IAO
Ein Name Gottes, gilt als eine andere Form des vierbuchstabigen, unaussprechlichen Namen Gottes des Judentums. In der Blütezeit der Gnosis war IAO ein häufig verwandter Begriff. In der neueren Magie fand dieses Wort vor allem Verwendung beim Hermetischen Orden der Goldenen Morgendämmerung und bei Aleister Crowley.
Ibis
Heiliger Vogel der Ägypter. Der I. galt als eine Wiedergeburt des Gottes Thot, des Erfinders der Schrift und Magie. Die Art des Ibisvogels, die in der Religion der Ägypter eine herausragende Rolle spielte (Ibis religiosa oder Threskiornis), ist heute ausgestorben.
Iblis
Im Islam Bezeichnung für den Teufel.
IC (=Imum Coeli)
Kurzform für Imum Coeli, den Fachausdruck für Mitternachtspunkt, auch als Himmelstiefe bekannt.
Ichtys
Griechisch "Fisch". Der Fisch war über Jahrhunderte das Symbol des Christentums. Das Kreuz wurde es erst wesentlich später. Der Grund hierfür liegt zum einen darin, daß die ersten Anhänger von Jesus von Beruf Fischer waren (Jesus sagte zum Apostel Petrus: "Menschenfischer sollst Du sein."). Zum anderen bilden die Buchstaben des Begriffs I. aber auch wiederum die Anfangsbuchstaben einer griechischen Wortfolge, die übersetzt "Jesus Christus, Sohn Gottes, Heiland" bedeutet. Der Fisch ist außerdem das heilige Tier der Göttin Venus. Da der Freitag der ihr heiliger Tag war, durfte Freitags kein Fleisch, sondern nur Fisch gegessen werden. Das Christentum machte dann daraus das Freitagsgebot (Fischezeitalter).
Idealismus
Das Wort hat zwei Bedeutungen: 1. Man glaubt an eine Idee oder Lehre und ist bereit, alles dafür zu tun. 2. Die Theorie, daß die Welt eigentlich reiner Geist und nicht Materie ist (Dualismus).
Iduna
Name der germanischen Göttin, die den Goldenen Apfel bewacht. Sein Verzehr verhindert das Altern der Götter.
I GING
"Das Buch der Wandlungen".
"I" ist im Chinesischen ein kompliziertes Wort, das mit Wandlungen übersetzt werden kann.
"I Ging" wird zum Buch der Wandlungen. In diesem Buch sei die reifste Weisheit von Jahrtausenden verarbeitet sagt man. Beim modernen Orakel wird man durch Zahlen zu Symbolen und zu den Weisheiten der Vergangenheit geführt: zu sich wandelnden Bildern. Die Anzahl der Treffer erreicht eine Prozentzahl, die deutlich weit über aller Wahrscheinlichkeit liegt.
(Auch Yi King oder I Ching) Heißt übersetzt "Buch der Wandlungen". Es ist ein ca. 3000 Jahre altes chinesisches Orakelbuch, das heute noch sehr viele Anhänger hat. Das I. G. untersucht den Zusammenhang der positiven (Yang) und negativen (Yin) Kräfte und zeigt dem um Rat Fragenden, wie sie auf sein Schicksal einwirken. Es liefert ihm gleichzeitig Hinweise darauf, wie er sich in Zukunft am besten verhalten soll. Nach einer bestimmten Methode (z. B. mit Schafgarbenstengeln oder Münzen) wird ein Zeichen ausgelegt, das aus sechs Linien besteht (Hexagramm). Dann wird im I. G. die passende Interpretation des gefundenen Zeichens nachgelesen. Die Lehren des Konfuzius und des Taoismus weisen Einflüsse des I. G. auf. In neuerer Zeit nutzten z. B. C. G. Jung und der Schriftsteller Hermann Hesse das I. G.
Ignatius von Loyola (1491-1556)
Hieß eigentlich Enco Lopez de Recalde. Er war der Begründer der Societas Jesu (lateinisch für "Gesellschaft Jesu", die eigentlich Jesuitenorden heißt). Sein Buch "Geistliche Übungen", erschienen 1548, kann mit Fug und Recht als eines der ersten westlichen Bücher bezeichnet werden, in dem geistige Übungen geschildert werden. Die einzelnen Anweisungen haben eine große Ähnlichkeit mit indischen Yogaübungen (Yoga), obwohl I. diese nicht kannte.
Illuminated Order of Thanateros (Erleuchteter Orden von Thanateros) (IOT)
Das Wort Thanateros ist eine Zusammenziehung der beiden griechischen Worte Thanatos und Eros. Thanatos heißt Tod bzw. ist der Gott des Todes, und Eros ist der Gott der Liebe. Der Schöpfer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, nannte den Todestrieb des Menschen Thanatos und den Lebenstrieb Eros. Der IOT ist eine der jüngsten Gründungen auf dem Gebiet der magischen Orden. Er entstand in der ersten Hälfte der achtziger Jahre in Großbritannien. Eine der treibenden Kräfte hierbei war der Engländer Peter Carroll. Der IOT nimmt für sich in Anspruch, seinen Mitgliedern das magische Wissen der Vergangenheit, z. B. des Schamanismus, des Tantra bis hin zu dem des Hermetischen Ordens der Goldenen Morgendämmerung, Crowleys, A. O. Spares und der Gegenwart zu vermitteln.
Moderne Wissenschaften spielen eine zunehmend größere Rolle in ihrem Lehrgebäude. So beschäftigt sich der IOT auch mit Gebieten der neueren Physik (z. B. Quantenphysik) und der Humanwissenschaften wie Psychologie. Zunehmend wird auch ein Gebiet bearbeitet, das der IOT Cybermagic nennt. Cybermagic beschäftigt sich mit dem Einsatz von Computern und Datennetzen wie Internet und versucht herauszufinden, ob und wie diese für die Magie zu nutzen sind. Darüber hinaus pflegt der IOT eine besondere Form der Magie, die Chaosmagie. Trotzdem ist die klassische Magie immer noch ein gleichberechtigtes Gebiet beim IOT. So bezeichnet sich der IOT als magischer Nachfahre des A. A. und des von A. O. Spare geschaffenen "Zos Kia Kultes". Der IOT hat vier Grade: Student, Eingeweihter, Adept, Meister. Er versteht diese Grade aber nicht als eine hierarchische Rangordnung, sondern als Unterteilung nach den Fähigkeiten, die jemand entwickelt hat. "Liber Null", "Psychonaut" und das "Liber Chaos" sind die drei grundlegenden Bücher über die Praxis und Theorie des IOT.
Illuminaten
Lateinisch "Erleuchtete". In der Regel bezeichnet man damit die Mitglieder des Illuminatenordens.
Illuminatenorden
Orden, den der IngoIstädter Juraprofessor Adam Weishaupt 1776 gründete. In seinen Anfängen war der I. eher ein philosophischer Debattierzirkel, in dem über Aufklärung, Politik, Rationalismus und den Kampf gegen die Jesuiten diskutiert wurde - mit dem Hintergrund, die Ziele der Aufklärung zu fördern. Später führte Weishaupt zusammen mit dem Freiherrn von Knigge Elemente der Freimaurerei in den I. ein. 1784 wurde der I. wegen angeblich staatsfeindlicher Umtriebe verboten. 1906 versuchte Leopold Engel gemeinsam mit Theodor Reuß den I. zu neuem Leben zu erwecken, jedoch ohne nennenswerten Erfolg.
Illusion
Anderes Wort für Täuschung, Irrtum oder trügerische Hoffnung. Viele esoterische Lehren und Religionen betrachten den materiellen Kosmos, die Welt in der wir leben, als eine I.
Imagination
Lateinisch für "Einbildungskraft". In der Esoterik bezeichnet man damit die Fähigkeit eines Magiers, sich etwas vorzustellen, und zwar so konzentriert, daß es z. B. auf der Astralebene Form gewinnt. Der Mystiker "imaginiert" die "Liebe Gottes" so intensiv, bis er sie in seinem Innern spürt.
Imagieniert werden hauptsächlich Energien die dann besser kanalisiert werden können.
Immanenz
In der Mystik Bezeichnung für die These, daß Gott in jeder offenbarten Form vorhanden ist, also eigentlich alles Gott oder wenigstens ein Teil von ihm ist.
Innana/Inanna
Name der höchsten babylonisch-sumerischen Göttin. Sie ist die Herrscherin des Himmels, des Krieges und der Liebe. Wegen des hohen Alters der babylonisch-sumerischen Kultur gilt I. als eine Art Urtyp aller weiblichen Gottheiten.
Die sumerische Vorläuferin der babylonischen Ishtar, die Himmelskönigin, Liebes- und Kriegsgöttin. Ob sie Kind des Himmelsgottes An, des Mondgottes Nanna oder des Wassergottes Enki war, ist unklar.
Ein altbabylonisches Kultlied zeigt ihre Macht: »Mein Vater hat mir den Himmel gegeben, hat mir die Erde gegeben: Die Himmelsherrin bin ich. Mißt sich einer, ein Gott, mit mir? Mullill hat mir den Himmel gegeben, hat mir die Erde gegeben: Die Himmelsherrin bin ich. Die Herrenschaft hat er mir gegeben, die Herrinnenschaft hat er mir gegeben, die Schlacht hat er mir gegeben, das Kampfgetümmel hat er mir gegeben, den Orkan hat er mir gegeben, den Wirbelwind hat er mir gegeben. Den Himmel hat er mir als Krone aufs Haupt gesetzt, die Erde als Sandale an meinen Fuß gelegt, den leuchtenden Göttermantel hat er mir umgetan, das strahlende Szepter in die Hand gegeben. Die Götter sind wie ängstliche Vögel - ich aber bin die Her- rin. Die Anunna-Götter laufen aufgeschreckt umher - ich aber bin die hehre Wildkuh: Die hehre Wildkuh Enlils bin ich, seine hehre Wildkuh, die allem vorangeht. Der Himmel ist mein, die Erde ist mein, ich bin die Heidin.« (zitiert nach Brigitte Regler-Bellinger: Die Himmelsherrin bin ich. Gebete und Hymnen an Göttinnen, Bonn 1993) - Inannas Höllenfahrt gilt als eine der frühesten Darstellungen einer solchen Reise und symbolisiert das Werden und Vergehen in der Natur. Umworben von dem Bauern Enkiddu und dem Hirten Dumuzi, hatte sie sich für den Hirten entschieden. Als dieser starb, machte sie sich auf in das Land der Toten, um ihn ins Leben zurückzuholen. Der Mythos vom Niederstieg der Inanna in die von (ihrer Schwester?) Ereschkigal beherrschte Unterwelt stammt wohl aus der ersten Hälfte des zweiten Jahrtausends vor Christus. Inanna muss sieben Pforten durchschreiten, und an jeder nimmt ihr ein Wächter ein Kleidungsstück oder ein Schmuckstück weg, bis sie am Ende ihrer Reise völlig nackt ist. Erschkigal lässt sie nicht mehr gehen; und Inanna hat keine Chance zu entkommen, denn die Hölle ist von sieben Mauern umschlossen. Nach man- chen Interpretationen sinkt Inanna sogar tot nieder; auf jeden Fall wird sie erst durch einen Trick ihres Vaters gerettet. Dumuzi jedoch muss für die Hälfte des Jahres in die Unterwelt zurückkehren, und in dieser Zeit sind die Pflanzen tot, denn er ist der Vegetationsgott der Sumerer. - Nach einer anderen Version machte Inanna nur aus Neugier die Reise in die Unterwelt und schickte Dumuzi nach ihrer Rückkehr dorthin, weil er sich in ihrer Abwesenheit zum Herrscher aufgeschwungen hatte. Er wurde von seiner Schwester Geshtinanna befreit, die sich mit ihm nun das Leben auf und unter der Erde teilt, jeweils ein halbes Jahr. Einflüsse auf den Mythos der Persephone sind erkennbar.
Incubus
Name für den Teufel oder für einen bösen Geist, der nachts Frauen aufsucht und mit ihnen sexuellen Verkehr hat. Oft nimmt er dabei das Aussehen des Ehemannes oder Geliebten an. Das weibliche Gegenstück heißt Succubus.
Individualität
siehe Ego
Individuation
Diesen Begriff schuf der Schweizer Psychologe Carl Gustav Jung. Mit ihm bezeichnet er den Prozeß, den ein Mensch durchläuft, um zur vollen Reife zu gelangen.
Indra
In der indischen Mythologie der Gott des Gewitters und gleichzeitig der Götterkönig. Im Laufe der Zeit trat er hinter Vishnu und Shiva zurück.
Initiation
siehe Einweihung
Inkarnation
Lateinisch so viel wie "ins Fleisch eingehen". Das Wort wird eigentlich im Sinne von Fleischwerdung verwendet und bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die Menschwerdung von Jesus Christus. lm Sprachgebrauch heutiger Okkultisten meint man damit auch das Leben und die Lebensspanne eines Menschen.
INRI
Laut Matthäusevangelium waren diese vier Buchstaben über dem Kreuz von Jesus angebracht. Sie sind nach Matthäus die Abkürzung für: Jesus Nazarenus Rex Judaeorum (Jesus von Nazareth König der Juden). Diese vier Buchstaben haben die Phantasie vieler Menschen angeregt, weshalb noch viele andere Deutungen existieren. Hier eine kleine Auswahl: "Igne Nitrum Roris Invenitur" - Durch Feuer gewinnt man das Salz aus dem Tau, eine alchemistische (Alchemie) Deutung; "In Nobis Regnat Jesus" - In uns regiert Jesus, eine christliche Deutung; "Igne Natura Renovatur Integra" - Durch das Feuer wird die Natur wiederhergestellt, eine den Rosenkreutzern zugeschriebene Deutung; "In Nomine Rationis Infallibilis" - Im Namen der unfehlbaren Vernunft, eine rationalistische Deutung; "Insit Naturae Regina lsis" - In der Natur ist die Königin Isis enthalten, eine Deutung Crowleys; "Iammin Nour Ruach Jebusha" - Wasser, Feuer, Luft, Erde, dies sind die hebräischen Namen für die vier Elemente.
Intelligenzien
In der Magie Bezeichnung für Geisteswesen, die auf bestimmten Ebenen leben. So verfügen etwa alle Planeten über I. (siehe Elementare)
Intuition
Lateinisch "Anschauung". Unter I. versteht man eine Erkenntnis, die durch das Ansehen einer Sache oder durch eine Erfahrung unmittelbar gewonnen wird. Der Gegensatz zu I. ist Reflexion. Hierbei kommt man durch Nachdenken zu einer Erkenntnis.
Invokation
Lateinisch für "Anrufung". Im Gegensatz zur Evokation beschwört der Magier hierbei einen Gott, Geist etc. auf sich selbst und nicht in das Dreieck. Der Gott soll ihm Erkenntnis o. ä. vermitteln.
Die I. ist die klassische Methode eines Mediums (z.B. bei Seancen) einen Geist zu beschwören und ihm den eigenen Körper zur Verfügung zu stellen, um ihm z.B. das Sprechen zu ermöglichen.
Irminsul
Auch Irmensäule genannt. So nannten die Germanen heilige Bäume und deren Nachbildungen aus Stein.
Ishtar/Ischtar
Als zugleich Himmels- und Unterweltsgöttin, als Göttin des Abend- und des Morgensterns (der Venus), als Kriegs- und zugleich Liebes-, Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttin mit starker Betonung der Sexualität gilt Ischtar als die meist verehrte Göttin der Babylonier. Ihre Entsprechung in der sumerischen Religion war Inanna, die phönizische Entsprechung Aschtoret, in der Mythologie der Griechen und Römer nannte man sie Astarte, setzte sie aber auch mit verschiedenen griechischen Göttinnen gleich wie Aphrodite, der Göttin der Liebe und der Schönheit, Artemis, der Göttin der wilden Natur, und Selene, der Göttin des Mondes. Einer altbabylonischen Tafel (um 1600 v.Chr.) entstammt der folgende Hymnus: »Eine Göttin besingt, besonders ehrfurchtgebietend unter den Göttinnen; gerühmt werde die Herrin der Menschen, die Größte der Götter des Himmels. Die Ishtar besingt, besonders ehrfurchtgebietend unter den Göttinnen; gerühmt werde die Herrin der Weiber, die Größte der Götter des Himmels! Sie, mit schwellender Kraft und Liebreiz angetan, hat Fruchtbarkeit die Fülle, verführerischen Reiz und Üppigkeit; Ishtar ist mit schwellender Kraft und Liebreiz angetan, hat Fruchtbarkeit die Fülle, verführerischen Reiz und Üppigkeit. Honigsüß ist sie an ihren Lippen, Leben ist ihr Mund; an ihrer Erscheinung wird voll das Lachen. Prächtig ist sie; schön sind ihre Farben, bunt ihre Augen und schillernd. Bei dieser Göttin ist Rat zu finden, die Geschicke von allem faßt sie in ihrer Hand. Wo sie hinsieht, ist Heiterkeit geschaffen, Lebenskraft, Pracht, Fortpflanzungskraft von Mann und Frau. Sie liebt Erhörung, Liebeserweisungen, Freundlichkeit; auch das einander Gewähren hat sie in der Hand. Wer ist es, der ihrer Größe gleichkäme, wer? Überlegen stark, hoch erhaben und sichtbar sind ihre Ordnungen. Ishtar, wer käme ihrer Größe gleich? Überlegen stark, hoch erhaben und sichtbar sind ihre Ordnungen. Sie, unter den Göttern ist ihre Stellung über- groß, ist ihr Wort von Gewicht; freundlicher noch als diese ist sie. Ishtar, unter den Göttern ist ihre Stellung übergroß, ist ihr Wort von Gewicht, freundlicher noch als diese ist sie. Ihre Königin ist sie; von ihr lassen sie sich stets die Geheiße geben, liegen allesamt vor ihr auf den Knien. Den von ihr ausgehenden Glanz nehmen sie von ihr in Empfang; Weib und Mann fürchten ganz besonders sie.« (zitiert nach Brigitte Regler-Bellinger: Die Himmelsherrin bin ich. Gebete und Hymnen an Göttinen, Bonn 1993) Ein bekannter Mythos, den sie mit Inanna teilt, erzählt von ihrer Höllenfahrt, bei der sie das Reich von Erschkigal besucht, um ihren Gatten, den Vegetationsgott Tammuz, herauszuholen - eine Reise, die sich jedes Jahr wiederholt, wenn die Vegetation stirbt und wiedergeboren wird. (siehe Astarte)
Isis
Name der höchsten ägyptischen Göttin. Sie ist Schwester und Gemahlin des Gottes Osiris und die Mutter des Gottes Horus. Als Göttin untersteht ihr die Magie. Isis mit dem Horusknaben auf dem Arm war in der ägyptischen Welt ein weitverbreitetes Motiv. Später wurde dies von den Christen übernommen, die daraus das Bild der Jungfrau Maria mit dem Jesusknaben auf dem Arm machten.
Islam
Eine der großen Weltreligionen. Übersetzt bedeutet I. ungefähr "Unterwerfung unter Gott". Mohammed schuf diese Religion, nachdem ihm der Erzengel Gabriel den Koran, das heilige Buch des I., diktiert hatte. Im I. gibt es einen Gott, der Allah genannt wird. Ein Moslem muß fünf Gebete am Tag sprechen, während des Ramadanmonats fasten, wenigstens einmal im Leben die Hadsch (Pilgerreise nach Mekka) machen und Almosen geben. Die Mystiker des I. werden Sufis genannt.
Die Gründung des Islam wurde durch Religionsforscher dahingehend begründet, dass Mohammed von christlichen und jüdischen Gelehrten beeinflußt wurde. Da diese ihn aber nicht als Propheten anerkannten, wandte er sich gegen diese und gründete in Mekka den Islam. Der Juden- und Christenhass hängt wohl mit dieser Erfahrung zusammen, dass Mohammed von den beiden anderen Religionen als Prophet abgelehnt wurde. Der Islam ist die "jüngste" der großen Religionen der Welt, und nach dem Christentum die drittgrößte. (Den größten Anteil haben zur Zeit die Religionslosen inne!)
Ausdrücklich betonen möchte ich, dass solche Dinge wie die Kopfbedeckung der Frau, die Beschneidung der Frau und solche Dinge nicht ausdrücklich im Koran (das heilige Buch des Islam) stehen. Wie im Judentum ist es auch im Islam brauch, den Koran auszulegen und zu interpretieren, dadurch können sich die Mullahs (so eine Art islamische Inquisition) Macht sichern und ihre eigenen Vorstellungen durchsetzen.
Ithyphallisch
leitet sich vom griechischen Wort für "Wüstling" ab und bezeichnet die Darstellung eines Gottes, Geistes oder anderen Wesens mit erigiertem Glied. Solche Figuren waren in der Antike weitverbreitet und stehen mit Fruchtbarkeitskulten in Verbindung.