Lexikon - T


T
Tabak
Tabak wird wegen seiner anregenden Wirkung, aber auch wegen seines beißenden Geruchs dem Planeten Mars zugeordnet. Bei Marsritualen wird er manchmal als Räuchermittel benutzt. Wegen seiner starken Suchtwirkung wird er aber von den meisten Esoterikern nicht gerne verwandt.

Tabula smaragdina
Lateinisch für "Smaragdene Tafel". Der Legende nach hinterließ Hermes Trismegistos auf ihr den Kern seiner Lehre. Sie besagt kurzgefaßt: Wie oben so auch unten. Das bedeutet unter anderem, daß der Mensch ein Kosmos im Kleinen ist (Mikrokosmos). Frühmittelalterliche Handschriften lassen darauf schließen, daß die Idee einer Tabula smargdina sehr alt ist.

Tagesplaneten
Es ist kein Zufall, daß unsere Woche sieben Tage hat. Die Zahl richtet sich nach der früher bekannten Zahl der Planeten. Jedem Tag war ein Planet zugeordnet. Noch heute läßt sich das in vielen europäischen Sprachen aufzeigen, zum Teil richtet sich der Name des Wochentages nach dem lateinischen, zum Teil nach dem germanischen N amen des Planeten: In allen englischen Bezeichnungen ist der Planetenname auf die eine oder andere Art erhalten, im Deutschen ist er beim Mittwoch und Samstag verlorengegangen. Bei magischen oder alchemistischen Operationen (Magie, Alchemie) wird unter anderem darauf geachtet, dass der passende Wochentag gewählt wird. Eine Venusbeschwörung sollte zum Beispiel am Freitag stattfinden. Es ist dies eins der Mittel, um die Konzentration und Vorstellungskraft ganz auf eine Sache richten zu können. Das Datum, der Tag, Farben und Gerüche dienen alle diesem Zweck (Stundenplanet).

Planet germanische Bezeichnung Deutsch Englisch
Sonne - Sonntag sunday
Mond - Montag monday
Mars Tiu Dienstag tuesday
Merkur Wodan Mittwoch wednesday
Jupiter Thor/Donar Donnerstag thursday
Venus Freya Freitag friday
Saturn - Samstag saturday

Talisman
Kleiner Gegenstand, manchmal mit magischen Symbolen oder Schutzheiligen versehen, der Glück bringen soll. Er kann am Körper getragen oder irgendwo in der Wohnung angebracht werden. Das Christophoruszeichen, das viele Autofahrer in ihrem Wagen haben und das ihnen Schutz geben soll, ist ein Beispiel für einen Talisman.

Tantra
Indisches Sanskritwort, das Kern, inneres Wesen oder Essenz bedeutet. Tantra ist eine religiöse Richtung, die es sowohl im Hinduismus als auch im Buddhismus (Buddha) gibt. Der Anfang der tantrischen Bewegung wird gemeinhin auf das 6. Jahrhundert n. Chr. festgelegt. Die geistigen und körperlichen Energien (Kundalini) sollen durch Meditation und Rituale aktiviert werden; die Rituale selbst wurden ursprünglich dem Schüler direkt von seinem Lehrer mitgeteilt. Beim Tantra wird der ganze Mensch gefordert, d. h., sein Körper ist mittels magischer Gesten (Mudras) an dem Ritual oder der Meditation beteiligt. Seine Sprache wird durch rituelle Formeln (Mantras) miteinbezogen, und sein Geist hat durch Meditation über bestimmte Bilder (Mandalas und YantTas) ebenfalls Anteil am richtigen Zustandekommen der Übung. Sehr wichtig ist beim Tantra auch Jas bildliche Vorstellen (Imagination) bestimmter göttlicher Begriffe, mit Jenen man sich dann auch identifiziert. Da diese Bilder oft sexueller Natur sind, wird der Tantrismus oft zur sogenannten Sexualmagie gerechnet. Die wichtigsten Begriffe im Tantrismus sind Shiva und Shakti. Shiva steht hier für die männliche Energie und Shakti für die weibliche. Diese beiden Kräfte sollen vereint werden, um so die Trennung in Mann - Frau, Subjekt - Objekt zu überwinden und so zu einer Art mystischer Einheit zu kommen. Diese Vereinigung kann sowohl mittels Meditation im Körper des Übenden geschehen als auch durch Rituale an denen Mann und Frau beteiligt sind und deren Höhepunkt Selbstfindung ist. Da die indische Gesellschaft in der Regel recht puritanisch ist, gehört zu einem tantrischen Ritual auch immer das Brechen von religiösen und gesellschaftlichen Tabus. So werden z. B. Speisen zu sich genommen, die verboten sind, oder es wird Alkohol getrunken, auf dessen Konsum ein gläubiger Brahmane (Kaste) verzichten muß. In Indien ist Tantra eingebettet in die buddhistische oder hinduistische Religion und hat somit einen ganz anderen Stellenwert als die Form von Tantra, die heute im Westen propagiert wird. Hier wird sie oft als eine Form der Sexualtherapie verkauft, was mit Tantra im eigentlichen Sinne nichts zu tun hat. Auch Magier wie Aleister Crowley entwickelten bereits recht früh Interesse an Tantra, und magische Orden wie der Ordo Templi Orientis nehmen für sich in Anspruch, eine bestimmte Form des Tantra zu lehren.

TAO
Chinesisch: Dao bedeutet Weg, Grund, Prinzip.
Daraus wurde eine Lehre, eine Philosophie, der Taoismus. Er ist neben dem Konfuzianismus und dem Buddhismus die dritte große geistige Tradition Chinas. Er lehrt die innere Harmonie des Menschen, der lehrt spezielle chinesische Medizin und Meditation, entwickelte komplizierte Rituale. Die Lehre von der inneren Energie, die bei Akupunktur und Tai Chi maßgebend ist geht auf den Taoismus zurück.

Taoismus
Abgeleitet vom chinesischen Wort Tao, "Weg", "Lehre". Im I-Ging bezeichnete es das allumfassende, erste Prinzip, aus dem alle Erscheinungen entwachsen. Tao ist ein unpersönliches Prinzip, das auf gar keinen Fall mit der Vorstellung eines Gottes in Verbindung gebracht werden darf. Was hier in Europa unter dem Begriff Taoismus zusammengefaßt wird, beinhaltet eigentlich zwei Schulen:
Tao-chia (der philosophische Taoismus): Lao-tzu (auch Lao Tse, Lau Dse oder anders wiedergegeben), vermutlich ein Zeitgenosse von Konfuzius (6. Jahrhundert v. Chr.), machte das Tao in seinem Buch "Tao-te King" (auch Tao-te ching) zum Zentralbegriff seiner Philosophie. Ziel seiner Schüler ist es, sich durch Meditation und den rechten Lebenswandel (Handeln ohne Absicht, Tun durch Nichttun) mit dem Tao zu vereinen. Ethische Prinzipien werden abgelehnt, da sie den freien Fluß des Tao stören und der wahren Natur des Menschen nicht entsprechen. Zudem ist die menschliche Gesellschaft so kompliziert, daß niemand die letztlichen Auswirkungen eines "guten" oder "schlechten" Handelns überblicken oder beurteilen kann. Politisches Denken spielt eine große Rolle, taoistische Praxis bedeutet daher nicht, vor der Welt in pseudogeistige Höhen zu entfliehen. Der Taoismus erfreute sich vor allem bei der einfachen Bevölkerung großer Beliebtheit. Er hatte auch großen Einfluß auf die Entwicklung des Buddhismus (Buddha).
Tao-chiao (der religiöse Taoismus): Hierzu vereinigte sich der philosophische Taoismus mit anderen Strömungen, vor allem mit verschiedenen medizinischen Schulen. Das Ziel ist praktischer Natur: Wie in der europäischen Esoterik wurde mit alchemistischen Mitteln ein Lebenselixier (Alchemie, Stein der Weisen) gesucht, das Unsterblichkeit verleihen soll. Um 200 v. Chr. kam die Verehrung von Göttern hinzu, und es bildeten sich Praktiken, die verblüffend denen der europäischen Magier ähneln. Der philosophische und der religiöse Taoismus unterscheiden sich von der europäischen Esoterik im wesentlichen dadurch, dass beide chinesischen Richtungen sich ungehindert entwickeln konnten während letztere meist in den religiösen Untergrund gedrängt wurde.

Tarot
Ein Set von Karten, das ein umfassendes Lehrbuch der Esoterik darstellt. Daneben ist es ein Kartenspiel und dient auch zum Wahrsagen. Es existieren zahllose moderne und alte Ausführungen des Spiels, die sich in den Bildern und in der Reihenfolge leicht unterscheiden können. Dem Hermetischen Orden der Goldenen Morgendämmerung (Hermetic Order of the Golden Dawn) kommt der Verdienst zu, die Karten einem weiten Kreis von Menschen zugänglich gemacht zu haben. Die Version von Arthur Edward Waite (1857-1941), einem Mitglied dieses Ordens, war lange Zeit das bekannteste Deck (Spiel). Allerdings baute er einige Fehler in sein Spiel ein, da er dem Golden Dawn geschworen hatte, nicht alle Geheimnisse zu offenbaren. Erst Aleister Crowley schuf zusammen mit Frieda Harris ein fehlerfreies Deck, das sogenannte Thot-Deck. Fast alle modernen Spiele lehnen sich an dieses an. Die Herkunft und das Alter der Karten sind unbekannt und geben Raum für zahllose Spekulationen. Es wird öfter behauptet, daß die herumziehenden Sinti- und Romastämme die Karten nach Europa gebracht hätten. Doch sind noch einzelne Kartenblätter erhalten, die ca. 200 Jahre vor ihrer Ankunft Ende des 14. Jahrhunderts entstanden.

Auch eine mögliche Herkunft aus dem alten Ägypten gehört sicher in das Reich der Fabel. Der Aufbau des Kartenspiels weist aber große Parallelen zur jüdischen Mystik und Magie, zur Kabbalah, auf. Die Karten bestehen aus den sogenannten Großen und Kleinen Arkana (Arcanum):
Kleine Arkana: Es gibt vier von ihnen, für jedes Element eins: Stäbe entsprechen dem Feuer, Schwerter entsprechen der Luft, Kelche entsprechen dem Wasser und Scheiben (oder Münzen) entsprechen dem Element Erde.
Sie bestehen aus je 10 Karten, die von As = 1 bis 10 numeriert sind. Ihre Bedeutung leitet sich von den entsprechenden Sephirot der Kabbalah her. Dazu kommen je vier sogenannte Hofkarten, die auch je einem Element zugeordnet sind: Ritter entsprechen dem Feuer, Königinnen entsprechen dem Wasser, Prinzen entsprechen der Luft und Prinzessinnen entsprechen der Erde. So kann jedes Element noch feiner unterteilt werden.

Große Arkana: Dies sind 22 Karten, die von 0 bis 21 numeriert sind. Sie stehen für die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets und damit auch für die 22 Pfade des Lebensbaumes in der Kabbalah. Alle Entsprechungen, die für die Buchstaben gelten, sind auch für die entsprechenden Karten heranzuziehen. Die Motive der Karten sind bei allen Varianten des Spiels ähnlich. Sie werden im folgenden wiedergegeben. Die zugleich angegebenen Deutungen sind nur grobe Vorschläge, die eigentliche Bedeutung kann nur aus dem Studium der Bilder selbst geschlossen werden. Zudem hängt sie stark von der Lage der Karten und von den benachbarten Karten ab.

Zum Auslegen der Karten gibt es verschiedene Techniken (Kartenlegen, Keltisches Kreuz).


0 Der Narr: In bunten Narrenkleidern tanzt er am Rande eines Abgrundes, während ein Hund oder ein Krokodil in sein Bein zu beißen scheint. Deutung: Weisheit der Unschuld, Aufhebung der Vernunft, Disziplinlosigkeit, Ekstase, Torheit.

1 Der Magier: Kraft seines Willens herrscht er über die Elemente, dargestellt durch Schwert, Stab, Kelch und Scheibe. Deutung: Wissen, Wille, Initiative, Unruhe, Unreife.

2 Die Hohepriesterin: Durch die Macht ihres Wesens wacht sie über die Geheimnisse der Natur. Deutung: Verborgenes Wissen, Intuition, Mysterium, Einweihung, Aberglaube, Oberflächlichkeit.

3 Die Herrscherin: Inmitten einer fruchtbaren Landschaft sitzt eine schöne Frau mit einer Sternenkrone. Deutung: Weibliche Kraft, Sinn, Sinne, Fruchtbarkeit und Kultur. Überfluß, Langeweile, Verführung durch das Irdische.

4 Der Herrscher: Auf seinem Thron sitzt ein machtvoller Herrscher, die Zeichen seiner Macht vor sich. Deutung: Männliche Kraft, Strenge und Stabilität. Gewalt.

5 Der Hierophant: Ein Hoher Priester zelebriert mit Gläubigen in einem Tempel. Deutung: Geistige Führung, Geheimwissenschaft, Demut, falsche Führer, Scheinheiligkeit, Hierarchie, Mißbrauch.

6 Die Liebenden: In einem meist umzäunten Garten steht ein Liebespaar, umgeben von Vögeln und Blumen. Deutung: Liebe, Vereinigung von Gegensätzen, Harmonie, Erkenntnis, Entscheidung, Verführung, Zweifel.

7 Der Wagenlenker: Unter dem Sternenhimmel steht der Wagenlenker in seinem Streitwagen, der von vier (oder zwei) Pferden oder Sphinxen gezogen wird. Deutung: Triumph, Balance, Arbeit, Hindernisse, Mißerfolg.

8 Gerechtigkeit: Eine strenge Frau hält die Waagschalen der Gerechtigkeit in Händen. Deutung: Höhere Ordnung, Ausgleich, Gerechtigkeit, Ungerechtigkeit, Vorurteil.

9 Der Eremit: Einsam geht er durch eine karge, felsige Landschaft. Er trägt das Licht der Erkenntnis bei sich. Deutung: Zurückgezogenheit, Weisheit, Disziplin, Entfremdung, Verlassenheit.

10 Rad des Schicksals: Es dreht sich unaufhörlich, und alles, was einmal oben war, muß auch wieder herabsteigen. Meist klammern sich Affen an das Rad und glauben, den Niedergang vermeiden zu können, werden aber doch vom Rad umhergewirbelt. In der Abbildung hier dreht sich der Tierkreis vor dem Baum des Lebens. Deutung: Kosmische Ordnung, ewiger Wechsel, Wendepunkt, Suche nach der Mitte, Machthunger.

11 Kraft (eigentlich Lust): Eine Frau hat einen Löwen bezwungen, das Symbol der Kraft und animalischen Lust. Deutung: Energie, Lebenslust, sexuelle Lust, Kreativität, Machtstreben, Laster.

12 Der Gehängte: Ein junger Mann hängt mit seinem linken Fuß an einem Baum. Sein rechtes Knie ist angewinkelt und das Bein kreuzt das linke. Deutung: Prüfung, Einsicht, Opfer, Verlust.

13 Der Tod: Mit seiner Sense steht er auf einer weiten Ebene, aus der menschliche Glieder wachsen. Deutung: Übergang, Veränderung, Trennung, Stillstand, Trauer.

14 Die Kunst (Ausgleich): Eine Frau gießt Wasser in einen Teich oder ein Gefäß. Deutung: Vereinigung der Kräfte, Veredelung, Verbindung, Koordination, Leichtsinn, Unentschlossenheit.

15 Der Teufel: Der gehörnte Gott thront über den sich windenden, gebundenen Menschen. Deutung: Blinde Kraft, Leidenschaft, Besessenheit, harte Arbeit, geheime Pläne, Ausdauer, Unzufriedenheit, Schicksal.

16 Der Turm: Während das göttliche Auge Strahlen aussendet, spuckt ein irdisches großes Maul Feuer und bringt den Turm zum Einsturz, Menschen stürzen von ihm herab. Deutung: Streit, Kampf, Gefahr, Zusammenbruch, Vereitelung von Plänen, Flucht aus einem Gefängnis, Chance zum Neubeginn.

17 Der Stern: Eine schöne Frau steht unter einem strahlenden Stern, in beiden Händen ein Gefäß, aus dem sich Wasser zur Erde ergießt. Deutung: Unerwartete Hilfe, spirituelle Einsicht, Klarheit, Hoffnung, Vertrauen, Träumerei, Enttäuschung.

18 Der Mond: Aus der Tiefe steigt ein Krebs oder Skarabäus empor ins Mondlicht. Deutung: Ein wichtiger Wechsel, freiwillige Veränderung, das Unbewußte, Illusion, Falschheit, Träumerei.

19 Die Sonne: Unter der strahlenden Sonne spielen Kinder außerhalb eines Gartens in freier Natur. Deutung: Erfolg, Reichtum, Freude, Offenheit, Schamlosigkeit, Idealismus, Arroganz und Eitelkeit.

20 Das (jüngste) Gericht: Aus dem Himmel ertönen drei Posaunen und erwecken die Toten. Endgültige Entscheidungen, neuer Lebensabschnitt.

21 Das Universum (Die Welt): Frau Welt tanzt mit einer Schlange (fehlt in manchen Decks) im Rund des Universums. In den vier Ecken die Erzengel der vier Elemente. Deutung: Shivas Tanz, der kosmische Reigen, Verwirklichung, Geduld. Verspätung, Widerstand, Bewegungslosigkeit.



Taurus
Lateinnischer Name des zweiten Tierkreiszeichens Stier.

Tefnut
Schwester und Gattin des ägyptischen Gottes Schu. Sie ist die Göttin der Feuchtigkeit und des Wassers und wird auch als Auge der Sonne und des Mondes bezeichnet. Im Ägyptischen hat sie den Beinamen "Herrin des Feuers".

Teleportation
Teleportation ist die Fähigkeit sich allein mit Geistes- oder Gedankenkraft über weite Strecken zu bewegen.

Tempel des Set (Temple of Set)
Abspaltung der Kirche des Satans. Sie wurde von Michael Aquino gegründet, der ein hochrangiger Offizier der US-Armee ist. Aquino war mit der zunehmenden Kommerzialisierung der Kirche des Satans nicht einverstanden und verließ sie deshalb 1974, um den Tempel zu gründen. Einer der zentralen Inhalte der Lehren des Tempels ist eine Schrift, die Aquino angeblich während seiner Teilnahme am Vietnamkrieg von einer Intelligenz mit Namen "Set" übermittelt wurde. Sie heißt "The Coming Forth by Night" (Die Hervorbringung der Nacht). Der Satanismus des Tempels ist recht intellektuell aufgebaut, und seine Mitglieder bezeichnen sich häufig lieber als Setianer als Satanisten. Ihrer Lehre nach ist die Verehrung Sets eine der ältesten Religionen überhaupt. Das Gradsystem des Tempels ist mit dem der Kirche des Satans identisch. Einzelne Gruppierungen heißen nicht Grotto, sondern "Pylon".

Tempelritter (Tempelherren)
Orden, den der hl. Bernhard und Hugo von Payen 1118 mit 8 anderen Rittern gründeten, um die christlichen Pilger in Palästina vor den Moslem zu beschützen. Die Tempelritter erwarben sich während ihrer Geschichte den Ruf, besonders tapfer, aber auch ritterlich und fair zu sein. Im Laufe der Zeit gewannen sie auch Achtung bei ihren Gegnern, den Moslems, und lernten viel von ihrer Philosophie, Mystik, Wirtschaft und Wissenschaft. So führten sie unter anderem das Bank- und Scheckwesen in Europa ein. Das große Wissen ihres Ordens ließ die Tempelritter mächtig und reich werden, dem übrigen Christentum gegenüber aber wurden sie gerade dadurch verdächtig. Man munkelte von Teufelsanbetung und letztlich führte der Neid auf ihren Reichtum zum Verbot und Untergang des Ordens. Ihr letzter Großmeister, Jakob Bernhard von Molay, starb nach jahrelangen Folterungen am 18.3.1313 auf dem Scheiterhaufen. Seitdem gedenken viele Esoteriker dem Schicksal der Templer. Auf die versprengten Reste der Ritter, die sich in Sicherheit bringen konnten, führen viele Gruppen, vor allem die Freimaurer (Freimaurerei) ihren Ursprung zurück.
Die Templer, durch ihre zunächst gestellte Aufgabe christliche Wallfahrtsstätten im Heiligen Land und deren europäische Pilger zu beschützen, kamen in Kontakt mit Juden und Arabern und dadurch mit Kabbalisten und Sufis, also mit den Mystikern dieser Religionen. Auch eine Begegnung mit anderen antiken religiösen Mythen und Gebräuchen, aus Griechenland, Ägypten, Chaldäa und Assyrien, ist wahrscheinlich. Vor allem aber dürften sie auf frühchristliche, gnostische Auffassungen von Gott und Schöpfung, von Seele und Mensch gestoßen sein, die einen inneren Kern von Lehren enthüllten, wie sie in der inzwischen orthodoxen Kirche keinen Raum und Widerhall mehr fanden. Man erinnere an die Vorstellung an die Präexistenz, die noch unter Origenes als "christlich" galt, später jedoch "verboten" wurde.
Es ist anzunehmen, dass die Templer auf spirituelle Geheimlehren stießen, die ihnen sowohl die Welt besser verständlich machten als auch einen persönlichen Weg der Erlösung wiesen. Dazu gehörte - nach Ansicht der meisten Forscher -, dass die Templer von einem Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Geist und Stoff ausgingen, dass sie also einen Dualismus vertraten, den es schon in vorchristlichen Zeiten gab (zum Beispiel in der Zoroaster-Religion).
Fast zeitgleich mit den Templern entstand die Bewegung der Katharer, blühte auf und wurde dann ebenfalls von König und Inquisition verfolgt und praktisch ausgelöscht. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es zwischen beiden Gruppen geistigen Austausch gab, dass manche Menschen in Personalunion beiden angehörten, belegt ist es jedoch nicht. Immerhin beteiligten sich die Templer nicht an der Verfolgung der Katharer. Beide Gruppen gemeinsam war die Ablehnung der Vorstellung, Jesus Christus sei am Kreuz gestorben. Beide lehnten die Ansicht ab, dass der göttliche Geist in der Stofflichkeit, im verweslichen und tötbaren Körper gefangen gewesen sein sollte. Dantes Beatrice soll ein Symbol für die untergegangenen Lehren der Templer und bzw. oder der Katharer gewesen sein (nach Arthur Guirdham).

Tetrabiblos
Das früheste astrologische Lehrbuch, das sich auch an Laien richtet und zum Selbststudium geeignet war. Es wurde im 2. Jahrhundert n. Chr. von Ptolemaios verfaßt. Im Mittelalter wurde es von arabischen Wissenschaftlern hoch geschätzt. Unter dem Titel seiner arabischen Übersetzung "Almagest" wurde es dann auch in Europa bekannt.

Tetragrammaton
Kommt aus dem Griechischen, es bedeutet soviel wie der "Vierbuchstabige" und ist eine Umschreibung des fast unaussprechlichen vierbuchstabigen Gottesnamens "Jod He Vau He" der jüdischen Religion und der Kabbalah.

Thelema
Griechisch für "Wille". Zuerst wurde dieses Wort durch die Abtei Thelema bekannt, die Rabelais in seinen Roman "Gargantua und Pantragruel" schildert. Später wurde es der entscheidende Begriff in den Lehren Aleister Crowleys. Kennzeichen des Thelemabegriffes bei Crowley ist, daß eigentlich kein Mensch einem anderen Thelema erklären kann. Jeder Mann und jede Frau muß für sich selber herausfinden, was sein oder ihr (wahrer) Wille ist, d. h. , was der Sinn und der Zweck des jeweiligen Lebens ist. Es gibt keine übergeordnete Instanz, die dem Menschen dies abnimmt. Das einzige, was sich über den Willen sagen läßt, ist, daß er eng mit der Liebe verbunden ist. Dies erklärt Crowley auf folgende Weise: Nach der griechischen Kabbalah hat Thelema den Zahlenwert 93 (d. h. jeder griechische Buchstabe hat einen Zahlenwert, zählt man sie zusammen, ergibt sich 93 ), und das griechische Wort für "Liebe" (Agape) addiert sich ebenfalls zu 93 auf. Nun stehen nach der kabbalistischen Lehre Worte mit dem gleichen Zahlenwert immer in einem engen Zusammenhang, sie verstärken sich gegenseitig, ergänzen sich oder eines hilft bei der Erklärung des anderen. Thelema (Wille) und Agape (Liebe) ergänzen sich nach Crowley gegenseitig - Liebe ist die Kraft die hinter dem Willen steht, die seine Zielrichtung angibt. Hat also ein Mensch seinen Willen gefunden und übt er diesen aus, so kann er seine Mitmenschen dadurch nicht schädigen, da Liebe unauflöslich mit ihm verbunden ist. Die Anhänger der Lehren Crowleys bezeichnen sich oft als Thelemiten und grüßen sich gegenseitig mit folgenden Formeln: "Tu, was du willst, soll sein das ganze Gesetz", sagt er eine, worauf der andere antwortet "Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen". Häufig wird der erste Spruch als ein "Tu, was dir gefällt" interpretiert, aber diese Deutung ist falsch. Es geht vielmehr darum herauszufinden, was der wahre, oft verborgen liegende Wille in einem Menschen ist. Hinzu kommt noch, daß die Formel "Tu, was du willst" von Crowley als reziprok beschrieben wird, das heißt, die Rechte, die der Thelemit für sich beansprucht, garantiert und gesteht er selbstverständlich jedem anderen Menschen zu. Es heißt nicht "Ich tue, was ich will ...".

Theosophie
Abgeleitet von griechisch Gott (theos) und Weisheit (sophia), bedeutet also Gottesweisheit. Theosophie ist im eigentlichen Sinne eine Art Sammelbegriff, mit dem das Verhältnis des Menschen zu Gott und zum Universum beschrieben wird. So werden etwa der Neuplatonismus, Teile der Gnosis und der Kabbalah zur Theosophie gerechnet. Später wurden auch Mystiker (Mystik) wie Jakob Böhme und Emanuel Swedenborg den Theosophen zugerechnet. Kennzeichnend für viele theosophische Lehren ist, daß sie immer von einem Ausströmen der Kraft und Energie Gottes berichten. Diese Kraft offenbart sich dann auf der materiellen Ebene meist in wesentlich abgeschwächterer Form. Der Theosoph will zur reinen, direkten Kraft Gottes gelangen. Heute ist der Begriff Theosophie vor allem durch die "Theosophische Gesellschaft" bekannt, die 1875 durch H. P. Blavatsky, H. S. Olcott und W. Q. Judge in New York gegründet wurde.
Gemäß ihren Statuten verfolgt die Theosophische Gesellschaft drei Ziele: 1. Die Bruderschaft der Menschen ohne Unterschied von Rasse, Hautfarbe, Religion und sozialer Position. 2. Vergleichen des Studium der alten, großen Weltreligionen, um so universelle ethische Gesetze daraus bilden zu können. 3. Studium und Entwicklung der in jedem Menschen verborgenen göttlichen Kräfte. Im Laufe ihrer mehr als hundertzwanzigjährigen Geschichte hat die Theosophische Gesellschaft mehrere Krisen und Spaltungen durchlaufen. Es fing an mit BetrugsvorwÜrfen gegen die Blavatsky und ging weiter mit der Affäre um Annie Besant, Charles Leadbeater und Krishnamurti, die zur Abspaltung der deutschen Theosophischen Gesellschaft unter Rudolf Steiner (Anthroposophie) führte. Heute verfügt die Theosophische Gesellschaft über mehrere Zweige, wobei der im kalifornischen Pasadena beheimatete als der bei weitem aktivste gilt. Die Theosophen publizieren auch eine regelmäßig in Deutsch erscheinende Zeitschrift mit dem Namen "Sunrise" (Sonnenaufgang). In den Niederlanden existiert noch ein Zweig, der für sich in Anspruch nimmt, eine Art Fortsetzung der ursprünglichen oder auch Adyar Theosophischen Gesellschaft (Adyar) zu sein. Sie sollen über eine hervorragende Bibliothek verfügen.

Thot (Thoth)
Ägyptischer Gott, der zumeist als Mensch mit dem Kopf eines Ibis dargestellt wird, aber auch zuweilen als Pavian. Er war der Gott, der die Schrift, die verschiedenen Sprachen, die Geschichtsschreibung und die Rechtsprechung erfand. Darüber hinaus war er der Schreiber der Götter und der Berechner des Kalenders. Thot galt als Schutzgottheit der Magie und der Heilkunde, der auch beim Totengericht Buch führte. Die Griechen setzten ihn später mit dem Götterboten Hermes gleich. Aleister Crowley nannte die von ihm und Frieda Harris geschaffenen Tarotkarten "Buch Thoth". Es gibt auch Abbildungen, in denen Thot das Aussehen eines Pavians hat. In dieser Form repräsentiert er fast immer den Mondgott.

Thule-Gesellschaft
Die Thule-Gesellschaft wurde 1923 von Karl Haushofer gegründet. Ihre esoterischen Grundlagen fand sie in den Schriften von H.P. Blavatsky aus der Geheimlehre mit dem nie aufgetauchten "Buch Dzyan" und den Lehren von G.I. Gurdjieff "All und Alles". Mitglieder waren Prof. Morell, einer der Leibärzte Hitlers, später angeblich sogar dieser selber sowie Himmler, Göring und Rosenberg. Die Thule-Gesellschaft bildete, meinen manche Forscher, so etwas wie die pseudo-geistige "Geheimakademie" der Nazi-Herrschaft und hat sich, wenn vielleicht auch nicht selbst auslösend, so doch zumindest verklärend, auch mitschuldig an den Verbrechen des Dritten Reichs gemacht.
Von Hitler gibt es keine direkten mündlichen oder schriftlichen Äußerungen zum Thema Okkultismus. Er hat vermieden, damit in verbindung gebracht zu werden. 1935 ließ er fast alle okkulten Gruppen verbieten. Das gesamte deutsche Akten- und Dokumentationsmaterial soll von den Alliierten beschlagnahmt und noch nicht freigegeben worden sein.
Moderne Thesen zur Verbindung zwischen Faschismus und einem tibetischen Shambala-Mythos zitiert das Buch "Der Schatten des Dalai Lama" in einem Kapitel mit der Überschrift "Der Faschismus und seine enge Beziehung zum buddhistischen Tantrismus". Dort ist zum Beispiel nachzulesen, wie der Autor Miguel Serrano die "esoterische SS" mit mythischen Shambala-Kriegern vergleicht und welche Erwartungen an einen "Endkampf" zwischen Mächten des Lichtes (angeblich Arier) und des Dunkels (angeblich Juden) mancherorts offenbar immer noch gehegt werden.
Der Mißbrauch esoterischer, okkulter und magischer Wege und Methoden zu politischen Zwecken wird gerade am durchaus noch ziemlich ungeklärten Problem deutlich, wie viel Einfluss solche Vorstellungen für die Entwicklung und den Erfolg der Hitler-Herrschaft hatten.
Für genauere Infos: Link

Tiamat
Urgöttin in der Mythologie der Babyionier, die Drachenfrau des Salzwassers, Mutter der meisten Ungeheuer, der Stürme, Tiere und Götter. Nachdem die Götter ihren Gemahl Apsu, den Gott des Süßwassers, erschlagen hatten, kam es zum großen Kampf, über den es verschiedene Geschichten gibt. Entweder hat Tiamat in Gestalt eines Drachens oder des Leviathan den stärksten der Götter, Marduk, getötet, oder aber Marduk war der Sieger und zerteilte Tiamat in zwei Hälften, unseren Himmel und unsere Erde, und schuf aus Tiamats Blut und aus Lehm die Menschen, wie es im Schöpfungsmythos »Enuma Elisch« niedergelegt ist. Oder aber sie kämpfen immer noch weiter, Jahr um Jahr...

Tierkreis
Entlang der Ekliptik wurden die meisten Sternbilder nach Tieren benannt, außer dem Zwilling, der Jungfrau, der Waage und dem Wassermann ( der Schütze ist ein Mischwesen), deshalb der Name Tierkreis. Die heutigen 12 Sternbilder haben sich in dieser Form erst seit der Antike durchgesetzt. Vorher sah man dort eine unterschiedliche Zahl von Sternbildern, von acht bis ca. 30, die zum Teil auch andere Namen trugen. In der Esoterik oder Astrologie hat der Tierkreis nur eine Bedeutung bei der Einteilung der Geschichte in Zeitalter (platonisches Jahr).

Tierkreiszeichen (1)
Oberbegriff für die im Volksmund Sternzeichen genannten Planetenkonstellationen. Die Astrologie kennt 12 Tierkreiszeichen: Widder (Aries), Stier (Taurus), Zwillinge (Gemini), Krebs (Cancer), Löwe (Leo), Jungfrau (Virgo), Waage (Libra), Skorpion (Scorpius), Schütze (Sagitarius), Steinbock (Capircornus), Wassermann (Aquarius) und Fische (Pisces).

Tierkreiszeichen (2)
Zwölf gleichgroße Abschnitte von jeweils 30 Grad, in die die Astrologie die Ekliptik einteilt. Die Abschnitte erhielten die Namen der Sternbilder, die in der Antike hinter ihnen zu sehen waren. Heute, nach 2000 Jahren, liegen andere Sternbilder hinter ihnen. Von manchen wird dies heute als Beweis für die Unrichtigkeit der Astrologie angeführt. Die Astrologen sind sich aber schon seit Jahrtausenden bewußt, dass sich die Tierkreiszeichen verschieben. Im Grunde ist dies ohne Bedeutung, denn der Charakter der Tierkreiszeichen leitet sich nicht von den Sternbildern her, sondern von ihrer Stellung im Jahreslauf. So erhält der Widder seinen aktiven, sprunghaften und energievollen Charakter dadurch, dass er das erste Frühlingszeichen ist. Unter seiner Herrschaft beginnt das Leben und der Wille, sich mit aller Kraft gegen den Winter aufzulehnen. Noch ist das Wetter sprunghaft, doch überall ist zu spüren, dass sich das Frühjahr durchsetzen wird. Entsprechendes gilt auch für die anderen Zeichen.
Die Tierkreiszeichen im einzelnen (zu bedenken ist natürlich, dass jeder Mensch in seinem Horoskop eine ganz persönliche Mischung von allen Zeichen und Planetenkräften hat und das erst das Zusammenspiel den individuellen Charakter ergibt):

Tischrücken
Seance ohne ausgesprochenes Medium. Die Gruppe sitzt im Kreis um einen Tisch. Die Hände liegen auf der Tischplatte und berühren die der Nachbarn. Nach einer Weile der Konzentration kann der Tisch anfangen sich zu bewegen - er "morst" dann die Antworten des beschworenen Geistes durch Klopfen. Meist bewegt sich der Tisch jedoch auf Grund unwillkürlicher Muskelbewegungen, und die Botschaften stammen nicht aus dem Jenseits, sondern entstammen dem Unbewußten der Anwesenden.

Totenbuch (tibetisch)
Im Gebiet des Himalaja entstand aus einer gegenseitigen Beeinflussung des Buddhismus (Buddha) und der ursprünglichen Bön-Religion der tibetische Buddhismus, auch Lamaismus (Lama) genannt. Eines der wichtigsten Bücher ist das Tibetische Totenbuch, das Bardo Thödol (tibetisch "Befreiung durch Hören im Zwischenzustand"), das in der Zeit vom 8. bis zum 14. jahrhundert entstand. Das Ziel jedes Wesens ist es nach buddhistischer Ansicht, den Kreislauf der Wiedergeburten zu beenden. Aber nur wenige Seelen können dies von sich aus erreichen. Das Totenbuch beschreibt nun, wie die Seele die vielen Illusionen des Lebensüberwinden kann. Jeder Gläubige soll es intensiv studieren, um sich auf die wichtigste Erfahrung, den Tod, vorzubereiten. Damit er sich im entscheidenden Moment daran erinnert, beginnt man, dem Sterbenden das Totenbuch vorzulesen, und setzt die Lesung bis zum 49. Tag nach dem Tod fort. So lange dauert es, bis die Seele endgültig den Körper verlassen hat und in einen neuen Leib eingekehrt ist.

Totenbuch (altägyptisch)
Auch die altägyptische Kultur verfügt über ein Totenbuch. Mit den großen Grabpyramiden ihrer Könige bei Gizeh hat sie dem Tod ein unvergleichliches Denkmal gesetzt und ihn so überwunden. Eine eigentliche Zusammenstellung ihrer Lehren im Sinne eines Buches kannten die Ägypter wahrscheinlich nicht. Die Texte, die von den Ägyptologen Totenbuch genannt werden, sind nur als kunstvolle Inschriften und Wandmalereien in ihren Gräbern enthalten. Im Gegensatz zu den Tibetern strebten die Ägypter nicht das Verlöschen der körperlich-seelischen Existenz an. Ihr Ziel war es, im Jenseits genauso weiterzuleben wie vorher, mit ihren Dienern, Freunden, mit ihren Hausstand und Besitz. Auch in ihrer Vorstellung gelang das jedoch nicht automatisch; es war vielmehr eine penible Einhaltung von bestimmten Ritualen nötig, damit die Seele den Körper verlassen konnte. Dann mußte ihr mit weiteren Ritualen geholfen werden, wenn im Jenseits ihre guten und bösen Taten gewogen wurden. Dies war die Aufgabe der bestattenden Priester.

Trance
Lateinisch: transitus (hinübergehen).
In Trance fallen, das ist der Übergang in einen anderen Bewußtseinszustand. Das kann durch Hypnose geschehen oder durch Tanz und rhythmische Musik. Im Spiritismus wird ein Medium dadurch offen für Einflüsse, die auf es ausgeübt werden. Diese Form der Trance ist bei Esoterikern verpönt, da sie es ablehnen, sich zum Spielball fremder Einflüsse machen zu lassen. In der Magie wird wie in vielen Naturreligionen (Schamanen) die Trance benutzt, um bewußt die Welt der Geister (= das Reich des persönlichen und allgemeinmenschlichen Unbewußten) zu bereisen und sich mit bestimmten Göttern zu vereinen.

Tränker, Heinrich (1880-1956)
Buchhändler und Sammler. Einige Jahre war er Leiter der 1922 gegründeten deutschen Rosenkreuzer, die auch als Pansophia (Pansophie) auftraten. Er gab verschiedene Bücher heraus und außerdem die Zeitschrift Pansophia.

Transit
Bildet ein laufender Planet einen Aspekt mit einem Planeten in einem Geburtshoroskop, spricht man von einem Transit. Aus ihm entnimmt der Astrologe Hinweise auf zukünftiges Geschehen. Die Wirkungsdauer hängt davon ab, wie schnell sich der transitierende Planet bewegt. Beim Mond dauert der Einfluß ungefähr zehn Stunden, bei den etwas langsameren Planeten Sonne (die Sonne ist eigentlich kein Planet, sondern ein Stern!), Merkur, Venus und Mars drei bis sechs Tage und bei Jupiter und Saturn etwa einen Monat. Uranus und Neptun können das Leben mehrere Monate beeinflussen, Pluto schließlich unter besonderen Umständen bis zu zwei Jahren.

Transpluto-Planeten
Manche Astrologen gehen davon aus, dass jenseits des Pluto noch weitere Planeten existieren und zeichnen sie sogar in Horoskope ein. Astronomen schließen mittlerweile weitere Planeten aus, allerdings hat man vor kurzem einen Ring von mehr als 10000 kleinen Körpern entdeckt, aus dem die Kometen mit kurzer Umlaufzeit kommen sollen. Vermutlich ist Pluto nur der größte in diesem dichten Ring von Fels- und Eisblöcken. Astrologisch haben diese Körper (außer Pluto) keine Bedeutung.

Transsaturniker
Sammelbezeichnung für die in den letzten zwei Jahrhunderten neu entdeckten drei Planeten Uranus, Neptun und Pluto, die alle jeseits (=trans) des Saturn ihre Bahn um die Sonne ziehen. Sie bringen den Menschen in Kontakt mit den großen Strömungen der Zeit und können ihn über die Grenzen seiner persönlichen, privaten Existenz hinausführen.

Traum
Ob er sich erinnert oder nicht, jeder Mensch durchreist jede Nacht im Traum die Welten seines Unbewußten. Ungefähr 90 Minuten nach dem Einschlafen beginnt die erste sogenannte REM-Phase, ca. vier weitere folgen im Abstand von ungefähr 90 Minuten. REM ist die Abkürzung von (englisch) rapid eye movement = schnelle Augenbewegung. Wissenschaftler haben festgestellt, dass sich  Menschen fast immer an ihre Träume erinnern, wenn man sie weckt, kurz nachdem die schnelle Augenbewegungen enden. Gewöhnlich spiegeln die Träume Erinnerungen an das wache Leben wieder und versuchen, den Menschen in sein seelisches Gleichgewicht zurückzubringen. Unbewußte Hoffnungen, Wünsche oder Ängste werden dabei ausgelebt. Da der Traum die direkteste Verbindung zum Unterbewußten ist, ist seine Deutung für den Esoteriker besonders wichtig. Für die Ureinwohner Australiens ist die Traumzeit sogar wichtiger als das wache Leben, da ja unsere ganze menschliche Welt letztlich aus einer Welt des Geistes entsteht. Wie wichtig das Träumen für uns tatsächlich ist, zeigt die Tatsache, dass kein Mensch eine längere Zeit des Traumentzugs überleben kann.

Traumdeutung
siehe Traum

Träumen, luzides
Unter luzides Träumen versteht man die erlernbare Fähigkeit, sich im Traum bewußt zu werden, dass man träumt, also quasi im Schlaf wach werden. Ganz bewußt kann man dann seine Träume durchleben, die Landschaften der Seele erforschen oder seine Traumgestalten um Rat fragen und damit das Traumgeschehen mitgestalten.

Trimurti
indische Götterdreiheit (Drei)

Triquetra
Beim Triquetra symbolisieren die ineinander verschlungenen Kreise Leben, Tod und Wiedergeburt, die drei Kräfte der Natur Erde, Luft und Wasser.
Der innere Kreis repräsentiert das weibliche Element und die Fruchtbarkeit.