Lexikon - A


A
A. A.
Abkürzung für die lateinischen Worte Astrum Argentum, was silberner Stern bedeutet. Gelegentlich wird der Name auch durch die Abkürzung S. S. angegeben, was Silver Star (Silberner Stern) heißt. Der A. A. ist ein magischer Orden, über den viele Legenden und Falschinformationen bestehen. Er wurde im Jahre 1900 in Mexiko von Aleister Crowley gegründet. Er verstand ihn als eine Fortsetzung des "Hermetic Order of the Golden Dawn" (Hermetischer Orden der Goldenen Morgendämmerung). Crowley, der selbst ein Eingeweihter des Golden Dawn war, schuf diesen Orden, weil er unzufrieden mit dem Golden Dawn und dessen Führung war. Seiner Ansicht nach hatte der Golden Dawn den Kontakt zu den Geheimen Oberen des Ordens verloren. Als es ihm im Jahre 1904 gelang, diesen Kontakt seiner Ansicht nach wieder herzustellen, bezeichnete er den A. A. als den "Inneren Orden des Neuen Äons, von dem das Gesetz von Thelema ausgehe" (s. Äon, Platonisches Jahr, Thelema). Der A. A. verfügt über elf Grade (0-10) und zwei Zwischengrade. Grundlage des Gradsystems ist der kabbalistische Baum des Lebens (Kabbalah). Während seines Fortschreitens im Orden begibt sich das Mitglied symbolisch auf die Reise von der Sephirah Malkuth (Neophyt 1°) hin zur Sephirah Kether (lpsissimus). Im Gegensatz zu anderen sogenannten magischen Orden unterhält der A. A. weder Logen noch Schulungszentren. Der A. A. nimmt Männer und Frauen auf. Die Unterweisung der Mitglieder findet nach folgendem Schema statt: Jedes Mitglied im Orden kennt nur das Mitglied, das in der Ordenshierarchie direkt über ihm ist. Dieses fungiert als sein Lehrer. Hat das Mitglied den magischen, mystischen und philosophischen Wissensstand seines Lehrers erreicht, kommt es in die da lauten: Befriedigung des eigenen Machttriebes, Geld verdienen (die Mitgliedschaft im echten A. A. kostet nichts bzw. sehr wenig) etc. Eschner und seine Gruppe sind mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt geraten, und er selbst sitzt eine mehrjährige Gefängnisstrafe wegen Nötigung ab. Trotzdem ist seine Gruppe weiter tätig, wie man diversen Publikationen der Boulevardpresse und Fernsehsendungen entnehmen kann. Hinzu kommt noch, daß Eschner wiederrechtlich äußerst schlechte Übersetzungen der Bücher Crowleys auf den Markt gebracht hat, die voller Fehler und Mißinterpretationen sind, die aus seiner eigenen Feder stammen. Er hat dem Ansehen des A. A. in Deutschland großen Schaden zugefügt. Es soll zur Zeit mehrere Zweige des A. A. auf der Welt geben, die authentisch sind, ein Anspruch, der sich aber nicht gerade leicht überprüfen läßt. Was lehrt nun der A. A.? Dieses hat Crowley in seiner Schrift "One Star in Sight" (Ein Stern in Sicht) alles detailliert beschrieben. Der A. A. lehrt keine Sexualmagie, wie gelegentlich irrtümlich behauptet wird. Es werden diverse Yoga- und Meditationstechniken vermittelt (Yoga, Meditation). Das Mitglied lernt vieles über Philosophie und die verschiedenen Religionen. Es muß die Basistexte der thelemitischen Weltanschauung (Thelema) lesen, und es erhält eine Grundausbildung in ritueller Magie. Im 5° muß es ihm gelingen, seinen eigenen Heiligen Schutzengel zu beschwören, der ihm dann bei seinem weiteren Fortschreiten im Orden hilft. Nach dem 7° muß es ihm gelingen, den Abyss zu überschreiten und jenseits von ihm symbolisch als Kind des Abyss in Binah (Kabbalah), der "Stadt der Pyramiden", wiedergeboren zu werden. Er tritt dann quasi in die kabbalistische Welt Aziluth ein.

Literaturhinweise Crowley, Aleister, One Star in Sight, Magick -  Buch 4 Appendix II, London 1929 (diverse Neuausgaben); ders., An Account of the A. A., Erstveröffentlichung in The Eqinox Vol. I, London 1909-1914; ders., Liber Collegii Sancti, o. O. u. o. J.

Abd-ru-shin (1875-1941)
Pseudonym für Oskar Ernst Bernhardt. Er war ein sächsischer Kaufmann, der später als esoterischer Schriftsteller und Gründer der Gralsgemeinschaft (siehe Gral) bekannt wurde. Die Gralsgemeinschaft wurde Ende der zwanziger Jahre in Tirol gegründet. Bernhardts Lehren sind ein Sammelsurium aus den unterschiedlichsten Strömungen wie Christentum, Theosophie und diversen christlichen Sekten wie z. B. den Adventisten. Hauptbestandteil der Lehren ist Bernhardts Buch "Im Lichte der Wahrheit". In ihm bezeichnet sich Bernhardt selbst als Gottessohn.

Aberglaube
Schon der Begriff ist schwierig zu definieren; übersetzt bedeutet er so viel wie „Widerglaube“, „Gegenglaube“. Was in einer bestimmten Gesellschaft als Aberglaube betrachtet wird, hängt natürlich vom Glauben der herrschenden Mehrheit ab; deshalb hat man zeitweise lieber den Begriff Volksglaube verwandt, der aber viel mehr umfasst. » Wenn man an das Richtige oder den Richtigen glaubt, nennt man das Glauben - ansonsten Aberglauben. Und vieles von diesem ,Aberglauben‘ ist im Leben der Gegenwart noch präsent« konstatiert trocken Hans Meurer in seinem Buch »Der dunkle Mythos« (Schliengen 1996). Vieles, was früher als Lehrmeinung oder herrschender Glaube, ja sogar als anerkanntes Wissen galt, wird heute als Aberglaube betrachtet. Aber auch eine umgekehrte Bewegung ist zu beobachten, etwa in Esoterik oder New Age, besonders im Glauben an Schutzengel, und nicht zuletzt in Literatur und Film, Engel, Dämonen und gar der Teufel tauchen zunehmend in modernen Werken auf, beispielhaft seien hier genannt das Buch »Memnoch der Teufel“ von Anne Rice und der Film »Die neun Pforten« von Roman Polanski. - Im Mittelalter konnte, seitdem Albertus Magnus (1200-1280) und sein Schüler Thomas von Aquino (1225 oder 1226 bis 1274) eine umfassende Theorie entwickelt hatten vom Vertrag zwischen dem Satan bzw. einem Dämonen und einem Menschen, von einer Gegenwelt des Teufels und seiner menschlichen Verbündeten, die es zu bekämpfen gelte, jede als abergläubisch bewertete Handlung als Teufelsdienst verfolgt und als Ketzerei bestraft werden. Dass auch in kirchlichen Bereichen noch in der Neuzeit Aberglaube und Magie weit verbreitet waren, belegt das Buch »Katholische Zauberei und Volksaberglaube“ aus dem Jahre 1585 des Heidelberger Professors Hermann Wittekind (1524-1603), der auch viel gegen Hexenverbrennungen schrieb und dem der folgende Auszug entnommen ist: »Dieses mißbrauchs/aberglaubens/teuffelswirckung ist die Pfaffenschafft in Pabstumb voll gewesen und derhalben auch bey dem gemeinen Mann im schwang gangen: und noch bey uns Euvangelischen viel darvon uberig ist. Was war in der Messe das fuemembste anders - dann der zauberische segen - da der Pfaff - die fuenff Wort oder acht syllaben - >Hoc est enim corpus meum“ ubers brot sprach -hauchetedarauff-machet mit dem kin drey kreutz darueber-meint damit wuerd auß dem brot der leib Christi. Gleicher weiß verwandelt er den Wein im kelch ins blut Christi - so doch den worten und syllaben solch vermoegen nicht geben ist. Banneten den heiligen Geist ins tauffwasser - ins weihewasser - ins saltz - ins oele - ins wachs - in kreuter - in stein - in holtz - in erdboden - wann sie kirchen - altar - kirchhoefe weiheten: segneten fladen - Fleisch - eyer etc. Weiheten am Osterabend auch das feuwer - daß keinen schaden thete: so ich doch - leider - erlebt hab - daß fuenff tage damach unser flecke in grund verbrannte. Deß feuwers Natur ist vnd bleibt - wanns verwarloßt wirdt - so machts brunst. Taufften vnd heiligten die glocken - gaben ihnen damit die krafft - daß sie durch iren Klang die boesen geister verjagten - die ungewitter stilleten - verhinderten daß sie keinen schaden theten / so weit der Klang gehoeret ward. Ja wol- ich habs gesehen - daß bey mir - in unserem kirchlein der donner den Gloeckner in dem er leutet erschlug -lag todt - hatt das seil noch in der hand. Wer kans alle erzelen was sie deß gauckelwercks und betrugs getriben haben. Wan ein Beuwerin ein krancke kuh hatte - kam der Pfarherr mit seinem rochet oder Chorrock und breuijr - gieng in stall- lase uber die kuh - besprengt sie mit weihwasser - machet kreutz darueber - gab ijr geweihet Saltz ein. Ob sie davon gesund ward - weiß ich nicht. Bey dem gemeinen mann ward deßgleichen aberglaubens und mißbrauchs kein zal. Blutet einem die nase zuviel- oder war einer verwund - so stillet mann das blut mit heiligen worten - vom ste- chen und Blutfluß unsers Herren am kreutze. Hatte einer sonst etwan einen schaden am leib - so nam ein alt weib einen kreutzpfenning oder gulden - bestreiche den schaden damit - mummelt etliche woerter darzu - das halft dann wie man meinte. Ein edelfraw - mir nicht unbekannt -ließ ;rem mann ein ring machen - darinn inwendig dise Wort auß dem Evangelisten gegra- ben waren - Os non cominuetis ex eo, das ist - Jr solt ;m kein bein zerbrechen. Der ring behuetet iren mann - daß er nie kein bein zerbrach wie wol er offt gefehrlich mit seim gaul fiele. Wann einer den anfang 5. Johanns Evangelien geschriben am halß trug - so thet ihm kein boeser geist nicht: war frey fuer der fallenden seuche - fuerm donnerschlag vnd anderm ubel. Arme leute hiengen ihren Kindern in eim tuechlein ein bißlein Brot an halß - wie sie noch bey uns thun. Die andern segner und beschwerer koennen schwerter und waffen also bezaubern und zurichten - daß sie nicht schneiden - stechen - oder sonst verwunden - wie ;r natur vnd eigenschafft ist: koennen auff schwertschneiden tantzen mit biossen fuessen on verletzung: beschweren anderer bogen vnd buechsen daß sie fehlen - segnen die ire daß sie treffen: davon auch zuvor gesagt. Jo. St. ein pfaffe und berhuembter Astronomus hatte ein gesegnets kraut - wann er das an ein schloß hielte - so gieng es auff - darzu es Gott nicht hatt wachsen lassen - hatte solche krafft auch vom segen nit. Der Teuffel war dabey - der zohe die schloesser auff. Etliche koennen mit beschweren die meuß und ratzen auß den heusern zusammen locken - dz sie ;nen heuffig nachlauffen - wie die fercklein der saw. Fueh- ren sie hinauß ins wasser vnd erseuffen sie. Ob es aber rechte meuß seyn oder ein gespenst - dz mogen die erfahrn und wissen die solche gesellen darzu mieten - ob sie darmit weniger meuß nachmals in iren heusern spueren dann zuvor. Diß alles - und was deß mehr ist -streitet wid Gottes ordnung- welche ist die natur.« So mancher Theologe hielt (und hält) die Transsubstantiationslehre der katholischen Kirche für Aberglaube, und Martin Luther bezeichnete viele der der katholischen Kirche heiligen oder gesegneten Dinge als »Teufelssakramente«: »Weihwasser soll Sünde tilgen, es soll Teufel austreiben, soll den Poltergeistern wehren, soll die Kindbetterin schirmen, wie uns der Papst lehret... So soll Weihsalz auch tun. Agnus Dei, vom Papst geweihet, soll mehr tun, als Gott selber zu tun vermag... Glocken sollen die Teufel im Wetter verjagen. Autonii Messer stechen den Teufel. Die gesegneten Kräuter treiben die giftigen Würmer weg. Etliche Segen heilen die Kühe, wehren den Milchdieben, löschen Feuer. Etliche Briefe machen sicher im Kriege und auch sonst wider Eisen, Feuer, Wasser, Tiere etc. Möncherei, Messe und desgleichen sollen mehr denn gemeine Seligkeit geben.
Und wer kanns alles herzählen? Ist doch keine Not so geringe gewesen, der Teufel hat ein Sakrament oder Heiltum drauf gestiftet, dadurch man Rat und Hilfe finde.« Noch heute werden in der Katholischen Kirche Außenstehenden als Aberglaube erscheinende Glaubenssätze gelehrt, etwa an die personale Existenz des Teufels oder an die Jungfrauengeburt. Dass Aberglaube auch außer halb der Religionsgemeinschaften verbreitet ist, belegt jeder Blick in die Presse, wo die Astrologie fröhliche Urständ feiert. Am 11. März 2000 konnte man in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung lesen: »Angeblich leben wir in überaus aufgeklärten Zeiten: Nüchternheit ist gefragt, >Sachzwänge< werden immer wichtiger. Sakrale Traditionen treten in den Hintergrund, religiöse Aura verliert an Bedeutung. Stimmt das wirklich? Jeder Blick in die Boulevard-, gar die Regenbogenpresse belehrt eines Besseren, belegt verblüffendes Interesse an den Irrungen und Wirrungen der Fürstenhäuser. Blut kann gar nicht blau genug sein. Doch auch sonst stößt man immer noch auf Rituale, die quasi metaphysische Bedeutsamkeit suggerieren, die zumindest weit über die Ebene der Alltagsentscheidungen hinausweisen.« - Der Tübinger Autor Marcus Hammerschmidt hat die modernen Formen des  Aberglaubens schön dargestellt - und kritisiert - in seinem Büchlein »Instant Nirvana - Das Geschäft mit der Suche nach dem Sinn“ (Berlin 1999). Er schildert die Geschäftemacherei und Verdummung, die zunehmend mit Esoterik, Okkultismus, Spiritismus und New Age betrieben wird bis hin zur Verbindung von Rechtsradikalismus und Esoterik. Dabei durchzieht ein Hauch von Verzweiflung Hammerschmidts Plädoyer für die Rationalität: »Es hat einen Geschmack von Wagenburgmentalität, von Verbohrtheit an sich, gegen die zigfache Übermacht des Gegners auf Positionen zu beharren, die kaum einen mehr interessieren. Trotzdem bleibt uns gegen die plan volle Vermischung von Wissen und Glauben, von Phantasie und Erfahrung nur das Beste an der wissenschaftlichen Tradition: die Skepsis.«

Abiegnus
Name des mythischen Berges, von dem die Rosenkreutzer vorgeben zu stammen. Gleichzeitig ist es auch der Name für das Grabgewölbe, in welchem ihr sagenumwobener Gründer Christian Rosenkreutz begraben sein soll. Bei den Initiationen in einigen Rosenkreutzergemeinschaften spielt die mystische Suche nach dem Schlüssel, der das Gewölbe öffnet, eine große Rolle. Wer diesen Schlüssel erlangt, für den tun sich alle Geheimnisse des Lebens und des Todes auf. Dementsprechend symbolisiert der A. auch das Zentrum der Welt. Gelegentlich wird der A. auch mit dem Montsalvat gleichgesetzt, jenem Berg in den spanischen Pyrenäen, auf dem sich die Gralsburg befunden haben soll.

Abraham von Worms
Legendärer Autor des Buches "Die heilige Magie des Abramelin" (siehe Abramelinritual), eines Zauberbuches, welches 1458 zuerst erschienen sein soll. Es ist seinem Sohn Lamech gewidmet.

Abramelinritual
Bezieht sich in erster Linie auf das Buch "Die heilige Magie des Abramelin". In ihm schildert der Wormser Jude Abraham seine Reisen durch Arabien und Ägypten auf der Suche nach Wissen und Weisheit. In Ägypten trifft er schließlich den Magier Abramelin (gelegentlich auch Abramelim genannt), der ihm einen Ritualtext (Ritual) überläßt, mit dessen Hilfe es möglich sein soll, seinen Heiligen Schutzengel zu beschwören. Ist einem dies gelungen, so kann man Engel und Dämonen herbeirufen, die man mit Hilfe des Heiligen Schutzengels in seine Dienste zwingt. Das ganze Ritual dauert sechs Monate und soll am Karfreitag beginnen. Während dieses Zeitraumes beschäftigt sich der Magier mit nichts anderem als mit diesem Ritual. Zwei Ausgaben des Buches sind für die europäische Esoterik von großer Wichtigkeit. Die eine Ausgabe befindet sich in der Bibliothèque Arsenal in Paris und stammt aus der Privatbibliothek des Comte d' Artois, der es im Jahre 1785 gekauft haben will. s. L. Mac Gregor Mathers übersetzte sie ins Englische. Diese Ausgabe erschien im Jahre 1898 in London. Mathers war einer der Gründer des Hermetischen Ordens der Goldenen Morgendämmerung, einer der wichtigsten magischen Organisationen des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Dieses Buch hatte einen großen Einfluß auf die Magie und die Mitglieder dieses Ordens. Eines davon war Aleister Crowley, der im Jahre 1900 versuchte, dieses Ritual durchzuführen. Die andere Ausgabe erschien 1725 in Köln unter dem bombastischen Titel: "Die egyptischen großen Offenbarungen in sich begreifend die aufgefundenen Geheimnißbücher Mosis; oder des Juden Abraham von Worms Buch der wahren Praktik in der uralten göttlichen Magie und in erstaunliche Dingen wie sie durch die heilige Kabbala und durch Elohym mitgeteilt worden. Sammt der Geister- und Wunderherrschaft welche Moses in der Wüste aus dem feurigen Busch erlernet, alle Verborgenheiten der Kabbala umfassend. Aus einer hebräischen Handschrift 1387 im 17. Jahrhundert verdeutscht und wortgetreu herausgegeben, Köln am Rhein, bei Peter Hammer". Eine Ausgabe dieses Buches befindet sich in der Bibliothek der Universität Köln.
Der Begründer der Tiefenpsychologie, der Schweizer Carl Gustav Jung, soll eine Ausgabe besessen haben. Der verstorbene Professor für jüdische Mystik an der Hebräischen Universität in Jerusalem vertritt die Auffassung, daß der Autor dieses Buches kein Jude gewesen sei. Er meint, daß das Buch unter dem Einfluß des christlichen Kabbalisten Pico de Mirandola verfaßt wurde.

Literaturhinweise Beecken, Johann Richard, Die Heilige Magie des Abramelin, Berlin 1957; Mathers, S L. Mac Gregor, The Book of the Sacred Magic of Abra Melin the Mage, London 1898 (verschiedene Nachdrucke); Dehn, Gregor, Das Ruch Abramelin, Saarbrücken 1995; König, Peter Robert, Abramelin & Co, München 1995.

ABRAKADABRA
Eine Zauberformel, deren Gebrauch bereits aus dem 3. Jahrhundert belegt ist. Ihre Herkunft ist unbekannt. Könnte allerdings mit dem griechischen Schutzgott Abraxas in Verbindung stehen, vielleicht als möglicher Teil einer Beschwörung oder einfach der Anrufung des Beistandes von Abraxas, wie das heutzutage üblich "Gott steh mir bei".

Abraxas
A. ist der Name eines Schutzgottes aus der griechischen Mythologie, aus dem das bekannte "Abrakadabra" hervorging. Er hatte einen Schlangenkörper und einen Löwenkopf und ist u.a. auf der Tarotkarte "XVI - Der Turm" im Deck von Crowley abgebildet (rechts oben).

A. taucht häufig im Zusammenhang mit der Gnosis auf und findet sich dort vor allem auf Schmuckstücken und Amuletten. Die Bedeutung dieses Wortes ist ebenfalls unklar. Schreibt man A. in griechischen Buchstaben und ordnet ihnen die dem griechischen Alphabet zugehörenden Zahlenwerte zu, so ergibt sich die Gesamtsumme 365. Die Zeit, die ein Jahr dauert, der Zeitraum also, in dem die Sonne einmal durch den ganzen Tierkreis zieht. Dies könnte die Schlußfolgerung nahelegen, daß sich A. auf die Sonne bezieht und somit ein heiliger oder magischer Name derselben ist.

Abraxas ist ein magisches Zauberwort, das sich aus den Anfangsbuchstaben hebräischer Gottesnamen zusammensetzt. In hellenistischen Zaubertexten wurde es als magische Formel gebraucht. Der magische Zahlenwert der sieben Buchstaben dieses Wortes ergibt in der Summe genau die Anzahl der Tage eines Jahres: 365 aus a = 1, b = 2, r = 100, a = 1, x = 60, a = 1, s = 200. Durch die Anzahl der Buchstaben versinnbildlicht das Wort auch die sieben Planeten oder die sieben Entwicklungsstufen des Menschen zur Erleuchtung.
Vor allem von den Gnostikern wurde dieses Zauberwort zu magischen Zwecken benutzt. Die Gnosis (= Erkenntnis Gottes) bezeichnet eine bereits in der Spätantike begründete hebräische mystische Lehre, nach der nur durch konsequente Innenschau Gott erkannt werden sollte. Hilfsmittel dazu war die intellektuelle Versenkung in die mystische Bedeutung von Zahlen, Schriftzeichen, geometrischen Formen und Zauberformeln. Im Mittelalter, hauptsächlich durch die Alchemisten, die sich meist auf die Gnosis beriefen, gelangte diese Lehre und damit auch das Wort Abraxas zu ungeahnter Blüte und Verbreitung.
Abraxas, der Allmächtige, Herr und Sieger über die Zeit, wurde meist durch eine Figur mit dem Kopf eines Hahnes, dem Körper eines Mannes und aus Schlangen gebildeten Beinen dargestellt. Der hahnenköpfige Gott ist zugleich Lichtgestalt und Symbol der Zeugung. In den Händen hält er oft eine Peitsche und ein Schild, das einerseits Zeichen seiner Macht ist, aber auch dazu dienen soll, böse Geister zu vertreiben.

Abtei von Thelema
Taucht zum ersten Mal in Francois Rabelais' (1494- 1553) Roman "Gargantua und Pantagruel" auf, der in fünf Bänden von 1532 an erschien.
Im ersten Buch "Gargantua" schildert er, wie Gargantua die Abtei Thelema bauen läßt. In ihr leben die Menschen in völliger Freiheit, gemäß der einzigen Ordensregel "Tu, was du willst". Aleister Crowley schuf in einem Landhaus nahe der sizilianischen Stadt Cefalu seine Abtei Thelema, in der er und seine Anhänger gemäß seinem "Gesetz von Thelema" lebten (siehe Thelema). 1923 wurde Crowley aus Italien ausgewiesen. Die Abtei bestand noch etwa zwei Jahre ohne ihn weiter.

Abyss
Stammt aus dem Griechischen und heißt ursprünglich Abyssos. Als Eigenschaftswort lautet die Übersetzung unergründlich, grundlos, als Hauptwort bedeutet es Abgrund; Stätte der Toten und Verdammten lautet die Übertragung im Neuen Testament. In der Kabbalah bezeichnet der A. den tiefen, unbekannten Abgrund zwischen den kabbalistischen Welten, vor allem den zwischen Briah und Aziluth. Ihn muß der Suchende auf seinem Weg hin zu Gott durchschreiten. Sein normales, menschliches Wesen löst sich im A. auf und wird dann jenseits des A. wiedergeboren, als Kind des A. Eine poetische Beschreibung des Durchganges durch den A. befindet sich in J. R. R. Tolkiens berühmten Fantasyroman "Der Herr der Ringe" (Stuttgart 1972). Der Zauberer Gandalf der Graue stürzt in die Schicksalsklippen und taucht später als Gandalf der Weiße geläutert wieder auf.

AC
Gebräuchlichste Abkürzung für Aszendent

Acheron
Der unterirdische Fluss durch den Hades, an dessen Mündung der Höllenhund Kerberos haust, benannt wahrscheinlich nach dem gleichnamigen Fluss im südlichen Epirus, der teilweise unter der Erde fließt.

Adad
Gewittergott der Assyrer und Babylonier, Gott des Windes, des Sturms und der Flut, verantwortlich für Donner und Blitz.

Adept
Lateinisch, kommt von adeptus, welches eine Form des Verbs adipiscor, erhalten, erringen, ist. Ein A. ist also jemand, der etwas errungen hat. Im Rahmen der Esoterik bezeichnet das Wort einen Menschen, der Wissen und magische Kenntnis, oft mittels Einweihung erlangt hat.

Adonai
Ist aus dem Hebräischen und heißt der Herr. Es wird immer an Stelle des heiligen, unaussprechlichen Namen Gottes (Jehovah oder Jahwe) verwandt. Laut Aleister Crowley ist es auch eine Bezeichnung für den Heiligen Schutzengel, da sein Zahlenwert im Hebräischen 65 lautet und 65 die Verbindung des Menschen (des Mikrokosmos, symbolisiert durch die Zahl 5) mit Gott (dem Makrokosmos, symbolisiert durch die Zahl 6) darstellt.

Adyar
Ist ein Vorort der indischen Stadt Madras und der Hauptsitz eines der Zweige der Theosophischen Gesellschaft Adyar Theosophie (Theosophie); ein anderer Zweig befindet sich in Pasadena, Kalifornien.

Aeromantie
Weissagung aus der Luft. Allerdings wird so auch die Magie mit Luft bezeichnet.

Agartha
Ist eine sagenhafte Stadt, die sich unter dem Himalaja befinden soll. Magier, Weise und Philosophen aller Hochkulturen sollen an diesem Ort zusammengekommen sein und dort diesen Hort der Weisheit und Gelehrsamkeit gegründet haben.

AGLA
Ist eine Abkürzung der hebräischen Worte "Ateh Gibor Le Olam Adonia", was übersetzt heißt: "Du bist mächtig, o Herr". Diese Worte wurden oft als Zauberformel auf Amuletten und Talismanen verwandt.

Agnostizimus
Von griechisch ágnostos: unerkennbar, unbekannt. Lehre, wonach es unmöglich ist, die Existenz einer transzendenten Gottheit zu beweisen oder zu widerlegen, entgegen sowohl dem Theismus, der die Existenz behauptet, als auch dem Atheismus, der sie bestreitet. Voltaire, obwohl Deist, hat die agnostische Grundhaltung schön beschrieben: „Ich mag den Schweizer Soldaten, der vor der Schlacht betet: Mein Gott, wenn es dich gibt, beschütze meine Seele, wenn ich eine habe.“ (siehe Polytheismus, Monotheismus, Pantheismus und Deismus)

Agrippa von Nettesheim, Heinrich Cornelius (1486-1535)
Er ist sicher eine der schillerndsten Figuren der Geschichte der Esoterik. Sein Leben würde Stoff für einen Abenteuerroman oder einen Historienfilm à la Hollywood liefern. A. ist einer der bedeutendsten der sogenannten Renaissancemagier. Als junger Mann begab er sich im Auftrag des Kaisers Maximilian nach Paris (die Ursache seiner Mission ist unbekannt) und gründete dort mit jungen Adligen eine Geheimgesellschaft. Sie wollten die Welt nach mystischen Gesichtspunkten reformieren, und sie gelobten einander gegenseitige Hilfe. Als ein Mitglied dieser Geheimgesellschaft die Botschaft erhielt, daß die Bauern seines Gutshofes ihn enteignet hatten, sammelten die Adligen, die man vielleicht als frühe Freimaurer betrachten kann, unter der Führung A.'s ein Heer, um ihrem Bruder wieder zu seinem Eigentum zu verhelfen.
Dies mißlang, und die Geheimgesellschaft löste sich daraufhin auf. 1509 kam A. nach Dôle, wo er Lehrer an der dortigen Universität wurde. Seine Vorliebe für die jüdische Kabbalah rief die Kirche auf den Plan, die dies für eine gefährliche Ketzerei hielt. Er ging nach Genf, doch die Anfeindungen ließen nicht nach. Daraufhin ging er nach England und kehrte schließlich wieder nach Köln zurück, wo er Vorlesungen hielt. 1515 folgte er Kaiser Maximilian und seinem Heer nach Italien, wo er zum Ritter geschlagen wurde. A. war Mitglied des Konzils von Pisa und hielt dann später in Turin und Pavia Vorlesungen über Hermes Trismegistos. 1518 wurde er Syndikus, Advokat und Redner der Stadt Metz. Nach einem Streit mit dem Inquisitor Savini - A. rettete eine Frau, die der Hexerei angeklagt war - gab er zwei Jahre später diesen Posten wieder auf.
In den nachfolgenden Jahren hielt er Vorlesungen in Köln, Genf und in Freiburg in der Schweiz. Während dieser Zeit praktizierte er auch als Arzt.
1524 wurde er zum Hausarzt der Herzogin Luise von Savoyen, der Mutter des Königs. Es kam zum Streit mit ihr, da er sich weigerte, für sie als Astrologe zu arbeiten, daraufhin verlor er seine Anstellung und Pension. In den nachfolgenden Jahren war er für den König von England, Heinrich den VIII., den Kanzler des deutschen Kaisers, einen italienischen Marchese und für Margarete von Österreich, die Statthalterin der Niederlande tätig. Letztere ernannte ihn zum Historiographen (Geschichtsschreiber). Während dieser Zeit erschien sein berühmtes Werk "Über die Eitelkeit und Unsicherheit der Wissenschaften" in lateinischer Sprache. In ihm schildert er seine These, daß alles menschliche Denken und Handeln eitel sei. Das Buch wurde zu einem Skandal, und A. wurde erneut arbeitslos. Mittellos verbrachte er ein Jahr in Brüssel im Gefängnis. Kurz darauf erschien sein Buch "De Occulta Philosophia" (Über die Okkulte Philosophie), und A. wurde der Ketzerei angeklagt. Er verließ Deutschland und starb schließlich in Grenoble. "De Occulta Philosophia" hat einen großen Einfluß auf die westliche Esoterik genommen. A. vertritt darin die These, daß der Mensch durch die Macht des Wissens Wunder bewirken könne. Magie sei eine mächtige Gabe des Menschen, die auf dem Wissen um die geheimsten Dinge beruhe. Sie sei Philosophie und Wissenschaft in einem und schließe Physik, Mathematik und Theologie mit ein. Um die verborgenen Eigenschaften der Dinge zu erforschen, müßten wir uns der Lehre von den Analogien (Ähnlichkeiten) bedienen: Ähnliches erzeugt Ähnliches. Das Feuer der Opferungen auf der Erde beeinflusse das Feuer des Himmels. Das Auge eines Frosches heile einen blinden Menschen. Neben den Sympathien gäbe es auch Antipathien, so verursache der Harn eines Maulesels Unfruchtbarkeit bei Frauen - Maulesel sind Bastarde aus Pferdehengst und Eselstute und fast immer unfruchtbar. A. war der erste, der die esoterischen Lehren der Juden und des griechisch-römischen Kulturkreises systematisch aufarbeitete. Für ihn bestand der Kosmos aus drei Welten. Für jede dieser Welten gibt es eine eigene Magie, die physische, die astrale und die religiöse. Die Gesamtausgabe der magischen Werke von A. erschien im Jahre 1855 in deutscher Sprache.

Ägyptische Götter
siehe Göttertabelle

Ahriman
In der Religion des Persers Zoroaster (auch Zarathustra) der Name des bösen Prinzips oder Gottes.

Ahura Masda (auch Ahura Mazda)
Ist der höchste und heiligste Geist in der zoroastrischen Religion Zarathustra.

Ain Soph
Wird auch En Sof geschrieben, siehe Kabbalah.

Ajna Chakra
siehe Chakra

Aion
Neben dem Mithras, der Sol lnvictus (unbesiegbare Sonne), wurden noch zwei andere Sonnengottheiten aus der altiranischen Religion von den Römern übernommen. Eine von ihnen ist der Aion, auch Sol Aeternus (ewige Sonne) genannt. Er ist, wie der Planet Saturn, mit dem er oft gleichgesetzt wird, der Gott und Wächter der Zeit und zugleich der Ewigkeit. Auch heute noch ist das Wort Äon gebräuchlich, womit ein unendlich langer Zeitraum oder die Ewigkeit bezeichnet wird. Dem Lauf der Sterne folgend, ist der Aion auch Herr über die Sternbilder und Tierkreiszeichen.
Am häufigsten wird der Aion in der Gestalt eines behuften, nackten Jünglings mit Flügeln dargestellt. Dies gibt ihm auch die Bedeutung eines Windgottes, wie ja auch in seinem Namen das lateinische Wort aer (Wind, Hauch, Luft) mitschwingt.

Akasha
Das fünfte Element, die omnipräsente spirituelle Kraft die das Universum durchdringt. Das Element wird dem äußeren Raum, dem inneren Raum, dem unmanifestierten und der Lebenskraft zugeordnet.

Stammt aus der indischen Sprache Pali und bedeutet Raum. Ursprünglich war der Gebrauch dieses Wortes auf den Buddhismus (siehe Buddha) und Hinduismus beschränkt. Es war vor allem Rudolf Steiner, der dieses Wort aufgriff und es zur Akasha-Chronik erweiterte. In ihr sollen alle vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Ereignisse aufgezeichnet sein, und einem hellsichtigen Menschen soll es möglich sein, in der Chronik zu lesen.

Akasha-Chronik
siehe Akasha

Akupunktur
Zhen jiu: so heißt das Verfahren auf Chinesisch: Nadeltherapie.
Der Westen hat das Wort lateinisiert. Acus ist die Nadel und pungere bedeutet stechen. Es bedeutet, heilen mit der Nadel.
Schon seit Jahrtausenden lehrten die Chinesen, daß Energie auf festen Bahnen, den Meridianen durch den Körper läuft. Störungen führen zu Krankheiten. Es gibt auf der Körperoberfläche 670 Punkte, über die sich die Energieflüsse beeinflussen lassen. Das geschieht durch Einstiche mit Nadeln aus Stahl, Silber oder Gold. Und die Erfolge sind unbestreitbar. Bei der Akupressur werden die Akupunkturpunkte durch Fingerdruck angeregt.

Ist ein wichtiger Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin. Der menschliche Körper verfügt nach dieser Lehre über ca. 1 000 sog. Akupunkturpunkte. Diese befinden sich auf zwölf Linien, die den menschlichen Körper überziehen. Sechs dieser Linien sind männlich bzw. positiv - positiv ist hier nicht eine moralische Qualität, sondern eher im Sinne der Elektrizität zu verstehen -, sechs sind weiblich bzw. negativ - hier gilt das gleiche wie bei positiv. Im Chinesischen bezeichnet man das Männliche mit Yang und das Weibliche mit Yin. Durch diese Linien, auch Meridiane genannt, fließt nach chinesischer Ansicht die Lebensenergie Ch'i. Dadurch, daß die Akupunkturpunkte nun mit Edelstahlnadeln gestochen werden, soll das Ch'i entweder in seinem Fluß angeregt oder gebremst werden, denn die chinesische Medizin vertritt die Ansicht, daß Krankheiten ihre Ursachen darin haben, daß der Energiefluß nicht mehr im Gleichgewicht ist.

Albertus Magus (1193-1280)
Lateinischer Name für Albert den Großen. Nachdem er an der Universität von Padua studiert hatte, lehrte er in Köln, Hildesheim, Frankfurt, Freiburg, Regensburg und Straßburg. Im Jahre 1223 war er dem Orden der Dominikaner beigetreten und war dann von 1260-1262 Bischof in Regensburg. Thomas von Aquin war auch einige Zeit sein Schüler. Albertus beschäftigte sich intensiv mit den Schriften des Aristoteles, und er las, was damals völlig neu war, arabische, byzantinische und jüdische Kommentare dazu. Die Kabbalah gehörte ebenfalls zu seinen Studiengebieten. Zudem beschäftigte er sich mit den esoterischen Künsten wie Astrologie und Alchemie. Es gibt sogar eine Legende, die behauptet, daß er vor dem Stauferkaiser Friedrich dem II. (1194-1250) Tote beschworen habe. Albertus Magnus entwickelte bereits so etwas wie eine kritische, naturwissenschaftliche Haltung, denn in seinen Schriften tauchen Sätze auf wie: "Das habe ich nachgeprüft." oder "Dies liegt außerhalb meiner Erfahrung". Ihm wird die Herstellung von Kaliumkarbonat (Pottasche) zugeschrieben, und er war der erste, der die chemischen Komponenten von Bleiweiß, Mennige und Zinnober angab. Seiner Ansicht nach verfügten Pflanzen auch über magische Kräfte, so befähige z. B. die Petunie zum Wahrsagen. Albertus Magnus ist darüber hinaus einer der Pioniere der sogenannten Edelsteinmagie, die sich heute wieder zunehmender Beliebtheit erfreut. Von ihm stammt der Satz: "Die Edelsteine haben vor anderen wunderwirkende Eigenschaften." So wirke der Amethyst gegen Trunkenheit, fördere die geistige Klarheit und mache klug. Mittels eines Smaragdes ließe sich feststellen, ob ein Mädchen keusch sei. Wenn man dem Mädchen einen Trunk mit geriebenem Smaragd gebe, und es sich nicht übergebe, so sei sie keusch, könne sie den Trunk jedoch nicht bei sich behalten, sei sie untugendhaft. Der Achat kräftige die Zähne, befreie von Halluzinationen und helfe gegen Melancholie. Dies sind nur einige Beispiele aus den Schriften von Albertus Magnus, der von all dem auf das tiefste überzeugt war. Da sich aus seinen Schriften auch ergab, daß man Amulette und Talismane aus Edelsteinen machen kann, wundert es nicht, daß er in den Verdacht geriet, Magie zu praktizieren. Diesen Vorwurf wies er mit den Worten, er betreibe Wissenschaft, weit von sich. Außerdem beschäftigte er sich ausgiebig mit der Alchemie. In einer Schrift mit dem Titel "Über die Alchemie" behauptet er, daß man Gold auf künstlichem Wege herstellen könne. Heutzutage erscheint uns Albertus als eine zwiespältige Person, die auf der einen Seite das naturwissenschaftliche Denken förderte und vertrat, andererseits aber gleichzeitig abergläubische Vorstellungen verbreitete. Doch in der Zeit - dem Mittelalter -, in der er lebte, erschien das nicht als ein Widerspruch. Albertus Magnus werden auch verschiedene Zauberbücher zugeschrieben, die aber alle späteren Ursprungs sind. Die katholische Kirche hat ihn zu einem Heiligen ernannt, sein Feiertag ist der 24. 11.

Albigenser
Eine asketische Geheimsekte, die seit dem 12. Jahrhundert in Südfrankreich vor allem um die Stadt Albi herum weit verbreitet war. Sie vertrat die Lehre eines guten und eines bösen Schöpfergottes, was auf ihre nahe Verwandtschaft mit den Manichäern hindeutet. Außerdem verwarfen sie die christlichen Sakramente und die christliche Lehre der Dreifaltigkeit. Dies machte sie in den Augen der Kirche zu einer gefährlichen Ketzerbande, die es auszurotten galt. So kam es in den Jahren 1209-1229 zu vernichtenden Albigenserkreuzzügen.

Alchemie
Mittelalterliche Lehre von der Beschaffenheit der Stoffe mit dem Ziel, durch Läuterung Unvollkommenes in Vollkommenes zu verwandeln.
Im Idealfall versuchte man, aus minderwertigen Stoffen Gold herzustellen.
Solche Transmutation (Umwandlung eines Elementes in ein anderes) wurden in der mittelalterlichen Literatur vielfach bezeugt. Ihr Wahrheitsgehalt kann heute nicht mehr festgestellt werden.
In diesem Zusammenhang war es das geheime Bestreben der Alchimisten, den Stein der Weisen zu finden, der für das Funktionieren der Transmutation erforderlich war.
In der Esoterik wird der Stein der Weisen mit dem Eigenen Selbst gleichgesetzt.
Ihn zu finden bedeutet danach, Erleuchtung zu erlangen.
Ausführliches zur Alchemie

Auch Alchimie oder Alchymie. Die genaue Herkunft des Wortes ist nicht eindeutig zu klären. Einer Theorie nach stammt das Wort von dem koptischen Namen Ägyptens Khem oder Khemi her, eine andere Meinung ist, daß es von dem griechischen Wort Chymos abzuleiten ist, welches den Saft einer Pflanze bezeichnet. Als A. bezeichnet man die Kunst, unedle Materialien in edle zu verwandeln. Insbesondere wollten die Alchemisten Gold herstellen und suchten zu dem Zweck nach dem wundertätigen "Elixier" oder dem "Stein der Weisen". Nach der Vorstellung der Gnosis war die Materie anfangs im Zustand des Chaos, und erst die Schaffung der Welt brachte sie in den heutigen Zustand. Der Alchemist, der nun diese Zusammenhänge kenne, sei in der Lage, durch eifriges Forschen den "Stein der Weisen" zu gewinnen. Mittels dieses Steins könne er die Materie verändern. Die A. entwickelte sich aus der spätägyptischen Dämonenlehre, die direkt von den Geistern stammen sollte. Sie wurde in schwer verständlichen Rezepten aufgeschrieben und später von den Arabern zu logisch aufgebauten Rezeptsammlungen und genauen Verfahrensbeschreibungen geordnet. So kann man die A. als eine Frühform der Wissenschaft bezeichnen. Etwa ab dem 11. Jahrhundert wurde die A. auch im Abendland bekannt und trug gemeinsam mit der Astrologie viel zur Weltanschauung des Mittelalters bei. A. hatte von Anfang an etwas mit Magie und Mystik zu tun. Der Prozeß der Goldherstellung wurde immer auch auf die Seele übertragen. Der wahre Alchemist sollte sich auch in geistiger Hinsicht vervollkommnen und das wahre Gold, also letztendlich Gott, finden. Trotzdem suchten sie auf Erden nach dem Rezept zur Goldherstellung. Die Deutung des schweizerischen Psychoanalytikers C. G. Jung ist nur teilweise richtig, nach der sich die A. nur auf innere seelische Zustände und Zusammenhänge beziehe, die, so Jungs These, in den alchemistischen Schriften in symbolischer Form dargestellt wurden. Literaturhinweis: Rode, Alexander, Alchemie und Mystik, Köln 1996.

Allah
Im Islam die Bezeichnung für den einzigen und alleinigen Gott (arabisch: al-ilah, der Gott). Wurde unter diesem Namen bereits von den vorislamischen Arabern verehrt, jedoch nicht als einziger, sondern als höchster, als Hochgott und Himmelsgott. Mohammed übertrug den Namen auf den einen und einzigen Gott, als dessen Prophet er sich verstand. Die Tradition kennt insgesamt 99 „schönste“ Namen Allahs.

Almagest
Titel der arabischen Übersetzung des Tetrabiblos des Klaudios Ptolemaios.

Alraune oder Alraunewurzel
Wurzel, die wegen ihrer menschlichen Form als ein mächtiges Zaubermittel angesehen wurde. Zudem enthält die Pflanze (Mandragora) eine Substanz, die den Menschen in rauschhafte Zustände versetzen kann.

AMORC
Ist eine Abkürzung für "Antiquus Mysticus Ordo Rosae Crucis" older "Ancient Mystical Order of the Rosy Cross", was übersetzt "Alter und Mystischer Orden von Rosenkreutz" heißt. Er wurde während des I. Weltkrieges von Spencer Lewis in den USA gegründet. Der AMORC hat ein Initiationssystem, das 16 Grade umfaßt. Angeblich soll der Orden altägyptischen Ursprungs sein, die Lehrinhalte stammen aber überwiegend aus der Theosophie und anderen magischen Orden.

Amulett
Amulette sind nach altem Glauben Schutzmittel zur Abwehr böser Kräfte. Es ist ein kleinerer, krafterfüllter Gegenstand der dort wirksam ist wo er angehängt oder befestigt ist.

Ist ein Gegenstand, dem eine magische und glückbringende Eigenschaft zugeschrieben wird. Es handelt sich hierbei entweder um einen natürlichen Gegenstand, wie zum Beispiel einen Edelstein, oder um ein künstlich geschaffenes Ding, auf dem beispielsweise magische Symbole eingraviert sind.

Amun
Einer der ältesten ägyptischen Götter. Sein Name soll soviel wie "der Verborgene" bedeuten. Er ist der Gott, der sich seines eigenen Atems bedient, um damit zu schaffen und zu wirken. A. ist für die Fruchtbarkeit und den Landbau zuständig. In der Spätzeit wurde er zum Sonnengott, der dann den Namen Amun-Re hatte.

Anahata Chakra
siehe Chakra

Analogie
Griechisch, bedeutet Ähnlichkeit, Entsprechung. In den Naturwissenschaften wird nach Ursachen und ihren Wirkungen gesucht. In der Esoterik hingegen steht die Suche nach und die Arbeit mit Analogien im Mittelpunkt. Es wird angenommen, daß alles, was sich ähnlich ist, in einem tieferen Zusammenhang steht und sich gegenseitig anzieht. (siehe Agrippa v. N.)

Ananta
Im Hinduismus eine tausendköpfige Schlange, Verkörperung aller kosmischen Energien, schwimmt im Milchmeer, dem Ur-Ozean, aus dem sich alles bildet.

Anderswelt
In die Anderswelt kannst du dich mittels Meditation begeben, du kannst deinen inneren Führer dort finden und Aufgaben und Prüfungen in ihr bestehen. In die Anderswelt haben sich die Fabelwesen (Elfen, Feen, Zwerge, etc.) zurückgezogen, in der man ihnen immernoch begegnen kann.

Andreae, Johann Valentin
Lutherischer Theologe, der in der Esoterik vor allem durch die Bücher "Die chymische Hochzeit des Christiani Rosenkreuz", erschienen 1616, "Fama Fraternitas Rosaceae Crucis" (Gerücht von der Bruderschaft des Rosenkreuzes), erschienen 1614, und "Confessio Fraternitas Rosaceae Crucis" (Bekenntnis der Bruderschaft des Rosenkreuzes), erschienen 1615, bekannt wurde. All diese Bücher erschienen anonym, es gilt aber heute als gesichert, daß sie aus der Feder von A. stammen. In ihnen schildert er die Bruderschaft des Rosenkreuzes und das Leben ihres sagenhaften Gründers Rosenkreutzer. Die Bücher A. löste im eigentlichen Sinne den "Rosenkreutzerboom" aus, der die Esoterikinteressierten bis heute beschäftigt.

Andreas-Grade
Bezeichnung für den 4. und 5. Grad der Freimaurerei.

Animismus
Von lat. "anima". Unter A. versteht man eine Religion, die vor allem bei Naturvölkern weit verbreitet ist. "Animisten" glauben, daß alle Dinge eine Seele besitzen. Das können Pflanzen, Tiere, Flüsse, Berge etc. sein. Nach dieser Religion lebt alles und ist beseelt, egal welche materielle Form es hat.

Ankh
Ankh ist eine ägyptische Hieroglyphe die weitgehend als Symbol für Leben, Liebe und Reinkarnation steht.

Ägyptisches Wort für Leben. Meist wird damit das Ankh-Kreuz bezeichnet. Dieses Henkelkreuz in Schüsselform wird traditionell von den ägyptischen Göttern getragen und symbolisiert immerwährendes Leben und Zeugungskraft.

ANSE - Arbeitsgemeinschaft Naturreligiöser Stammesverbände Europas
Sigrun Schleipfer, die Mitbegründerin des Armanenordens, gründete 1990 auch ANSE, nachdem sie sich von Adolf Schleipfer getrennt hatte und sich fortan Sigrun von Schlichting nannte. Die ANSE ist ein Netzwerk von Heidengruppen in Europa, geprägt durch die Aktivität der Gründerin. ANSE gibt sich politisch unbedenklich und neutral, indem die Arbeitsgemeinschaft z.B. den Mitgliedern empfiehlt, keine in politischen Bewegungen üblichen Abzeichen während der ANSE-Veranstaltungen zu tragen. Welche Abzeichen diese Empfehlung aber meint, liegt auf der Hand.

Wie ANSE sich um die abendländische Naturreligion sorgt, demonstriert das Programm: "Da unsere überlieferte Götterkraft im Abendland nur durch uns Abendländer fortbesteht, muss sie auch von uns Abendländern bewusst angenommen und gepflegt werden. Diese Aufgabe kann uns keine kulturkreisfremde Konfession und kein Nichtabendländer abnehmen. Solche europafernen Lehren müssen wir aus bitterer Erfahrung als Vertreibung aus unserem eigenen Heil einstufen." ANSE möchte auch vermehrt in grün-alternativen Kreisen Fuss fassen und bedauert natürlich das Abdriften der Grünen nach links ins multikulturelle Lager. Unter kritischen Beobachtern gilt ANSE immer noch als öffentlicher Arm des Armanenordens. Zeitung: Huginn und Muninn

Anthroposophie
Griechisch Menschenweisheit. Es taucht zum ersten Mal in dem Buch "Anthroposophia Thaumaturgica" (Wundertätige Anthroposophie) des englischen Rosenkreuzerautors Thomas Vaughn auf, das Anfang des 18. Jahrhunderts erschien. Heute wird der Begriff fast ausschließlich für die Lehre Rudolf Steiners gebraucht. Rudolf Steiner war der deutsche Generalsekretär der Theosophischen Gesellschaft - Adyar Zweig - für Deutschland (Theosophie). Als Steiner mit der Entwicklung, die die Adyar Theosophie nahm, nicht einverstanden war, trennten er und ein Großteil der deutschen Mitglieder sich von ihr und gründeten in den zwanziger Jahren die Anthrosophische Gesellschaft. Die A. hat den Anspruch, die ganze Menschheit mittels Meditationsübungen (Meditation), Konzentration, Beschäftigung mit Träumen und durch die Lektüre spiritueller Bücher zu einer höheren Erkenntnis ihrer selbst und der Welt zu führen. Im Mittelpunkt ihrer Lehre vom Entstehen des Kosmos steht der Christusimpuls, der den Mittelpunkt des Weltgeschehens darstellt. Durch Wiedergeburt soll der Mensch die Möglichkeit der seelischen und geistigen Höherentwicklung erlangen. Nach der anthroposophischen Lehrmeinung ist der Mensch dreigeteilt und zwar in Körper, Seele und Geist. Die Anthroposophie hat Bewegungen in Gang gesetzt, die über die Mystik und Esoterik hinausgehen, aber letztendlich doch immer in ihr begründet sind. So gibt es die anthroposophische Medizin, die über ein Krankenhaus in Herdecke verfügt, und die anthroposophische Pädagogik, auch unter dem Namen Waldorfpädagogik bekannt. In vielen Städten gibt es heute Waldorfkindergärten und Waldorfschulen.

Anubis
Totengott der Ägypter. Er hat den Kopf eines Hundes oder Schakals. Nachts bewacht A. die Mumien vor Dämonen und anderen unheilbringenden Geistern. In den Anfangszeiten war er Herrscher des Totenreichs. Als Osiris diese Stellung einnahm, wurde A. herabgestuft.
Beim Totengericht hat er nun die Aufgabe, das Wiegen der Herzen der Verstorbenen zu überwachen. Außerdem führt er die Seelen der Verstorbenen sicher durch die Unterwelt.

Äon
Kommt vom griechischen Aion, was Leben, Lebenszeit, aber auch lange, unbegrenzte Zeit, Ewigkeit bedeutet. In der Esoterik wird dieses Wort häufig auf Teile des Platonischen Jahres angewandt.

Aphrodite
Griechische Göttin der Liebe, der Schönheit und des Wachstums. Über ihren mythologischen Ursprung gibt es mehrere Versionen. Einmal ist sie die Tochter des Zeus und der Dione, ein anderes Mal entstand sie aus dem Schaum des Meeres, der entstand, als Kronos die Genitalien des Uranos in das Meer warf. Ihr heiliger Baum ist die Myrrhe. Tauben, Spatzen und auch Fische sind ihre ständigen Begleiter, also ihre heiligen Tiere. Ihre römische Entsprechung ist Venus.

Aphrodisiakum
Der Name leitet sich von der Göttin Aphrodite ab. Ein A. ist eine Substanz, die das sexuelle Verlangen und das Empfinden beim Liebesakt steigern soll. Es ist nicht mit einem Potenzmittel zu verwechseln. Die Wirkung eines A. besteht hauptsächlich darin, daß es die Hemmungen, eines der Haupthindernisse beim Liebesgenuß, herabsetzt. Ob ein A. dazu in der Lage ist, die Teile des Gehirns zu beeinflussen, die für das sexuelle Verlangen und die Lustempfindung zuständig sind, ist umstritten. Seit Jahrtausenden gelten bestimmte Nahrungsmittel als A., z. B. Fische (heilige Tiere der Aphrodite/Venus), Hasen, Sellerie, Petersilie, Alraune, Oliven, Spargel etc. Dann gibt es noch eine Reihe von Substanzen, die eine aphrodisiakische Wirkung haben sollen, die aber heute fast alle nach dem Betäubungsmittelgesetz verbotene Drogen sind und die, im Übermaß genossen, das Gegenteil bewirken. Außerdem kann der Konsum solcher Mittel gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Das in der Welt am weitesten verbreitete A. ist Haschisch oder Marihuana. In der indischen Mythologie z. B. war es der Gott Shiva, der den Menschen das Haschisch brachte, damit sie mehr Freude an der Liebe haben sollten. Deswegen wird er auch oft auf Bildern und Statuen mit dieser Pflanze abgebildet. Des weiteren gelten Alkohol, Kokain, LSD und Meskalin als A. In bestimmten sexualmagisch ausgerichteten Kulten, z. B. Tantra, werden A. bewußt als Stimulanzien eingesetzt.

Apokryphen
Griechisch, bedeutet so viel wie "das Verborgene". A. nennt man Bücher, die in Inhalt und Form den Büchern der Bibel nahe verwandt sind und auch als zu ihr gehörig ausgegeben werden, aber nicht in die Bibel aufgenommen wurden. Es gibt viele apokryphe Bücher des Alten und Neuen Testaments, so gibt es zum Beispiel ein Petrusevangelium, ein Evangelium der Maria Magdalena oder eine Petrusapokalypse.

Apollo
Griechischer Gott, Sohn des Zeus und der Leto. Ursprünglich war er der Gott der alles verbrennenden Sommerhitze, der Pest und des Todes. Später wandelte er sich u. a. zum Gott des Ackerbaus, der Herden, des Lichtes, der Künste und der Weissagung. Ihm war in Delphi das wohl berühmteste Orakel der Antike gebaut worden. In der Spätzeit des klassischen Griechenlands wandelte er sich zum Sonnengott. In dieser Eigenschaft tritt er in der Esoterik auf.

Apollonius von Tyana
Ein aus Kappadozien stammender Magier des 1. Jahrhunderts n. Chr., von dem es ungefähr 100 Briefe geben soll, in denen er über Magie und Philosophie schreibt. Es ist heute strittig, ob es überhaupt einen A. gegeben hat, sehr sicher ist man sich aber darin, daß diese Briefe nicht von ihm stammen.

Apophis
Name des ägyptischen Schlangendämons (strenggenommen ist es die griechische Übersetzung des ägyptischen Apepi), der an den Ufern des himmlischen Nil (oder Nun lebt). Jeden Morgen begibt sich der Sonnengott Re (oder Ra) mit der Sonnenbarke auf seine Reise durch die zwölf Provinzen seines Reiches (die zwölf Tagesstunden). Die riesige Schlange A. versucht nun, Re und die Barke zu verschlingen. Dieser Kampf findet jeden Morgen statt, und Re ist stets der Sieger. Sturm und Unwetter sahen die alten Ägypter als Zeichen des Kampfes zwischen Re und A. an. Bei einer Sonnenfinsternis glaubten sie, daß A. einen kurzfristigen Sieg errungen habe. Dieser Mythos symbolisiert den ewigen Kampf der Kräfte des Lichtes (Re) gegen die Kräfte der Finsternis (A.), wobei das Licht (das Gute) immer den Sieg erringt.

Aquarius
Lateinischer Name des elften Tierkreiszeichens Wassermann.

Äquinoktium
Lateinische Bezeichnung für die Tag- und Nachtgleiche, die Tage des Jahres also, an denen Tag und Nacht jeweils 12 Stunden dauern, am Frühlings- und Herbstanfang. Diese Tage haben schon seit altersher eine große magische und religiöse Bedeutung, die sich darin zeigt, daß sie in vielen Kulturen Tage großer Feste waren und sind.

Arabische Punkte
Begriff aus der Astrologie; siehe Sensitive Punkte

Arbatel de Magia Veterum
Ein Zauberbuch, das Anweisungen zur Beschwörung von Geistern und Dämonen enthält. Es stammt angeblich aus dem Mittelalter, wurde aber erst 1575 in der Schweiz veröffentlicht.

Arcanum (auch Arkanum)
Lateinisches Wort für "das Geheimnisvolle". Dieses Wort wird gemeinhin für das Wissen benutzt, das nicht jedem Menschen zugänglich ist, sondern nur den Eingeweihten in den Mysterien, Geheimbünden und magischen Künsten. Beim Tarot spricht man von den großen und kleinen Arkanen.

Archetypen
Nach Ansicht des Psychologen C. G. Jung haben alle Menschen bestimmte seelische Bilder gemeinsam. Man findet sie in Märchen, Träumen, religiösen Erzählungen, aber auch in magischen Ritualen, in der Alchemie, Astrologie und anderen esoterischen Bereichen wieder. Beispiele sind: der weise Alte, die große Mutter, die Hexe.

Aries
Lateinische Bezeichnung des ersten Tierkreiszeichens Widder.

Arkadien
In der Mythologie der Griechen war die Gegend im mittleren Peloponnes die Heimat des Pan. Mit der Schäferdichtung »Eclogae« (»Eklogen«, auch »Bucolica« genannt, 39 v. Chr.) machte Vergil (70-19 v. Chr.) die eigentlich sehr rauhe Landschaft zum Schauplatz des schönen Lebens auf dem Lande. In der Renaissance wurde daraus ein Sinnbild für eine unschuldige, ungekünstelte Existenz in einer paradiesischen Landschaft, etwa in der »Arcadia« (1504) des neapolitanischen Autors Iacopo Sannazzarro und in „The Arcadia« (1581-84) des englischen Dichters Sir Philip Sidney. Wurde gerne auch mit dem Elysium verglichen oder gleichgesetzt, oder als Landschaft eines Goldenen Zeitalters, einer Traumwelt oder Utopie, etwa bei Joseph von Eichendorff (1788-1857) in »Auch ich war in Arkadien!« (1834 oder 1838) und »Aus dem Leben eines Taugenichts« (1826): „Die Liebe ... ist eigentlich ein Poetenmantel, den jeder Phantast einmal in der kalten Welt umnimmt, um nach Arkadien auszuwandern.« Bekannt ist die Arie »Als ich einst Prinz war in Arkadien« in Offenbachs »Orpheus in der Unterwelt«.

Armanen-Orden
Der Armanenorden (AO), 1976 gegründet, gilt als Nachfolgeorganisation der Guido-von-List-Gesellschaft (gegründet 1908), die Rassismus und Antisemitismus mit Esoterik verband. List selbst war u.a. Mitglied in der "Thule-Gesellschaft", die mit anderen Organisationen zusammen geistig dem Nationalsozialismus den Weg bahnte. Der AO sieht sich als hierarchische Organisation, auf Regeln und Ritualen aufgebaut. Die Vorsitzenden des AO, Adolph und Sigrun Schleipfer, sind zugleich "Grossmeister/in" des Ordens.
Die Armanen waren - im Verständnis des Armanenordens - die geistigen Führer der Germanen. Germanische Götter werden als Naturgewalten und übersinnliche Kräfte verstanden. Die Menschen, die sich laufend inkarnieren, sind Teile oder Zellen der Götter. Seelen reinkarnieren immer wieder neu, wobei jede Seele - wie Ordensmitglieder betonen - eine eindeutige völkische Identität hat und sich in einem gemischtrassigen Körper nicht mehr zurechtfinden würde. Völkervermischung wäre also zutiefst inopportun. Nach Ansicht des Ordens steht der Mensch am Beginn eines neuen Zeitalters. Das ablaufende Zeitalter litt unter der Zivilisation, den Umweltschäden und dem Mangel an Einfluss der weiblichen Kräfte. Der Orden will dem Menschen die Wurzeln der Tradition des eigenen Volkes und des eigenen Lebensraums bewusst machen und den weiblichen Rechten und dem weiblichen Einfluss wieder den Raum gewähren, der ihnen gebührt. Die Rollen von Mann und Frau sollen aber ihren Eigenheiten entsprechen. Die Frau ist ausgerichtet auf Heim und Herd.
Der Orden ist weniger eine Plattform für die Masse, sondern so etwas wie eine Mysterienschule für Eingeweihte. Er versucht auch Einfluss auf andere Organisationen des Neuheidentums zu nehmen.
Die Attraktivität des Ordens und seiner Ziele für die heutigen Menschen gründet wohl in erster Linie in den ökologischen und frauenfreundlichen Postulaten und wahrscheinlich auch im Umstand, dass eine religiöse Vereinigung Ideen vertreten kann, die in einer politischen Gruppierung zum Verbot der Gruppe führen würden.
Im Armanenorden findet - diesen Eindruck gewinnen kritische Beobachter - das ansonsten aus begreiflichen Gründen weitgehend zum Schweigen verurteilte Neonazitum seine Sprache. Wenn die NPD nun in der BRD verboten werden soll, werden Organisationen wie der Armanenorden noch mehr Zulauf erhalten. Zur Religion wird, was nicht mehr politisches Programm sein darf.

Zeitschriften: "Irminsul - Stimme der Armanen". Den internen Mitgliederkreis informiert das Blättchen "Der Urdbrunnen"

Aromatherapie
Ätherische Öle - das sind jene Stoffe, die den Pflanzen zu dem für sie typischen Geruch verhelfen. In der Aromatherapie werden diese Essenzen aus Blume, Kräutern, Bäumen und Harzen gewonnen. Sie helfen bei Depressionen, beugen Infektionen vor und stärken die körpereigenen Abwehrkräfte.  Ein Unterschied ist zu beachten: Mit Essenz wird das unvermischte, reine Pflanzenöl bezeichnet, Extrakt ist dagegen ein Auszug: Ätherisches Öl, beispielsweise aufgelöst in Alkohol. Es gibt drei Möglichkeiten der Anwendung: Einreiben der Haut, also Einmassieren. Einatmen, Inhalieren ist ein zweiter Weg der Therapie. Häufig ergänzen sich die beiden Methoden.

Artemis
Griechische Göttin, die ihren Ursprung im östlichen Raum des Mittelmeeres hat. A. ist die Zwillingsschwester des Apollo. Sie ist die Göttin der Jagd, des Mondes und die Schützerin der Jungfräulichkeit junger Frauen. Da sie auch die Mondgöttin ist, spielte und spielt ihre Verehrung in der Hexerei eine große Rolle. In der Antike befand sich ihr Hauptheiligtum im türkischen Ephesos. Ihr römisches Gegenstück ist die Göttin Diana.

Die Artgemeinschaft - Germanische Glaubens-Gemeinschaft (AG GGG)
1951 gegründet, schloss sich diese nach eigenen Worten "grösste heidnische Gemeinschaft Deutschlands" 1983 mit den schon 1924 gegründeten Nordungen zusammen. Die AG GGG sieht sich auch als Nachfolgegemeinschaft der 1913 von Ludwig Fahrenkrog gegründeten und 1957 aufgelösten Germanischen Glaubensgemeinschaft und als älteste neuheidnisch-germanische Glaubensgemeinschaft mit durchgängigem Wirken. Dieses Traditionsbewusstsein verbindet sich in der Perspektive des Kritikers einerseits auch mit der stolzen und deshalb auch kaum verhüllten Rechtslastigkeit der Gemeinschaft, andrerseits mit der breiten Wirksamkeit der Gemeinschaft. Die AG GGG pflegt "ein reges Gemeinschaftsleben auf den regelmäßig wiederkehrenden Gemeinschaftstagen". Sie ediert die Nordische Zeitung, zwei Schriftenreihen, eine Buchreihe sowie Einzelschriften. In ihren Publikationen steht sie ebenso vehement für ihr Artbekenntnis ein, wie sie sich vor allem vom Judentum und Christentum absetzt. Wieland Hopfner skizziert in der nordischen Zeitung Grundlinien eines nordisch-germanischen Heidentums, indem er z.B. dem christlichen Kreuz als Todessymbol die Vielzahl lebensbejahender Zeichen und Symbole (z. B. den Thorhammer) des nordisch-germanische Heidentums entgegensetzt. Nur "nordentstammte" Menschen, die das Artbekenntnis bejahen, können der AG GGG beitreten. "Wenn Sie keiner Bekenntnis- oder Religionsgemeinschaft angehören und sich neu binden wollen, das Artbekenntnis und das Sittengesetz unserer Art voll bejahen sowie überwiegend nordische Menschenart verkörpern, können Sie Antrag auf Aufnahme als Mitglied in der Artgemeinschaft teilen. Sie bezahlen einen Monatsbeitrag (nach Selbsteinschätzung) in Höhe von mindestens 1 % des Nettoeinkommens."

Im Artbekenntnis und in anschliessenden erläuternden Texten heisst es u.a.:
"1. Alles Leben wirkt nach Naturgesetzen. Uns offenbart sich das Göttliche in diesen ewigen, ehernen Gesetzen, gegen die zu verstoßen widersinnig ist.
Wir bekennen uns zu einem Leben im Einklang mit den Naturgesetzen.
2. Kampf ist Teil des Lebens; er ist naturnotwendig für alles Werden, Sein und Vergehen. Jeder einzelne von uns wie unsere gesamte Art stehen in diesem Ringen.
Wir bekennen uns zu diesem nie endenden Lebenskampf.
3. Die Menschenarten sind verschieden in Gestalt und Wesen. Diese Verschiedenheit ist sinnvolle Anpassung an die unterschiedlichen Naturräume.
Wir bekennen uns zur Erhaltung und Förderung unserer Menschenart als höchstem Lebensziel, denn auch sie ist eine Offenbarung des Göttlichen...
12. Der Mensch ist unsterblich in den Nachkommen und Verwandten, die sein Erbe teilen. Nur sie können unsere von den Ahnen erhaltenen Anlagen verkörpern. Wir bekennen, daß der höchste Sinn unseres Daseins die reine Weitergabe unseres Lebens ist."

Der nordische Heide weiss, dass es ein ganz besonderes Glück ist, schöne und tüchtige Kinder zu haben, und dass er in seinen Nachkommen weiterlebt. Heidnische Familien sind daher oftmals "kinderlieb" und "kinderreich" - "was unseren Einfluss in unserem Volk eines Tages erheblich verbessern wird."
Hohe germanisch-heidnische Festtage sind Weihnachten, Ostern, Sommersonnwende und Erntedank. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe von Einzelfeiertagen wie die Tag- und Nachtgleichen im Frühjahr und Herbst. An das frühere Verbundensein mit der Natur und ihren Geschöpfen knüpfen die heutigen Heiden an. Ein geflügeltes Wort in der AG-GGG lautet: "Ökologisch denken - naturgemäss leben - artgemäss glauben".
Vorsitzender der AG GGG ist seit 1988 der Hamburger Rechtsanwalt Jürgen Rieger.
Die AG GGG wird - wie z.B. www.nazi.de zeigt - der Neonaziszene zugerechnet.
Mitglieder in Deutschland: 120.

Redaktion Nordische Zeitung Jürgen Rieger, Auguste Baur Str. 22, D-22587 Hamburg.

Asana (Pl. Asanas)
Name der Körperhaltung, die beim Yoga eingenommen wird.

Asatru-Gemeinschaften
Die Asen und die Vanen sind zwei germanische Göttergenerationen. Zu den Asen gehören Götter wie Odin, Baldur, Thor, Tyr und Ostara, zu den Vanen Zwillingsgottheiten wie Freyja und Freyr. Der mythische Krieg zwischen Asen und Vanen kennt keine Sieger und keine Besiegten und wird mit einem Friedensschluss besiegelt.
"Asatru" verbindet "Asa" mit "Tru", "Treue". Diese Treue gilt in der Regel den Asen und Vanen, d.h. den altnordischen und altgermanischen Gottheiten schlechthin. Wem dieser grosszügig-pauschale Umgang mit alten Namen als Neo-Germane nicht behagt, der setzt Vanatru als spezielle Verehrung der erdnah gedachten Vanen als notwendige Ergänzung neben Asatru, die Verehrung der Asen.
Die Asatru-Gemeinschaften wollen die alte, vorchristliche Germanenreligion wieder aufleben lassen. Wegleitend sind die Überlieferungen der germanischen Volksstämme und der späteren Wikinger (oder was als altgermanische oder nordische Überlieferung gilt) vor allem die Edda (die eindrücklichste Sammlung heidnisch-germanischer Texte aus der Übergangszeit ins Christentum in altisländischer Sprache), Islandsagas, archäologische Funde und Runeninschriften (Runen = altes germanisches Alphabet).
Asatru bildet sogenannte "kinreds", das sind kleinere Gruppen oder Sippschaften. Mann/Frau trifft sich zu gemeinsamen Unternehmungen und Ritualen, um die Götter zu ehren. Blot ist ein traditionelles Opferritual, heute praktiziert mit Speiß- und Trankopfer und anschliessendem Festmahl. Sumbel ist eine Form der rituellen, religiösen Trinksprüche, wo jeder auf eine Göttin oder einen Gott zutostet.
Zur naturreligiösen Philosophie, in der diese Rituale gründen, meint Asatru:
"Ásatrú enthält ... naturreligiöse Elemente. So sind natürliche Vorgänge weder positiv noch negativ. Die allgemein verbreitete Einteilung in Gut und Böse hat im Ásatrú keine Bedeutung. Leben entsteht und vergeht. Alles bewegt sich in einem ewigen Kreislauf, der in den natürlichen Vorgängen um uns herum wiederzufinden ist (Jahreskreis und Lebenskreis). Göttlichkeit wird als in der Natur enthalten aufgefaßt. Die Gottheiten einer Naturreligion sind keine allmächtigen, weit entfernten Herrschergötter sondern mit den Kreisläufen der Welt verbunden und stellen in der Natur wiedererkennbare Konzepte dar. Dem Menschen bekannte Konzepte wie Fruchtbarkeit, Aggression, Liebe und Gerechtigkeit werden durch eigene Gottheiten verkörpert, die ebenso wie die Natur in einem eigenen Gleichgewicht stehen. Der Mensch ist Teil des Gleichgewichts, steht nicht außerhalb, nicht darüber. Die wiederkehrenden Zyklen der Natur werden bewußt als solche erkannt und in den Jahresfesten verehrt, denn in ihnen ist die Harmonie unserer Welt erkennbar"
Es gibt Asatru - Gruppen in Deutschland, Skandinavien, Island und in den USA. In den USA sind die zahlreichen kinreds in der Asatru Alliance eingebunden, die regional und national die Asatru-Anliegen fördert. Der sozialen Bindung kommt in den Asatru-Gemeinschaften hohe Bedeutung zu, denn sie sind die wesentlichen Träger der moralischen Ordnung im Sinne der Sippenlehre. Asatru versucht sich - m.E. mit zweifelhaftem Erfolg - von rechtsradikalen Standpunkten und Kreisen zu distanzieren. In Deutschland meldet sich Asatru vor allem unter der Domain "Wolfshalle". Asatru und AG GGG (siehe oben) präsentieren sich in Deutschland z.T. unter denselben Website-Adressen.
Adressen: Asatru Alliance, P.O.Box 961, Payson, Arizona 85547 USA Asatru Folk Assembly P.O. Box 445 Nevada City, CA 95959,USA

Aschtoret
In der Mythologie der Phönizier die Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit. Sie symbolisierte das weibliche Prinzip in all seinen Aspekten, so wie Baal die Männlichkeit. Wie bei Baal findet sich ihr Name im Alten Testament häufig in der Pluralform Aschtarot, erst ab der Zeit des Königs Salomo taucht die Singularform Aschtoret auf. In der Mythologie der Griechen und Römer nannte man sie Astarte, als solche wurde sie im 7./8. vorchristlichen Jahrhundert auch in Israel angebetet, als König Salomo, verleitet von seinen siebenhundert Haupt- und dreihundert Nebenfrauen, von Jahwe abfiel: »Und als er nun alt war neigten seine Freuen sein Herz fremden Göttern zu, so daß sein Herz nicht ungeteilt bei dem Herrn, seinem Gott, war wie das Herz seines Vaters David. [...] So diente Salomo der Astarte, der Göttin derer von Sidon, und dem Milkam, dem greulichen Götzen der Ammoniter.« (1. Könige 11,4-5). Man setzte Aschtoret auch mit verschiedenen griechischen Göttinnen gleich, etwa Aphrodite, Göttin der Liebe und Schönheit, Artemis, Göttin der wilden Natur, und Selene, der Göttin des Mondes. Die babylonische und assyrische Entsprechung der Astarte war Ischtar.

Ashmole, Elias (1617-1692)
Englischer Rosenkreutzer und Sammler von Altertümern. Er verfaßte viele Bücher über Rosenkreutzer und Freimaurer (Freimaurerei). Seine wertvolle Bibliothek befindet sich heute im Ashmole Museum in Oxford. A. gilt als einer der Schöpfer des Freimaurerrituals - so lautet wenigstens eine These über die Entstehung der Freimaurer. Zusammen mit Freunden hatte er eine Art Geheimgesellschaft gegründet, die sich mit Mystik, Magie und Rosenkreutzertum beschäftigte. Sie war geheim, weil sie sich gegen die damals noch weitverbreitete Intoleranz einer wenig aufgeklärten Gesellschaft schützen mußte. A. ließ sich in die Londoner Zunft der Steinmetze aufnehmen, und seine Freunde folgten seinem Beispiel. Die Folge war, daß sie ihre Treffen im Zunftsaal der Maurer und unter deren Emblem abhalten konnten.

Ashram
Ein hinduistisches oder buddhistisches Kloster in Indien. Heute wird dieses Wort meist als Name für den Versammlungsort eines geistigen Führers mit seinen Schülern verwandt.

Asmodeus
In den apokryphen Schriften des Alten Testaments ein böser Geist: »Man hatte sie nämlich sieben Männern nacheinander gegeben, aber ein böser Geist, Aschmodai genannt, hatte sie alle getötet, sobald sie zu ihr eingehen wollten.« (Tobias 3,8) Im Talmud wird daraus ein Fürst der Dämonen, bei Johannes Wier sogar einer ihrer Könige mit einem Widder-, einem Stier- und einem Menschenkopf.
Der Legende nach, soll König Salomo den Dämen mit seinem Siegel (siehe Hexagramm) gefangen und ihm zu diensten gemacht haben. So soll Asmodeus den Tempel des Salomo bewacht haben, wie später das Allerheiligste des Templerordentempels (siehe Tempelritter).

Aspekt
Bezeichnet eine bestimmte Stellung der Planeten untereinander sowie zur Erde. Diese Aspekte werden in Winkeln gemessen und in Grad angegeben. Dabei kennt die Astrologie fünf Hauptaspekte: Konjunktion, Sextil, Quadrat, Trigon und Opposition.

Aspekte
Deutungselemente der Astrologie. Von der Erde aus gesehen bilden die Planeten miteinander und zu den sensitiven Punkten Winkel. Werden bestimmte Winkel gebildet (sie brauchen nicht absolut genau zu sein), spricht man von A. und schreibt ihnen eine besondere Bedeutung zu. Beträgt die Größe ungefähr 45, 90, 135 oder 180 Grad, handelt es sich um sogenannte Spannungsaspekte. Sie entstehen aus einer fortschreitenden Vierteilung des Kreises (Vier). Aus diesen entnimmt der Astrologe Hinweise auf Aufgaben und Probleme eines Lebens. A. von 30, 60, oder 120 Grad gelten als harmonisch. Sie entstammen der Dreiteilung des Kreises (Drei) und stehen für günstige und leichte Entwicklungen. Ein Übermaß an harmonischen A.n in einem Horoskop gilt aber wieder als ungünstig, da der Mensch Widerstände und Spannungen benötigt, um daran zu wachsen. In einigen astrologischen Schulen werden auch andere Einteilungen des Kreises (etwa in fünf, neun oder zehn Abschnitte) zur Bildung von A.n benutzt.

Assassinen (auch Hashishin)
Eine ismaelitisch-schiitische Sekte des Islam. Da sie als Schiiten unterdrückt und von ihren sunnitischen Nachbarn bedrängt waren, bildeten sie Mörderkommandos aus, um ihre Feinde zu töten. Später gingen sie gegen die Kreuzfahrer vor. Ihr Name soll daher rühren, daß ihre Führer Haschisch einsetzten, um den Sektenmitgliedern dadurch einen Vorgeschmack auf das Paradies zu geben, das sie nach dem Erfolg ihrer Unternehmungen erwartete. Einer anderen Theorie zufolge wurde ihnen dieser Name von ihren Nachbarn als Schimpfwort gegeben. Hashishin soll dementsprechend so viel wie Haschischfresser bedeuten, da sie Haschisch als Mittel zu Erreichung mystischer und ekstatischer Trancen verwendet haben sollen. Der Titel ihres Oberhauptes lautete "Der Alte vom Berge". Berühmt wurde einer ihrer Führer Hasan-i Sabbah (gestorben 1124) dadurch, daß es den A. gelang, unter seiner Leitung die Bergfestung Alamut im Elbrusgebirge zu erobern, die dann für Jahrzehnte ihr Hauptquartier wurde. Die A. sollen Kontakt zu den Tempelrittern gehabt haben und diese in orientalische Geheimlehren eingeweiht haben. Aus diesem Grund betrachten verschiedene Geheimbünde und Orden die A. als ihre ideengeschichtlichen Vorfahren. Das heutige religiöse Oberhaupt der Ismaeliten, von denen die A. ein Teil waren, ist der Aga Khan.

Astarte
Phönizische Fruchtbarkeits- und Mondgöttin, auch unter ihrem babylonischen Namen Ishtar bekannt.

In der Mythologie der Griechen und Römer der Name für Aschtoret, die höchste weibliche Gottheit der Phönizier: »Astarte, queen of heaven, with crescent horns« Uohn Milton) - Wurde im 7./8. vorchristlichen Jahrhundert auch in Israel angebetet, als König Salomo, verleitet von seinen siebenhundert Haupt- und dreihundert Nebenfrauen, der von Jahwe abfiel: »Und als er nun alt war, neigten seine Freuen sein Herz fremden Göttern zu, so daß sein Herz nicht ungeteilt bei dem Herrn, seinem Gott, war wie das Herz seines Vaters David. [...] So diente Salomo der Astarte, der Göttin derer von Sidon, und dem Milkom, dem greulichen Götzen der Ammoniter.« (1. Könige 11,4-5)

Astralebene
Bezeichnung für die Sphäre, die zwischen der geistigen und materiellen Ebene liegt. Alles was existiert, ob körperlich oder geistig, hat seinen Ursprung im Astralen. Hier befindet sich ein Plan von allem. Die A. entzieht sich der direkten Beobachtung durch den Menschen, und es bedarf bestimmter Übungen, um sie wahrnehmen zu können. Magische Rituale wirken gemäß dieser Theorie direkt auf die A. Außerdem sollen sich in der A. Engel, Naturgeister und Götter befinden.

Astralkörper
Er besteht aus feinstofflichen Elementen, die die Seele braucht, um in den grobstofflichen Körper eingehen zu können. Das Ziel vieler magischer Übungen ist es, diesen A. zu nutzen, um so Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Astralebene zu erhalten und sie auf der materiellen Ebene einzusetzen.

Astralmythen
Antike Vorstellung, daß Planeten und Sterne Götter seien, die wegen ihrer hervorragenden Taten an den Himmel versetzt wurden und von dort aus den Lauf der Welt beeinflussen.

Astrologie
Methode, durch die Beurteilung der Stellung der Planeten vom irdischen Standpunkt aus gesehen das Schicksal, den Charakter, die Stärken und Schwächen eines Menschen vorherzusagen. Sie macht aber auch Aussagen über das Schicksal von Gegenständen, Staaten, Tieren, Freundschaften und anderen Beziehungen. Die Stundenastrologie gibt Auskunft über die kleinsten alltäglichen Fragen und Probleme. Grundsätzlich wird immer ein Horoskop errechnet, das nach einer bestimmten Methode gedeutet wird. Für Vorhersagen werden außerdem Transite und Direktionen herangezogen. Astrologische Methoden haben sich unabhängig voneinander an verschiedenen Orten der Erde entwickelt, so in Nord- und Südamerika, Nordafrika, Mesopotamien, in Indien und China. Die heute gebräuchliche westliche A. wurde in Griechenland erschaffen, wo ägyptische und mesopotamische Einflüsse vereinigt wurden. Im ersten Jahrhundert v. Chr. lagen die Grundlagen der A., wie wir sie heute kennen, fest. Das früheste überlieferte Lehrbuch stammt aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. von Ptolemaios. In der folgenden Zeit wurde die A. zur Grundlage des gesamten abendländischen Denkens. Wissenschaft, Philosophie, Alchemie und die anderen Zweige der Esoterik wurden von ihr genauso durchdrungen wie die christliche Lehre (12 Apostel = 12 Tierkreiszeichen, vier Evangelisten = vier Elemente etc.). Zwar hat sich die Kirche meist ablehnend gegenüber der A. ausgesprochen, doch gab es selbst Päpste, die sich mit ihr beschäftigten. Im Rahmen der Aufklärung verlor dann die A. seit dem 18. Jahrhundert an Bedeutung und verschwand im 19. Jahrhundert von den Universitäten. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts bemühen sich die Astrologen, ihre Wissenschaft auf eine neue, psychologische Basis zu stellen. Zudem gelang es dem Ehepaar Michel und Francoise Gauquelin, wissenschaftlich zu beweisen, daß zumindest die Planeten, allerdings ohne Sonne und Mond, so wirken, wie es die A. behauptet (M. Gauquelin, Die Wahrheit der Astrologie, Freiburg 1987). Seit den achtziger Jahren hat sie dann auch wieder Einzug an den Hochschulen gehalten, und es werden zunehmend mehr Magister- und Doktorarbeiten zu astrologischen Themen anerkannt.

Astronomie
Das Beurteilen von Gegenwart und Zukunft nach den Ereignissen am Sternenhimmel. Schon seit Jahrtausenden ist bei vielen Völkern rund um die Erde die Vorstellung verbreitet, daß das Geschehen am Sternenhimmel in Beziehung steht zu den Ereignissen auf der Erde. Vor allem ängstigte die Menschen jede Abweichung vom normalen, harmonischen Lauf des Himmels. So zeigten für sie Sonnen- und Mondfinsternisse, plötzlich auftauchende Kometen und neu erscheinende Sterne stets Katastrophen und schwierige Zeiten an. Mit dem zunehmenden Verständnis für die mathematischen Regeln, nach denen das Himmelsgeschehen abläuft, verringerte sich die Angst der Menschen vor Finsternissen. Die intuitive, gefühlsmäßige Deutung machte einer mehr "wissenschaftlichen" Platz, die Astrologie entwickelte sich. Im Gegensatz zur Astrologie, die nun den Standpunkt der Rückwirkung von Gestirnen auf den Menschen und seine Umwelt betrachtet, widmet sich die Astronomie mehr der Erkundung des Alls (Benennung neuer Gestirne, Bestimmung von Himmelskörpern, etc.).
Man könnte auch sagen, dass die zuvor romantische Betrachtung des Weltalls (durch die Astrologie), zunehmend in eine kalte und leidenschaftslose Wissenschaft sich wandelte (die Astronomie).

ASZ
Gelegentlich gebrauchte Abk. für Aszendent.

Aszendent
Der Punkt des Tierkreiszeichens, der während der Geburt am östlichen Horizont zu sehen ist. Um bei der Berechnung eines Horoskops die besten Ergebnisse zu erzielen, muss die Geburtszeit so exakt wie möglich angegeben werden.

Der Grad und das Tierkreiszeichen, das im Moment der Geburt am östlichen Horizont aufsteigt. Er ändert sich von Minute zu Minute und wird von den Astrologen als der persönlichste und wichtigste Punkt des Horoskops betrachtet. Horoskope von Zwillingen unterscheiden sich oft nur durch einen anderen Aszendentengrad. Ohne ihn ist eine genaue Deutung nicht möglich. Er gibt Auskunft über das Verhalten eines Menschen und ist auch Grundlage für verschiedene Techniken der Vorhersage.

ASW - AUSSERSINNLICHE WAHRNEHMUNG
Damit sind Wahrnehmungen, Gedanken, Erkenntnisse, Eindrücke, Gefühle, Bilder die wir nicht mit unseren normalen Sinnesorganen aufnehmen. Man unterscheidet drei Formen: Telepathie (die Übertragung der Gedanken), Hellsehen oder Weissagen (Das Sehen von Ereignissen die in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft liegen).

Atlantis
Der sagenhafte Kontinent, der sich im Atlantik zwischen Afrika und Amerika befunden haben soll. Er wird zum ersten Mal bei dem griechischen Philosophen Platon erwähnt. Laut Platon stammt das Wissen um A. von seinem Vorfahren Solon, der es wiederum von ägyptischen Priestern erfahren haben will. A. soll eine Hochkultur gewesen sein, von der alle anderen Völker des Mittelmeeres ihre Lehren und Religion erhalten haben sollen. Wegen des Hochmutes der Bevölkerung sei A. im Atlantik versunken. Bis heute wurden aber keine eindeutigen Beweise für die Existenz von A. gefunden.

Athanor
Name des Sandbad-Ofens der Alchemisten zur Herstellung von Edelmetallen (siehe Alchemie). Der Name stammt von dem arabischen Wort für Backofen.

Athene
Griechische Göttin, die voll bewaffnet der Stirn ihres vaters Zeus entsprang, der ihre Mutter gefressen hatte. Die immer jungfräuliche Göttin war die Schutzpatronin der Stadt Athen, des Kriegshandwerks, des Ackerbaus, der Viehzucht, der Weisheit und des Handwerks. Ihre römische Entsprechung ist die Göttin Minerva.

Äther
Stammt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich "heiterer Himmel". Im übertragenen Sinne bezeichnet es die Wohnstätte der Götter. In der Esoterik ist damit der Übergangszustand vom Stofflichen zum Spirituellen gemeint.

Ätherleib
Ist ein anderes Wort für den Astralleib.

Atman
Die Übersetzung dieses Sanskritwortes lautet "Atem". In der indischen Religion wird hiermit der innerste Kern der Seele bezeichnet. Es wird meist zusammen mit dem Wort Brahman verwandt.

Atum
Name des ägyptischen Gottes, der die Welt schuf. Der ägyptischen Mythologie nach entstand er aus sich selbst. Er verkörpert das Chaos, das herrschte, ehe die Welt entstand und Himmel und Erde getrennt wurden. Aus sich selbst heraus schuf er den ersten Gott Schu (Gott der Luft) und die Göttin Tefnut (Göttin des Wassers und der Feuchtigkeit). Am Ende aller Tage vernichtet A. wieder die von ihm geschaffene Welt.

Aura
Lateinisch "Hauch, Schein". Die A. soll eine Art Lichtkranz sein, der den Körper des Menschen umhüllt. In ihm sollen sich Krankheiten und seelische Zustände abzeichnen. Hellsichtige Menschen sollen in der Lage sein, sie zu sehen.

Aureole
Lateinisches Wort für Heiligenschein.

Aurobindo, Sri (1872-1950)
Inder, auch als Aurobindo Ghose bekannt. Nach dem Studium in Indien und England (Cambridge) nahm er aktiv am Befreiungskampf Indiens von der britischen Kolonialherrschaft teil. Deswegen verbrachte er auch mehrere Jahre im Gefängnis. Nach seiner Entlassung im Jahre 1910 ging er nach Pondicherry in Indien und gründete dort einen Ashram. Im Laufe der Jahre entwickelte sich dieser Ashram zu einem bedeutenden religiösen Versammlungsort. Nach A.s Tod wurde der Ashram von Mira Richard (1878-1973), auch "Mutter" genannt, fortgeführt. In der Nähe von Pondicherry bauten die Anhänger der Lehren A.'s die Stadt "Auroville", wo viele von ihnen leben und arbeiten. Auroville ist auch das Zentrum der "Aurobindobewegung". A. schuf eine spezielle Form des Yoga, das "Integrale Yoga". Nach den Lehren A.s ist die wichtigste Voraussetzung für die Erlösung des Menschen Evolution und Erleuchtung. Er meint, daß es die Aufgabe der Menschheit sei, sich zu einem höheren Bewußtsein bzw. zur Göttlichkeit hin zu entwickeln. Sein "Integrales Yoga" soll es möglich machen, daß Evolution und Erleuchtung zu einer harmonischen Entwicklung des Menschen führen.

Außersinnliche Wahrnehmung
Abk. ASW. Sammelname für alle Vorgänge, die nicht mit den normalen fünf Sinnen des Menschen wahrgenommen werden können, wie Telepathie (Gedankenlesen), Hellsehen oder Vorahnungen.

Automatisches Schreiben
Ein Medium fällt in Trance, die rechte oder linke Hand, beginnt ruckartig mit heftigen Bewegungen zu schreiben. Das Medium wirkt wie ein Automat. Die Worte die zu Papier gebracht werden haben aber durchaus Sinn. Das ganze ist ein normaler Schreibakt, nur das die Bewegungen der Hand und der Inhalt des Produzierten nicht bewußt kontrolliert werden.

Avalon
Name des Landes der keltischen Mythologie, in dem Feen und Götter leben. Eine Art Paradies, eine sogenannte Insel der Seligen, die gelegentlich auch mit Atlantis gleichgesetzt wurde. Nach der Christianisierung Britanniens soll sich die keltische Priesterschaft dahin zurückgezogen haben.

Avalon, Arthur (1865-1936)
Pseudonym von John Woodroffe, der heilige, tantrische Yogatexte aus dem Sanskrit übersetzte und sie so einer breiteren Leserschaft bekannt machte.

Avatar
Avatar bezeichnet in der hinduistischen Religion Indiens normalerweise eine der Wiedergeburten des Gottes Vishnu. Bislang hat es neun Wiedergeburten des Gottes gegeben. Die zehnte soll den Beginn einer Art von Goldenem Zeitalter einläuten. In der abendländischen Esoterik wird der Begriff A. heute auch auf andere sogenannte Wiedergeburten des universalen, göttlichen Impulses (z. B. Jesus) angewandt.

Avesta
Die heilige Schrift des Zoroastrismus, der von Zarathustra gegründeten Religion, und Grundlage des modernen Parsismus, enthält in verschiedenen altiranischen Dialekten die Glaubenslehre und Beschreibungen früher Bräuche. Sie besteht aus drei großen Teilen, dem Yasna, dem Yascht und dem Videvdat, sowie den kürzeren Teilen Vispered, Nyaischs, Gahs, Siroze und Afringans. Das Yasna ist das liturgische Hauptbuch des Zoroastrismus und besteht zum großen Teil aus Gathas, das sind Hymnen und Gesänge, die Zarathustra selbst zugeschrieben werden. Das Yascht umfasst 21 Gebete und Opfergesänge, das Videvdat das Gesetz und einen Schöpfungsmythos. Während der Zoroastrismus Staatsreligion in Persien war - seit Kyros dem Großen, unter Dareios I., Xerxes I., Alexander dem Großen, während des Parther-Reiches und des Sassaniden-Reiches, also vom 8. Jahrhundert vor bis zum 7. Jahrhundert nach Christus - wurden die Glaubensgrundlagen mündlich und in einzelnen Texten überliefert, von denen schätzungsweise ein Drittel im 5. Jahrhundert n. Chr. zum Avesta zusammenfasst wurde.

Ayurveda
Heißt: Wissen vom Leben.
Ayurvedische Medizin ist die Heilmethode der Inder, dokumentiert in berühmten Sanskritlehrbüchern. Die älteste und bekannte systematische Naturheilkunde der Welt. Der Grundgedanke des klassischen Ayurveda besteht darin, daß der Geist einen bestimmten Einfluß auf den Körper ausübt und das Freisein von Krankheit letztlich darauf beruht, daß wir uns mit unserem Bewußtsein in Verbindung setzen, es in Gleichgewicht bringen und dieses Gleichgewicht auf den Körper ausdehnen.

Aziluth
siehe Kabbala

Azoth
Ein von Paracelsus geschaffenes Kunstwort, welches aus den ersten und letzten Buchstaben des hebräischen, griechischen und lateinischen Alphabets besteht. Dieser Ausdruck wurde in der Alchemie verwandt und bezeichnet das Urprinzip der Metalle. Bei Paracelsus hat es zudem auch noch die Bedeutung eines Allheilmittels. Einer anderen Theorie nach stammt das Wort von dem arabischen Namen für Quecksilber - al-zauq - ab.