschlüsse ziehen. Oder zu einem Partner, einem Ereignis o.ä.

Welchen „Wert“ hat die Astrologie? Das muss natürlich jeder für sich selbst beurteilen können/sollen/dürfen. Als spirituell-esoterisches Werkzeug der Selbstfindung, hat die Astrologie meiner Meinung nach wichtige Landmarkierungs-Eigenschaften unserer Seelenlandschaft.

Mehr dazu im Detailwissen Astrologie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert