Sind äth. Öle intelligent?

Vielleicht sollte ich erst einmal klären, wie ich auf diese Frage gekommen bin. 😀

Bei der Beschäftigung mit den amerikanischen MLM-Öl-Firmen, kam die Aussage häufiger auf, dass ätherische Öle so intelligent sind, dass sie nur krankmachende Keime angreifen.

Die Aussage ist etwas schwierig, da man nicht nur verstehen muss, wie wieso warum, sondern vor allem weil die Firmen und ihre Berater:innen daran Einnahmeempfehlungen knüpfen. – Das eine ist aber von dem anderen zu trennen!

Es gibt inzwischen Untersuchungen die zeigen, dass ätherische Öle tatsächlich Inhaltsstoffe enthalten, die wie Enzyme nach Schlüssel-Schloß-Prinzip auf bestimmte Antigene reagieren, die eher krankheitserzeugende Keime (Pathogene) aufweisen. Das kann man aber nicht generalisieren auf alle Öle und vor allem nicht auf die innerliche Anwendung der äth. Öle anwenden.

Denn besonders die innere Anwendung, wenn äth. Öle mit der Verdauung in Berührung kommen, können diese durch Stoffwechselprozesse verändert werden. Ebenso durch Stoffwechselprozesse in der Leber.

Der Unterschied von „in vitro“ und „in vivo“ Untersuchungen muss zwingend beachtet werden, sonst sind alle getroffenen Aussagen erstmal nur Vermutungen.

Bedenkt man, wie individuell jede Verdauung eines Menschen ist – wenn man es tatsächlich bis ins kleinste Durchdekliniert, ist die Aussage also kaum haltbar.

Pflanzen die ätherische Öle produzieren haben diese selten bis nie, direkt in ihren Zellen selbst gespeichert, sondern extra dafür konzipierte Kammern bis hin zu nadel-/stachelartigen Strukturen. Die Pflanze schützt sich also selbst schonmal durch Separierung. Natürlich gibt es Ausnahmen, wie zum Beispiel ätherische Öle die in Harzen und Wurzeln vorkommen. Bedenkt man jedoch die „physiologische Verdünnung“, also die Konzentration der ätherischen Öle in der Pflanze selbst, dann ist dies in keinem Vergleich zu setzen mit einem ätherischen Öl was oral eingenommen werden könnte (nicht sollte). Im Vergleich, hat die Pflanzen die Wirkstoffe die wir als ätherisches Öl zusammenfassend bezeichnen, fast schon in einer homöpathischen Verdünnung.

Von Intelligenz würde ich dennoch nicht sprechen, denn Intelligenz setzt eine Bewußtheit voraus, die Stoffen – besonders nach einer Destillation mit 100°C heißem Wasserdampf – so nicht unterstellt werden kann.

Das ätherische Öle eine sinnhafte Organisation haben, in dem sie per Schlüssel-Schloss-Prinzip pathogene Keime erkennen und da wirksam werden ist meiner Ansicht nach eine deutlich zutreffendere Aussage.

Würden die ätherischen Öle in der gleichen Konzentration wie in der Flasche in der Pflanze „herumschwimmen“ würden sie diese verätzen und schädigen. In der Konzentration wie sie „in“ der Pflanze vorkommen, greifen die Pflanze selbst nicht oder zumindest nicht direkt an. Ob das ausschließlich an den speziellen Kammern liegt, oder an auch an Begleitstoffen die eher auf pathogene Keime wirken, lässt sich schlussendlich nicht mit absoluter Gewissheit sagen, aber vermuten.

Zumindest so lange die äth. Öle nicht durch andere Einflüsse wie Magensäure, Enzyme, freie Radikale, Elektrolyte uvm. in irgendeiner Form verändert und/oder beeinflußt werden. – Und das per se auszuschließen ist eigentlich unmöglich.

Sind äth. Öle also intelligent? – Nein. Sie sind organisiert und spezifisch.

Was Aromapflege alles kann

Aromapflege, ein Thema das mich seit meinem Einsatz in der Pflegeausbildung im Hospiz begeistert und nicht mehr los lässt. – Auch wenn der Begriff Aromatherapie, als tatsächliche Therapieform eigentlich Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten ist, so ist die Aromapflege hier eine Brücke die Pflegekräften ermöglicht medizinisch relevant zu agieren, komplementär und auch in Fällen in denen die konventionellen Mittel nicht mehr oder gar nicht wirken.

Auch wenn die heute „Schulmedizin“ sehr kompetitiv zu werke geht mit anderen Formen, so sollten gerade komplementäre Heilmethoden sich dadurch auszeichnen mit ihren Möglichkeiten und Erfolgen für sich zu stehen, besonders was die Erfahrung mit der Behandlung in den verschiedensten Bereichen angeht.

In vielen Büchern werden Empfehlungen ausgesprochen bei denen sich ätherische Öle, Hydrolate und Basisöle (fette Pflanzenöle) bewährt haben. Die oftmals spannenden Erfahrungsberichte fehlen leider allzuoft, dabei würden diese die Signifikanz deutlich betonen.

Als ich neulich meine Linksammlung durchforstete bin ich auf einige gestoßen, die ich hier verlinken möchte. Die Berichte stehen für sich!

  • https://a-p-f-d.blogspot.com/2010/10/aromapflege-praxiserfahrungen-pur.html
  • Im ersten Link den ich vorstelle geht es um die Arhama-Salbe der Firma Bombastus als Wundsalbe, Narbenpflege ebenso auch zur Hautpflege von beanspruchten Händen. Dazu zählen alle Hände im medizinischen Bereich, denn die Desinfektion der Hände (ebenso wie das Waschen) trocknet die Haut aus. Hab die Salbe selbst schon getestet und finde sie sehr gut, einfach formuliert dadurch niedriges Allergiepotential.

Bestimmt wird mit der Zeit diese Liste noch weiter wachsen. In den entsprechenden Fachzeitschriften von Forum Essenzia und dem Aroma Forum International findet man ebenso Berichte.

In meinem Beitrag „Aromapflege bei Hämatomen“ hab ich in eigener Fotostrecke gezeigt wie die Sache bei Hämatomen (blaue Flecken) sich zeigt.

Wieso ich „NEIN zu YL und dT“ sage

Nachdem neulich auf Instagram eine Diskussion hochgekocht ist, war es nun Zeit für diesen Artikel. Es haben Menschen, die komischerweise ausschließlich YL oder dT Produkte verwenden, behauptet Zitrusöle lösen Mikro- und Nanoplastik im Körper auf wenn man diese schluckt. Wieso sie dann nicht gleich Aceton exen konnte nicht beantwortet werden.

Für mich sind beide MLM-Firmen aus den USA keine Alternative zu lokalen Öle-Firmen, hier nun auch mal aufgelistet warum.

  • Geschäftspraktiken „Marketing“:

Beide Firmen sind dafür bekannt Abmahnwellen loszutreten, wenn sich jemand aus der Branche selbst kritisch ihnen gegenüber äußert. Für sie selbst gilt diese Maxime jedoch nicht, und werden in ihren Verkaufsgesprächen/Produktschulungen nicht müde ihre eigenen Produkte höher zu bewerten, logischerweise in dem andere abgewertet werden. Da werden auch Fantasiebegriffe wie „therapeutische Qualität“ gebraucht – was nichts anderes ist als eine leere Worthülse. Zu behaupten die eigenen Öle seien „reiner“, weil keine Gefahrstofflabels direkt auf den Flaschen sind – ist die Ausnutzung simplen Importrechts bzw. EU-Rechts. Da diese Firmen ihre Öle in die EU importieren, unterliegen sie nicht dem Zwang der ansässigen Anbieter ihre Flaschen entsprechend zu etikettieren. Thats it. Wer dazu mehr erfahren möchte, hier ein toller Artikel über die Gefahrstofflabel von Eliane Zimmermann

  • Geschäftspraktiken Greenwashing

Wie im Artikel vom Guardian nachzulesen ist, Enden die eigenen Ansprüche spätestens beim Händler bei dem beispielsweise das Weihrauchharz eingekauft wird. Alle Bio-Zertifizierung, „fair Trade“, Menschenrechte und speziell Frauenrechte scheinen da auf dem Altar des Profits geopfert zu werden. Eliane Zimmermann hat das Ganze für die deutschsprachigen Leser nochmal aufgearbeitet.

Auf Netflix kann man im ersten Teil der Doku-Serie (Un)Well, auf Deutsch (Un)Gesund einige „Themen“ der diversen global tätigen Unternehmen rund um ätherische Öle, natürliche Gesundheit und Schönheit kennen lernen. Man erfährt vom „Jagen und Fangen“ („prey“) vor allem von Hausfrauen, auch von extrem hoch dosierten Anwendungen, deren Schäden als „detox“ und als wünschenswert angepriesen werden, und noch über andere – sagen wir mal – eigentümlichen Besonderheiten, welche mehrere Pyramiden-Marketing-Anbieter anwenden. Über die letzten Jahre und nun auch als Reaktion auf den Artikel in The Guardian, der auf Instagram und Facebook geteilt wurde, bekam ich diese Praktiken mehrfach bestätigt.

Quelle: https://aromapraxis.de/2023/01/23/weihrauch-macht-reich-bestimmte-menschen-frauen-zahlen-teuer-dafuer/

ergänzender Youtube-Link: Inside the Wellness Industry’s Controversial Supply Chains

Auch ein Artikel aus 2017 in dem es um Rosenholzöl und Narde geht, zeigt wie die Geschäftspraktiken hier umgesetzt wurden, im Gegensatz dazu was die Firmen für ein Bild von sich vermitteln.

[…], am 18. September 2017, wurde die Pressemeldung 17-1023 des us-amerikanischen Justizministeriums veröffentlicht. Sie beschreibt in Kürze die Hintergründe des illegalen Handels mit Rosenholz im Marktwert zwischen 3,5 und 9 Millionen Dollar, entsprechend etwa 1 900 Litern Rosenholzöles, durch einen großen us-amerikanischen Ätherisch-Öl-Anbieter. Auch der illegale Handel mit Nardenwurzel ist Bestandteil dieser Anklage. Dieser weltweit agierende Anbieter wurde verurteilt, insgesamt 760 000 US-Dollar an Strafen und kommunaler Arbeit zu entrichten, in diesem Betrag ist auch die Beschlagnahme von Gütern enthalten. Zudem muss diese Firma einen Plan abliefern, durch den garantiert wird, dass bestimmte Auflagen eingehalten werden; das alles auf fünf Jahre Bewährung.

Quelle: https://aromapraxis.de/2017/09/25/ueber-uns-die-welt-artenschutz-und-gewinnmaximierung/

  • Geschäftspraktiken Selbstzertifizierung

dT zertifiziert seine Öle im hauseigenen Labor, nach vermeintlich strengen Richtlinien, und gibt seinen Ölen das hauseigene Label. Selbst wenn man die bisherigen Geschäftspraktiken ignoriert, ist eine hauseigene Zertifizierung kein Garant dafür seriös zu arbeiten. Ganz im Gegenteil.

[Platzhalter bis Link zur Story wieder gefunden wurde: dT hat Analysezertifikat verschwinden lassen nachdem pestizid-kontaminierte Charge bekannt wurde]

In einer jetzt veröffentlichten Studie sind einige Öle von einem unabhängigen Labor auf Phthalate untersucht worden, dT und YL sind mit unter den Spitzenreitern an diesen gefährlichen Inhaltsstoffen. Würden deren Öle wirklich so „rein“ und von „therapeutischer Qualität“ sein, dürfte das nicht passieren. Das widerspricht den versprochenen Anbaupraktiken dieser beiden MLM-Firmen, als auch dem Tenor der Rückstandskontrolle.

  • Nachhaltigkeit

Für ätherische Öle, wie Pfefferminze, Lavendel, Bergamotte, Majoran, etc. gibt es keine ökologischen Gründe diese über Importware zu beziehen, wenn ansässige Anbieter diese lokal anbieten. Der ökologischen Fußabdruck von importierten Ölen kann in keinster Weise mit den hiesigen auch nur ansatzweise konkurrieren. Ist jemandem also Nachhaltigkeit wichtig – ganz klares NEIN zu YL und dT.

Der Wille, die (bedrohte) Umwelt zu achten, ist bei der neumodischen Gier, möglichst viele Öle an möglichst viele Frauen zu bringen, offensichtlich leider nicht vorhanden.

Was mich direkt zu den Einnahmeempfehlungen bringt, die nach dem Konzept „viel hilft viel“ aufgebaut sind. Ergo auch um möglichst viele Öle zu verkaufen, schnell aufzubrauchen um wieder neue zu kaufen.

  • Einnahmeempfehlungen

Von beiden Firmen wird öffentlich behauptet, dass sie keinerlei der auf Youtube, Facebook oder anderen Netzwerken höchst fragwürdigen Einnahmeempfehlungen unterstützen. Mal abgesehen von der Frage, woher diese dann kommen, ist die „Raindrop“-Massage (aka Regentropfen-Massage) ein gutes Beispiel, dass gefährliche Praktiken auch für die äußerliche Anwendung existieren und weiter verbreitet werden. Eine Haut die sich rötet, schwillt, Blasen wirft, usw. das ist KEIN Detox – das ist eine Hautirritation bis hin zur allergischen Reaktion.

ergänzender Link: Tisserand-Institute

Sind YL und dT denn für die Anwendungsempfehlungen ihrer Duftbotschafterinnen verantwortlich zu machen? Schlussendlich würde eine tatsächliche Verantwortung rechtlich schwierig werden, da die Firmen selbst in der Öffentlichkeit solche Empfehlungen vermeiden. Das es diese bereits gegeben hat, zeigen die entsprechenden us-amerikanischen Gerichtsverfahren die diesbezüglich schon gelaufen sind.

Kann man sich als MLM-Firma tatsächlich aus der Verantwortung ziehen, wenn die eigenen Duftbotschafterinnen auf social media derarige Empfehlungen verbreiten? Meiner Meinung nach nicht. Gerade durch die pyramidale Struktur würde sich eine klare Linie viel deutlicher durchsetzen.

Ebenso werden in indirekt von den Firmen verlegten Büchern (ähnliches Verhalten wie bei dem Thema Labor und Selbstzertifizierung) Einnahmeempfehlungen für die innere Anwendung gegeben, von täglich 1-4 Tropfen unter die Zunge oder in Wasser (was überhaupt keinen Sinn macht, wenn man weiß, dass ätherische Öle nicht wasserlöslich sind). Oder das Thema Oreganoöl-Kapseln. Das in dem Buch/Bücher vorne ein Disclaimer steht, dass sie nicht für Folgeschäden verantwortlich gemacht werden können, dennoch diese Empfehlungen aber abdrucken hat etwas von Satire.

Es kursieren Anwendungsempfehlungen zum Beispiel:

  • Pfefferminze in die Augen bei Migräne zu träufeln – gruselig!
  • Kindern unverdünnte ätherische Öle auf Kopf und/oder Fußsohlen pur aufzutragen
  • stillenden Müttern ihre Brüste mit Ölen u.a. Nelke, Pfefferminz, Wintergrün zwischen den Still-Phasen einzureiben
  • innere Anwendung hoch dosiert über Kapseln oder pur

Auch der neueste Trend, zu glauben das man mit ätherischen Ölen zellinternes Nanoplastik auflösen könne – ich kann nicht fassen wie verbohrt manche Menschen diesbezüglich sein können, die weder den Unterschied von „in vitro“ und „in vivo“ kennen, noch in den Grundlagen der Biologie und Chemie scheinbar besonders aufgepasst haben, wenn es dem entsprechenden Glaubenssätzen der MLM-Firmen widerspricht.

Der heutzutage immer mehr nachgebetete (teils gefährliche) Unsinn, ständig mehrere Tropfen Zitronenöl in Wasser zu geben und zu trinken, basiert auf purer Unkenntnis über Nahrungsmittelzusätze, über die Zusammensetzung dieses Öles und über Dosierungsempfehlungen. Wasser vermischt sich nicht mit lipophilen Substanzen! Und Kohlensäure im Wasser ist kein Emulgator, diese kann lediglich die Tropfen des ätherischen Öles etwas „zerschießen“, doch die entstehenden kleineren Tropfen können immer noch reizend auf die Schleimhäute von Mund, Speiseröhre und Magen wirken.

Quelle: https://aromapraxis.de/2019/02/15/fabeln-aetherische-oele-betreffend-teil-1/

Von inhaltlichen Fehlern, wie die Behauptung „Arborvitae ist Latein und bedeutet „opfern““, absolut falsch. Es ist Latein für Lebensbaum, lässt sich der YL und dT Gläubige wohl nicht abschrecken. – Denn oftmals ist es eher ein Glaubenssystem welches da vermittelt wird, und deshalb wohl auch so schwer aufzuklären ist. Wer diesen MLM Firmen bedingungslos „glaubt“, ohne Anerkennung von Sachlage, Fakten, seriösen Autoren die solche Praktiken stark hinterfragen bis ablehnen – scheint auch mehr in dem Glaubenssystem gefangen zu sein. Was nicht sein darf, darf wohl auch nicht sein. Und btw Sachlagen die man selbst generiert sind keine Fakten, dasselbe gilt für Selbstzertifizierung.

Vielleicht ist es aber auch die Furcht vor einem Domino-Effekt. Wenn die eine vermittelte „Tatsache“ umfällt, gerät das ganze Konzept ins wanken. … vielleicht sollte man sich dann fragen, ob es nicht genau so Sinn machen würde, dass „überholte Denkmuster“ abgeschafft werden sollten.

ergänzender Youtube-Link: Inside the Wellness Industry’s Controversial Supply Chains

ergänzender Link: https://www.netflix.com/title/81044208

Zum Abschluss ein kleiner sarkastischer Artikel, der es dennoch auf den Punkt bringt: Wort zum Sonntag von Eliane Zimmermann

ergänzender Podcast-Link: Episode 111

ergänzender Podcast-Link: Episode 116

ergänzender Link: Mamavation: Essential Oils Tested for Toxic Phthalates – Guide

Darm-Erkrankungen (chronisch) naturheilkundlich Behandeln

Wie bei allen Themen die „naturheilkundlich behandeln“ beinhalten, ersetzen diese Hinweise und Tipps nicht den Besuch beim Arzt/Heilpraktiker, ebenso wenig wie das eigenverantwortliche Handeln.

In diesem Beitrag soll es um die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen gehen, den sogn. CEDs.

In wie weit die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen mit den „silent inflammations“ zusammenhängen, also den stillen Entzündungen in uns, ist noch nicht restlos erforscht. Thematisch ist dennoch davon auszugehen, dass diese entweder an der Entstehung beteiligt oder vorausgehend bestanden haben.

Entzündungen sind eigentlich in unserem Körper da, auf einen Missstand aufmerksam zu machen, den Fokus darauf zu legen, und eigentlich diesen zu beheben und die Entzündung wieder abklingen zu lassen.

Normalerweise generiert unser Körper nicht nur entzündungsfördernde Stoffe, sondern ebenso Stoffe die die Entzündung wieder abheilen lassen. Auf vielfältige Weise (inkl. Cortisolgaben und NSAIDs) werden diese blockiert, werden chronisch und verlassen den Bereich für den sie eigentlich gedacht sind. So als kurzen Abriss von der akuten zur chronischen Entzündung.

Nährstoffmangel ist bei den CEDs ein großes Thema, denn aufgrund der Durchfälle ist eigentlich grundsätzlich von einer Maldigestion, eher aber von einer Malabsorption auszugehen. Das heißt, dass wichtige Bestandteile aus der Nahrung weder verarbeitet noch überhaupt aufgenommen werden können. Leider hat sich der Begriff Mangel hier ebenso wie bei den restlichen Gesundheitsthematiken nicht in dem Sinne durchgesetzt, wie ihn die Medizin versteht. Diese geht meist erst bei einem massiven Fehlen der entsprechenden Mikronährstoffe davon aus, diese substituieren zu müssen. Dabei werden sowohl die Regulationsprinzipien die in unserem Körper „den Körper am laufen halten“ ignoriert, als auch das gesamte Chronifizierungsprinzip. Der geneigte „Schulmediziner“ substituiert meist erst, wenn das Kind sprichwörtlich in den Brunnen gefallen ist und der Körper mehr oder weniger aus dem letzten Loch pfeift.

Neben vielen wichtigen Spurenelementen und Mikronährstoffen wie Eisen und Selen, ist Vitamin D und Omega3 die wichtigsten Punkte die ich hier in den Vordergrund stellen möchte.

Studien zu Omega3 haben gezeigt wie wichtig diese sind um silent inflammations in den Griff zu bekommen, und wie diese wiederum an diversen Stoffwechselprozessen regulierend wirken, genauso wie Vitamin D, dass streng genommen ein Halbhormon ist.

Daher empfehle ich die Substitution von Vitamin D Kapseln oder Öl, Omega 3, und Magnesium.

Ein ganz großes Thema bei Entzündungen ist Weihrauch, besonders die Boswelliasäuren, die nur in den Extrakten des Weihrauchharzes zu finden sind, nicht im ätherischen Öl. In Studien hat sich gezeigt, dass die Boswelliasäuren (es gibt verschiedene) im Vergleich zu Cortisol oder NSAIDs zwar an der Entzündungskaskade ebenso „zu schaffen machen“ aber regulativ eingreifen, ohne die körpereigenen Enzyme zu behindern die die Entzündung auch wieder abheilen lassen. Die AKBA (eine der wirksamsten Boswelliasäuren) baut sogar ein zuvor entzündungsauslösendes Enzym um, in eines das Entzündungen abheilen lässt.

Empfehlenswertes Produkt sind diese BoswelliaSan Kapseln. – Hier muss natürlich jeder selbst die Verträglichkeit testen. Ich erinnere mich noch wie eine Freundin mir einmal vor Jahren sagt, dass sie Weihrauch-Kapseln probiert hätte, und diese sich mit ihrer Colitis nicht vertragen hätten. Unklar war ob diese überhaupt echten Weihrauch enthielten (es wird viel gefälscht und gepanscht), daher hier die beiden Empfehlungen an vertrauenswürdige Hersteller.

Bromelain, dass Ananasenzympräparat macht im Moment auch bei entzündlichen Prozessen Rund um CEDs, Arthrose und Rheuma von sich reden.

Sollte es Cistrose als Kapsel geben, wäre diese zu favorisieren. Bis dahin haben sich Kapseln mit Eucalyptus ebenso als hilfreich erwiesen.

Die innere Einnahme von Melissenhydrolat hat bei Reizdarm, genauso wie bei CEDs Wirkung gezeigt. Eine Besserung wurde nach 3 Tagen der Einnahme von 1 EL Melissenhydrolat beschrieben.

Eine äußerliche Einreibung einer Öl-Mischung in Johanniskraut- und Arnika-Mazerat dürfte gute Dienste leisten. Denkbare ätherische Öle darin gemischt sind Kanuka, Majoran, Melisse 30% in Lavendel (Primavera), Weihrauch indisch, Narde, Fragonia, Elemi, Rose destilliert

Kuren, Diäten, Fasten und Sanierungen sollten nie (!) in der akuten Phase einer Erkrankung durchgeführt werden.

Eine Darmsanierung, bei Allergien, Unverträglichkeiten, Symptomen wie Blähbauch, unklare Durchfälle usw. kann man mit Flohsamenschalen, Schwefel-Ergänzungsmitteln und Heilerde (Zeolith, Bentonit oder Mumijo) gut machen, wenn kein akuter Schub vor liegt.

Auch eines der praktischen Mundsprays von Phylak Sachsen kann man ergänzend anwenden. Exemplarisch hier PS Mischung 645.1, noch zwei weitere Varianten 645.0 und 645.2 sind zum Thema chronisch entzündliche Darmerkrankungen verfügbar.

Die Schüßler-Salze empfehlen Nr. 7, Nr. 8 und Nr. 19. Denkbar sind noch andere.

Als Gemmomazerate werden Preiselbeere, Weinrebe, Feigenbaum und Schwarzerle empfohlen. Die kann man entweder hier, oder hier beziehen.

Folgende Ceres Präparate wären denkbar: Salvia Urtinktur, Artischocken Urtinktur und Allium ursinum Urtinktur

ergänzender Link: aromapraxis.de Magen-Darm

ergänzender Link: aromapraxis.de Reizdarm+Pfefferminzöl

ergänzender Link: aromapraxis.de Kunzea bei CEDs

ergänzender Link (älter): vivere-aromapflege

ergänzender Link (neuer): vivere-aromapflege

ergänzender Link: globuli.de

ergänzender Link: naturheilmagazin.de Colitis ulcerosa

ergänzender Link: naturheilkompass.de Colitis ulcerosa

ergänzender Link: naturheilmagazin.de Morbus Crohn

ergänzender Link: naturheilkompass.de Morbus Crohn

ergänzender Link: naturheilverfahren.de

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