Salemhexen
Im Jahre 1662 fanden in dem Ort Salem in Massachusetts Hexenverfolgungen statt, in deren Verlauf 34 Menschen wegen Hexerei zum Tode am Galgen verurteilt wurden. Diese Hexenverfolgungen sind deswegen interessant, weil es in der neueren Hexenbewegung (Hexerei) häufig Hexen und Hexenmeister gab und gibt, die sich darauf berufen, Nachfahren der S. zu sein.
Sanskrit
Alte Sprache der heiligen Bücher der Inder.
Satan
Satan (hebräisch "Gegner" oder "Feind") gilt als die Verkörperung des Bösen schlechthin. Das heutige Satansbild hat seine Ursprünge vor allem in der jüdischen und christlichen Religion. Im Buch "Hiob" im Alten Testament ist S. eine Art himmlischer Staatsanwalt, der dem Menschen seine Sünden vorhält. An anderen Stellen ist S. auch der Engel, der das Schwert des Todes führt. Im Neuen Testament erhält er die Beinamen "der Versucher, der Verleumder, der Feind, der Lügner und Engel des Höllenschlunds". Er versucht Jesus während seines vierzigtägigen Fastens in der Wüste und bietet ihm die Herrschaft über die Welt an, wenn dieser vor ihm auf die Knie falle und ihn verehre. In der Bibel findet sich nichts darüber, wie S. entstand, er ist einfach ein Teil der Schöpfung. Genausowenig ist es ersichtlich, warum Gott S. schuf. Später erfolgte oft eine Gleichsetzung S.s mit dem "gefallenen Engel" Luzifer, doch kann sich diese Geschichte nicht auf die Bibel berufen. Die Zeit des S.s auf der Erde ist begrenzt, denn der Messias wird ihn der Prophezeiung nach bei seiner Wiederkunft endgültig besiegen. In der "Offenbarung des Johannes" (Apokalypse), dem letzten Buch des Neuen Testaments, steht, daß Christus am Ende aller Tage die Herrschaft des S.s beenden wird. Die Idee des Dualismus, des Widerparts von bösem und gutem Gott, gab es außer im Juden- und Christentum auch in der Religion des Zarathustra. Die Gestalt und die Idee des christlichen S.s erhielt außerdem auch schon viele Attribute vom ägyptischen Gott Seth und dem griechischen Gott Pan. In der Gnosis wurde die Idee der Existenz des S.s weiter und detaillierter ausgearbeitet. Später wurde beispielsweise den Tempelrittern vorgeworfen, daß sie S. in der Gestalt des Baphomet verehrt hätten. Im 18. und 19. Jahrhundert erhielt S. so etwas wie eine philosophische Ausdeutung. Er stand für die Rebellion gegen staatliche und kirchliche Einflüsse in der Gesellschaft, die zunehmend als einschränkend empfunden wurden. So schrieb z. B. der russische Schriftsteller und Begründer des Anarchismus, Michael Bakunin (1814-1876), daß S. der Gott der Anarchisten sei, da er freie Rede und freies Denken symbolisiere. Diese Geisteshaltung hatte auch Auswirkungen auf die Literatur, Poesie und Musik. Es wurde etwas geschaffen, was man mit "Schwarzer Romantik" bezeichnet. Vertreter dieser Richtung sind z. B. die Dichter Charles Baudelaire (1821-1867) und Gerard de Nerval ( 1808-1855). Musikalisch zeigt sich dieser Einfluß etwa in Hector Berlioz (1803-1869) "Phantastischer Symphonie", wo ein Satz musikalisch einen Hexensabbath mit dem Teufel schildert. In der heutigen Zeit setzen viele Anhänger der Hexerei (oder auch Wicca) den S. mit den schöpferischen Kräften der Natur, vor allem der Sexualität, gleich. Allerdings benutzen die Anhänger der Hexerei oder Wicca nicht das Bild, dass den meisten Christen vorschwebt, sondern gehen auf das alte Bild des griechischen Pan, oder des keltischen Cerunnos zurück. Sie verehren das urmännliche in Form des gehörnten Gottes. (Die Christen gaben ihrem Satan das Aussehen des heidnischen Gehörnten, um die Heiden anzuschwärzen.)
Satanismus
Bezeichnung für die Verehrung des Satans. Satanisten sehen ihn als den höchsten Gott und den Herrscher der Welt an, der seinen Anhängern Macht und Reichtum verleihen soll. Außerdem steht der S. für Freiheit von moralischen und ethischen Beschränkungen, die ausschließlich als Eingrenzungen empfunden werden. Satanisten lehnen sowohl Reue- als auch Schuldgefühle ab. Die Befreiung, die sie anstreben, bezieht sich auf die Sexualität, die sie in unserer christlichen Kultur als unterdrückt ansehen. Heute gibt es einerseits den organisierten S., der sich in Gruppen wie der Kirche des Satans und den Tempel des Set zeigt. Außerdem gibt es noch eine weitere Form des S., die man als Teil der sogenannten Jugendkultur bezeichnen kann. Hierbei gehört in der Regel eine bestimmte Musikrichtung (z.B. Death Metal) dazu. Die Jugendlichen kleiden sich vornehmlich in Schwarz und versuchen, sich ein morbides Aussehen zu geben. Die Jugendlichen wollen damit ihre eigene Identität finden und lehnen eben deshalb vieles aus der Welt der Erwachsenen ab, die sie gleichzeitig mit ihrem Verhalten provozieren wollen. Ein anderer Teil der Jugendlichen gerät, bedingt durch seine Lebens- und Arbeitsbedingungen an den S. Der S. oder das, was sie dafür halten, verspricht ihnen Macht und Abwechslung für ihren monotonen Alltag; sie feiern Parties auf Friedhöfen oder versuchen sich in selbstgeschaffenen Teufelsbeschwörungen und Ritualen. Bei der überwiegenden Mehrheit der Jugendlichen legt sich diese Satanismusphase nach ein paar Jahren; mit dem organisierten S. hat sie eher wenig zu tun. Sicherlich dient der S. auch einigen psychisch gestörten Menschen dazu, ihre kriminellen und perversen Triebe auszuleben. Die Führungsakademie des amerikanischen FBI in Quantico hat eine Studie über sogenannte Kultverbrechen erarbeitet, die mit S. in Verbindung stehen sollen. Sie kommt darin zu dem Schluß, daß fast alle Anschuldigungen auf Verleumdungen beruhen, oder ganz einfach von Journalisten erfunden wurden. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch, daß die Polizei der amerikanischen Stadt San Francisco die Abteilung aufgelöst hat, die sich mit satanistischen Kultverbrechen beschäftigen sollte. Ein anderes sicherlich nicht zu unterschätzendes Problem stellen jedoch die Jugendlichen dar, die über eine sehr instabile Psyche und Gefühlslage verfügen. Bei ihnen kann die Beschäftigung mit S. Ängste hervorrufen, bzw. auch eine bereits unterschwellig vorhandene Psychose offenbar machen, die sogar zu Selbstmordfantasien und Selbstmorden führen kann. Die Experten streiten darum, ob in diesen Fällen für den Ausbruch der Psychose die Beschäftigung mit dem S. wirklich ausschlaggebend war oder ob sie nicht in jedem Falle ausgebrochen wäre. Für den Jugendlichen mit dieser Problematik bringt dieser Streit jedoch nichts, er braucht die Hilfe von Psychotherapeuten und Psychiatern.
Erweiternd möchte ich noch hinzufügen:
Nach meiner Erfahrung kann man den Satanismus in sozusagen zwei Richtungen aufteilen: 1. Die radikalen Satanisten die sich und ihren Glauben (an Satan) dadurch profilieren, dass sie christliche Werte, Rituale, etc. "umdrehen" und leben wie im Artikel oben schon angesprochen. Allerdings gibt es 2. die "Freiheitssatanisten" die zwar mir der religiösen Idiologie das Satanismus nur wenig zu tun haben, aber dennoch ihre selbstdefinierten "Freiheitsrechte" mit den Anti-Thesen der Christen belegen, und damit der Begriff "Satan" eine Idolfigur für sie darstellt, sozusagen als erster Revoluzer gegen dogmatische Werte. Trotzdem fallen sie unter den Begriff des Satanismus, denn eben ihre Selbstdefinierung läuft, zwar auf einer nur partiell religiösen Ebene, aber dennoch über das Bild Satans das die Christen als "Wertebrecher" schufen, und die Satanisten als "Befreier" verehren.
Saturn (Gott)
Römischer Gott des Ackerbaus und der Bergleute. Mit seiner Gemahlin Ops, der Göttin von Aussaat und Ernte, hatte er einen Sohn, Jupiter, der ihm schließlich die Herrschaft raubte. Die Periode seiner Herrschaft wird als goldenes Zeitalter bezeichnet, in dem alle Menschen friedlich und in Reichtum miteinander lebten. Im dankbaren Andenken an diese Zeit feierten die Römer jedes Jahr ein ausgelassenes Fest, die Saturnalien. Für die Festtage gab es keine Herren und Knechte. Unser Karneval geht auf dieses Fest zurück.
Saturn (Planet)
Saturn galt in der Astrologie eine Zeitlang als großer Übeltäter. Heute schätzt man ihn wieder als den Planeten, der Erfahrung schenkt und Einsicht in den Lauf des Lebens gibt. Er zeigt aber auch Grenzen auf und konfrontiert mit dem Unausweichlichen. Die Tierkreiszeichen Steinbock und Wassermann sind ihm zugeordnet.
Schamanen
Geistige Führer und Heiler der nordasiatischen Stämme. Sie tragen die Verantwortung für die seelische und körperliche Verfassung der Stammesmitglieder. Bei Problemen kennen sie die Rituale, mit denen Kontakt mit der Geisterwelt aufgenommen werden kann. Auf ihrer Geisterreise erfahren sie, wo die Harmonie gestört ist und wie Heilung erreicht werden kann. Ihre Praktiken und Aufgaben gleichen denen afrikanischer und indianischer Medizinmänner. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat schon vor Jahren anerkannt, daß die Heilrituale, an denen der ganze Stamm teilnimmt und bei denen auch Drogen eine große Rolle spielen, von gleicher Wirksamkeit wie die Schulmedizin sind. Mittlerweile machen überall auf der Welt Pharmakologen eine Bestandsaufnahme der verwendeten Drogen, um sie auch unserer Medizin zugänglich zu machen. Ein berühmtes Ergebnis dieser Forschung ist die Antibabypille. Niemand kann sich entschließen, Sch. zu werden, man muß von Geburt dazu bestimmt sein und vom alten Sch. und vom Stamm dazu bestimmt werden. Oft wählte man Menschen, die bei uns als psychisch krank gelten würden. Die Ausbildung ist umfangreich, beginnt als Kind und dauert 30 Jahre. Bei uns in letzter Zeit oft angebotene Kurse, die eine Ausbildung an einigen Wochenenden versprechen, mögen auf interessante Weise exotische Bedürfnisse befriedigen, haben aber nichts mit Schamanismus zu tun.
Der Schamanismus ist bei den Naturvölkern über den ganzen Erdball anzutreffen.
Schamanen sind zugleich Medizinmänner, Priester, Zauberer und Seelenführer ins Totenreich.
Als Medizinmann ist der Schamane zuständig für die Behandlung aller Erkrankungen in seiner Umgebung, seien es Fälle körperlicher Beeinträchtigungen oder seelische Störungen.
Als Zauberer benötigt der Schamane hellsichtige Fähigkeiten, um z.B. verlorene Gegenstände oder verirrte oder verschwundene Menschen oder Vieh wiederzufinden.
In Todesfällen schließlich hat der Schamane als kundiger Führer im Totenreich sicherzustellen, daß der Verstorbene das Jenseits, sicher und ohne Schaden zu nehmen,
erreicht.
siehe Schamanen
Scheiben
Eine der vier Farben im Tarot. Sie sind dem Element Erde zugeordnet. Sie gelten wie die Kelche als weibliche Symbole.
Schlange
Gilt in fast allen Kulturen außer der christlichen und jüdischen als weises, göttliches Tier, da sie mit ihrem ganzen Körper ständig Mutter Erde berührt. Als Kundalinischlange (Kundalini), die sich um das Rückgrat schlingt, steht sie für die Lebensenergie. Die negative Bewertung der christlichen und jüdischen Religion entspringt der Verbindung der Sch. mit dem Weiblichen und der Sexualenergie. Bei Hexen und Magiern genießt sie bis heute hohes Ansehen. Bei den Chinesen ist die Sch. das sechste Zeichen und verleiht besondere Weisheit. Ouroboros ist die Schlange, die sich in den Schwanz beißt. Sie steht für die Ewigkeit.
Schneiderfranken, Joseph Anton
siehe Bo Yin Ra
Schnittpunkt
Die exakte Mitte der Distanz zweier Planeten. Wird auch als Halbdistanzpunkt bezeichnet.
Scholem, Gershom (1897-1923)
Ein in Israel lebender Philosoph, der wichtige Bücher zur Kabbalah geschrieben hat (u. a.: Von der mystischen Gestalt der Gottheit; Zur Kabbalah und ihrer Symbolik). Seit Jahrhunderten war er der erste, der in unserer Zeit wieder eine Professur für jüdische Mystik und Kabbalah an einer Universität innehatte.
Schreiben, automatisches
Schreiben eines Menschen, der sich in Trance befindet. Manche vertreten die Ansicht, daß beim a. Sch. ein Geist (z. B. der eines Toten) dem Schreiber die Feder führt. Andere meinen, daß in der Trance der Schreiber Zugang zu seinem Unterbewußtsein hat und die von ihm geschaffenen Texte dort ihren Ursprung haben.
Schu
Ägyptischer Gott der Luft, außerdem Ehemann und Bruder der Tefnut.
Schwarze Magie
Begriff, der sich im Laufe der Zeit verändert hat. Ursprünglich unterschied man lange dahingehend, daß der weiße Magier den christlichen Gott und seine Engel anruft, der schwarze aber heidnische Götter, also Teufel und Dämonen. Das Ziel oder die bei der Operation gebrauchten Mittel waren dabei unwesentlich. So sind "weißmagische" Rituale christlicher Mönche überliefert, bei denen das Blut frisch getöteter Juden gebraucht wurde. Ein jüdischer Magier hingegen, der mit kabbalistischen Mitteln (Kabbalah) seine Familie schützen wollte, war im Mittelalter selbstverständlich ein Schwarzmagier. Heute unterscheidet man die weiße von der schwarzen Magie vor allem durch die Mittel und Ziele. Achtung vor dem freien Willen des Mitmenschen und der Wunsch zu helfen zeichnen die weiße, Willen zur Macht ohne Rücksichtnahme die schwarze Magie aus. Die Magie an sich ist farblos, oder kunterbunt, wie man will, jedoch gibt erst der Anwender der Magie ihre "Farbe".
Schwarze Messe
Das Hauptritual des Satanismus. Die sch. M. stellt eine Art Parodie auf eine römisch-katholische Messe dar. So wird das Kreuz auf den Kopf gestellt, die Gebete verändert (z.B. "Satan unser. . ." statt "Vater unser"), oder Gebete werden rückwärts gebetet, Hostien, die vornehmlich aus einer katholischen Messe stammen sollen, werden entweiht; es wird einfach alles geschmäht, was in der katholischen Messe heilig ist. Oft dient auch eine nackte Frau als Altar und nicht selten sollen sch. M.n in sexuellen Orgien enden. Es scheint so, daß die sch. M. oft nur ein Vorwand für letzteres ist. Die bekannteste Form der sch. M. dürfte heute die sein, die von der Kirche des Satans praktiziert wird. In den Anfängen dessen, was man heute unter Satanismus versteht (im 19. Jahrhundert vor allem), wurde großer Wert darauf gelegt, daß die sch. M. von einem geweihten, katholischen Priester zelebriert wurde, der aber dem Christentum abgeschworen haben mußte. Von einem anderen gefeiert, habe sie keine Wirkung. In den siebziger und achtziger Jahren dieses Jahrhunderts haben die Künstler, die unter dem Namen " Wiener Aktionisten" bekannt geworden sind (Josef Dvorak, Werner Nitsch, Otto Mühl etc.), sogenannte Kunsthappenings veranstaltet, die oft von sch. M.n beeinflußt waren.
Fälschlicherweise werden auch die Jesiden (oder Jezidis) oft als Satanisten oder Teufelsanbeter angesehen. In Wahrheit handelt es sich bei ihnen jedoch um einen kurdischen Volksstamm, der im Grenzgebiet der Türkei, des Irans, des Irak und Syriens lebt. Sie hängen einer Lehre an, die eine Mischung aus sogenanntem Heidentum, vorislamisch-arabischer, christlicher und islamischer Religion ist. Da ihre islamischen Nachbarn sie als "Teufelsanbeter" bezeichneten, gerieten sie bei einigen Uniformierten in den Ruf, Satanisten zu sein.
Schwerter
Eine der vier Farben im Tarot. Sch. sind der Luft zugeordnet und wie die Stäbe männlich. In manchen Theorien über das Tarot sind die Elemente von Stäben und Sch. vertauscht.
Scientology
Eine von Ron Hubbard gegründete Gemeinschaft. Sie versteht sich selbst als Kirche, die wissenschaftliche Mittel (es handelt sich dabei letztlich um eine Art Lügendetektor) zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit bereitstellt. Da die Mitgliedschaft außerordentlich kostspielig ist, tauchte wohl zurecht der Verdacht auf, daß es sich mehr um einen Verein zur Beschaffung von Geld handelt.
Scientology steht auch in dem Verdacht, Gehirnwäsche bei den Mitgliedern einzusetzen, um diese zu kontrollieren, weiterhin Geld einzuzahlen um "clear" zu werden. Der Aufstieg ist streng Hierarchisch gegliedert. Ob die versprochenen Heilerfolge wirklich mit den angewendeten Mitteln erreicht werden, ist zweifelhaft!
Scorpio
Lateinischer Name des achten Tierkreiszeichens Skorpion.
Scrying
Die Weissagung mit Hilfsmitteln wie Flammen, Glas- oder Kristallkugeln, Wasser etc.
Seance
Spiritistische Sitzung. Eine Gruppe von Menschen versammelt sich in einem abgedunkelten Raum im Kreis um einen Tisch, faßt sich bei den Händen und versucht, mit ihrer Energie und Konzentration ein anwesendes Medium zu unterstützen. Ziel einer S. ist es, einen Geist zu beschwören, um Informationen über das Jenseits oder sonstige Weisheiten zu erhalten. Die Ergebnisse aller Sitzungen, die bekannt wurden, sind von erstaunlicher Einfalt und geben nur oberflächliches esoterisches Alltagswissen wieder.
Sechs
Mindestens seit Pythagoras gilt die Zahl als günstig, da sie Vollkommenheit symbolisiert. In der Bibel schuf Gott die Welt an sechs Tagen, den Menschen am sechsten, am siebten ruhte er. Die Sage erzählt, daß König Salomo mit dem sechsstrahligen, aus zwei Dreiecken zusammengesetzten Stern (Hexagramm) Geister in Flaschen bannen konnte.
6. und 7. Buch Mose
Zauberbuch, von dem seit dem Ende des 18. Jahrhunderts verschiedene Versionen erfunden wurden, oft von Buchhändlern, die sich ein gutes Geschäft versprachen. Sie enthalten Elemente bäuerlichen Aberglaubens, falsch verstandene Zaubersprüche und -heilmittel, zum Beispiel gegen Schluckauf und Alpträume. Natürlich fehlen auch nicht Anleitungen zum Finden eines Schatzes.
666
Die Zahl des Teufels in der Offenbarung des Johannes. Wird oft von Satanisten benutzt, um die Bibel und das Christentum anzugreifen.
Die Christen STAHLEN diese Zahl lediglich von einem damaligen Konkurrenzkult (Mitraskult) um diesen in den Dreck zu ziehen. Im Mitraskult galt die Zahl 666 als die Summe des magischen Quadrats, dem Zeichen Mitras, als heilig (Magische Quadrate).
Seele
Das Lebensprinzip oder der göttliche Funke, der nach esoterischer Sicht in allen Wesen, selbstverständlich auch in den Tieren vorhanden ist.
Seelenwanderung
N ach esoterischer Vorstellung bewohnt die Seele ihren Körper nur auf Zeit. Wenn er stirbt, verläßt sie ihn und sucht sich einen neuen. Normalerweise sucht sie sich einen menschlichen oder auch tierischen Embryo ohne Seele und geht wieder auf die Reise durch ein neues eben (nach dem Glauben der Theosophie und Anthroposophie kann eine menschliche Seele nur wieder einen menschlichen Körper aufsuchen). Der jüdischen Mystik nach kann es aber auch geschehen, dass eine Seele in einen schon bewohnten Körper eindringt und ein Dibbuk entsteht. So ein Mensch gilt dann als besessen. Diese Vorstellung haben die Christen übernommen.
Sekten
Im Juden- und Christentum entstandene Bezeichnung mit abwertendem Beigeschmack. Kleine Gruppen werden so genannt, deren religiöse Anschauungen von der der Mehrheit abweichen. So waren die Christen in den ersten Jahrhunderten eine jüdische S. Als sie zahlreich geworden waren und die Gunst des römischen Kaiserhauses genossen, begannen sie ihrerseits, kleinere Gruppen, zunächst die gnostischen Kirchen (Gnosis), als S. zu verfolgen. Mit dem Begriff S. werden aber auch religiöse Gemeinschaften bezeichnet, die sich von der Umgebung abkapseln, ihren Mitgliedern absoluten Gehorsam abverlangen und das eigene Denken verbieten.
Aus dieser Definition heraus, muss man sagen, dass die christliche Kirche, ja sogar die meisten Religionen den Sektenstatus NIE verlassen haben, sondern lediglich zu einer religiösen Gemeinschaft mutiert sind.
Sensitive Punkte
Punkte auf der Ekliptik, die durch verschiedene Berechnungen gefunden werden und an denen keine wirklichen Planeten stehen. Beispiele sind der Glückspunkt und die Mondknoten.
Die sensitiven Punkte sind errechnete Punkte. Vom Aszendenten aus werden die Gradzahlen von bestimmten Planeten zu- oder abgezählt. Das System der sensitiven Punkte wurde vor allem in den arabischen Kulturen von den Astrologen entwickelt und angewendet.
Der bekannsteste sensitive Punkt ist der Glückspunkt.
Berechnung des Glückspunktes:
Aszendent + Mond - Sonne für eine Taggeburt*
Aszendent + Sonne - Mond für eine Nachtgeburt*
*Taggeburt: von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang
Beispiel
Aszendent 25° fische, Sonne 8° Waage, Mond 6° Widder, Taggeburt
Umrechnung in Kreisgrade vom Widderpunkt (0° Widder) aus:
Fische ist das 12. Zeichen => 25° Fische = 11*30° + 25° = 355°
Waage ist das 7. Zeichen => 8° Waage = 6*30° + 8 ° = 188°
Widder ist das 1. Zeichen => 6° Widder = 6°
Aszendent + Mond - Sonne = 355° + 6° - 188 = 173 = 23° Jungfrau
Der Glückspunkt für dieses Beispiel steht auf 23° Jungfrau
Sepher Jetzirah
Hebräisch für "Buch der Schöpfung", das älteste überlieferte Buch der Kabbalah (unbestimmten Alters). Die Legende glaubt, es gehe auf die Zeit Moses zurück. Inhaltlich verweist es auf die ersten Jahrhunderte n. Chr. Das S. J. bildet eine der Grundlagen der Kabbalah. In ihm wird die mystische Bedeutung der 22 hebräischen Buchstaben erklärt.
Sephirot
siehe Kabbala
Ausfürhliches zur Kabbala
Seth (1)
Nach dem alten Testament der dritte Sohn von Adam und Eva. Ihm wird die Erfindung der Astrologie zugesprochen.
Seth (2)
Ägyptischer Gott, Bruder des Osiris.
Die meisten Texte heutzutage, die Seth beschreiben, schildern ihn als einen bösen Gott. Er wurde von den alten Ägyptern zunehmend angefeindet und abgedrängt. Wir werden weiter unten zu einer etwas bewertungsfreieren Sichtweise gelangen.
Was jedoch sicher ist: Seth bleibt auf eine gewisse Weise nicht bestimmbar. Das lässt sich aus seinem Wesen erklären. Häufige Beiworte beschreiben ihn als einen starken Gott, "groß an Kraft".
Seine Kraft entlädt sich im Kampf und in Naturgewalten: "Seth wütet". Seine Kraft zeigt sich nicht nur "körperlich", sondern er gilt als jemand der reich an Zauberkraft wirkt.
Seth wurde mit Typhon (bzw. Apophis) gleichgesetzt, mit der furchtbaren Kraft und dem schrecklichen Gebrüll. Seine Gewalt wurde weiterhin angerufen, um zu zerstören. Er wurde aufgefordert "wider Recht und Unrecht zu handeln". Seth ist ein Gott, der sich trotz aller gegen ihn gerichteten Gewalt wieder erhebt. Er kann nicht getötet werden.
Um eine bestehende Ordnung zu verändern, muss sie zerstört werden. Auch dafür steht Seth. Er wird also dazu aufgerufen, außerhalb von Recht und Unrecht zu handeln. Gesetze müssen sich ändern, Ordnungen sich neu strukturieren, um den veränderten Lebensbedingungen der Menschen angepasst zu werden.
Daher wird Seth niemals sterben, denn er ist auch als chaotische und zerstörerische Kraft notwendig für das weitere Fortbestehen der Welt.
siehe weitere Infos über Seth
Sexualmagie
siehe Tantra
Shamballa
Mystischer Ort der indischen Sagenwelt, angeblich Sitz der geheimen Meister. Manche westlichen Okkultisten, vor allem Theosophen (Theosophie) glauben, dass er wirklich irgendwo in der Wüste Gobi existiert. So wurden sogar Expeditionen unternommen, um das sagenhafte S. zu suchen (Blavatzky, Bailey, Geheime Obere).
Shiatsu
Japanisch: Shi (Finger) und Atsu (Druck).
Gemeint ist eine sanfte Druckpunkt-Therapie mit den Fingerspitzen. Der Unterschied zwischen Akupressur und Shiatsu, Akupressur spricht gezielt einzelne Krankheitssymptome an, Shiatsu aktiviert die Selbstheilungskräfte des ganzen Menschen, wirkt anregend oder dämpfend, jedenfalls harmonisierend auf den Energiehaushalt.
Shintoismus
Von japanisch shinto: Weg der Götter. Die nationale Religion der Japaner, die einzige lebende Religion, deren Obergottheit Amaterasu - weiblich ist. Polytheistische Religion mit einer Vielzahl (bis zu 8 Millionen) von Göttern, Göttinnen und Geistern (Kami), der shintoistische Kult besteht in erster Linie in deren Verehrung und Besänftigung. Er stammt bereits aus vorgeschichtlicher Zeit und erhielt seinen Namen im 6. Jahrhundert, um ihn von den aus China und Korea eindringenden Religionen wie Buddhismus oder Taoismus zu unterscheiden. Ab dem 8. Jahrhundert wurden Buddhismus und Shintoismus verwoben, und wie der Buddhismus kennt der Shintoismus zahlreiche Höllen. Ab dem 13. Jahrhundert wurde die nationale Tradition neu belebt. Bis heute dient die Abstammung der Japaner von der Sonne als Legitimation, u. a. auch der Kaiserfamilie, auch wenn seit 1945 der Shintoismus nicht mehr Staatsreligion ist.
Shiva
(Sanskrit: der Freundliche, Gütige), gehört mit Brahma und Vishnu zur höchsten indischen Götter-Dreiheit. Er wird oft in sexueller Vereinigung mit seiner Frau Shakti (Sanskrit: Macht, Kraft) dargestellt. Als Shiva-Nataradja ist er der tanzende Herr des Universums, als Mahadeva der Gott des Yoga. Grundsätzlich ist er der Gott der Zerstörung und Auflösung. Der beliebteste der indischen Götter wird von seinen Anhängern durch das Rauchen von Haschisch (Hanf) verehrt.
Sibylle
Name der weisen und wahrsagenden Frauen des Altertums. Die berühmteste unter ihnen war die S. von Cumae. Ihre Weissagungen wurden aufgeschrieben und in Rom aufbewahrt. In Zeiten der Not befragte sie sogar der Senat um Rat. Ihre Bücher sind bis heute in Bruchstücken erhalten. Allerdings wurden sie von den frühen Christen verfälscht, die hofften, auf diese Weise politischen Einfluß zu erlangen.
Sieben
Steht in der Mythologie für Vollendung und Weisheit, aber auch neutral für eine volle Anzahl. In ihr vereinigt sich der Geist mit der Materie (3+4 ). Die Woche hat sieben Tage, sieben Planeten - den Wochentagen zugeordnet - waren den Alten bekannt. Jede Mondphase dauert sieben Tage, und genauso lange brauchte der Gott des alten Testaments zur Erschaffung der Welt. Auch in Sagen und Märchen ist die Sieben häufig anzutreffen: die sieben Schwaben, Schwäne, Zwerge etc.
Siegel Salomos
Hexagramm, in Indien das Zeichen des Gottes Vishnu.
Sigillenmagie
siehe Spare, Austin Osman
Smaragdene Tafel
siehe Tabula smaragdina
Solarhoroskop
Für den Moment, in dem die Sonne im Tierkreis genau dieselbe Stellung wieder erreicht, die sie im Moment der Geburt hatte, wird für das Geburtstagskind ein neues Horoskop berechnet, und zwar für den Ort, an dem der Geburtstag verbracht wird. Aus dem Vergleich mit dem Geburtshoroskop entnimmt der Astrologe Hinweise auf seelische und äußere Entwicklungen im kommenden Lebensjahr.
Sonne
Der Stern, um den die Erde und die anderen Planeten unseres Systems kreisen. Die Sonne ist einer von etwa 100 Milliarden Sternen, die unsere Milchstraße formen, die wiederum nur eine von ungefähr 100 Milliarden Galaxien ist. Sie ist ein absolut durchschnittlicher Stern am Rande eines abgelegenen äußeren Spiralarms unserer Milchstraße. Für das Leben auf der Erde ist sie aber von zentraler Bedeutung. Alle Kraft und Energie kommt letztlich von ihr. Auch gliedert sie unser Leben durch Auf- und Untergang in Tage und durch ihren scheinbaren Lauf am Himmel in Jahre. Schon früh erkannten die Menschen ihre wichtige Bedeutung und brachten ihr göttliche Verehrung entgegen. In der Astrologie steht die Sonne für Lebenskraft, Willen und das männliche Prinzip. Sie beherrscht das Tierkreiszeichen Löwe.
Spare, Austin Osman (1886-1956)
Englischer Maler, Zeichner, Grafiker und Schriftsteller. S. hatte bereits in seiner Kindheit mit dem Zeichnen und Malen begonnen, und er erhielt schon als Sechzehnjähriger eine Auszeichnung des Royal College of Art (Königliches Kollegium der Kunst) . 1904 erschien sein erstes Buch "Earth Inferno" (Inferno Erde). Bis zum Jahre 1927 erschien dann noch eine Reihe anderer Bücher, wobei "The Book of Pleasure" (Das Buch der Freude), "The Focus of Life" (Der Brennpunkt des Lebens) und "The Anathema of Zos" (Das Anathema von Zos) zu seinen wichtigsten zählen. Während des I. Weltkrieges wurde der zur Armee eingezogene Spare offizieller Kriegsmaler. So befinden sich einige der Bilder aus dieser Zeit heute im Imperial War Museum (Imperiales Kriegsmuseum) in London. Bereits recht früh hatte S. begonnen, sich mit Magie zu beschäftigen. So behauptete er, bereits als siebenjähriger Junge von einer Mrs. Patterson in die Hexerei eingeführt worden zu sein. Mrs. Patterson war eine Wahrsagerin, die S. erzählt haben soll, daß sie von den sogenannten Salem Hexen abstamme. 1910 wurde er Mitglied in Crowleys A. A. und 1911 im Ordo Templi Orientis. Im A. A. lautete sein magischer Name Yihoveaum. S. schuf auch einige Bilder, die in der von Crowley publizierten Buchreihe "The Equinox" veröffentlicht wurden. Die Verbindung mit Crowley dauerte aber nicht lange, und bald trennten sich ihre Wege. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte S. in selbstgewählter Einsamkeit und Armut in London. Er verdiente sein Geld teilweise dadurch, daß er die Gäste in Londoner Kneipen porträtierte. Die Bedeutung S.'s für die Magie zeichnet sich eigentlich erst seit den achtziger Jahren ab. Dies ist vor allem ein Verdienst Kenneth Grants, der S.'s Nachlaßverwalter war, und des IOT, der für sich in Anspruch nimmt, der magische Erbe S.'s zu sein. Die Faszination, die vom Werk S.'s ausgeht, liegt zum großen Teil in seinem künstlerischen Schaffen und zum anderen Teil in den von ihm entwickelten Theorien. S.'s Magie enthält so gut wie keine religiösen oder mystischen Ideologien, was ihn für viele nur an Magie interessierte Menschen am Ende des 20. Jahrhunderts attraktiv macht. Für S. hat das magische Handeln Vorrang, alles andere ist nebensächlich (magischer Pragmatismus). Glaube und Verlangen sind zwei Hauptbegriffe aus seinen Lehren. Verlangen ist für ihn die Kraft, die allen Wünschen und Aktivitäten zugrundeliegt. Dieses Verlangen, das im eigentlichen Sinne ohne Inhalt ist, möchte sich ausdrücken und schafft deshalb Bilder von Wünschen und Wirklichkeiten. Die Inhalte dieser Bilder nennt S. Glauben. Aus dieser Zweiteilung entsteht die Welt. Glaube und Verlangen treffen sich nach S. in einem Punkt, den er "Kia" nennt. Kia ist das Selbst, welches noch keine Form hat. Es ist der innerste Punkt, von dem die Lebenskraft ausgeht. Kia kann weder direkt verstanden noch wahrgenommen werden, da es der Ausgangspunkt aller empfindenden und reflektierenden Vorgänge ist. Dem Kia entgegengesetzt ist as "ZOS". Dies ist das Ich, welches sich verwirklicht hat. Es stellt alle Erfahrungen dar und beinhaltet sogar auch die, die die Menschen in ihrer Entwicklung vom Einzeller hin bis zum Menschen gemacht haben. Zos ist die Ursache des Seins und gleichzeitig alles Existierende. Da S. an die Wiedergeburt glaubte, vertrat er die Ansicht, daß es möglich sei, daß der Mensch alle Zustände seiner vorherigen Existenz erfahren könne, er also sein Kia in einem Gesamtzusammenhang erleben könne. Dazu entwickelte er Techniken, die es möglich machen sollen, daß man sogenannte Atavismen erfährt, d.h. daß der Mensch erlebt, wie er z. B. als Einzeller, Reptil oder Tier empfunden hat. Dies soll jeden einzelnen zu einem tieferen Verständnis seiner selbst führen. Für S. war eine praktische Konsequenz seiner Erfahrungen mit Tieratavismen u. a. die, daß er zu einem strikten Vegetarier wurde. Im ganzen ist S.'s "Zos Kia Kult" nicht gerade leicht zu verstehen, sondern erfordert eine intensive Einarbeitung. Hätte er nur dieses komplizierte theoretische Gebäude geschaffen, dann könnte man seine zunehmende Popularität kaum erklären. Bekannt wurde er darüber hinaus aber vor allem durch die von ihm geschaffene "Sigillenmagie". Bei dieser Art von Magie wird folgendermaßen vorgegangen: Man überlegt sich einen Wunsch und schreibt diesen in einem Satz nieder. Dann streicht man alle Buchstaben, die doppelt sind, heraus und macht aus den verbliebenen eine "Sigille", d. h., man arrangiert die Buchstaben zu einem möglichst einfachen geometrischen Muster. Anschließend sollte man sich bemühen, die eigentliche Bedeutung der Sigille zu vergessen. Einige Zeit später soll man sich dann in einen Zustand völliger körperlicher und geistiger Erschöpfung begeben - S. empfiehlt hierzu u. a. die "Todesposition", d.h., man nimmt eine körperlich sehr unbequeme Haltung ein, in der man bis zur Erschöpfung verharrt. Wenn man dann zusammenbricht, körperlich und geistig erschöpft ist, "der Geist leer ist", dann soll man sich erneut auf die Sigille konzentrieren und sie sich vor sein inneres Auge rufen. Dadurch soll der durch die Sigille ausgedrückte Wunsch ins Unterbewußtsein gelangen und von dort aus an seiner Verwirklichung arbeiten. "Kunst ist die Wahrheit, durch die wir unseren Glauben verwirklichen. Kunst widerspricht der Wissenschaft. Der, der die Zeit überschreitet, entflieht der Notwendigkeit. Umarme die Wirklichkeit mit Imagination. Die Lebenskraft ist nicht blind, wir sind es." Dies sind nur einige wenige, zentrale Zitate aus S.'s Schriften. Eine Gesamtausgabe seiner Werke ist unter dem Titel "Austin Osman Spare - Gesammelte Werke", erschienen 1990 in Wien, erhältlich.
Sphinx
Mythische Gestalt des alten Ägypten in Form des Abbildes eines Löwen mit dem Kopf eines Pharaos. Bekannt ist die Sphinx , die den König Chephren darstellt und sich bei den Pyramiden von Gizeh befindet. Ausserdem wird vermutet, dass die Sphinx eine weitere Schutz- und Totengöttin der Ägypter für den Pharao war.
Die Sphinx ist ebenfalls eine Figur bei der griechischen Ödipussage, wo sie bei der Strasse gen Theben jeden frißt der ihr Rätsel nicht beantworten kann. Als Ödipus das Rätsel löst, stürzt die Sphinx sich von den Klippen.
Spiritismus
Glaube, daß die Geister verstorbener Menschen weiter auf der Erde oder in ihrer Nähe umherwandern und Kontakt mit den Lebenden suchen.
Mit der Hilfe von Medien (Medium) will man mit ihnen Verbindung aufnehmen können (Seance). Diese Vorstellung entstand zumindest im letzten Jahrhundert in Amerika und verbreitete sich als Freizeitvergnügen und zum Gelderwerb schnell durch alle Salons. Für manche war es aber auch ein ernsthafter Versuch, aus eigener Anschauung etwas über das Schicksal des Menschen nach dem Tode zu erfahren.
Spiritistische Sitzung
siehe Seance
Stäbe
Eine der vier Farben im Tarot. Sie sind Zeichen des "Feuer" und wie die Schwerter männlich. In manchen Theorien über das Tarot sind die Elemente von Stäben und Schwertern vertauscht.
Stechapfel
Eine der wenigen berauschenden Pflanzen unserer Breiten. Wegen seiner gefährlichen Nebenwirkungen wurde der Stechapfel nicht zur Unterhaltung genossen, fand aber Anwendung in verschiedenen Rezepten für Hexensalben (Hexerei). Daneben wurden bis vor kurzem seine getrockneten Blätter als Lungenheilmittel bei Asthma gebraucht.
Stein der Weisen
Ziel und krönender Abschluß aller alchemistischen Operationen (Alchemie). Er soll Unsterblichkeit verleihen und unedle Metalle in Gold verwandeln können.
Steiner, Dr. phil. Rudolf (1861-1925)
Philosoph und Schriftsteller, promovierte über Fragen der Erkenntnistheorie. Danach beschäftigte er sich ausgiebig mit den Freimaurern (Freimaurerei), Illuminaten (Illuminatenor(ien) und Rosenkreutzer Johann Wolfgang von Goethe. Seit 1897 stand er in Kontakt mit der Theosophischen Gesellschaft (Theosophie). Schon bald wurde er einer ihrer führenden Köpfe in Deutschland. 1906 wurde er Großmeister des Ordo Templi Orientis (O.T.O.). 1913 überwarf er sich mit der Theosophie, da er, wie viele andere deutsche Theosophen, nicht bereit war, Krishnamurti als neuen Messias anzuerkennen. Statt dessen gründete er die Anthroposophische Gesellschaft. Es geht das Gerücht, dass die Gründung auf einen Auftrag des O.T.O zurückgeht. In seinen vielen Vorträgen und Büchern bemühte sich Steiner, die Lehren der Esoterik auf die verschiedensten Bereiche des alltäglichen Lebens anzuwenden. Große Bedeutung haben seine Vorstellungen zur Erziehung erlangt, da die Walddorfschulen und -kindergärten auf ihn zurückgehen. Fast noch größer ist seine Wirkung auf die Medizin: Die meisten Menschen kennen mittlerweile Medikamente, die nach seinen Rezepturen hergestellt wurden. Es gibt in Herdecke auch ein staatlich anerkanntes anthroposophisches Krankenhaus.
Sternbilder
Seit grauer Vorzeit hat der Sternenhimmel die Phantasie der Menschen angeregt. Das Bedürfnis nach Ordnung ließ sie im Gewimmel der Sterne Bilder erkennen wie den großen und kleinen Wagen, den Orion und andere. Noch heute verwenden Astronomen Sternbilder zur Einteilung des Himmels. Sie dürfen auf keinen Fall mit den Tierkreiszeichen verwechselt werden.
Sternzeichen
Das Tierkreiszeichen, in dem im Moment der Geburt die Sonne stand, also das Sonnenzeichen. Es ist die Grundlage für alle Zeitschriftenhoroskope. Da die genaue Geburtszeit und der Geburtsort hier nicht verwendet werden, lehnen Astrologen Sternzeichenhoroskope als unseriös ab.
Stonehenge
Diese Steinanlage befindet sich in der Nähe Salisbury in England.
Das Alter der Anlage ist bis ins 3. Jahrtausend v. Chr. nachweisbar. Sie ist vermutlich jedoch viel älter.
Die Anlage dürfte astronomischen Zwecken gedient haben, die Überlieferung bringt sie häufig mit dem Wirken der keltischen Druiden in Zusammenhang.
Kreis von mächtigen Monolithen (Steinen) nördlich von Salisbury in England.
Das Alter ist noch nicht genau bekannt, scheint aber mindestens 3000 Jahre zu betragen. Stonehenge entstand lange bevor es die ersten Druiden gab. Es war ein altes Observatorium, was der Himmelsbeobachtung diente und vermutlich die Berechnung von Jahreszeiten, Sonnen- und Mondfinsternissen ermöglichte. Neuerdings wird es von modernen Druiden als Kultplatz beansprucht.
Stundenastrologie (1)
Zur Beantwortung einer beliebigen Frage erstellt der Astrologe ein Horoskop für den günstigsten Ort und den Zeitpunkt der Fragestellung und berät danach seine Kunden.
Stundenastrologie (2)
Bezeichnet auch eine astrologische Technik, für ein Vorhaben die günstigste Stunde zu berechnen.
Stundenplanet
Jeder Stunde des Tages ist ein Planet zugeordnet. Leider gibt es verschiedene Arten der Zuordnung. Nur persönliche Erfahrung kann zeigen, welche für ein bestimmtes magisches oder alchemistisches Verfahren (Alchemie) zu wählen ist. Am bekanntesten ist die Chaldäische Reihe. Die Planetenstunden folgen immer in dieser Reihenfolge:
SonneDie erste Stunde des Tages untersteht immer dem Planeten des Tages (Tagesplaneten), die anderen folgen der oben angegebenen Reihenfolge. So gehört die erste Stunde des Dienstag (Tiustag, Tiu ist die germanische Bezeichnung für Mars) dem Mars, die zweite der Sonne, dann folgt Venus und so fort.
Venus
Merkur
Mond
Saturn
Jupiter
Mars - dann folgt wieder Sonne, Venus etc.
Succubus
Teufel oder böser Geist, der des Nachts Männer in der Gestalt einer schönen Frau aufsucht und mit ihnen Verkehr hat. Der angebliche Zweck ist, den Samen der Männer für böse Zwecke zu sammeln. Manche Succubi sind auch Hexen (Hexerei), die die Potenz der Männer schwächen wollen. Der Succubus ist ein Dämon der christlichen Ideologie und stellt wahrscheinlich die Personifizierte Potenzangst der mittelalterlichen Männer dar. Der Succubus könnte aber auch ein Erklärungsversuch des Potenzverlustes der Kirche sein. Auf jedenfall macht(e) die Kirche die Heiden, Ketzer und Teufelsanbeter (die von ihr in einen Topf geworfen wurden) dafür verantwortlich, dass es soetwas wie Succubi überhaupt gibt.
Sufis
Vertreter einer esoterischen Form des Islam. Ihr Bestreben ist es, die Natur Gottes persönlich zu erfahren. Am bekanntesten ist der Orden der Mewlewi, der tanzenden Derwische. Sie erlangen religiöse Verzückung oder Trance, indem sie sich tanzend um sich selbst drehen.
Swedenborg, Emanuel (1688-1772)
Bekannter schwedischer Schriftsteller. Swedenborg beschäftigte sich ursprünglich als Wissenschaftler mit dem Bergbau und der Astronomie. Erst mit 46 Jahren begann er, sich hauptsächlich mit der Esoterik zu beschäftigen.
Er soll über große hellseherische Fähigkeiten verfügt haben; so sah er z. B. einen großen Brand in Stockholm, obwohl er sich zu dieser Zeit Hunderte von Kilometern entfernt befand. Auch behauptete er, mit Engeln in direktem Kontakt zu stehen. Es gibt noch heute in Deutschland die "Neue Kirche", eine gnostische Vereinigung (Gnosis), die sich auf ihn beruft.
Symbol
Zeichen, Bild, Gegenstand oder auch eine Handlung (etwa im Ritual), die etwas darstellt, das der Mensch nur bildhaft und nicht direkt verstehen kann. Das S. kann, und muß gedeutet werden. Es ist die wichtigste Grundlage jeder Esoterik, zugleich aber auch der Bestandteil, der am schwersten richtig zu verstehen ist. Für einen Esoteriker ist z. B. die Kreuzigung Jesu ein Symbol, das richtig gedeutet die Entwicklung der menschlichen Seele verständlich macht. An einen wirklichen Jesus zu glauben hält er für unwesentlich, zumal es viele geopferte und auferstandene Götter oder Heroen gibt (Mithras, Dionysos, Osiris und andere). Für ihn ist es statt dessen wichtiger, sich über die tiefere Bedeutung des Kreuzes Gedanken zu machen.
Sympathie
Vergleichbar mit dem Begriff der Entsprechung. Während Entsprechung ganz neutral eine Ähnlichkeit feststellt, schwingt bei Sympathie die Vorstellung mit, dass sich Ähnliches anzieht. So entspricht Kupfer der Venus als Herrin der Liebe und der Schönheit. Kupfer hat aber auch eine Sympathie zur Liebe. Trägt man also Kupferschmuck, zieht man damit die Liebe an.
Synastie
Teilbereich der Astrologie, der die Beziehung zweier Personen anhand ihrer Horoskope vergleicht.