Lexikon - B


B
Ba
Altägyptische Bezeichnung für einen Teil der Seele. In seinen Ursprüngen war B. ein Wort, welches einfach für Gott stand. B. (als Symbol der Seele) hat die Gestalt eines menschenköpfigen Vogels, der in Darstellungen oft auf einem Baum in der Nähe des Grabes sitzt. So lange, wie der Körper des Verstorbenen noch existiert, kehrt das B. immer wieder in den Körper zurück. Nach der Verwesung fliegt das B. zu den Göttern. Die weibliche Entsprechung heißt Bat.

Baal
Hebräisch "der Herr". Er hat die Gestalt eines Stieres und ist in der Religion der Kanaaiter, die Bauern waren, der Gott der Erde.

Baba Jaga
In der osteuropäischen Folklore eine Art Hexe (Hexerei), die in den Wäldern lebt und die die sogenannte "wilde Jagd" anführt. Sie fliegt in ihrem eisernen Hexenkessel durch die Luft. Ein Teil des Klavierzyklus "Bilder einer Ausstellung" von Mobdest Mussorgskij (1839-1881) trägt auch den Titel "Die Jagd der Baba Jaga".

Bach, Edward (1886-1936)
Britischer Physiker und Arzt. Er schuf die nach ihm benannte "Bachblütentherapie". B. entwickelte ein System der Kategorisierung der Wildpflanzen, in das er 38 Wildblütenpflanzen aufnahm. Die Blüten werden gesammelt und in Schalen mit klarem Wasser getan. Dann läßt man sie einige Zeit stehen, siebt dann das Wasser ab und hat die Bachblütenessenzen, die gegen unterschiedlichste körperliche und seelische Krankheiten helfen sollen. B.'s System der Zuordnung der Pflanzen zu den jeweiligen Krankheiten beruht nicht auf wissenschaftlichen Beobachtungen, er schuf sie gemäß seiner persönlichen Intuition (Ganzheitliche Medizin).

Bachblüten-Therapie
Benannt nach dem britischen Bakteriologen und Immunologen Dr. Edward Bach. Er setzte Blütenextrakte von 37 wildwachsenden Pflanzen und Quellwasser gezielt gegen seelische Ursachen ein. Im Hintergrund der Gedanke, daß die Krankheit seelische Ursachen hat. Die Blüten werden an einem sonnigen Tag gepflückt, drei Stunden lang in frisches Quellwasser gelegt und dem prallen Sonnenlicht ausgesetzt, dann mit Alkohol konserviert und später verdünnt. Andere Blüten können in Quellwasser gekocht werden. In der Regel genügen zur Behandlung einige Tropfen.

Bacon, Francis (1561-1626)
Englischer Philosoph und Schriftsteller. Der Meinung einiger Gelehrter nach soll B. der wahre Autor von Shakespeares Theaterstücken gewesen sein. Sein Roman "Nova Atlantis" (Neues Atlantis) soll die Grundzüge der Freimaurerei vorwegnehmen.

Bacon, Roger (1214-1292)
Englischer Fanziskanermönch, Mathematiker, Philosoph und Alchemist (Alchemie), der sich auch intensiv mit Astrologie beschäftigte. B. ist als ein Vorläufer der modernen Naturwissenschaften zu verstehen, denn von ihm stammt der berühmte Satz: "Ohne Erfahrung kann der Mensch nichts sicher wissen". Trotzdem oder gerade deswegen geriet B. unter den Verdacht, schwarze Magie zu betreiben und wurde von seinem Orden unter Hausarrest gestellt. Seine Bücher wurden verboten.

Bailey, Alice Ann (1880-1949)
Engländerin. In den USA war sie Mitglied des sogenannten Adyar Zweiges der Theosophischen Gesellschaft geworden und recht schnell in den inneren Kreis aufgestiegen. Sie gründete die Arkan Schule. In ihren zahlreichen Büchern vertritt sie u. a. die Theorie, daß Christus bald wiederkehren werde und daß es besonders entwickelte Wesen auf der Erde gebe, die für das Schicksal der Menschheit verantwortlich seien. Sie behauptete, wie H. P. Blavatsky, in direktem Kontakt mit den geheimen Meistern (geheime Obere) zu sein. B. war eine recht produktive Autorin, die viele Bücher geschrieben hat.

Baker-Eddy, Mary (1821-1910)
Amerikanerin. B.-E. gab an, daß sie bereits als Kind medial veranlagt gewesen sei und göttliche Stimmen gehört habe. Sie ist die Begründerin der Christian Science (Christliche Wissenschaft), die lehrt, daß man mittels des Rezitierens von bestimmten Bibelstellen alle Krankheiten heilen könne. B.-E. schrieb auch in einem ihrer letzten Bücher, daß sie ein halbes Jahr nach ihrem Tode wiederauferstehen würde. Trotzdem ist die Christian Science auch heute noch recht populär, vor allem in den USA. Das Gedankengut B.-E.'s kann man als eine Vorform dessen betrachten, was heute gemeinhin als "Positives Denken" bezeichnet wird.

Baphomet
Legendenumwitterte Figur, die die Tempelritter verehrt haben sollen. So haben wenigstens einige von ihnen unter der Folter im Verbotsprozeß des Jahres 1307 gestanden. Die Tempelritter sollen das Kreuz verhöhnt und dem Götzenbild des B. gehuldigt haben. Einigen Quellen nach soll er einen weißen Bart und Edelsteinaugen gehabt haben, anderen Quellen zufolge soll er mit einem Eselskopf und Ziegenhörnern ausgestattet gewesen sein. Aus der letzten Beschreibung ist wohl auch ersichtlich, warum B. gelegentlich mit dem Teufel gleichgesetzt wird. Über die Herkunft und Bedeutung des Wortes B.gibt es viele Theorien, aber keine end- und allgemeingültige. So soll es sich z. B. von Mohammed ableiten: Mohammed - Mahomet- Maphomet - Baphomet. Dies sei ein Hinweis darauf, daß die Templer zum Islam übergetreten seien. Aleister Crowley zufolge stammt B. von Bafomithr, einem Wort, welches so viel wie Vater Mithras bedeutet. Auf jeden Fall hat das Wort in den letzten 600 Jahren die Phantasie vieler Menschen bewegt. - B. war Crowleys Ordensname im O.T.O. (Ordo Templis Orientis).

Bardon, Franz (1909-1958)
Stammte aus Tschechien. B. verfaßte esoterische und magische Bücher, die auch heute noch weit verbreitet sind. Am bekanntesten ist der Zyklus der drei Bücher "Der Weg zum wahren Adepten", "Die Praxis der magischen Evokation" und "Der Schlüssel zur wahren Kabbalah".
Innerhalb der sogenannten magischen Tradition beschreibt B. einen für die Verhältnisse der neueren magischen Literatur recht eigenständigen Weg, dem aber allem Anschein nach nur sehr wenige folgen können und wollen.

Basilides
Bekannter Gnostiker (Gnosis) des 2. Jahrhunderts n. Chr., der um 133 in Alexandria lehrte. B. gab an, ein Schüler des Glaucias und des Menander gewesen zu sein. Er schrieb einen umfangreichen Kommentar zum Neuen Testament, von dem aber nur noch kleine Teile erhalten sind. B. wird von einigen Forschern als Schöpfer einer bestimmten Form der Zahlenmystik angesehen. Zudem soll das Wort Abraxas bei ihm seinen ursprung haben. B. wurde vom katholischen Kirchenlehrer Irenäus (ca. 140-202 n. Chr.) zum Ketzer erklärt (Ketzerei).

Bat
Die weibliche Entsprechung von Ba.

Baum des Lebens
siehe Kabbala

Bastet
Name der katzenköpfigen Göttin der Fruchtbarkeit des alten Ägypten; B. war die Tochter der Isis.

Beelzebub
Form des hebräischen Baal-Sebub, was Fliegenfürst oder Herr der Fliegen bedeutet. Laut dem Alten Testament (2. Buch Könige, 1,2) war B. der oberste Gott der Philister. Für die Juden war er der Höchste der bösen Dämonen. Folglich wurde er später auch im Christentum zu einem der obersten Fürsten der Hölle. In einigen Texten über Magie des Mittelalters wird B. auch als Schutzgott der Magie bezeichnet.

Belial
Einer der Teufel oder Höllenfürsten, der gelegentlich auch Dämon der Feindschaft genannt wird.

Belladonna
Eine der wenigen berauschenden Pflanzen unserer Breiten. Wegen ihrer gefährlichen Nebenwirkungen wurde sie nicht aus Vergnügen genossen, fand aber Anwendung in verschiedenen Rezepten für Hexensalben (Hexerei). Daneben wurde sie in der Schönheitspflege benutzt. Ihr Auszug, in die Augen geträufelt, verleiht große, glänzende Pupillen. Diese Praxis kann sehr gefährlich für das Augenlicht werden und ist nicht zu empfehlen.

Bennet, Allan (1872-1923)
War eines der herausragendsten Mitglieder des Golden Dawn (Hermetischer Orden der Goldenen Morgendämmerung). Sein magischer Name im Orden lautete "Iehi Aour" (Es werde Licht). Er war ein Freund und Lehrer Aleister Crowleys. Beide teilten sich einige Zeit eine Wohnung in London. Während dieser Zeit unterwies er Crowley in der Praxis der rituellen Magie. Als B.'s Gesundheitszustand - er litt unter starkem Asthma - immer ernster wurde, besorgte Crowley Geld, um seinen Freund nach Ceylon zu schicken. Dort konvertierte B. zum Buddhismus (siehe Buddha) und nahm den Namen Ananda Metteya an. Wieder in London wurde er zu einem der Hauptinitiatoren der buddhistischen Bewegung in England.
Seine Schriften sind nahezu unbekannt, wobei zwei besonders zu nennen sind: 1. The Training of the Mind (Das Training des Geistes): In ihr schildert er auf einfache Weise Meditationsübungen. 2. Notes on Genesis (Notizen über die Genesis): Dies ist eine gelehrte kabbalistische (Kabbalah) Analyse von Schlüsselwörtern des ersten Buches des Alten Testaments.

Bernhardt, Oskar Ernst
siehe Abd-ru-shin

Bes (auch Besz)
Eine zwergenhafte Gestalt mit einem extrem häßlichen Gesicht und meist übergroßen Genitalien. Sein Bild diente in Ägypten dazu, böse Geister abzuwehren.

Besant, Annie (1847 England - 1933 Indien)
Sie war politisch sehr engagiert und gehörte zur 1. Sozialistischen Internationalen. In London war sie mit Karl Marx gut bekannt. Nachdem sie Kontakt mit einem der geheimen Meister oder Oberen der Theosophie gehabt hatte, trat sie 1889 der Theosophischen Gesellschaft bei und wurde Mitarbeiterin von H. P. Blavatsky. 1907 wurde sie zur Leiterin der Theosophischen Gesellschaft. Sie verursachte eine der schwersten Krisen der Theosophischen Gesellschaft, als sie den Hindujungen Krishnamurti Anfang dieses Jahrhunderts als den neuen Messias propagierte. Dies führte zur Aufspaltung der Theosophischen Gesellschaft in mehrere Zweige. Unter anderem spaltete sich damals die deutsche Sektion der Theosophischen Gesellschaft unter der Leitung Rudolf Steiners ab und gründete die Anthroposophische Gesellschaft (Anthroposophie).

Beschwörung
Im klassischen magischen Sinne wird darunter die Anrufung eines Gottes, Geistes etc. verstanden. Der Anzurufende wird mittels magischer Formeln, Symbole, Räucherungen etc. beschworen. Dies soll im Idealfall bis zur Sichtbarkeit des Geistes führen.

Bewegliche Zeichen
Darunter versteht man die vier Tierkreiszeichen Zwillinge, Jungfrau, Schütze und Fisch.

In der Astrologie die Tierkreiszeichen Zwilling, Jungfrau, Schütze und Fische. Sie verleihen eine anpassungsfähige, bewegliche Natur, bergen aber auch die Gefahr in sich, einen zu beeinflußbaren Charakter zu entwickeln.

Bhagavadgita
Wohl das berühmteste Gedicht aus dem indischen Helden- und Religionsepos Mahabharata, welches im 2. Jahrhundert n. Chr. entstand.
Hauptfigur des B. ist Krishna, der lehrt, daß der wichtigste Weg hin zur Erkenntnis und Erfahrung Gottes der der hingebungsvollen Liebe an Gott ist. Im Falle des B. ist dieser höchste Gott Vishnu. Als dieser Text in Europa bekannt wurde, machte er einen tiefen Eindruck auf viele Esoteriker, Mystiker und Magier, die zum ersten Mal mit einem direkten Zeugnis indischer Religiosität in Kontakt kamen. Das Bhakti Yoga (das Yoga der hingebungsvollen Liebe zu Gott) erlangte so in Europa einen hohen Bekanntheitsgrad und wurde zum Lehrinhalt verschiedener Orden und Bruderschaften, z. B. Aleister Crowleys A. A.

Bilokation
Stammt aus dem Bereich der Parapsychologie und meint die Fähigkeit, an zwei räumlich getrennten Orten zur gleichen Zeit zu sein.

Bilsenkraut
Eine der wenigen berauschenden Pflanzen unserer Breiten. Wegen seiner gefährlichen Nebenwirkungen wurde es nicht zum Vergnügen genossen. Es fand aber Anwendung in verschiedenen Rezepten für Hexensalben (Hexerei).

Binah
siehe Kabbala

Bioenergetik
Lebensenergie erfüllt den Menschen, die Atmosphäre. Der Mensch aber reagiert auf Streß und seelische Schocks mit Verspannungen und Blockaden der Lebensenergie. Bioenergetik beinhält Methoden wie Atemgymnastik und Massagen, mit deren Hilfe man unterdrückte Gefühle und körperliche Spannungen lösen kann.

Biorhythmen
B. fußen auf der bislang trotz vieler Untersuchungen unbewiesenen Annahme, daß drei Rhythmen das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit des Menschen beeinflussen. Ein Rhythmus von 23 Tagen soll danach die körperliche Leistungsfähigkeit bestimmen, einer von 28 Tagen das seelische Befinden (offensichtlich in Anlehnung an den "weiblichen" Zyklus) und ein Rhythmus von 33 Tagen die geistigen Fähigkeiten. Alle Rhythmen beginnen mit dem Tag der Geburt. Zu Beginn jedes Zyklus steigt die jeweilige Leistungsfähigkeit an, erreicht nach dem ersten Viertel den Höhepunkt und sinkt dann wieder auf den Ausgangspunkt nach der Hälfte der Zeit. Es folgt eine Phase der Erholung. Beim dritten Viertel des Rhythmus sind Leistungsfähigkeit und Stimmung auf einem Tiefpunkt, um dann bis zum Ende wieder auf den Ausgangspunkt anzusteigen. Danach wiederholt sich der Ablauf. Die Darstellung erfolgt meistens in Form von Sinuskurven. Die Überlagerung dieser drei Kurven zeigt das allgemeine Befinden. Mit Hilfe von Computerprogrammen oder Tabellen kann man sich seine eigenen Biorhythmen leicht veranschaulichen.

Biquintil
Abk. BQ. Ein Aspekt von 144 Grad. Er wird als schwach und weniger bedeutend eingeschätzt.

Blake, William (1757-1827)
Englischer Maler, Kupferstecher und Dichter. Seine Visionen waren die Quelle, aus der heraus er seine Kunst schuf. Er war stark vom Seher Emmanuel Swedenborg beeinflußt. B. entwickelte seine eigene Sicht der Welt und des Kosmos, die der der Kabbalah nicht unähnlich ist.
Eines seiner bekanntesten Werke ist "Die Lieder der Unschuld", erschienen 1789.

Blavatsky, Helena Petrowna (1831 Ukraine - 1891 London)
Schon als Kind behauptete B., ein Medium zu sein. Sie betätigte sich lange Jahre als Hellseherin, die durch europäische und amerikanische Großstädte reiste und dort in öffentlichen Vorstellungen auftrat. Im Laufe der Zeit nahm auch ihr Interesse an der Esoterik zu, und sie versuchte mehrere Male vergeblich, nach Tibet und in die Mongolei einzureisen. (Nach ihren eigenen Angaben will sie tatsächlich in der Mongolei gewesen sein.) Sie behauptete, als Medium Kontakt mit großen, unbekannten Oberen oder geheimen Meistern (sie nannte sie Mahatmas = Große Seelen) gehabt haben. Diese Meister bilden eine Art geheime Bruderschaft, die die Geschicke der Welt und der Menschheit führen soll (geheime Obere). 1877 erschien ihr Buch "Entschleierte Isis", in dem mehrere Religionen behandelt werden und nach einem sie verbindenden Kern gesucht wird. Einige Jahre später erschien ihr Großwerk "Die Geheimlehre" (1888) in mehreren Bänden, welches ihr angeblich von ihrem Meister Djwal Khul diktiert wurde. Das Opus basiert auf den sogenannten Stanzen von Dzyan, einem ihrer Behauptung nach geheimen Buch, welches über die Entstehung der Welt und des Menschen berichtet. Ihr Meister soll es ihr u. a. ermöglicht haben, Zugang zu diesen Stanzen zu bekommen und ihr beim Kommentar geholfen haben. Heute gilt als gesichert, daß sowohl die Stanzen wie auch die Kommentare allein aus der Feder B.'s stammen, und der "Meister" lediglich in ihrer Vorstellung existierte. Trotzdem wird "Die Geheimlehre" für ein äußerst wichtiges Werk gehalten. Diese Bücher beschäftigen sich mit fast allem, was in der Esoterik des ausgehenden 19. Jahrhunderts angesagt war. Sei es nun Buddhismus, Hinduismus, Kabbalah, Alchemie, Ägyptologie, Gnosis etc. B. versucht, Gemeinsamkeiten all dieser unterschiedlichen Gebiete aufzuzeigen, um so zu beweisen, daß jede Religion von einem ursprünglichen Kern ausgeht. Die Vermittler dieses Wissens seien die geheimen Meister/Oberen oder Mahatmas gewesen, die durch die Jahrtausende immer wiedergeboren worden seien. Diese Meister waren u. a. Buddha, Lao Tse, Jesus etc. Im Jahre 1875 gründete B. zusammen mit ihren Anhängern die Theosophische Gesellschaft in New York (Theosophie). B. ist einige Male des Schwindels überführt worden. Sie hat mediale Phänomene gefälscht und mit den Tricks von Bühnenmagiern gearbeitet.

Blocksberge
Tanzplätze der Hexen, auf denen sie ihren Sabbath (Hexensabbath) bzw. die Walpurgisnacht feiern. Neben dem Brocken im Harz sind der Donnersberg in der Pfalz der, Hörselberg in Thüringen und der Venusberg in Schwaben die bekanntesten.

Blut
Gilt als Träger der Lebenskraft, und sein Opfer spielte daher eine wichtige Rolle in magischen Ritualen. Auch heute gibt es noch viele Religionen, in denen dem Opfern von Blut eine große Bedeutung zukommt, z. B. in der afroamerikanischen Religion des Voodoo.

BLUT DES MONDES
Der weibliche Menstruationszyklus.
Wenn während des Zyklus Vollmond oder Neumond herrscht ist die Frau kraftvoller und stärker als das restliche Monat. Frauen wurde seit Ewigkeiten eingetrichtert sie müssen schwach, müde und kränklich sein wenn sie ihre Tage haben. Dabei ist das genau falsch, jede Frau sollte sich ihrer Stärke während dieser Zeit bewußt sein und die Menstruation als etwas positives sehen.

Boaz (auch Boas)
Name der rechten der beiden Säulen im Tempel Salomons in Jerusalem. In der Freimaurerei gilt sie meist als schwarz (manchmal auch als rot) und weiblich. Übersetzt könnte der Name "in Kraft" bedeuten. Aber es herrscht weder über die Bedeutung noch die Stellung der Säulen Einigkeit. (Jachin)

Bogumilen (auch Bogomilen)
Eine im 10. Jahrhundert bestehende Sekte aus dem Balkan, die der Gnosis zugeordnet wurde. Einige der Lehren der B. haben sehr große Ähnlichkeit mit denen der Albigenser (Katharer). Daher gilt es als ziemlich gesichert, daß es einen Austausch zwischen diesen Sekten gegeben haben muß. Die B. vertraten, wie auch viele andere gnostisch beeinflußte Sekten, einen strengen Dualismus.

Bo Yin Ra (1876-1943)
Pseudonym, unter dem Joseph Anton Schneiderfranken weit mehr als 40 Bücher schrieb. Schneiderfranken behauptete, schon als Kind mit einem Abgesandten der großen geheimen Bruderschaft in Kontakt gekommen zu sein. Seine Bücher haben eher einen Unterhaltungscharakter und werden in der Regel nicht sehr ernst genommen. Trotzdem haben sie diverse Rosenkreutzergemeinschaften der Neuzeit beeinflußt.

Böhme, Jakob (1575-1624)
Schuhmacher aus Görlitz. Während seiner Lehr- und Wanderjahre hatte er mehrmals mystische Visionen, die ihn schließlich dazu veranlaßten zu schreien. Bei B. vermischen sich Naturphilosophie und Mystik zu einem organischen Ganzen. In seinen Lehren ist der ewige Streit zwischen Gut und Böse in der Natur und in der Seele, die unabdingbare Voraussetzung für alles Seiende. Der Wille des Menschen muß sich dem Gottes unterordnen, da dieser das letztendlich einzig Existierende ist. In seiner Symbolwelt repräsentierten Gottvater den Himmel, Jesus Christus die Sonne und der Heilige Geist das Licht der Sterne. Um eins mit Gott werden zu können, muß der Mensch zuerst das Göttliche in sich selbst erkennen. B. trägt auch den Beinamen Philosophus Teutonicus (Deutscher Philosoph), von seinen Gegnern wurde er "der antichristliche Schuster" genannt. Seine Schriften wie "Aurora oder die Morgenröte im Aufgang" hatten einen prägenden Einfluß auf die Rosenkreutzergemeinschaften (Rosenkreutzer) und die deutsche Romantik.

Böser Blick
Nach magischer Theorie können Menschen, die über ihn verfügen, anderen durch bloßes Ansehen Schaden zufügen.

Book of Shadows
siehe Buch der Schatten

Boulan, Joseph Antoine (1824-1893)
Französischer, exkommunizierter römisch-katholischer Priester. War eine Zeitlang Oberhaupt der Carmel-Kirche, einer recht obskuren, christlichen Sekte, die vor allem in Lyon tätig war. Diese Kirche vertrat die Meinung, daß der Sündenfall des Menschen nur mittels Geschlechtsverkehr mit Engeln etc. aufgehoben werden könne. Weiteres zu B. und der Carmel-Kirche ist in dem Buch von Francis King "Sexuality" Magic and Perversion " (1971) nachzulesen.

BQ
siehe Biquintil

Brahma
Der höchste der drei indischen Götter. Zusammen mit Vishnu und Shiva symbolisiert er drei Aspekte oder Zustände des Lebens: Schöpfung (Brahma), Erhaltung (Vishnu), Zerstörung (Shiva).

Brahman
Wort aus dem Sanskrit, das "Heilige Macht" bedeutet. In der Frühzeit war es die durch den Priester gesprochene heilige magische Formel. Später wurde die Bedeutung abstrakter und bezeichnete die schöpferische Quelle all dessen, was existiert. Eng mit B. verbunden ist das Wort Atman.

Brocken
Berggipfel im Harz, an dem sich alljährlich zur Walpurgisnacht (Nacht vom 30. April zum 1. Mai) die Hexen zu ihrem Sabbath treffen sollen (Hexensabbath).

Brüder der Schatten
Mit diesen Worten meint man in der Esoterik und Magie gemeinhin Menschen, die dem "linken Pfad" (oder Pfad des Schattens) folgen. Sie sind also im eigentlichen Sinne Schwarzmagier.

Buch der Schatten
Ist in Deutschland unter seinem englischen Titel "Book of the Shadows" fast noch bekannter als unter seinem deutschen. Das Buch der Schatten ist das Buch das jede Hexe und jeder Hexer bei ihrer/seiner Einweihung erhalten und von ihr/ihm weitergeführt wird. Es enthält die Zaubersprüche und Rituale, die das Mitglied eines Hexenzirkels ausüben soll. Im eigentlichen Sinne ist das Buch der Schatten geheim und persönlich. Es soll nach dem Tode des Eigentümers vernichtet werden. Trotzdem gibt es verschiedene gedruckte Fassungen dieses Buches, die alle einen starken Einfluß der Schriften von Aleister Crowley verraten (Hexerei, Wicca).

Buddha
Ist eigentlich kein Name, sondern ein Titel. Es ist ein Sanskritwort und bedeutet ,"der Erleuchtete". Der historische B. war ein nepalesischer Prinz mit dem Namen Siddharta Gautama und wurde um 543 v. Chr. geboren. Das Erleben von Leid, Elend und Tod, die er außerhalb der Palastmauern sah, brachten ihn dazu, sein Leben zu ändern. Im Alter von 29 Jahren gab er sein gewohntes Leben auf, um nach Weisheit und Erkenntnis zu suchen. Sechs Jahre zog er durch Indien und übte sich in Askese und verschiedenen Yogapraktiken (Yoga). Der historische B. starb um das Jahr 480 v. Chr.

Buddhismus
Religion, die von Buddha gestiftet wurde und auf dessen Lehre beruht. Während Buddha unter dem Bodhibaum meditierte, erlangte er Erleuchtung. Er ging nach Benares und hielt seine erste Predigt über die "vier Wahrheiten" vom Leiden und von der Erlösung. Die Predigt war Anlaß zur Gründung der Ordensgemeinschaft buddhist. Mönche, die von Buddha nach der Predigt geweiht wurden. Die vier Wahrheiten lauten "Leiden, Jie Entstehung des Leidens" die Aufhebung des Leidens und der Weg" der zur Aufhebung des Leidens führt. Der Weg der Befreiung wird durch den "achtfachen Pfad" dargestellt. Er besteht aus rechtem Erkennen, rechte Entschlüsse fassen, rechtes Reden, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechtes Bemühen, rechte Achtsamkeit, rechte Meditation. Erst spät wurde es auch Frauen erlaubt, in den buddhist. Orden einzutreten.

Bulwer-Lytton, Sir Edward (1803-1873)
Englischer Schriftsteller, Rosenkreutzer und Freimaurer (Freimaurerei). Bekanntester Roman ist "Die letzten Tage von Pompeji". In esoterischen Kreisen ist er eher durch Romane wie "Zanooni" und "Vril" bekannt geworden. 1861 übernahm B.-L. den Vorsitz der Societas Rosicruciana in Angelia (Rosenkreutzergesellschaft in England), einem Vorläuferorden des Hermetischen Ordens der Goldenen Morgendämmerung ("Hermetic Order of the Golden Dawn"), Der von ihm geschaffene Vrilmythos beeinflußte die nationalsozialistischen Esoteriker (z. B. den Stellvertreter Adolf Hitlers und ehemaligen Steinerschüler Rudolf Heß), die eine Vril-Gesellschaft gründeten. Vril steht in B.-L.'s Roman "Vril oder das kommende Geschlecht" für die reine schöpferische Kraft, die die Pflanzen wachsen läßt. Der Mensch werde in der Zukunft in der Lage sein, diese Kraft für sich zu nutzen. B.-L. hatte auch Kontakt zu dem französischen Esoteriker und Magier Eliphas Levi.
B.-L. und Levi sollen gemeinsam in dessen Haus den Geist des Apollonius Von Tyana beschworen halben, der ihnen u.a. den Entwurf für einen angeblich sehr wirkungsvollen Talisman mitgeteilt halben soll.