Lexikon - F


F
Fakir
Ursprünglich Bezeichnung für einen muslimischen frommen Asketen. Später wurden alle bettelnden, auch nicht muslimischen Asketen so bezeichnet. Berühmt sind auf Nagelbrettern sitzende oder auf Glasscherben liegende F. Eigentlich lautet das indische Wort für diese Menschen Sadhu. F. ist ein aus dem arabischen stammendes Wort, das "armer Mann" bedeutet. (Sufis)

Falke
In der Symbolik der alten ägyptischen Religion hat der F. eine herausragende Rolle. Er ist der heilige Vogel des Horus. Die Flügel des göttlichen F. beschützen die Erde. Das Ba des Pharaos wurde als F. dargestellt.

Fallende Häuser
In der Astrologie die Häuser 3, 6, 9 und 12. Sie bilden jeweils die Überleitung in einen neuen Lebensbereich.

Fama Fraternitas
Lateinisch "Gerücht von der Bruderschaft". F. F., ist der Titel eines Buches, das von Johann Valentin Andreae stammt. Der Untertitel des Buches lautet: "Gerücht der Bruderschaft des R. C. an alle Gelehrte und Häupter Europas" und erschien zuerst 1615. In diesem Buch wird das Leben des Christian Rosenkreutz geschildert und das Entstehen der Bruderschaft vom Rosenkreutz (Rosenkreutzer). Das Buch machte einen großen Eindruck auf die Gelehrten seiner Zeit und führte dazu, daß viele Mitglied dieser mysteriösen Bruderschaft werden wollten.

Familiar
Kann ein Tier sein daß eine tiefe, geistige Bindung zu einer Hexe hat. Können aber auch Geistwesen sein die die Hexe und ihr Umfeld beschützen.

Farben
In der Esoterik, im Okkultismus und in der Magie haben F. eine sehr große symbolische Bedeutung. Sie sollen dabei helfen, eine bestimmte Schwingung oder Stimmung zu erzielen. So werden F. zum Beispiel Stimmungen, Gefühlen, Göttern, Planeten oder Tierkreiszeichen zugeordnet. Hierbei gibt es kein einheitliches Zuordnungsschema, es unterscheidet sich, je nach Schule, zum Teil erheblich, Hier ein paar Beispiele aus der Kabbalah für die Planeten und die Tierkreiszeichen: Sonne - Gold, Gelb; Mond - Violett, Azurblau, Indigo; Mars - Rot; Venus - Smaragdgrün, Olivgrün; Merkur - Orange; Saturn - Schwarz, Dunkelbraun; Widder - Rot; Stier - tiefes Indigo; Zwillinge - Malve; Krebs - Kastanienbraun; Löwe - tiefer Purpur; Jungfrau - Schiefergrau; Waage - Blau; Skorpion - dunkles Braun; Schütze - Gelb; Steinbock - Schwarz; Wassermann - Himmelblau; Fische - Silberweiß.

Feen
Geister, die vor allem in der nordeuropäischen Folklore und Mythologie vorkommen. Es gibt gute und böse F. F. werden oft mit Elfen in Verbindung gebracht. Obwohl sie sich von diesen sowohl in der Größe, als auch im Charakter, als auch im Aussehen unterscheiden.

Felder
siehe Häuser

Feng Shui
Chinesischer Name für die Kunst, günstige Plätze für den Bau von Häusern zu finden. Nach den Methoden des F. S. wird die Aufteilung eines Hauses vorgenommen, also die Entscheidung, wo der günstigste Platz für das Schlafzimmer oder den Arbeitsraum ist. Nach der Vorstellung des F. S. ist die Erde, wie auch der menschliche Körper, von einem Netz von Kraftlinien durchzogen. Je nach ihrer Energieform und Stärke können diese Linien von Vor- oder Nachteil für menschliche Aktivitäten und für das Wohlbefinden sein.

Fenrir
Auch unter dem Namen Fenriswolf bekannt. F. ist ein riesiger, böser Wolf, der Sohn des Loki aus der nordischen Mythologie. Bei der Götterdämmerung (auch Ragnarök oder Weltuntergang) verschlingt F. Odin und die Sonne.

Fernheilung
Heilen von Krankheiten, bei dem die Kranken nicht anwesend sind. Der Heiler sendet dem Kranken über eine Entfernung gesundmachende Energien.

Feste Zeichen
Unter dieser Bezeichnung werden die vier Tierkreiszeichen Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann zusammengefasst.

In der Astrologie die Tierkreiszeichen Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann. Sie stehen in Verbindung mit den vier Evangelisten: Stier - Lukas, Löwe - Markus, Skorpion - Johannes (oft dargestellt als Adler), Wassermann - Matthäus.

Fetisch
Gegenstand (Stein, Baum, Waffe etc.), dem eine bestimmte magische und vor Bösem schützende Eigenschaft zugesprochen wird. Amulette sowie Talismane zählen ebenfalls zu den F.

Fetischismus
Die kultische Verehrung und Anbetung eines Fetisch.

Feuer
Eins der vier Elemente. Es entspricht der reinen Energie und hat eine Beziehung zu Phantasie und Leidenschaft. Sein Elementargeist ist der Salamander. In der Astrologie sind dem F. die Tierkreiszeichen Widder, Löwe und Schütze zugeordnet. Ist das Element F. in einem Horoskop betont, spricht dies für einen dynamischen, phantasievollen Menschen, der aber gleichzeitig eine Neigung zu Zorn und Übereifer hat.

Feuerlaufen
Das Vermögen, durch Feuer (meist ist es glühende Holzkohle) zu laufen, ohne sich zu verbrennen. Oft versetzt sich der Feuerläufer vorher in einen Trancezustand (Trance).

Ficino, Marsilio (1433-1499)
Florentinischer Gelehrter. Er übersetzte die Werke Platons und alchemistische Texte (Alchemie) ins Italienische. Diese Übersetzungen waren wichtig für die Entwicklung der Magie in der Renaissance.

Findhorn
Name einer Gemeinschaft in Schottland, die 1962 vom Ehepaar Caddy gegründet wurde. Ungefähr 200 Menschen leben und betreiben auf dem relativ unfruchtbaren Boden und unter dem schlechten schottischen Klima Gemüse- und Ackerbau. Ein Teil des spirituellen Konzepts, nach dem die Mitglieder der Findhorngemeinschaft leben, ist es, so zu leben, daß sie nicht störend in den Ablauf der Natur eingreifen. Naturgeister sollen ihnen bei ihren Anbaumethoden helfen.

Fischezeitalter
Nach einer sehr alten Theorie gliedert sich die Menschheitsgeschichte in Abschnitte von ungefähr 2200 Jahren. Jedesmal, wenn der Frühlingspunkt der Sonne in ein anderes Sternbild tritt, beginnt danach ein neues Zeitalter. Zu Beginn unserer Zeitrechnung trat der Frühlingspunkt in die Fische ein. Die Ära des Leidens, aber auch des Mitgefühls begann. Die ersten Christen wählten u. a. darum die Fische als ihr Symbol. Erst mehr als 400 Jahre später wurde es vom Kreuz abgelöst.

Flamel, Nicolas (1330-1418)
Französischer Alchemist (Alchemie), der bei den Franzosen und anderen Alchemisten in hohem Ansehen stand, da er viel Geld für wohltätige Zwecke ausgab. F. behauptete den "Stein der Weisen" (Stein der Weisen) gefunden zu haben und sei deshalb in der Lage, Gold zu machen. So soll es ihm gelungen sein, Quecksilber in Silber und dieses dann in Gold zu verwandeln. Da F. ein eifriger Kopist alchemistischer Bücher war, ist es schwer festzustellen, welche Bücher wirklich aus seiner Feder stammen.

Fledermaus
Dieses hübsche Tier war in getrockneter Form Bestandteil einiger alchemistischer Rezepte. Darüber hinaus hatte es in der Esoterik keine Bedeutung. Da die Fledermaus aber des Nachts lebt und jagt, war und ist sie vielen Menschen so unheimlich wie das Dunkel selbst. Deswegen wurden seit dem Mittelalter christliche Teufel und Dämonen gelegentlich mit Fledermausflügeln dargestellt. Daß sich Vampire in sie verwandeln können, ist eine Erfindung der Gruselgeschichten des 18. Jahrhunderts.

Fliege
Im antiken Ägypten wurden Abbilder und Nachbildungen der F. dazu verwandt, böse Geister abzuschrecken. Eine aus Gold gemachte F. erhielten ägyptische Soldaten, die im Kampf besonders tapfer gekämpft hatten. Im europäischen Mittelalter wurde die F. zum Begleiter des Teufels. In seiner Erscheinung als Beelzebub erhielt er den Titel "Herr der Fliegen".

Fliegenpilz
Eine der wenigen Rauschpflanzen Europas. Bei den Schamanen Sibiriens (früher auch in unserer Gegend) gilt er als heilige Pflanze. Er wird dort aber auch als Genußmittel bei Geselligkeiten verwandt. Von persönlichen Experimenten muß aber abgeraten werden, da es sehr großer Erfahrung bedarf, dem jeweiligen Pilz anzusehen, wieviel Wirkstoff er enthält. Seinen schlechten Ruf hat er jedoch nicht wegen seiner Giftigkeit, die eher gering ist, sondern weil er bei den Heiden als göttlich galt. So wurde er von den Christen als Pflanze Satans angesehen.

Flügelsonne
Symbol des ägyptischen Gottes Horus. Sie stellt die Flügel des Falken dar, die die Welt schützen. In der Frühzeit des alten Ägypten war die geflügelte Sonne ein Abbild des Sonnengottes Behedeti, der aber später mit Horus verschmolz. In der Symbolik Thelemas heißt Behedeti Hadit und ist eines der wichtigsten Elemente dieser Lehre.

Fludd, Robert (1574-1637)
Engländer, der auch unter seinem lateinischen Namen Robertus de Fluctibus bekannt ist. F. war Astrologe, Physiker, Alchemist, Historiker, Künstler und ein großer Anhänger der Philosophie der Rosenkreutzer. Er versuchte, die zehn Sphären des griechischen Philosophen Aristoteles mit den zehn Sephiroth der Kabbalah zu vereinen. Beides hielt er für Offenbarungen Gottes. Er kannte jüdische Gelehrte, was in damaligen Zeiten nicht üblich war. So schrieb F. seine "Mosaische Philosophie" (1619). 1629 erschien sein bekanntestes Buch "Summum Bonum" (Höchstes Gut), in dem er die Alchemie, die Kabbalah und die Rosenkreutzer verteidigte.

Flugsalben
Salben, die die Hexen benutzten, ehe sie zum Sabbath gingen (Hexerei, Hexensabbath). Diese Hexensalben bestehen zu einem großen Teil aus Pflanzen und deren Extrakten, die dafür bekannt sind, daß sie halluzinogene Wirkung haben. Durch die Salben gerieten die Hexen in Trance, in der sie gelegentlich zu fliegen glaubten. Dies ist die wahrscheinliche Ursache des Hexenfluges.

Fo
Im chinesischen Buddhismus Name für einen äußerst heiligen Menschen.

Fohat
Laut H. P. Blavatsky stammt dieses Wort aus dem Tibetischen, ist aber keinem Tibetologen bekannt. In der Theosophie spielt F. eine große Rolle. Es bezeichnet die überall vorkommende Lebenskraft und Energie, die alle Dinge schafft und am Leben erhält.

Fortune, Dion (1891-1946)
Heißt eigentlich Violet Frith-Evans, bekannte, britische Esoterikerin und Schriftstellerin. Sie war eine Zeitlang Mitglied der Theosophischen Gesellschaft (Theosophie) und des Hermetic Order of the Golden Dawn (Hermetischer Orden der Goldenen Morgendämmerung). 1922 gründete sie die Fraternity of the Inner Light (Bruderschaft des Inneren Lichtes), die in manchem dem Golden Dawn ähnelte. Ihr Buch "Die Mystische Kabbala" (deutsche Ausgabe 1979/1987) gilt als unumstrittener Klassiker auf diesem Gebiet. F. arbeitete auch als Psychologin an Londoner Kliniken. Ein Ergebnis dieser Arbeit und ihres Umgangs mit neurotischen und psychotischen Patienten ist ihr Buch "Psychic Self-Defense" (Selbstverteidigung mit PSI). Hierin vertritt sie die Ansicht, daß man bestimmte psychische Störungen auch als eine Art Besessenheit durch Geister o. ä. interpretieren kann und das magische Rituale bei der Heilung helfen können.

Fraternitas Saturni
Lateinisch Bruderschaft des Saturn, wurde 1926 in Berlin von Mitgliedern der Pansophischen Loge (Pansophie) gegründet. Die F. S. lehrt eine Mischung aus astrologisch begründeter WeItentstehungslehre, Gnostizismus (Gnosis), sexueller Esoterik und Magie, den Lehren Aleister Crowleys und den Systemen einiger Freimaurerorden (siehe Freimaurerei). Die F. S. sieht sich als eine magische Geheimgesellschaft und verfügt über dreiunddreißig Grade. Der Grad des Magus Pentalpha (Magier der fünf Alpha), der achtzehnte Grad, gilt als der berüchtigste. In ihm lehrt die F. S. ein bestimmtes System der tantrischen Sexualmagie (Tantra). Das Initiationsritual dieses Grades und die Gradpapiere brachten der F. S. den Ruf ein, ein satanistischer Orden zu sein. Gründungsmitglieder waren u. a. Heinrich Tränker, magischer Name Recnartus, Eugen Grosche und Albin Grau, magischer Name Pacitus. Nicht-Esoterikern dürfte der Name Albin Grau am bekanntesten sein. Der Künstler Albin Grau arbeitete als Kostüm- und Bühnenbildner an mehreren bekannten Stummfilmen mit, z. B. Murnaus "Nosferatu - eine Symphonie des Grauens" und Fritz Langs "Metropolis". In den siebziger Jahren spaltete sich der Ordo Saturni (Orden des Saturn) von der Fraternitas ab. Beide Orden nehmen für sich in Anspruch, Erbe der echten F. S. zu sein.

Fraternity of Inner Light
Englisch für Bruderschaft des Inneren Lichtes, siehe Fortune, Dion.

Frazer, James George (1854-1941)
Englischer Anthropologe und Ethnologe. Sein Buch "The Golden Bough" (Der Goldene Zweig) hat einen tiefen Eindruck bei Esoterikern und Magiern hinterlassen. Seine Vergleiche unterschiedlicher Religionen und Kulte haben viele von ihnen inspiriert. Heute gelten seine Theorien in der Anthropologie und Ethnologie jedoch weitgehend als überholt.

Freimaurerei
Esoterischer Bund, zu dem nur Männer zugelassen werden. Es gibt viele Theorien über den Ursprung der F. Die geläufigste ist die, daß sie aus den mittelalterlichen Dombauhütten entstand - daher stammen auch die bekannten Symbole der F.: der Schurz, das Winkelmaß und der Zirkel. Jede Kathedrale galt als ein Abbild des himmlischen Jerusalems. Darum mußten die Menschen, die an ihnen arbeiteten, neben einem sehr guten Wissen über Baustatik und Architektur auch ein tiefes religiöses Verständnis haben. Da das Wissen über die Baukunst nur mündlich weitergegeben wurde, war es nötig, sich vor "Werksspionage" zu schützen. Aus diesem Grund entwickelten die Handwerker ein System von Paßworten und Zeichen, um so festzustellen, ob jemand wirklich zu ihnen gehörte oder nur Ideen und Pläne stehlen wollte. Das ist angeblich die Ursache dafür, daß es zu jedem Grad der F. ein Paßwort und ein Zeichen gibt, das man während der Einweihung erhält und das geheim ist.
Da die Steinmetze und die anderen am Dombau beteiligten Handwerker keiner Zunft angehörten, waren sie "freie Maurer". Im Laufe der Jahrhunderte geriet das eigentliche Handwerk immer mehr in den Hintergrund, und die Freimaurer beschäftigten sich zunehmend mit religiösen und humanistischen Fragen. Es wurde nicht mehr an einem konkreten Tempel oder Dom gebaut, sondern das "Bauen" wurde übertragen auf die Schaffung einer neuen Gesellschaft, in der Aufklärung, Toleranz und Humanität herrschen und alle Menschen sich in einem gemeinsamen Bund zusammenfinden. - Wann genau sich der Übergang von der praktischen Maurerei zur sogenannten "spekulativen Maurerei" abspielte, ist nicht klar. Sicher ist nur, daß sich im Jahre 1717 in England die erste Großloge bildete, in Deutschland im Jahre 1737 in Hamburg. - Um diesen "Tempel" bauen zu können, brauchte man geeIgnete "Steine". Als diese "Steine" verstehen sich die Freimaurer. Durch moralische, sittliche, ethische und religiöse Arbeit an sich selbst sollen sie zu passenden Steinen werden. Dieser Prozeß wird in der F. als "Arbeit am rauhen Stein" bezeichnet, wobei sie ihren Mitgliedern Hilfe leistet. Dies geschieht vor allem durch ein System aufeinanderfolgender Einweihungen, in denen der Kandidat mit einem bestimmten Symbol- und Lehrsystem vertraut gemacht wird, das ihm bei seiner inneren Vervollkommnung helfen soll. Die Einweihungen sind geheim. Esoterik spielt insofern eine Rolle, als die Beschäftigung mit ihr als eines der Mittel zur Selbstverwirklichung und Selbstfindung gesehen wird. Manches auf diesem Gebiet stammt bei den Freimaurern von den Rosenkreutzern. Sicherlich ist die F. im Laufe der Jahre zunehmend zu einer Institution heruntergekommen, die ihren Mitgliedern gesellschaftliche und geschäftliche Vorteile bringt, aber sie verfügt immer noch über Mitglieder, die sich für die Ziele der F. einsetzen. In der F. gibt es verschiedene Orden oder Gruppen, die sich inhaltlich und strukturell unterscheiden. Den örtlichen Zusammenschluß von Freimaurern nennt man Loge, diese schließen sich dann zur Großloge zusammen. Da es mehrere Freimaurersysteme gibt, existiert auch je nach Orden eine unterschiedliche Anzahl von Graden. Neben der angeblich klassischen F., die über drei Grade verfügt - Lehrling, Geselle, Meister (Johannisgrade) -, gibt es auch noch die Hochgradsysteme, dessen bekanntestes wohl der Alte und Angenommene Schottische Ritus ist, der dreiunddreißig Grade hat. Bekannte deutsche Freimaurer waren: Friedrich der Große, die Dichter Klopstock und Goethe, der Philosoph Fichte und der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart. In jüngster Zeit ist hier der Österreichische Schauspieler Karl Heinz Böhm zu nennen, der vor allem in den letzten Jahren durch sein Engagement für die Hungergebiete in Äthiopien bekannt wurde.

Freya
Name der norwegisch-isländischen Göttin der Fruchtbarkeit, deren Züge später mit Frigga, der Gattin des höchsten Gottes der Germanen Odin verschmolzen. Freyja (richtige Schreibweise ihres Namens) konnte sich auch in einen Falken, der ihr heiliges Tier war, verwandeln. Der Name des Wochentages Freitag leitet sich von ihr ab.

Fulcanelli, Jean Julien (1877-1932)
Pseudonym des französischen Alchemisten (Alchemie) und Autors Julien Champagne. F. ist einer der wenigen Alchemisten dieses Jahrhunderts. So soll er den Stein der Weisen besessen haben und in der Lage gewesen sein, Gold zu machen. Zudem soll er das alchemistische Geheimnis des ewigen Lebens besessen haben. F. ist eine mysteriöse Gestalt, um die sich viele Legenden ranken.

Fundamentalist
Mensch, der die Lehren und Überzeugungen einer Religion, eines Kultes oder einer politischen Richtung wortwörtlich nimmt. Für ihn ist nur das geschriebene Wort z. B. der jeweiligen Religion maßgebend und sonst nichts.

Fünf
Wichtige Zahl in der Esoterik, die den Menschen mit seinen fünf Sinnen symbolisiert. Der Mensch, der als ein Mikrokosmos (ein Abbild des Kosmos/Alls im Kleinen) gilt, hat die Symbolzahl fünf, Gott, das All, der Makrokosmos hat die Zahl sechs. Im Buddhismus gibt es fünf Todsünden: Vatermord, Muttermord, Mord an einem Heiligen, einen Streit in einer Mönchsgemeinschaft anzetteln, einen Buddha so stark verletzen, daß Blut fließt.

Fünf Tibeter
Unter diesem Namen werden bestimmte Körperübungen zusammengefaßt, die der Gesundheit und dem geistigen Wachsen des Menschen dienen sollen. Ursprung dieser Übungen sollen tibetisch-buddhistische Klöster sein, in denen die Übungen bis vor kurzem geheimgehalten wurden. Allerdings sind diese Übungen keinem tibetischen Lama bekannt, selbst der Leibarzt des Dalai Lama, des Oberhauptes der tibetischen Buddhisten, ließ verlautbaren, daß er noch nie etwas von den sogenannten "Fünf Tibetern" und ihren Übungen gehört habe. Es dürfte sich daher wohl eher um eine Erfindung cleverer westlicher Autoren handeln.