Männliche Planeten
Als männlich und aktiv gelten Sonne, Mars, Jupiter, Saturn und Uranus. Merkur ist androgyn (gleichzeitig männlich und weiblich). Im Aspekt mit einem anderen Planeten nimmt er dessen Geschlecht an.
Männliche Zeichen
siehe Tierkreiszeichen
Magie
In der klassischen Esoterik die Kunst, mit Ritualen Geister zu beschwören und sich fügsam zu machen. In weniger bildhafter Sprache bedeutet M. jeden Akt des Willens, der in der äußeren Wirklichkeit eine Veränderung hervorruft.
Magier
Bezeichnung für jemanden, der Übernatürliches bewirken kann. In der Esoterik ist es jemand, der Geistern befehlen kann. Geister können auch die Dämonen des eigenen Unbewußten sein. Der Name selbst geht auf einen antiken medischen Priesterstamm zurück, der sich Magier nannte.
Magische Quadrate
Zahlen, die in einem Quadrat so angeordnet sind, daß ihre Summe in den waagerechten, senkrechten und diagonalen Reihen stets gleich ist. Die m. Q. spielen eine große Rolle bei der Beschwörung von Planetengeistern. Die Summe aller Zahlen im m. Q. der Sonne beträgt übrigens 666. Als das Christentum sich im römischen Reich ausbreitete, war sein größter Konkurrent der Mithraskult (Mithras), in dem die Sonne verehrt wurde und der auch die Religion des römischen Kaisertums war. Hinter der in der Offenbarung vorgenommenen Zuordnung der Zahl 666 zum Teufel stand also der Versuch, die andere damals große Religion verächtlich zu machen.
Mahabharata
Mit 18 Kapiteln mit 106000 Versen ist das Mahabharata das größte Werk der indischen Literatur. Als Verfasser wird der mythische Weise Vyasa genannt, von dem behauptet wird, daß er die physische Unsterblichkeit besitzt.
Thema des Werkes ist der Kampf zwischen den beiden Bharata-Familien, die guten Pandavas und den bösen Kauravas um das Königreich.
Maharishi Mahesh Yogi
Indischer Yogalehrer (Guru), gründete 1959 die Internationale Meditationsgesellschaft, in der die von ihm entwickelte transzendentale Meditation gelehrt wird. Wesentlich für seine Lehre ist die Vorstellung, daß ein kleiner Prozentsatz von Menschen, die transzendental meditieren, ausreicht, um in einer Stadt oder einem Land die Lebensumstände zu verbessern. Die heilsame Ausstrahlung der Meditierenden soll Gewalt verhindern und für ein harmonisches Miteinander sorgen. Während des Bosnienkrieges boten seine Anhänger an, durch einige Tausend sogenannte Yogische Flieger (Levitation) das Morden zu beenden. Da sie keine Mittel für diesen Einsatz hatten, konnte ihre Behauptung nicht bewiesen werden.
Makrokosmos
siehe Mikrokosmos
Mandala
Der 14. Dalai Lama sagte im Vorwort zum Buch "Das Mandala":
"In ihrer Formenvielfalt, von einfachen Diagrammen über differenzierte Gemälde auf Stoff bis zu komplizierten Mustern aus farbigem Sand und großen dreidimensionalen Schnitzereien besitzen Mandalas einen tiefen symbolischen Sinngehalt. Wir Tibeter betrachten sie als heilig."
Das wahre Mandala ist immer ein inneres Bild welches durch Imagination allmählich konstruiert wird, und zwar dann, wenn eine Störung des seelischen Gleichgewichts vorhanden ist oder ein Gedanke nicht aufgefunden werden kann. Die inneren Bilder werden gezeichnet und gemalt und dienen der Hilfe zur inneren Versenkung, als Hilfe auch beim Heilen.
Sanskritwort für Kreis, bezeichnet ein Bild, das als Meditationshilfe gebraucht wird. M.s können unterschiedlich aussehen, manche sind auch quadratisch. Sie stellen den Aufbau des Universums dar und weisen fast immer eine Symmetrie auf, die auf der Zahl Vier beruht.
Manichäer
Im dritten Jahrhundert v. Chr. gründete der persische Priester Mani (217-277) die nach ihm benannte parsische (Zarathustra) Sekte, die den Gnostikern (Gnosis) zugerechnet wird. In ihr ist Ahura Masda nicht mehr alleiniger Schöpfer der Welt. Diese entsteht nach Manis Lehre aus dem ewigen Kampf- und Wechselspiel zwischen Ahura Masda und dem bösen Geist Angra Manju und endlich der Vermischung von Licht und Materie. Damit nähert sich Mani an asiatische Vorstellungen wie im Taoismus an und bereitet moderne esoterische Vorstellungen von Dualismus. Die M. waren eingeteilt in Auserwählte, die völlig asketisch lebten, da nur eine solche Lebensweise Erlösung der irdischen Seele versprach, und Laien, die nur "hörten".
Mantik
(von griechisch mantis = der Seher) Bezeichnet alle Arten der Kunst der Weissagung. Grundsätzlich unterscheidet man seit der Antike die natürliche und die erlernte M. Natürliche M. braucht keine äußeren Hilfsmittel und wird von den dazu fähigen Menschen als Gabe, manchmal auch Fluch empfunden. Ahnungen, Wahrträume und das Zweite Gesicht gehören hierzu. Sie sind fast gar nicht zu kontrollieren, sondern überkommen die Seher, ob er will oder nicht. Erlernte M. benutzt dagegen verschiedene Hilfsmittel, um die Zukunft zu erkennen. Der Umgang mit diesen Mitteln kann von begabten Menschen erlernt werden. Nach dem magischen Grundsatz "Alles ist mit allem verbunden" läßt sich aus jedem zufälligen Geschehen eine M. entwickeln. Früher lasen die Seher aus der Bewegung des Windes und der Wolken (Aeromantik), aus den Innereien verschiedener Tiere (Hepatomantik), dem Flug von Vögeln (Augurium). Noch heute weit verbreitet sind die Handlesekunst (Chiromantie), die Traumdeutung (Oneiromantik) oder die Kunst, aus Spiel- oder Tarotkarten (Tarot) zu lesen (Kartomantik). Aber auch aus Teeblättern, Kaffeesatz, dem Fall von Würfeln, Münzen, Schafgarbenstengeln (I-Ging) oder aus der Anzahl willkürlich mit einem Stift in den Sand gemachter Punkte (Geomantie) wird gelesen. Die Kunst der M. oder Weissagung reicht bis in die früheste Zeit der Menschheit zurück. Bei allen bekannten Völkern wurde sie zu allen Zeiten auf die eine oder andere Art gepflegt.
Mantra
In der Geheimlehre werden Mantren als Klänge oder Wörter verstanden, deren feinere Strukturen identisch sind mit Gott, bzw. mit bestimmten Aspekten Gottes.
Der Guru übermittelt dem Schüler in der Einweihung ein bestimmtes Mantra, das gerade seinem Entwicklungsstand angemessen ist. Dieses Mantra ist nun das Meditationsobjekt für ihn. In ihr nähert er sich der eigentlichen Natur des Mantras mehr und mehr an, bis es sich ihm schließlich gänzlich offenbart.
Berühmt ist das Mantra OM.
Im tibetischen Buddhismus ist ähnlich berühmt das Mantra
OM MANI PADME HUM.
Wort aus dem Sanskrit. M. bezeichnen ursprünglich die Verse der heiligen Bücher Indiens (Veden), die als Beschwörungsformeln benutzt wurden. Es herrscht jedoch auch in anderen Kulturen der Glaube, daß die Kenntnis und das Aussprechen des wahren Namens eines Menschen, Gottes oder auch Dinges Macht über sie verleihe. Auch das Aussprechen von Versen heiliger Bücher gilt überall als magisch wirksam, christliche Esoteriker z. B. benutzen zu diesem Zweck oft die Psalmen. Im Laufe der Zeit hat es sich deshalb eingebürgert, nicht nur die indischen Verse, sondern alle Silben, Worte und Verse als M. zu bezeichnen, die in diesem Sinne gebraucht werden. Das wohl bekannteste M. ist die indischen Silbe Om. Esoteriker ziehen die Schreibweise in drei Buchstaben vor: Aum (Drei).
Marduk
In der Religion der Assyrer und der Babylonier oberster Gott, als Schöpfer des Alls und der Menschen verehrt. Der Reichsgott Babylons galt außerdem als Gott des Lichtes und des Lebens, als Sonnengott, als Bestimmer des Schicksals und Totenerwecker. Jedes Frühjahr wurde zum Thronbesteigungsfest aus dem Schöpfungsmythos »Enuma Elisch« vorgetragen, wie er die Urgöttin Tiamat, den großen Drachen, erschlug, aus ihrem Leichnam Himmel und Erde und aus ihrem Blut und Lehm die Menschen schuf. Nach einer alten Legende wurde Marduk wie Jesus zum Tode verurteilt, gegeißelt und zusammen mit Verbrechern hingerichtet; auch bei ihm floß Blut aus einer Wunde, die ein Speerstoß verursacht hatte. Auch er stieg anschließend hinab in die Hölle und erlöste die dort Gefangenen. Manche sehen deshalb in ihm ein Vorbild für Jesus. Er hatte über fünfzig Ehrentitel und wurde in der Spätzeit unter dem Namen Bel verehrt, oft auch mit Baal gleichgesetzt. - Marduk heißt auch eine schwedische rechtsextreme Black-Metal-Band; sie veröffentlichte u. a. den Titel: »Heaven Shall Bum When We are Gathered«
Mars
Name des römischen Kriegsgottes und des ihm zugeordneten Planeten. In der Astrologie steht er für jede Art von Energie und Durchsetzungsfähigkeit. Am Himmel ist er als heller rötlicher Planet zu sehen. Seit Jahrtausenden ist ihm deshalb die Farbe Rot zugeordnet, sein Metall ist das Eisen. Es hat sich herausgestellt, das Färbung des M. von großen Mengen Eisenrost herrührt. Er beherrscht die Tierkreiszeichen Widder und Skorpion.
Mathers, Samuel Liddle MacGregor (1854-1918)
Bedeutender englischer Magier und Esoteriker. Eine Zeitlang stand er dem Hermetischen Orden der Goldenen Morgendämmerung vor. Er übersetzte wichtige mittelalterliche magische und kabbalistische Schriften ins Englische.
MC (=Medium Coeli)
Kurzform für Medium Coeli, Fachausdruck für die Himmelsmitte, den theoretisch höchsten Punkt eines Horoskops.
Meditation
Bezeichnung für alle Formen der spirituellen Sammlung und Innenschau des Menschen. Es gibt unzählige Meditationsarten, man kann sie jedoch in drei Kategorien unterteilen: Konzentrationstechniken, Kontemplationstechniken und Transzendentale Techniken.
Ausführliches über Meditation
Medium
Mensch, der fähig ist, in Trance zu versinken und Kontakt mit Geistern oder Verstorbenen zu schaffen. Ein M. behauptet, die Verbindung mit Hilfe eines persönlichen geistigen Führers herzustellen. Merkwürdigerweise richten sich diese Führer nach der Mode. Eine Zeitlang waren fast alle verstorbene indianische Häuptlinge, dann gab es viele altägyptische Prinzessinnen. In der Regel spricht der beschworene Verstorbene aus dem Mund des M. Manchmal schreibt das M. die Botschaften oder malt sie, gelegentlich kann es die Geister auch mit Hilfe von Ektoplasma sichtbar erscheinen lassen.
Meister Eckhart
siehe Eckhart
Menhire
Menhire sind aufrechtstehende, bis zu 20 Meter hohe Steine, die in der Vorzeit zu kultischen Zwecken manchmal alleinstehend, oftmals aber auch in Großsteinanlagen errichtet wurden.
An anderen Stellen finden wir nicht selten kreisförmige Steinsetzungen (Cromlechs), so zum Beispiel die berühmten Anlagen von Stonehenge und Avebury in England oder auch der etwas kleinere Steintanz von Bützow in Mecklenburg.
Nahezu über ganz Europa verteilt finden wir Steine mit überbrückenden Decksteinen (Dolmen), die sogenannten Kuppelgräber.
Überreste der Megalithkultur existieren in Skandinavien und Deutschland ebenso wie auf Malta, Sardinien, Korsika, in Kleinasien, Nordafrika, Amerika, Südostasien, Indien und Polynesien.
Merkur (Gott)
Römischer Götterbote und Gott der Händler, Diebe und Reisenden. Sein griechisches Pendant ist der Götterbote Hermes. Der Merkurstab ist das Zeichen des Merkur.
Merkur (Planet)
Gibt im Horoskop Hinweis auf geistige und sprachliche Fertigkeiten. Er beherrscht die Tierkreiszeichen Zwilling und Jungfrau.
Meskalin
siehe Peyotl
Mesmer, Dr. med. Franz Anton (1734-1815)
Arzt in der Tradition der Esoterik. Nach seiner Vorstellung war das ganze Weltall von einer Lebenskraft durchdrungen, ähnlich dem chinesischen Ch'i. Ist der Fluß dieser Energie im Körper gestört, wird der Mensch krank. Der Arzt heilt, indem er diese Energie, die M. auch tierischen Magnetismus nannte, dem Kranken von außen zuführt. Bei dieser Prozedur fällt der Patient in eine Trance, die heute Hypnose genannt wird.
M. wurde seinerzeit wegen seiner Methode stark angefeindet. Die Technik der Hypnose hat aber mittlerweile Einzug in die Schulmedizin gefunden.
Metall
Jedem Planeten und jedem Tierkreiszeichen entspricht ein Metall. Es wird benutzt, um den jeweiligen Einfluß zu beschwören oder zu verstärken. Will man z. B. mehr Energie, trägt man Eisen, das M. des Gottes Mars, sowie rote Farben, da ihm rot zugeordnet ist. Es gelten folgende Zuordnungen für die Planeten:
Sonne - Gold Mond - Silber Merkur - Quecksilber Venus - Kupfer Mars - Eisen Jupiter - Zinn Saturn - BleiDiese Zuordnung ist seit altersher unverändert. Bei den Tierkreiszeichen gibt es keine allgemein anerkannte Entsprechung.
Metopososkopie
Deutung der Stirnfalten. Ähnlich wie beim Handlesen (Chiromantie) wurden im 17. Jahrhundert auch den Falten auf der Stirn bestimmte Bedeutungen zugeschrieben, und sie wurden gleichfalls Planeten zugeordnet. Aus dem Vorhandensein der Linien und ihrer Ausformung glaubte man, den Charakter und das Schicksal eines Menschen zu erkennen.
Mikrokosmos
Bedeutet so viel wie "kleiner Kosmos". Der Begriff ist seit dem römischen Philosophen Boethius (ca. 480-524) überliefert, der behauptet, daß der Mensch ein in sich geschlossenes System (Kosmos) sei, das im Kleinen den Makrokosmos der großen Welt widerspiegele. Diese Vorstellung findet sich auch in der Astrologie und damit in allen esoterischen Wissenschaften wieder: Der Mensch wird als ein Abbild des Geschehens am Himmel gesehen.
Min
Einer der Fruchtbarkeitsgötter Ägyptens. Er wird immer mit einem riesigen, erigierten Phallus dargestellt. Aus diesem Grund identifizierten die Griechen ihn mit ihrem Gott Pan.
Minerva
Römische Göttin der Weisheit und des Handwerks. Sie war die Tochter des Riesen Pallas, den sie später tötete. Einige magische Orden, z. B. der Ordo Templi Orientis und der Illuminaten-Orden nennen heute noch den Anfangsgrad ihres Systems zu Ehren der Göttin Minerval. Später setzten die Römer M. mit der griechischen Göttin Athene gleich.
Minute (astrologisch)
Mathematischer Fachausdruck, der den 60. Teil eines Winkelgrads beschreibt.
Mirandola, Giovanni Pico Graf von (1463-1494)
Christlicher Magier und Kabbalist. In einer Zeit des Kirchendogmas hielt er persönliche Erfahrung für wichtig und die Magie für die edelste der Naturwissenschaften. Großen Mut und Menschlichkeit bewies er, als er die ganze Kirche herausforderte und ihr beweisen wollte, daß sich auch im jüdischen Glauben der Geist Gottes manifestiere.
Mistel
Die Mistel ist eine sogenannte Schmarotzerpflanze, da sie nicht in der Erde wurzelt, sondern auf Bäumen wächst und ihre Lebenskraft von ihnen bezieht. Vermutlich wegen dieser in unseren Breiten ungewöhnlichen Lebensweise wurde sie von den keltischen Druiden für Zauber- und Heiltränke geschätzt. Da sie auf Eichen selten anzutreffen ist, galt diese Form angeblich als besonders wirksam. In angelsächsischen Ländern bildet diese immergrüne Pflanze den Weihnachtsschmuck. Unter einem Mistelzweig darf in dieser Zeit jeder geküßt werden. In der germanischen Mythologie hat die M. keine so freundliche Bedeutung: Mit einem Pfeil, der aus einem M.zweig geschnitzt war, erschoß Loki den Sonnengott Balder. In der antroposophischen Medizin (Antroposophie) schließlich wird sie bei einigen Krebsarten als Heilmittel angewendet.
Mithras
Uralter iranischer Gott, der im römischen Reich viele Anhänger fand, sowohl am Kaiserhof wie auch bei den Soldaten und dem einfachen Volk. Erst seit Kaiser Constantin d. G . (337 n. Chr.), der sich auf dem Totenbett zur Sicherheit taufen ließ, begann der Kaiserhof, die neue christliche Religion zu fördern. 391 n. Chr. wurden der Mithraskult und andere Religionen schließlich ganz verboten. Der Überlieferung nach ist M. ein Sonnengott, der jungfräulich geboren wurde, starb und wieder auferstand. Sein Geburtstag wurde jährlich am 24. Dezember gefeiert. Erst als sein Leben und seine beliebten Feiertage auf Jesus übertragen wurden, konnte sich die christliche Religion endgültig durchsetzen. So wurde der angebliche Geburtstag von Jesus vom 6. Januar auf den 24.12., den Geburtstag M.s verlegt. Bei manchen heutigen Esoterikern ist M. wieder zu Ansehen gekommen. Die Organisation des antiken Kults weist darüber hinaus auch viele Ähnlichkeiten mit der Freimaurerei auf.
Molay, Jakob Bernhard von (ca. 1243-1314)
Burgundischer Adliger und letzter Großmeister der Tempelritter. Nachdem er von Papst Klemens V. verraten worden war, nahm ihn am 13.10.1307 der französische König Philipp der Schöne gefangen, der weder die Macht noch den Reichtum des Ordens dulden wollte. Nach jahrelanger Gefangenschaft und Folter wurde er am 18.3.1314 wegen Teufelsanbetung lebendig verbrannt. Für viele Esoteriker ist M.s Todestag Anlaß, sich auf ihren Widerstand gegen Intoleranz und Aberglauben zu besinnen. Auf dieses Datum führt die Legende auch die Gründung der Freimaurerei zurück, die angeblich von den Überlebenden der Tempelritter vorgenommen wurde.
Monatssteine
Eigentlich sind die Steine den einzelnen Tierkreiszeichen zugeordnet, die keineswegs immer am Monatsersten beginnen, sondern vielmehr Anteil an zwei Kalendermonaten haben. Zur Vereinfachung und ohne Rücksicht auf die Ursprünge werden sie von einigen Pseudoesoterikern aber einfach den Kalendermonaten zugeordnet.
Mond
Begleiter der Erde. Wegen seiner wechselnden Erscheinungsform steht er schon seit den frühesten Tagen der Menschheit neben der Sonne im Mittelpunkt des Interesses. Während die Sonne die Tage einteilte, konnte man mit Hilfe des M.s größere Zeiträume bestimmen, denn jede der deutlich erkennbaren Phasen dauert sieben Tage. Dies ist ein weiterer Grund für die hohe Wertschätzung, die der Zahl Sieben entgegengebracht wird. Wegen seiner Fähigkeit zur Veränderung und seiner Herrschaft über die Nacht wird er mit der Zauberei und Hexerei in Verbindung gebracht. Generell steht er für die weibliche Seite in jedem Menschen. So ist er in allen Sprachen außer der deutschen weiblichen Geschlechts. In der Astrologie gibt er Auskunft über die Gefühle und darüber, wie man sich anderen gegenüber darstellt. Er beherrscht das Tierkreiszeichen Krebs.
Mondknoten
Am nördlichen M. oder Drachenkopf steigt die Mondbahn von Süden über die Ekliptik, am südlichen M. oder Drachenschwanz sinkt die Mondbahn von Norden unter die Ekliptik. Nur an diesen Stellen können Mond- oder Sonnenfinsternisse auftreten. Da man früher annahm, bei Finsternissen würde ein Drache Sonne oder Mond verschlingen, taufte man die Punkte Drachenkopf bzw. -schwanz. Der aufsteigende M. soll Hinweise auf die zentralen Aufgaben in einem Leben geben, der absteigende auf die Fähigkeiten, die man von Geburt an mitbringt.
Mozart, Wolfgang Amadeus (1756-1791)
War - neben Haydn - einer der prominentesten Mitglieder des Freimaurerbundes (Freimaurerei). Er schrieb eine große Zahl von Werken, die für den Gebrauch in den Logen bestimmt waren. Auch seine berühmte Oper "Die Zauberflöte" (1791) verarbeitet freimaurerisches Gedankengut.
Mundra
Sanskritwort für Zeichen, Siegel. Im Yoga sind damit Fingerstellungen gemeint, in denen Buchstaben dargestellt werden. Sie beeinflussen den Energiekreislauf im Körper. Auch in magischen Ritualen werden sie benutzt.
Mundanastrologie
Beschäftigt sich auf astrologischer Grundlage mit der Politik und dem Schicksal von Staaten und anderen großen menschlichen Gemeinschaften. Für den Zeitpunkt der Gründung etwa eines Staates wird ein Horoskop berechnet. Wie bei einem einzelnen Menschen wird daraus Schicksal und Charakter dieses Staates gedeutet. Außerdem werden Ländern und Landschaften Tierkreiszeichen zugeordnet, wenn auch der Wert der M. etwas zweifelhaft gemacht wird durch die Tatsache, daß es zahlreiche verschiedene Zuordnungen gibt.
Mut
Ägyptische Göttin, Frau des Amun und Mutter des Chons. Als Kopfschmuck trägt sie den Körper eines Geiers. In der Spätzeit wurde sie zu einer der ersten Gottheiten, sie wurde zur Mutter der Sonne.
Mysterien
Abgeleitet von der griechischen Bezeichnung für Geheimnis. In der Antike verstand man darunter religiöse Zeremonien, an denen man nur nach besonderen Vorbereitungen und Prüfungen teilnehmen konnte. Es war streng verboten, über die Abläufe dieser Zeremonien zu sprechen. Das Geheimnis wurde so gut bewahrt, daß man bis heute nicht genau weiß, was im Geheimen geschah. Allerdings gelang es modernen Historikern und Pharmakologen nachzuweisen, daß bei den berühmten M. von Eleusis den Besuchern ein natürliches LSD verabreicht wurde (Wasson/Ruck/Hofmann, Der Weg nach Eleusis, 1978 ) . Nach allen erhaltenen Zeugnissen muß die Erfahrung der M. Ehrfurcht gebietend gewesen sein. Der griechische Dichter Sophokles schrieb: "Dreifach glücklich sind jene unter den Sterblichen, die, nachdem sie diese Riten gesehen, zum Hades schreiten; ihnen allein ist dort wahres Leben vergönnt. Für die übrigen ist da alles schlimm." Bei den M. des Dionysos wurde in frühester Zeit Haschisch (Hanf) benutzt.
Mystik
Abgeleitet vm griechischen myein = die Augen schließen. Der Mystiker bemüht sich, durch Versenkung und Meditation die göttliche Natur seiner selbst und der Welt direkt zu erfahren. Die M. ist gleichsam die passive, hinnehmende Seite der Esoterik, während die Magie ihre aktive, handelnde darstellt.
Mythologie
Lehre von den Mythen, also den Geschichten über das Wirken der Götter. Mythen sind für den Esoteriker Bilder aus dem Unbewußten.